Faktor-Zertifikat | 3,00 | Long | RWE

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  • WKN: MF2MJF
  • ISIN: DE000MF2MJF9
  • Faktor-Zertifikat

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf RWE hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf RWE hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
29.06.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 21,27 EUR
  • 22,12 EUR
  • 1,77
  • 20,60 EUR
  • 21,42 EUR
  • 1,75
06.05.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 14,91 EUR
  • 15,51 EUR
  • 1,38
  • 14,70 EUR
  • 15,30 EUR
  • 1,44
27.04.2018 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 14,08 EUR
  • 14,65 EUR
  • 0,77
  • 13,50 EUR
  • 14,05 EUR
  • 0,71

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 12.08.2020 15:03:22 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Weniger Stromverbrauch in Corona-Krise: Eon senkt Jahresprognose
(neu: Aktienkurs, Analysten, Aussagen aus der Telefonkonferenz.) ESSEN (dpa-AFX) - Geschlossene Fabriken, weniger Industrieproduktion: Die Corona-Krise macht sich auch beim Energiekonzern Eon bemerkbar. Der Dax-Konzern blickt etwas pessimistischer auf 2020. Wegen einer geringeren Nachfrage musste der Netzbetreiber bereits beschafften Strom im zweiten Quartal wieder verkaufen. Zudem legte der Konzern Geld für mögliche Zahlungsausfälle von Kunden beiseite. Inklusive dieser Effekte rechnet Eon für 2020 mit coronabedingten Belastungen von 300 Millionen Euro, bleibt mittelfristig aber zuversichtlich und geht davon aus, einen Teil in den kommenden Jahren wieder reinholen zu können. Die Aktien gaben am frühen Nachmittag etwa 0,6 Prozent nach. Bereits vorab ging der Blick der Analysten vor allem auf die Prognose, weil Eon bisher an seinem ursprünglichen Ausblick festgehalten hatte. Das sei wohl eine kleine Enttäuschung für Investoren, erklärte Alberto Gandolfi von Goldman Sachs. Viele andere Konzerne hatten ihre Schätzungen wegen der Krise bereits in den vergangenen Monaten nach unten korrigiert. "Das zweite Quartal hat bei uns Klarheit gebracht", erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen bei einer Telefonkonferenz am Mittwoch. Ohne einen neuen harten Lockdown sei der größte Teil der Corona-Auswirkungen nun verarbeitet. Eon erwartet 2020 nun ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3,6 bis 3,8 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss von 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern beim bereinigten operativen Ergebnis bis zu 4,1 Milliarden und beim bereinigten Überschuss bis zu 1,9 Milliarden auf dem Zettel. Abgesehen davon verwies Konzernchef Teyssen auf "starke Zahlen". Das Geschäft sei "robust" auch "in schwierigen Zeiten". Der Strombedarf sei durch Corona um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, habe sich aber im Juli schon wieder auf minus 5 Prozent erholt. Das US-Analysehaus Bernstein Research schrieb, die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Netzgeschäft des Konzerns seien vorübergehend, die Belastungen könnten in den Jahren 2022 bis 2024 wieder gut gemacht werden. Langfristige Auswirkungen der Corona-Krise sieht der Konzern selbst nicht und bestätigte seine Mittelfristziele genauso wie seine Aussagen zur Dividende. Eon will diese bis zur Ausschüttung für 2022 weiter jährlich um bis zu fünf Prozent steigern. Die Resultate werteten auch Börsianer als "robust" und "weniger schwach als befürchtet": Das operative Ergebnis sank in den ersten sechs Monaten von 2,3 auf 2,2 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss ging von 1,05 auf 0,93 Milliarden Euro zurück. Die Vorjahreszahlen sind auf Pro-Forma-Basis - das heißt, sie beinhalten auch schon alles, was durch das Tauschgeschäft mit RWE und die damit verbundene Aufteilung von Innogy eigentlich erst später dazugekommen war. Wie erwartet habe sich Covid-19 auf das Ebit im zweiten Quartal ausgewirkt, der Rückgang zum Vorjahr sei aber vergleichsweise moderat ausgefallen, erklärte Finanzchef Marc Spieker. Wesentliche Zahlungsausfälle seien bisher ausgeblieben. Als Trendwende bezeichnet das Management die Lage beim bisher schwierigen Geschäft in Großbritannien. Nach den ersten sechs Monaten verzeichnet der Konzern hier einen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 43 Millionen Euro. Vor allem die frühere Innogy-Tochter NPower war in einer kritischen Situation. Eon hatte bereits im November eine Neuordnung angekündigt, um dort aus den Verlusten herauszukommen. Im zweiten Quartal wurde zudem das Tauschgeschäft mit RWE abgeschlossen. Der letzte große Schritt zur vollständigen Übernahme von Innogy war das Herausdrängen der verbliebenen Minderheitsaktionäre Anfang Juni. Den Verkauf von Geschäften in Ungarn, Tschechien und Deutschland, den die EU-Kommission zur Auflage des Deals gemacht hatte, setze der Konzern planmäßig um, heißt es. Eon will im Zuge der Innogy-Integration bis zu 5000 Stellen abbauen. Weitere 5000 Stellen fallen außerdem bei der Integration der früheren Innogy-Tochter nPower in Eons Großbritanniengeschäft weg. 1000 Stellen seien bereits in Form von Vorruhestandsregelungen und Auflösungsverträgen abgehakt, diese betreffen laut Konzern allerdings Deutschland. Der Konzern machte keine Angaben dazu, bis wann der Stellenabbau insgesamt abgeschlossen sein soll./knd/men/jha/
11.08.2020 Quelle: dpa
WDH/ROUNDUP 2: Uniper trotz Corona optimistischer - Analysten verhalten
(im 7. und 8. Absatz wurde der Nachname des Finanzvorstands korrigiert: Bibert) DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Energiekonzern Uniper wird trotz Corona-Krise etwas optimistischer für das laufende Jahr. Uniper zeige sich derzeit krisenfest, sagte Konzernchef Andreas Schierenbeck bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten. "Und wir können unter dem Strich nur überschaubare negative Einflüsse auf unser Unternehmen erkennen." Überstanden sei es allerdings noch nicht: "COVID-19 wird uns noch länger fordern", so Schierenbeck. Freude wollte bei den Aktionären dennoch nicht aufkommen. Der Aktienkurs fiel. Denn: Die Zahlen für das abgelaufene Quartal blieben ein Stück weit hinter den Erwartungen zurück. Zudem blicken Analysten teils skeptisch auf die weitere Entwicklung. Für 2020 werde nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) zwischen 800 Millionen und 1 Milliarde Euro angestrebt, wie die Düsseldorfer am Dienstag mitteilten. Zuvor lag die untere Grenze noch bei 750 Millionen Euro. Auch beim bereinigten Konzernüberschuss bessert das Management nach: Der Gewinn soll zwischen 600 und 800 Millionen Euro liegen. Hier lag der untere Wert vorher bei 550 Millionen Euro. Das bereinigte Ebit lag nach den ersten sechs Monaten bei 691 Millionen Euro nach 308 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg von 189 Millionen im ersten Halbjahr des Vorjahres auf nun 527 Millionen Euro. In beiden Fällen lagen die Schätzungen der Analysten allerdings etwas höher. Die Dynamik aus dem ersten Quartal habe nun etwas nachgelassen, teilte Uniper mit. Insgesamt habe der Konzern im ersten Halbjahr vor allem von den Optimierungen im Gasgeschäft in den ersten drei Monaten profitiert. Gesunkene Produktionsvolumina konnte der Konzern durch gestiegene Strompreise ausgleichen. Der Stromabsatz sank nach Konzernangaben in den ersten sechs Monaten des Jahres um fast 16 Prozent. Das erste Halbjahr 2020 war - wie bereits im Vorjahr - durch sehr milde Temperaturen sowie zusätzlich dazu durch eine geringe Nachfrage infolge der Covid-19-Pandemie geprägt, hieß es. So brauchte die Industrie wegen der vielen Stillstände deutlich weniger Strom und Gas. Ein Teil des Rückgangs basierte aber auch auf dem Verkauf der Erzeugungsaktivitäten in Frankreich. Auf die Quartalszahlen reagieren Analysten eher verhalten, Experten hatten etwas bessere Ergebnisse erwartet. Die Anleger zeigten sich entsprechend enttäuscht. Die Aktie verlor am Nachmittag mehr als 2 Prozent. Der relativ breite Ausblick werde durch das Anheben der unteren Grenze etwas verengt, kommentiert Guido Hoymann von Metzler. Er sieht mittel- und langfristig wenig Spielraum für ein anhaltendes Gewinn- und Dividendenwachstum. Er rechnet sogar eher mit sinkenden Gewinnen. Als Gründe dafür nennt er nicht nur rückläufige Preise in Schweden, auch zurückgehende Zahlungen für das Vorhalten von Stromerzeugungskapazitäten in Großbritannien ab 2022 und absehbare Gewinnrückgänge in Russland. "Eine Reihe von Ergebnissen ohne große Überraschungen", kommentiert dagegen Vincent Ayral von der Bank JPMorgen. Der Energiekonzern habe wie erwartet schwach abgeschnitten, schrieb Analystin Deepa Venkateswaran vom US-Analysehaus Bernstein Research. Weil Uniper künftig in Folge der Krise auch Zahlungsausfälle erwartet, hat der Konzern seine Risikovorsorge erhöht. In der Telefonkonferenz sagte Finanzchef Sascha Bibert aber, dass es derzeit kaum Zahlungsausfälle oder -verzüge gebe. Auch wenn Covid-19 Uniper nicht wesentlich beeinflusse, sehe er durchaus Auswirkungen auf das Projektgeschäft wie beispielsweise in Russland. Dort verzögert sich wegen Corona-Maßnahmen der Bau und die Wiederinbetriebnahme des Kraftwerksblocks Beresovskaya. Dieses habe Uniper nun auf nächstes Jahr verschoben. Zusätzlich gehe mit dem Rückgang der Produktionsaktivitäten der Industrie auch ein Rückgang der Nachfrage nach Strom und Gas einher, erläuterte Bibert weiter. "Allerdings haben wir einen wesentlichen Teil der Stromproduktion aus unseren CO2-freien Wasserkraftwerken in Deutschland und Schweden sowie den Nuklearkraftwerken in Schweden für das Jahr 2020 bekanntlich bereits im Voraus verkauft." Auch in den Jahren 2021 und 2022 seien die Absicherungsquoten hoch. Seit Mai gehört Uniper zu rund 73 Prozent dem finnischen Energieversorger Fortum, der aber zumindest vorerst auf einen Beherrschungsvertrag verzichtet. Weitere Unsicherheiten gibt es in der rechtlichen Auseinandersetzung mit dem Essener Energiekonzern RWE und dem neuen Kohlekraftwerk Datteln 4. Weil RWE sich künftig Ökostrom auf die Fahnen schreibt, will der Konzern bereits mit Uniper geschlossene Verträge zur Stromabnahme loswerden. Bisher ist RWE damit allerdings vor Gericht gescheitert. Eine Antwort dazu gebe es vielleicht in diesem Jahr, vielleicht im nächst, so Schierenbeck. Aber: "Alle Gerichte haben unseren Standpunkt bisher bestätigt", sagte der Uniper-Chef./knd/mis/he
11.08.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP2: Uniper trotz Corona optimistischer - Analysten reagieren verhalten
(neu: aktueller Aktienkurs, Analysten, Aussagen aus der Telefonkonferenz) DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Energiekonzern Uniper wird trotz Corona-Krise etwas optimistischer für das laufende Jahr. Uniper zeige sich derzeit krisenfest, sagte Konzernchef Andreas Schierenbeck bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten. "Und wir können unter dem Strich nur überschaubare negative Einflüsse auf unser Unternehmen erkennen." Überstanden sei es allerdings noch nicht: "COVID-19 wird uns noch länger fordern", so Schierenbeck. Freude wollte bei den Aktionären dennoch nicht aufkommen. Der Aktienkurs fiel. Denn: Die Zahlen für das abgelaufene Quartal blieben ein Stück weit hinter den Erwartungen zurück. Zudem blicken Analysten teils skeptisch auf die weitere Entwicklung. Für 2020 werde nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) zwischen 800 Millionen und 1 Milliarde Euro angestrebt, wie die Düsseldorfer am Dienstag mitteilten. Zuvor lag die untere Grenze noch bei 750 Millionen Euro. Auch beim bereinigten Konzernüberschuss bessert das Management nach: Der Gewinn soll zwischen 600 und 800 Millionen Euro liegen. Hier lag der untere Wert vorher bei 550 Millionen Euro. Das bereinigte Ebit lag nach den ersten sechs Monaten bei 691 Millionen Euro nach 308 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg von 189 Millionen im ersten Halbjahr des Vorjahres auf nun 527 Millionen Euro. In beiden Fällen lagen die Schätzungen der Analysten allerdings etwas höher. Die Dynamik aus dem ersten Quartal habe nun etwas nachgelassen, teilte Uniper mit. Insgesamt habe der Konzern im ersten Halbjahr vor allem von den Optimierungen im Gasgeschäft in den ersten drei Monaten profitiert. Gesunkene Produktionsvolumina konnte der Konzern durch gestiegene Strompreise ausgleichen. Der Stromabsatz sank nach Konzernangaben in den ersten sechs Monaten des Jahres um fast 16 Prozent. Das erste Halbjahr 2020 war - wie bereits im Vorjahr - durch sehr milde Temperaturen sowie zusätzlich dazu durch eine geringe Nachfrage infolge der Covid-19-Pandemie geprägt, hieß es. So brauchte die Industrie wegen der vielen Stillstände deutlich weniger Strom und Gas. Ein Teil des Rückgangs basierte aber auch auf dem Verkauf der Erzeugungsaktivitäten in Frankreich. Auf die Quartalszahlen reagieren Analysten eher verhalten, Experten hatten etwas bessere Ergebnisse erwartet. Die Anleger zeigten sich entsprechend enttäuscht. Die Aktie verlor am Nachmittag mehr als 2 Prozent. Der relativ breite Ausblick werde durch das Anheben der unteren Grenze etwas verengt, kommentiert Guido Hoymann von Metzler. Er sieht mittel- und langfristig wenig Spielraum für ein anhaltendes Gewinn- und Dividendenwachstum. Er rechnet sogar eher mit sinkenden Gewinnen. Als Gründe dafür nennt er nicht nur rückläufige Preise in Schweden, auch zurückgehende Zahlungen für das Vorhalten von Stromerzeugungskapazitäten in Großbritannien ab 2022 und absehbare Gewinnrückgänge in Russland. "Eine Reihe von Ergebnissen ohne große Überraschungen", kommentiert dagegen Vincent Ayral von der Bank JPMorgen. Der Energiekonzern habe wie erwartet schwach abgeschnitten, schrieb Analystin Deepa Venkateswaran vom US-Analysehaus Bernstein Research. Weil Uniper künftig in Folge der Krise auch Zahlungsausfälle erwartet, hat der Konzern seine Risikovorsorge erhöht. In der Telefonkonferenz sagte Finanzchef Sascha Bieber aber, dass es derzeit kaum Zahlungsausfälle oder -verzüge gebe. Auch wenn Covid-19 Uniper nicht wesentlich beeinflusse, sehe er durchaus Auswirkungen auf das Projektgeschäft wie beispielsweise in Russland. Dort verzögert sich wegen Corona-Maßnahmen der Bau und die Wiederinbetriebnahme des Kraftwerksblocks Beresovskaya. Dieses habe Uniper nun auf nächstes Jahr verschoben. Zusätzlich gehe mit dem Rückgang der Produktionsaktivitäten der Industrie auch ein Rückgang der Nachfrage nach Strom und Gas einher, erläuterte Bieber weiter. "Allerdings haben wir einen wesentlichen Teil der Stromproduktion aus unseren CO2-freien Wasserkraftwerken in Deutschland und Schweden sowie den Nuklearkraftwerken in Schweden für das Jahr 2020 bekanntlich bereits im Voraus verkauft." Auch in den Jahren 2021 und 2022 seien die Absicherungsquoten hoch. Seit Mai gehört Uniper zu rund 73 Prozent dem finnischen Energieversorger Fortum, der aber zumindest vorerst auf einen Beherrschungsvertrag verzichtet. Weitere Unsicherheiten gibt es in der rechtlichen Auseinandersetzung mit dem Essener Energiekonzern RWE und dem neuen Kohlekraftwerk Datteln 4. Weil RWE sich künftig Ökostrom auf die Fahnen schreibt, will der Konzern bereits mit Uniper geschlossene Verträge zur Stromabnahme loswerden. Bisher ist RWE damit allerdings vor Gericht gescheitert. Eine Antwort dazu gebe es vielleicht in diesem Jahr, vielleicht im nächst, so Schierenbeck. Aber: "Alle Gerichte haben unseren Standpunkt bisher bestätigt", sagte der Uniper-Chef./knd/mis/he