Faktor-Zertifikat | 4,00 | Long | Pfizer

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  • WKN: MC470M
  • ISIN: DE000MC470M3
  • Faktor-Zertifikat
Produkt wurde angepasst - neue Werte: Bezugsverhältnis 0,636187, Basispreis 27,51 USD, Reset Barriere 28,61 USD

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Basiswert

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Pfizer hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Pfizer hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
30.07.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 29,27 USD
  • 30,44 USD
  • 0,77
  • 29,25 USD
  • 30,42 USD
  • 0,79
07.05.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 28,88 USD
  • 30,04 USD
  • 0,87
  • 28,68 USD
  • 29,84 USD
  • 0,87
30.01.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 28,61 USD
  • 29,76 USD
  • 1,27
  • 27,99 USD
  • 29,11 USD
  • 1,22

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

25.09.2020 Quelle: dpa
WDH/'FT': Absichtliche Corona-Infektionen für Impfstoff-Tests geplant
(Wiederholung: Im 4. Absatz (vorletzter Satz) wurde präzisiert, dass sich 2000 Freiwillig für "ein solches Projekt" in Großbritannien gefunden haben (statt: "für das Projekt").) LONDON (dpa-AFX) - In London sollen einem Bericht zufolge Menschen für Impfstoff-Tests absichtlich mit dem Coronavirus infiziert werden. Gesunde, erwachsene Freiwillige sollen dabei im neuen Jahr unter kontrollierten Quarantäne-Bedingungen dem Coronavirus ausgesetzt werden, nachdem sie einige Wochen zuvor einen potenziellen Impfstoff verabreicht bekommen haben, wie die "Financial Times" unter Berufung auf Projektbeteiligte schreibt. Man arbeite mit Partnern zusammen, um mithilfe von "Human Challenge"-Tests die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, bestätigte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in London. "Human Challenge Trials" - so lautet der englischsprachige Fachbegriff - haben den Vorteil, dass die Wirksamkeit eines Impfstoff unmittelbar festgestellt werden kann. Im Gegensatz dazu sieht das übliche Verfahren vor, oft Zehntausende Menschen zu impfen und dann zu schauen, ob sich weniger Menschen auf natürliche Weise infizieren als in einer ungeimpften Kontrollgruppe. "Human Challenge Trials" sind unter Wissenschaftlern allerdings umstritten. Einige betonen den großen Nutzen, den solche Studien für eine ganze Gesellschaft haben könnten. Andere äußern ethische Bedenken und verweisen auf enorme gesundheitliche Risiken, die die Infektion mit einem in vieler Hinsicht noch unerforschten Erreger wie Sars-CoV-2 haben könnte. Das federführend von dem Londoner Imperial College geleitete Projekt soll in der kommenden Woche offiziell vorgestellt werden und im Januar beginnen. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um die ersten Versuche dieser Art weltweit. Über die US-amerikanische Organisation 1DaySooner, die sich für Challenge-Studien am Menschen stark macht, sollen sich bereits rund 2000 Freiwillige für ein solches Projekt in Großbritannien gefunden haben. Bislang waren Pläne für solche Tests vor allem theoretischer Natur. Etliche potenzielle Impfstoffe gegen das Coronavirus werden weltweit bereits getestet. Einige aussichtsreiche Vakzine befinden sich bereits in der wichtigen Testphase III, in der überprüft wird, ob das Mittel nicht nur verträglich, sondern auch tatsächlich wirksam ist./swe/DP/men
25.09.2020 Quelle: dpa
'FT': Absichtliche Corona-Infektionen für Impfstoff-Tests geplant
LONDON (dpa-AFX) - In London sollen einem Bericht zufolge Menschen für Impfstoff-Tests absichtlich mit dem Coronavirus infiziert werden. Gesunde, erwachsene Freiwillige sollen dabei im neuen Jahr unter kontrollierten Quarantäne-Bedingungen dem Coronavirus ausgesetzt werden, nachdem sie einige Wochen zuvor einen potenziellen Impfstoff verabreicht bekommen haben, wie die "Financial Times" unter Berufung auf Projektbeteiligte schreibt. Man arbeite mit Partnern zusammen, um mithilfe von "Human Challenge"-Tests die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, bestätigte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in London. "Human Challenge Trials" - so lautet der englischsprachige Fachbegriff - haben den Vorteil, dass die Wirksamkeit eines Impfstoff unmittelbar festgestellt werden kann. Im Gegensatz dazu sieht das übliche Verfahren vor, oft Zehntausende Menschen zu impfen und dann zu schauen, ob sich weniger Menschen auf natürliche Weise infizieren als in einer ungeimpften Kontrollgruppe. "Human Challenge Trials" sind unter Wissenschaftlern allerdings umstritten. Einige betonen den großen Nutzen, den solche Studien für eine ganze Gesellschaft haben könnten. Andere äußern ethische Bedenken und verweisen auf enorme gesundheitliche Risiken, die die Infektion mit einem in vieler Hinsicht noch unerforschten Erreger wie Sars-CoV-2 haben könnte. Das federführend von dem Londoner Imperial College geleitete Projekt soll in der kommenden Woche offiziell vorgestellt werden und im Januar beginnen. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um die ersten Versuche dieser Art weltweit. Über die US-amerikanische Organisation 1DaySooner, die sich für solche sogenannten Challenge-Studien am Menschen stark macht, sollen sich bereits rund 2000 Freiwillige für das Projekt gefunden haben. Bislang waren Pläne für solche Tests vor allem theoretischer Natur. Etliche potenzielle Impfstoffe gegen das Coronavirus werden weltweit bereits getestet. Einige aussichtsreiche Vakzine befinden sich bereits in der wichtigen Testphase III, in der überprüft wird, ob das Mittel nicht nur verträglich, sondern auch tatsächlich wirksam ist./swe/DP/zb
23.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP/Forscher: Selbstversuche bei Corona-Impfungen müssen reguliert werden
NEW YORK (dpa-AFX) - Schon mehrfach gab es in den letzten Wochen Fälle, in denen Forscher von ihnen entwickelte Corona-Impfstoffe an sich selbst testeten. Derlei Selbstversuche müssten dringend reguliert werden, fordern Wissenschaftler aus den USA und Dänemark. Diese Form der Forschung werfe viele rechtliche und ethnische Fragen auf, erläutern sie im Fachmagazin "Science". Wenn diese nicht angegangen würden, könne das Vertrauen der Menschen in die Entwicklung sicherer Corona-Impfstoffe beeinträchtigt werden. Mehrere Wissenschaftler in den USA haben eigenen Angaben zufolge bereits selbst zusammengemischte Corona-Impfstoffkandidaten am eigenen Körper ausprobiert. Unter anderem aus Russland und China gibt es ähnliche Berichte. Der Drang danach könne aus dem Irrglauben entstehen, dass Selbstversuche keinen zeitaufwendigen Überprüfungen und Regularien unterlägen, schreiben die Forscher um Christi Guerrini vom Baylor College of Medicine in der texanischen Metropole Houston. Das sei aber faktisch und rechtlich falsch. Die US-Arzneimittelbehörde FDA müsse ihre entsprechenden Regeln und ihre Autorität klarstellen. Andernfalls sei zu befürchten, dass in einer von Impfskeptizismus geprägten und hoch politisierten Pandemie das Vertrauen der Menschen in jeglichen wie auch immer entwickelten Impfstoff untergraben werde. Für Schlagzeilen hatte zuletzt unter anderem das sogenannte Rapid Deployment Vaccine Collaborative (Radvac) gesorgt, zu dessen Unterstützern der Wissenschaftler George Church von der Elite-Universität Harvard zählt. Die Wissenschaftler haben eigenen Angaben zufolge einen Peptidimpfstoff entwickelt, den man in die Nase spritzen soll. Rund 30 Menschen hätten das Präparat bereits an sich erprobt, sagte der beteiligte Forscher Preston Estep der "New York Times". Auch der russische Wissenschaftler Alexander Ginzburg hatte erklärt, er habe sich selbst mit dem Impfstoffkandidaten "Sputnik V" impfen lassen - und es gehe ihm nun, einige Monate später, weiter gut, sagte er unlängst der russischen Staatsagentur Ria Nowosti zufolge. Ginzburg ist Direktor des Gamaleja-Forschungszentrums in Moskau, das den weltweit ersten für die breite Verwendung in der Bevölkerung freigegebenen Impfstoff gegen Corona entwickelte. Mehrere Mitarbeiter des Instituts hatten sich in einer frühen Phase selbst das neue Serum gespritzt. Ginzburg nannte keine genaue Zahl, sprach lediglich von einem "großen Kreis von Kollegen". "Natürlich testen Forscher Medikamente sehr oft an sich selbst. Und das nicht nur an sich selbst, sondern auch an eigenen Verwandten und so weiter, um sich von der Qualität des Produkts zu überzeugen, das sie verabreichen", sagte er. Normalerweise spreche niemand darüber. Dass Forscher Impfstoffe an sich selbst ausprobieren, hat es in der Geschichte immer wieder gegeben. Der US-Wissenschaftler Jonas Salk beispielsweise, der Mitte des 20. Jahrhunderts den ersten wirksamen Impfstoff gegen Kinderlähmung entwickelte, testete diesen zuerst an sich und Mitgliedern seiner Familie. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird derzeit weltweit in fast 200 Projekten nach geeigneten Impfstoffen zum Schutz vor Corona gesucht. Experten rechnen mit einer breiten Verfügbarkeit geeigneter Impfstoffe erst im kommenden Jahr./cah/DP/zb
22.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP/Zeitplan, Preis, Mengen: Wie steht es bei den Corona-Impfstoffen?
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Corona-Impfstoffe könnten nach Aussagen des Europäischen Pharmaverbands (EFPIA) pro Einheit zwischen 5 und 15 Euro kosten. Dies sei ein angemessener Preis pro Dosis, sagte die Vorsitzende der Verbandsgruppe Impfungen Europa, Sue Middleton, bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments am Dienstag in Brüssel. Mit den derzeit vielerorts wieder steigenden Corona-Zahlen wächst die Sehnsucht nach einem Ausweg - und damit nach Impfstoffen. Wie ist der aktuelle Stand der Forschung? Wann kommt der rettende Piks? Die Anhörung im Gesundheitsausschuss gab Hinweise - obwohl sich die Experten nicht endgültig festlegen wollen: ZEITRAHMEN: Wann genau ein Impfstoff auf den Markt kommt, ist ungewiss. Keiner der Kandidaten ist bisher abschließend getestet und zugelassen. Auf die Frage, ob es realistisch sei, dass noch in diesem Jahr drei Hersteller eine Zulassung beantragen könnten, sagte Sue Middleton vom Pharmaverband EFPIA: Sie hoffe es. Der Stand bei den verschiedenen Herstellern ist sehr unterschiedlich. So sagte Jean Stéphenne aus dem Aufsichtsrat der Tübinger Firma Curevac, deren Impfstoff könnte in sechs bis neun Monaten verfügbar sein. Das Mainzer Unternehmen Biontech will hingegen im Oktober schon die Zulassung für seinen Impfstoff beantragen - entscheidende klinische Studien laufen bereits. Auch der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca und die Universität Oxford haben in den USA bereits die letzte Testphase begonnen. Nachdem ein Studienteilnehmer erkrankte, wurden die Tests weltweit gestoppt, in Großbritannien laufen sie nun aber wieder. Der französische Hersteller Sanofi will im Idealfall im ersten Halbjahr 2021 eine Zulassung für seinen Impfstoff in Kooperation mit dem Unternehmen GSK beantragen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur warnte vor zu hohen Erwartungen. "Erst wenn die Studien ausreichend fortgeschritten sind und wir Beweise für die Sicherheit und Wirksamkeit haben, können wir ein richtiges Gefühl für den Zeitrahmen haben", sagte Fergus Sweeney, Leiter der Task Force für klinische Studien der Behörde. Die Arzneimittel-Agentur will aber bereits während der klinischen Studien Daten auswerten und nicht erst mit Antrag auf eine Zulassung. Um schneller am Markt zu sein, haben etliche Hersteller bereits mit der Produktion begonnen. Verträge über den Abkauf von Impfdosen mit einzelnen Ländern oder Staatengruppen sollen das Risiko für die Firmen mindern und die Kosten verteilen. MENGEN: Die Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass für eine wirksame Impfung gegen das Coronavirus jeweils zwei Impfdosen notwendig sein werden. Um die Hälfte der Weltbevölkerung zu impfen, werden laut Middleton deshalb wohl knapp acht Milliarden Impfdosen benötigt. Die globale Kapazität zur Herstellung aller verfügbaren Impfstoffe liege derzeit aber bei nur etwa fünf Milliarden Dosen pro Jahr. Sanofi und GSK haben erklärt, bis Ende 2021 eine Milliarde Einheiten produzieren zu wollen. Curevac will eine ähnliche Menge herstellen. Stéphenne schätzt, dass etwa 60 bis 70 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sein müssten, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. VERTEILUNG: Die EU-Kommission hat mit den Herstellern Sanofi und GSK sowie mit AstraZeneca Rahmenverträge über die Lieferung von insgesamt bis zu 700 Millionen Dosen Impfstoff geschlossen. Mit weiteren Herstellern sind Sondierungsgespräche abgeschlossen, aber noch keine Verträge unterschrieben. Es wird erwartet, dass insgesamt weitere 705 Millionen Dosen von den Anbietern Biontech und Pfizer , Curevac, Johnson & Johnson und Moderna gesichert werden. Die EU will sich dabei den Kauf von 380 Millionen Dosen als Option offen lassen. Die Bezugsrechte zwischen den 27 EU-Mitgliedsstaaten sollen nach Bevölkerungszahl verteilt werden. Deutschland stünden damit 18,6 Prozent der Dosen zu. In Bezug auf den Deal mit AstraZeneca entfallen laut Gesundheitsministerium 54 Millionen Impfstoffdosen auf die Bundesrepublik. Das würde zunächst für rund 27 Millionen Menschen hierzulande reichen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn sagte. Wie der Vizepräsident des Herstellers Sanofi, Thomas Triomphe, erklärte, könnten die EU-Mitgliedsstaaten nach Zulassung des Sanofi-Impfstoffes aber einzeln entscheiden, ob sie Impfdosen haben wollen oder nicht. Für eine faire globale Verteilung braucht es Sidney Wong von Ärzte ohne Grenzen zufolge andere Wege. Die Zusage der EU zu 88 Millionen Impfdosen für die 92 ärmsten Länder der Welt sei wichtig, decke dort aber nicht einmal eine Impfrate von 1,5 Prozent ab. Dagegen strebten die EU-Länder derzeit Raten von 30 Prozent und mehr an. PREIS: Corona-Impfstoffe könnten Middleton zufolge pro Einheit zwischen 5 und 15 Euro kosten. Dies sei ein angemessener Preis pro Dosis. Genaue Preise seien in den bisher geschlossenen Vereinbarungen zwischen Impfstoff-Herstellern und der EU aber nicht festgelegt worden. Triomphe versicherte, dass es einen fairen und niedrigen Preis geben werde. Ein reduzierter Preis solle für Entwicklungsländer gelten. Wie viel genau eine Impfdosis kosten werde, könne man noch nicht sagen. Sollte ein Impfstoff nicht zugelassen werden, erhalten die Hersteller Stéphenne zufolge die Kosten für die klinischen Studien und die bis dahin produzierten Dosen./rbo/DP/nas