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Heute 08.07.2020 12:14:17 Quelle: dpa
Salzgitter-Aktionäre sollen auf Dividende verzichten - keine Fusion
SALZGITTER (dpa-AFX) - Die Aktionäre des Stahlkonzerns Salzgitter sollen wegen der schwierigen Lage für Unternehmen und Konjunktur auf eine Gewinnbeteiligung in diesem Jahr verzichten. "Angesichts der spürbar negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Geschäftsverlauf des Salzgitter-Konzerns halten Vorstand und Aufsichtsrat die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019 nicht für angemessen", sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann am Mittwoch. Im Mai hatte der Stahlhersteller angekündigt, dass bei der Hauptversammlung erstmals seit dem Börsengang 1998 keine Auszahlung vorgeschlagen werden soll. Salzgitter hatte aufgrund hoher Abschreibungen sowie Umbaukosten im Geschäftsjahr 2019 einen beträchtlichen Verlust verbucht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 237,3 Millionen Euro - ein Jahr zuvor hatte noch ein Gewinn von knapp 278 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Bereinigt um Sonderfaktoren lag das Ergebnis vor Steuern bei 143 Millionen Euro und damit im Rahmen der Konzernprognose. Ein schwacher Stahlmarkt hatte die Zahlen im ersten Quartal 2020 aber weiter gedrückt. Dabei fiel ein Nettoverlust von 43,7 Millionen Euro an, nach einem Plus von fast 97 Millionen Euro im Vorjahr. Bisher hatte die Viruskrise zwar nur begrenzte Auswirkungen, sie wird sich nach Einschätzung der Konzernführung jedoch in den kommenden Quartalen niederschlagen. Zuletzt rechnete Salzgitter daher für 2020 mit einem "beträchtlichen, sehr wahrscheinlich dreistelligen" Millionen-Euro-Verlust und einem "merklich" reduzierten Umsatz. Eine genauere Prognose ist aus Sicht des Konzerns nicht möglich. Aufgrund der vielen denkbaren Szenarien sei jeder Versuch Spekulation, sagte Fuhrmann bei der Online-Hauptversammlung. Mit Blick auf Spekulationen über eine Fusion etwa mit dem Konkurrenten Thyssenkrupp bekräftigte der Salzgitter-Chef: "Wir sehen aktuell kein Szenario, das unsere Situation im Vergleich zur Eigenständigkeit verbessern würde." Er wolle hervorheben, dass der Konzern selbst in dieser turbulenten Zeit keinerlei Anlass für kurzfristigen Aktionismus sehe und keinen Druck - von welcher Seite auch immer - verspüre./bch/DP/jha
Heute 08.07.2020 12:07:54 Quelle: dpa
Aktien Frankfurt: Gewinnmitnahmen drücken den Dax weiter ins Minus
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch weiter nachgegeben. Der Leitindex Dax schaffte nur kurz den Sprung ins Plus und fiel gegen Mittag wieder um 0,72 Prozent auf 12 525,43 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte büßte 0,71 Prozent auf 26 717,74 Punkte ein. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,9 Prozent. Börsianer sprachen von anhaltenden Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Erholungsrally. Aktuell richtet sich die Aufmerksamkeit wieder etwas mehr auf die weltweit steigenden Corona-Zahlen, nachdem viele Anleger die damit verbundenen Risiken für die Wirtschaft zuletzt teils ausgeblendet hatten. Börsianer verwiesen auch auf besorgniserregende Aussagen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über stark steigende Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Krise. Charttechnik-Experte Andreas Büchler von Index Radar blieb indes zuversichtlich. Trotz der technischen Hindernisse auf dem Weg nach oben scheinen sich die Käufer dem Fachmann zufolge vorerst nur minimal abschrecken zu lassen. Eine Konsolidierung auf hohem Niveau sei daher momentan noch das wahrscheinlichste Szenario für den Dax. Im deutschen Leitindex stemmten sich derweil die Aktien der Deutschen Post gegen die eher trübe Stimmung am Gesamtmarkt und stiegen um knapp ein Prozent. Der Logistikkonzern blickt nach einem Gewinnanstieg im zweiten Quartal wieder mit mehr Gewissheit auf 2020. Die vorläufigen Ergebnisse von April bis Juni machen das Management zuversichtlich. Das Unternehmen komme besser durch die Krise als ursprünglich erwartet, erklärte Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank. Dabei habe es unter anderem von einem starken Onlinehandel und Expressgeschäft profitiert. Experten lobten auch, dass die Anteilseigner für 2019 eine stabile Dividende von 1,15 Euro je Aktie erhalten sollen. Die Aktien des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard führten derweil auch zur Wochenmitte ein Eigenleben im Dax und schwankten heftig. Zuletzt lagen sie mehr als zehn Prozent im Minus. Im MDax fielen die Papiere von Delivery Hero um rund drei Prozent. Der Essenslieferdienst will sich über eine Wandelschuldverschreibung frisches Geld besorgen und so die Möglichkeit verschaffen, attraktive Investitionsmöglichkeiten wahrnehmen zu können. Die Anteilsscheine von Fraport waren zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Mai abgerutscht und sackten zuletzt am Index-Ende um knapp sechs Prozent ab. Nachdem sich bereits am Dienstag die Experten der US-Bank Goldman Sachs pessimistisch zu den Aktien des Flughafenbetreibers geäußert hatten, legten nun zwei weitere Häuser nach. Wegen des erlahmten internationalen Flugverkehrs dürfte Fraport im zweiten Quartal operativ einen Verlust ausweisen, schrieb etwa Analystin Elodie Rall von JPMorgan. Das Unternehmen habe die Belastungen nur teilweise durch niedrigere Kosten wettmachen können. Angesichts von millionenschweren Belastungen infolge der Corona-Pandemie büßten die Aktien der Beteiligungsgesellschaft Indus Holding im Nebenwerteindex SDax fast vier Prozent ein. Die Commerzbank sieht die Bereinigung unprofitabler Bereiche indes positiv. Weitere Vollzugsmeldungen zum Umbau könnten eine Neubewertung auslösen, hieß es. Zunächst rieten die Experten des Finanzinstituts aber, an der Seitenlinie abzuwarten. Die Papiere von Traton litten mit einem Minus von mehr als zwei Prozent unter dem Vorstandsumbau in dieser Nutzfahrzeugsparte von VW. Traton-Chef Andreas Renschler und MAN-Vorstand Joachim Drees sollen in der kommenden Woche abtreten. Aus Sicht des Mainfirst-Analysten Alexander Wahl ist dies ein "Schlag für die Anlagestory" von Traton. Renschler sei die treibende Kraft hinter einer engeren Kooperation der Marken MAN und Scania. Und das Hauptargument für die Traton-Aktie sei aktuell die Schöpfung von Synergien zwischen den beiden./la/jha/ --- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
Heute 08.07.2020 12:03:20 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Deutscher Rettungsschirm für Unternehmen kann an den Start gehen
(neu: Reaktionen von Altmaier und Scholz sowie weitere) BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben den von der Bundesregierung eingerichteten Rettungsschirm für Unternehmen genehmigt. Sie gelangten zu dem Schluss, dass der mit einem Budget von 600 Milliarden Euro ausgestattete Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) mit den in der Corona-Krise gelockerten EU-Regeln im Einklang steht, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Es seien keine unverhältnismäßigen Wettbewerbsverzerrungen zu erwarten. Ziel des Fonds ist es, Unternehmen mit Kapital zu versorgen, die in der Corona-Krise unverschuldet in Schwierigkeiten geraten sind. Dazu soll es einen Garantierahmen von 400 Milliarden Euro geben, der Unternehmen dabei helfen soll, sich am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Zudem sind eine Kreditermächtigung über 100 Milliarden Euro zur direkten Rekapitalisierung von Unternehmen sowie eine weitere Kreditermächtigung über 100 Milliarden Euro zur Refinanzierung der Sonderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vorgesehen. Über den WSF will die Bundesregierung zum Beispiel die Lufthansa durch die Krise bringen. Die Fluggesellschaft ist mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert, weil die Corona-Pandemie mit den folgenden Reisebeschränkungen die Geschäfte des Unternehmens mit Ausnahme der Fracht nahezu zum Erliegen gebracht hat. Die Bundesregierung zeigte sich am Mittwoch erleichtert über die Genehmigung aus Brüssel. "Das sind gute Nachrichten für alle Unternehmen, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Schwierigkeiten geraten sind (...)", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Insbesondere größeren Unternehmen, Familienunternehmen und Mittelständlern könne damit noch besser geholfen werden, betonte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Die Brüsseler Behörde hatte die Regeln für Staatshilfen wegen der Corona-Krise zuletzt deutlich gelockert. Sie wacht allerdings weiter darüber, dass Hilfspakete nicht zu unverhältnismäßigen Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt führen. Als generelle Auflage gilt zum Beispiel, dass die mit dem Geld der Steuerzahler finanzierte Unterstützung für Unternehmen hinreichend vergütet wird. Zudem dürfen staatlich rekapitalisierte Unternehmen keine Dividenden mehr ausschütten und keine Bonuszahlungen mehr leisten. Die EU-Kommission sieht dies beim WSF gesichert: "Die Ausgestaltung des Fonds gewährleistet, dass der Staat für das von den Steuerzahlern übernommene Risiko hinreichend vergütet wird, bei Rekapitalisierungsmaßnahmen Anreize für den schnellstmöglichen Ausstieg des Staates bestehen und Auflagen wie ein Verbot von Dividenden- und Bonuszahlungen sowie andere Vorkehrungen zur Begrenzung von Wettbewerbsverzerrungen gelten", kommentierte die für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsidentin Margrethe Vestager. Nach Angaben der Bundesregierung bedeutet die Genehmigung auch, dass Rekapitalisierungsmaßnahmen bis zu einem Volumen von 250 Millionen Euro und sowie WSF-Garantien nun nicht mehr einzeln bei der EU-Kommission angemeldet werden müssen. Nur riesige Projekte sind demnach weiter zustimmungspflichtig. Das für die Lufthansa hatten die Brüsseler Wettbewerbshüter bereits vor rund zwei Wochen genehmigt. Ebenfalls bereit vor längerem hatten sie grünes Licht für die Verwendung von bis zu 100 Milliarden Euro für die Refinanzierung staatlicher Beihilfemaßnahmen gegeben, die nun Teil des WSF sind./aha/DP/jha
Heute 08.07.2020 12:01:30 Quelle: dpa
DGAP-DD: publity AG (deutsch)
DGAP-DD: publity AG deutsch ^ Meldung und öffentliche Bekanntgabe der Geschäfte von Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie in enger Beziehung zu ihnen stehenden Personen 08.07.2020 / 12:01 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- 1. Angaben zu den Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie zu den in enger Beziehung zu ihnen stehenden Personen a) Name Name und Rechtsform: TO-Holding GmbH 2. Grund der Meldung a) Position / Status Person steht in enger Beziehung zu: Titel: Vorname: Thomas Nachname(n): Olek Position: Vorstand b) Erstmeldung 3. Angaben zum Emittenten, zum Teilnehmer am Markt für Emissionszertifikate, zur Versteigerungsplattform, zum Versteigerer oder zur Auktionsaufsicht a) Name publity AG b) LEI 967600E9ZL3H9FUG6311 4. Angaben zum Geschäft/zu den Geschäften a) Beschreibung des Finanzinstruments, Art des Instruments, Kennung Art: Schuldtitel ISIN: DE000A254RV3 b) Art des Geschäfts Verkauf c) Preis(e) und Volumen Preis(e) Volumen 1000,00 EUR 500000,00 EUR d) Aggregierte Informationen Preis Aggregiertes Volumen 1000,0000 EUR 500000,0000 EUR e) Datum des Geschäfts 2020-07-06; UTC+2 f) Ort des Geschäfts Außerhalb eines Handelsplatzes --------------------------------------------------------------------------- 08.07.2020 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Unternehmen: publity AG Opernturm, Bockenheimer Landstraße 2-4 60306 Frankfurt am Main Deutschland Internet: www.publity.de Ende der Mitteilung DGAP News-Service --------------------------------------------------------------------------- 61251 08.07.2020 °