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Heute 08.07.2020 11:52:39 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS: Traton wegen Vorstandsumbau unter Druck
FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Vorstandsumbau in der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen hat die Aktien von Traton am Mittwoch unter Verkaufsdruck gesetzt. Zuletzt notierten die Papiere der Lkw- und Bus-Tochter des Autokonzerns 2,24 Prozent tiefer bei 17,17 Euro. Die VW-Vorzugsaktien verloren indes mit 0,3 Prozent etwas weniger als der Dax und kosteten 137,60 Euro. Traton-Chef Andreas Renschler sowie Joachim Drees, Vorstandschef der Tochter MAN, sollen zum 15. Juli abtreten. Renschlers Nachfolger wird Matthias Gründler, der bis Mai 2018 bereits Finanzvorstand bei Traton war. MAN wird künftig vom bisherigen VW-Kernmarken-Produktionsvorstand Andreas Tostmann geführt, der damit auch im Traton-Vorstand sitzt. NordLB-Analyst Frank Schwope sprach von einem "Paukenschlag". Die Ablösung Renschlers habe überrascht, da Traton auf seine Initiative hin eilig an die Börse gebracht worden sei - noch vor der Hebung wesentlicher Synergien zwischen den Konzernmarken MAN und Scania. Dem neuen Chef komme nun mitten in der weltweiten Wirtschaftskrise die Aufgabe zu, Scania und MAN enger zu verzahnen. Durch gemeinsame Entwicklungen und Einkäufe sollten sich dadurch langfristig Synergien in Milliardenhöhe heben lassen, glaubt Schwope. Aus Sicht des Mainfirst-Analysten Alexander Wahl ist dies ein "Schlag für die Anlagestory" von Traton. Renschler sei die treibende Kraft hinter einer engeren Kooperation der Marken MAN und Scania gewesen. Das Hauptargument für die Traton-Aktie sei aktuell die Schöpfung von Synergien zwischen den beiden. Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan nannte Renschlers Nachfolger Matthias Gründler einen "exzellenten Manager", um Traton zu führen. Er dürfte die Internationalisierungsstrategie des Unternehmens fortsetzen, die auf dem Zukauf von Navistar in Nordamerika und der Umstrukturierung der europäischen LKW- und Bus-Aktivitäten von MAN aufbaue. Die Traton-Aktien verzeichneten vor gut einem Jahr ihr Börsendebüt mit einem Startkurs von 27 Euro. Im Zuge des Corona-Crash sackten sie Mitte März bis auf 11 Euro ab, bevor sie sich im Juni auf ein Zwischenhoch bei knapp 19,75 Euro erholten. Seither stehen sie eher ein wenig unter Druck, wobei sich der Bereich um die 17 Euro mehrfach als Unterstützungszone erwies./edh/ag/mis
Heute 08.07.2020 11:39:39 Quelle: dpa
Großbritannien nimmt Waffenexporte nach Saudi-Arabien wieder auf
LONDON (dpa-AFX) - Großbritannien will trotz internationaler Bedenken wieder Waffen nach Saudi-Arabien liefern. Es gibt kein eindeutiges Risiko für einen Missbrauch des Rüstungsmaterials im Jemen-Konflikt, wie Handelsministerin Lizz Truss in London mitteilte. Aktivisten und die Opposition reagierten auf die Ankündigung mit scharfer Kritik. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz kämpft seit mehreren Jahren im Jemen gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen. Die Waffenexporte waren daher von einem britischen Gericht vorübergehend gestoppt worden. Auch Deutschland stoppte unter anderem wegen dieses Krieges die Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Aktivisten der Campaign Against Arms Trade nannten die Pläne der britischen Regierung am Dienstagabend eine "moralische Bankrotterklärung". Die Bombenangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition hätten im Jemen die schlimmste humanitäre Krise der Welt verursacht. Anwälte sollten nun die Pläne der Regierung überprüfen, kündigte die Organisation an. Emily Thornberry von der oppositionellen Labour-Partei hält die Entscheidung für "moralisch unvertretbar". Die Organisation Save The Children teilte mit, die Kinder im Jemen "brauchen Schutz und nicht noch mehr Bomben". Amnesty International bezeichnete den Schritt der britischen Regierung als "zutiefst zynisch". Erst am Montag hatte die Regierung in London Sanktionen wie Einreiseverbote wegen Menschenrechtsverletzungen gegen Personen in Saudi-Arabien verhängt, die für den Tod des Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich sein sollen. Die saudische Regierung hatte den Mord auf internationalen Druck eingeräumt. Ein Sonderkommando aus Riad hatte den Journalisten 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul brutal getötet. Von Leichnam fehlt jede Spur./si/DP/mis
Heute 08.07.2020 11:25:44 Quelle: dpa
ANALYSE/JPMorgan setzt verstärkt auf Deutsche Post und Infineon
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der Deutschen Post und von Infineon hat die Investmentbank JPMorgan zu ihren größten Favoriten auserkoren. Beide Titel nahm die Bank am Mittwoch in einer Studie auf eine Empfehlungsliste mit dem Titel "Top Ideas". Die Deutsche Post dürfte in den kommenden Jahren im Express-Geschäft und in der Kontraktlogistik stark wachsen, begründete Analyst Samuel Bland seinen Optimismus. Der Anteil der beiden Sparten am operativen Gewinn (Ebit) auf Konzernebene sei von 40 Prozent im Jahr 2010 auf zuletzt 60 Prozent gestiegen. Das Unternehmen verfüge über eine starke Bilanz und die Aktie sei angesichts der zu erwartenden Gewinne attraktiv bewertet. Infineon dürfte derweil der Trend zu Hybrid- und Elektrofahrzeugen in der Autobranche zugute kommen. "Infineon ist der größte Profiteur dieses Trends und unser Top Pick in der Halbleiterbranche", schrieb Analyst Sandeep Deshpande. Hilfreich wirkten sich hier auch die europäischen Programme aus, die den Übergang zu diesen Fahrzeugtypen förderten. Sollte sich der Trend durchsetzen, rückten auch die hohen Bewertungen der Aktie aus den Jahren 2017 und 2018 wieder in Reichweite. Für die Infineon-Aktie strich Deshpande die Papiere des Chip-Herstellers ASML von der "Top Ideas"-Liste. Ebenfalls auf die Empfehlungsliste schafften es die Papiere von Siemens Gamesa. Die Aktien des Herstellers von Windkraftanlagen ersetzten unter den Industriegüterproduzenten die der französischen Schneider Electric>. Die Installation seegestützter Anlagen werde in den kommenden zehn Jahren um jeweils gut ein Fünftel zunehmen, prognostizierte Analyst Andreas Willi. Mit einem Marktanteil von zwei Dritteln sei Siemens Gamesa weltweit führend - und werde das wohl auch bleiben. Mit den Aktien von BMW, Fresenius, SAP und Vonovia finden sich vier weitere im deutschen Leitindex Dax gelistete Papiere und Schwergewichte in ihren jeweiligen Branchen unter den insgesamt 36 Favoriten der Bank./bek/la/mis Veröffentlichung der Original-Studie: 07.07.2020 / 21:01 / BST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 08.07.2020 / 12:15 / BST
Heute 08.07.2020 11:21:28 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS 2: Geschäftserholung bei Deutscher Post treibt Rally weiter an
(neu: Aktienkurs, Analysten und mehr Details) FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der Deutschen Post schwingen sich im Express-Tempo in Richtung neuer Höhen auf. Am Mittwoch hielten überraschend gute Geschäftszahlen die Rally am Laufen, so dass sich die Papiere des Logistikkonzerns mit einem Plus von rund zwei Prozent auf 34,37 Euro an die Spitze des Dax setzten. Die Deutsche-Post-Anteilsscheine hatten den Kurseinbruch im Zuge der Corona-Krise bereits zuvor weggesteckt und notieren nun wieder auf dem Niveau vom Januar. Der deutsche Leitindex Dax hielt sich am Mittwoch zuletzt lediglich auf dem Vortagesniveau. Die Deutsche Post blickt nach einem Gewinnanstieg im zweiten Quartal wieder mit mehr Gewissheit auf das laufende Jahr. Die vorläufigen Ergebnisse von April bis Juni machen das Management des Logistikkonzerns zuversichtlich. Auch für das Jahr 2022 setzte sich die Post neue Ziele. Viele Analysten lobten die Zahlen und die Geschäftsaussichten. Die starke Entwicklung im zweiten Quartal sei eine positive Überraschung, schrieb etwa der Experte Dirk Schlamp von der DZ Bank. Der Konzern komme besser durch die Krise als ursprünglich erwartet. Dabei habe die Post unter anderem von einem starken Onlinehandel und Expressgeschäft profitiert. Der Fachmann Neil Glynn von der Schweizer Bank Credit Suisse verwies zudem auf Preissteigerungen in der Luftfrachtsparte. Analyst William Fitzalan Howard von der Privatbank Berenberg schrieb, das operative Ergebnis sei angesichts der gegenwärtigen Umstände sehr stark. Auch der frei verfügbare Barmittelzufluss sei besser als erwartet ausgefallen. Experte Daniel Roeska vom US-Analysehaus Bernstein Research blickte zuversichtlich in die Zukunft. Dass das Unternehmen nun auch wieder einen Gesamtjahresausblick gegeben habe und für 2019 sogar eine Dividende zahlen wolle, sei ermutigend für die gesamte Branche. Anteilseigner sollen für das vergangene Jahr nach der nun für den 27. August geplanten Hauptversammlung eine stabile Dividende von 1,15 Euro je Aktie erhalten. Für Analyst Samuel Bland von der US-Bank JPMorgan sind die Aktien der Deutschen Post eine "Top Idee" im Transportsektor. Die Gewinnprognose für 2020 erscheine ihm konservativ, sehe man von einer längeren Periode wirtschaftlicher Stagnation einmal ab. Die Aktien der Post waren Mitte März im Zuge des Corona-Crashs auf bis zu rund 19 Euro abgesackt. Dies war der tiefste Stand seit Juli 2013. Seit diesem Zwischentief haben die Papiere inzwischen fast 80 Prozent gewonnen. Der Dax hingegen hat den Corona-Schock noch nicht zur Gänze überwunden. Auch aus charttechnischer Sicht erscheinen die Anteilsscheine der Deutschen Post gut unterstützt. Bereits seit Anfang April notieren sie die meiste Zeit komfortabel über der 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend beschreibt. Im Juni gelang zudem der Ausbruch über die 200-Tage-Linie nach oben. Sie ist ein Indikator für die langfristige Entwicklung der Aktien./la/mis/jha/ ----------------------- dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX -----------------------