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Nachrichten und Analysen

Heute 18.09.2020 15:21:26 Quelle: dpa
ROUNDUP: Keine Downloads von Tiktok mehr in den USA ab Sonntag
WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erhöht im Ringen um die Zukunft der populären Video-App Tiktok massiv den Druck. Ab Sonntag fliegt Tiktok aus den App Stores in den USA raus und kann dann weder neu heruntergeladen, noch aktualisiert werden. Bis zum 12. November wird die App aber noch für bestehende Nutzer funktionieren, wie aus einer Mitteilung des Handelsministeriums am Freitag hervorgeht. Damit bekommt der chinesische Tiktok-Eigentümer Bytedance noch einige Wochen Zeit, einen Deal vor dem kompletten Aus auszuhandeln. Tiktok hat rund 100 Millionen Nutzer in den USA. Trump bezeichnet Tiktok als Sicherheitsrisiko mit der Begründung, dass chinesische Behörden an Daten von Amerikanern kommen könnten. Tiktok und Bytedance bestreiten dies. Der ebenfalls chinesischen Messaging-App WeChat zieht die US-Regierung wegen ähnlicher Bedenken unterdessen sofort den Stecker in den USA: Sie wird am Sonntag sowohl aus den App Stores verschwinden als auch aufhören, zu funktionieren. Trump hatte amerikanischen Firmen und Nutzern Anfang August Geschäfte mit Tiktok verboten - und mit einem Aufschub von 45 Tagen einen Countdown für einen Verkauf zumindest des US-Teils der App in Gang gesetzt. Microsoft hatte wochenlang über eine Übernahme des Geschäfts in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien verhandelt. Doch die chinesische Regierung torpedierte die Gespräche: Sie führte eine Regel ein, nach der sie dem Verkauf von Software-Algorithmen ins Ausland zustimmen muss. Diese über Jahre entwickelte Software entscheidet zum Beispiel darüber, welche Videos einem Nutzer als nächste vorgeschlagen werden - und gilt als eines der Erfolgsgeheimnisse von Tiktok. Danach wurde schnell ein Ersatzplan ausgearbeitet, nach dem Oracle als Technologie-Partner von Tiktok auftreten sollte und das globale Geschäft der Video-App in eine neue Firma mit Sitz in den USA eingebracht würde. Nach Medienberichten sollte dabei Oracle die Speicherung der Daten von US-Nutzern übernehmen und auch Einblick in die Software bekommen, damit es keine Hintertüren für chinesische Behörden geben könne. Bytedance würde dabei die Mehrheit an Tiktok behalten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Trump sagte dazu bereits am Mittwoch, er wäre damit "nicht glücklich". Danach gab es Berichte, dass Tiktok und Bytedance neuen Konditionen der US-Regierung zugestimmt hätten. Der Vorstoß des Handelsministeriums bedeutet dabei letztlich, dass der Deal für Trump nicht gut genug war. Bytedance hat bereits auch amerikanische Start-up-Finanzierer als Investoren. Laut Medienberichten liegt ihr Anteil bei 40 Prozent. WeChat wird in den USA vor allem vor denen genutzt, die Kontakt zu Freunden und Familie in China halten wollen. Dort ist die Chat-App eine der wichtigsten Plattformen, über die zum Beispiel auch Online-Handel betrieben und Geld überwiesen wird. Ab Sonntag darf die App in den USA keinen Zugang mehr zum Internet haben. Tiktok droht das am 12. November./so/DP/eas
Heute 18.09.2020 15:12:15 Quelle: dpa
Chinesischer Mischkonzern Fosun übernimmt Modekette Tom Tailor
HAMBURG (dpa-AFX) - Die auch wegen der Corona-Krise in Schieflage geratene Modekette Tom Tailor ist an den chinesischen Mischkonzern Fosun International Limited verkauft worden. "Der Verkauf der Tom Tailor GmbH durch die Gesellschaft an verbundene Unternehmen von Fosun International Limited wurde heute vollzogen", hatte die Tom Tailor Holding SE am Donnerstag in Hamburg mitgeteilt. Was das für die rund 3400 Beschäftigten und die 453 Tom-Tailor-Filialen bedeutet, beantwortete das Unternehmen am Freitag auf Nachfrage zunächst nicht. Die Muttergesellschaft Tom Tailor Holding SE, deren Aktienkurs am Freitagnachmittag um rund 8,4 Prozent auf 17 Cent absackte, hatte im Juni einen Insolvenzantrag gestellt, weil der Tochtergesellschaft Bonita GmbH die Zahlungsunfähigkeit drohte. Die Tom Tailor GmbH war davon nicht betroffen, auch weil ihr die Bundesregierung und die Länder Hamburg und Nordrhein-Westfalen eine Bürgschaft in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt hatten. Die besicherte Finanzierung hat eine Laufzeit bis Ende September 2024. Der nun erfolgte Verkauf an Fosun entspreche dem vereinbarten Modell zwischen den Bürgen Bund und Länder zum Erhalt des Unternehmens, teilte die Hamburger Finanzbehörde auf Nachfrage mit. Es werde eine wesentliche Bedingung der Bürgschaftsübernahme zur stärkeren unternehmerischen Verantwortung des chinesischen Hauptgesellschafters erfüllt, welche die Kreditkommission zur Grundlage ihrer Entscheidung im Juni gemacht habe. Die Fosun Group hält laut Tom Tailor - Stand September 2019 - 77,83 Prozent der Aktien der Tom Tailor Holding SE, ist seit 2014 an Tom Tailor beteiligt. Neben der Bürgschaft von Bund und Ländern hatten sich auch die Banken grundsätzlich bereiterklärt, bis dahin alle Kreditlinien mit einem Volumen von insgesamt 355 Millionen Euro zu weitgehend unveränderten Konditionen zu verlängern. Zudem verlängerte Fosun die Laufzeit eines der Tom Tailor GmbH gewährten Darlehens in Höhe von 28,5 Millionen Euro bis Ende 2024./klm/DP/stw
Heute 18.09.2020 15:03:09 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Wieder Warnstreiks bei der Post - Nächste Verhandlungen am Montag
(neu: weitere Details) DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Im Tarifstreit bei der Post haben Beschäftigte in der Brief- und Paketzustellung erneut ihre Arbeit niedergelegt. Verschiedene Standorte in Nordrhein-Westfalen waren am Freitag betroffen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte - darunter die Regionen Köln, Düsseldorf und Ostwestfalen sowie das Sieger- und Sauerland. Verdi zufolge kam es in allen anderen Bundesländern ebenfalls zu Warnstreiks. Der Bonner Konzern sprach von 3000 Warnstreikenden an rund 300 Standorten. Der Post zufolge konnten etwa zwei Prozent der Briefe und Pakete nicht wie geplant zugestellt werden. Dieser Wert ist bundesweit, eine Prozentzahl für Nordrhein-Westfalen wurde nicht bekanntgegeben. Verdi fordert für die rund 140 000 Tarifbeschäftigten der Post eine lineare Lohnerhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Post hat bisher noch kein Angebot vorgelegt. Verdi hatte bei den bisherigen Verhandlungen den Eindruck gewonnen, dass die Post nur Einkommensverbesserungen von 1,5 Prozent anbieten wolle. Rund 30 000 der Tarifbeschäftigten sind den Angaben zufolge in NRW tätig. In den ersten beiden Verhandlungsrunden sei man einem Tarifabschluss "keinen Millimeter näher gekommen", monierte die Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Die Arbeitgeberseite müsse einlenken und die Belegschaft am Erfolg der Firma teilhaben lassen. Für kommenden Montag und Dienstag ist die dritte Verhandlungsrunde geplant. Obwohl die Fronten verhärtet erscheinen, könnte es dann durchaus bereits zu einer Einigung kommen. Der Deutschen Post DHL geht es wirtschaftlich derzeit gut, was zum Beispiel am boomenden Online-Handel und seiner Paketflut liegt. Auch das Briefgeschäft ist lukrativ, wegen der Digitalisierung schrumpft es aber seit langem. Von der Corona-Krise ist der Bonner Konzern ebenfalls betroffen, weil Geschäftskunden ihre Werbepost runtergefahren haben. Zudem machen die konjunkturellen Sorgen auch der Post zu schaffen - Firmen verschicken weniger Dokumente und Ersatzteile im sogenannten Expressgeschäft./rgr/DP/eas