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Heute 08.07.2020 12:45:05 Quelle: dpa
ROUNDUP: Salzgitter-Aktionäre müssen auf Dividende verzichten - keine Fusion
SALZGITTER (dpa-AFX) - Die Aktionäre des Stahlkonzerns Salzgitter müssen wegen der schwierigen Lage für Unternehmen und Konjunktur auf eine Gewinnbeteiligung in diesem Jahr verzichten. "Angesichts der spürbar negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Geschäftsverlauf des Salzgitter-Konzerns halten Vorstand und Aufsichtsrat die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2019 nicht für angemessen", sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann am Mittwoch. Im Mai hatte der Stahlhersteller angekündigt, dass erstmals seit dem Börsengang 1998 keine Auszahlung vorgeschlagen werden soll. Nun stimmte die Hauptversammlung mit deutlicher Mehrheit zu. Salzgitter hatte aufgrund hoher Abschreibungen sowie Umbaukosten im Geschäftsjahr 2019 einen beträchtlichen Verlust verbucht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 237,3 Millionen Euro - ein Jahr zuvor hatte noch ein Gewinn von knapp 278 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Bereinigt um Sonderfaktoren lag das Ergebnis vor Steuern bei 143 Millionen Euro und damit im Rahmen der Konzernprognose. Ein schwacher Stahlmarkt hatte die Zahlen im ersten Quartal 2020 aber weiter gedrückt. Dabei fiel ein Nettoverlust von 43,7 Millionen Euro an, nach einem Plus von fast 97 Millionen Euro im Vorjahr. Bisher hatte die Viruskrise zwar nur begrenzte Auswirkungen, sie wird sich nach Einschätzung der Konzernführung jedoch in den kommenden Quartalen niederschlagen. Zuletzt rechnete Salzgitter daher für 2020 mit einem "beträchtlichen, sehr wahrscheinlich dreistelligen" Millionen-Euro-Verlust und einem "merklich" reduzierten Umsatz. Eine genauere Prognose ist aus Sicht des Konzerns nicht möglich. Aufgrund der vielen denkbaren Szenarien sei jeder Versuch Spekulation, sagte Fuhrmann bei der Online-Hauptversammlung. Mit Blick auf Spekulationen über eine Fusion etwa mit dem Konkurrenten Thyssenkrupp bekräftigte der Salzgitter-Chef: "Wir sehen aktuell kein Szenario, das unsere Situation im Vergleich zur Eigenständigkeit verbessern würde." Er wolle hervorheben, dass der Konzern selbst in dieser turbulenten Zeit keinerlei Anlass für kurzfristigen Aktionismus sehe und keinen Druck - von welcher Seite auch immer - verspüre./bch/DP/jha
Heute 08.07.2020 12:36:54 Quelle: dpa
Continental-Chef warnt vor weiter sehr schwierigen Bedingungen - Keine Prognose
HANNOVER (dpa-AFX) - Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental sieht das Umfeld für die Autoindustrie in der Corona-Krise weiter problematisch. "Wir rechnen jetzt mit einem sehr schwierigen dritten Quartal", hieß es im vorab am Mittwoch veröffentlichten Redetext von Vorstandschef Elmar Degenhart zur Hauptversammlung des Dax-Konzerns. "Zwar sehen wir steigende Bauzahlen für Autos. Das deutet auf einen höheren Umsatz als im zweiten Quartal hin", erklärte der Manager. "Aber er wird deutlich unter dem im dritten Quartal 2019 liegen." Für das zweite Quartal mit einem wochenlangen Produktionsstopp hatte Conti bereits einen Verlust angekündigt. Die Hauptversammlung findet kommende Woche Dienstag (14. Juli) statt. Genauere Prognosen für das Gesamtjahr 2020 sind laut Degenhart weiter noch nicht möglich. Die zurückliegenden drei Monate von April bis Ende Juni seien das "historisch schwächste" Quartal der Autoindustrie seit 1945 gewesen. Voraussichtlich gingen der Industrie hier Milliarden Euro verloren. Continental rechnet bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in diesem Jahr laut dem Vorstandschef mit einer weltweiten Produktion von höchstens 70 Millionen Stück. "Vergleichbare Einbrüche gab es zuletzt in der großen Krise um 1930." Im Vorjahr waren es knapp 89 Millionen Fahrzeuge. Conti hängt mit der Autozulieferung und der Erstausstattung mit Reifen direkt vom globalen Produktionsvolumen ab. Conti steckte auch vor der Corona-Pandemie bereits in einem großen Umbruch, dem weltweite Tausende Stellen in den kommenden zehn Jahren zum Opfer fallen könnten. So läuft etwa in Deutschland und Westeuropa über mehrere Jahre die Produktion von Hochdruckpumpen und Injektoren für Verbrenner aus, auch Anzeige- und Bedienelemente sind betroffen. Bisher habe das Unternehmen auf diese Weise fast 3000 Arbeitsplätze "verändert", so Degenhart. Über die geplanten Kosteneinsparungen von 500 Millionen Euro brutto hinaus hat Conti auch wegen Corona nachgelegt und will zusätzlich mehrere Hundert Millionen Euro einsparen./men/jha/