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Heute 29.05.2020 15:37:03 Quelle: dpa
ROUNDUP: In Bayern soll es bald 100 Wasserstoff-Tankstellen geben
NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Freistaat Bayern will bei der Entwicklung von Wasserstoff als Treibstoff für Fahrzeuge Gas geben. In den nächsten Jahren sollen bayernweit 100 Tankstellen für Wasserstoff (H2) entstehen, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag bei der Vorstellung des bayerischen Wasserstoffkonzeptes in Nürnberg. Derzeit sind nur 17 in Betrieb, 4 weitere im Bau. Die Landesregierung habe dafür ein Förderprogramm im Volumen von 50 Millionen Euro aufgelegt, weitere 65 Millionen flössen in die Förderung der Forschung. Aiwanger appellierte an die Bundesregierung, in Sachen Wasserstoff "in die Pötte" zu kommen und ebenfalls eine Strategie zu verabschieden. Er wolle sich über die deutsche EU-Ratspräsidentschaft auch für ein europäisches Konzept stark machen. Zudem müssten die Wirtschaft, vor allem die bayerischen Automobilhersteller, stärker mitziehen. Der weltweit größte Autobauer Toyota hat mit dem Mirai bereits ein Wasserstoffauto auf dem Markt, ebenso sind Modelle von Hyundai und Mercedes zu haben. Noch in diesem Jahr soll erstmals bayerische Brennstoffzellen-Technologie in einem umgebauten Lastwagen auf die Straße kommen, sagte Aiwanger. Im Jahr 2021 soll in Erlangen die erste Tankstelle für flüssigen Wasserstoff (LOHC) entstehen. Der Strategie zufolge sollen 2030 rund 80 000 mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge in Bayern rollen, 2050 dann sogar mehr als zwei Millionen. Das Netz der Tankstellen soll bis zum Jahr 2050 auf 2000 ausgebaut werden. "Made in Bavaria soll zum Wasserstoff-Gütesiegel werden", erklärte Aiwanger. Der Freistaat hatte im September 2019 in Nürnberg das Zentrum Wasserstoff Bayern (H2.B) gegründet, mit dem Ziel, den alternativen Treibstoff zur Marktreife zu bringen. Wasserstoff eigne sich vor allem auch, um anderswo über erneuerbare Energieträger erzeugte Energie nach Bayern zu transportieren. Dem Wasserstoffbündnis gehörten 30 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft an. Die Grünen sehen in der Strategie viele sinnvolle Ansätze, bemängeln aber, dass die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff nur dann gewährleistet sei, wenn Bayern mehr Strom durch erneuerbare Energien erzeuge. "Davon sind wir in Bayern weit entfernt, gerade durch die Blockadepolitik der Söder-Regierung wie das Windkraftverhinderungsgesetzt 10H oder die Verweigerung einer Solarpflicht bei Neubauten", sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen im Bayerischen Landtag, Martin Stümpfig. "Wir müssen dafür sorgen, dass Bayern in Zukunft weniger von Stromimporten abhängig ist." Grüner Wasserstoff sei der Energieträger der Zukunft, sagte dagegen Minister Aiwanger. "Um unsere Klimaziele zu erreichen, brauchen wir die Energie- und Mobilitätswende. Wasserstoff kommt dabei eine besondere Rolle zu, weil er sich auf viele verschiedene Arten emissionsfrei nutzen lässt", betonte er. Dadurch trage Wasserstoff dazu bei, Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen./dm/DP/zb
Heute 29.05.2020 15:30:12 Quelle: dpa
ROUNDUP: SPD wirft Verkehrsministerium Organisationsversagen bei Pkw-Maut vor
BERLIN (dpa-AFX) - Im Debakel um die Pkw-Maut hat die SPD dem Verkehrsministerium unter Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) "Organisationsversagen" vorgeworfen. Die Obfrau im Untersuchungsausschuss des Bundestags, Kirsten Lühmann, bezog sich auf Aussagen eines Mitarbeiters des Ministeriums am Donnerstag im Ausschuss. Als im Dezember 2018 der Vertrag mit dem Mautbetreiber unterschrieben wurde, sei der Fachebene des Ministeriums nicht im Ansatz bekannt gewesen, in welcher Höhe Entschädigungszahlungen an den Betreiber drohten - falls der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Pkw-Maut kippen sollte. Dies habe die Vernehmung des Projektleiters aus dem Ministerium bestätigt, so Lühmann am Freitag. Dennoch sei der Vertrag Ende 2018 unterschrieben worden. Scheuer müsse nun im Untersuchungsausschuss erklären, warum er sich vor der Unterschrift nicht dafür interessiert habe, wie teuer ein Scheitern der Pkw-Maut vor dem EuGH würde. Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic sagte, die Kündigungsregelungen des Mautvertrages von Scheuer seien unüblich und unangemessen gewesen. Diese Aussagen des Zeugen würden Fragen aufwerfen, die untersucht werden müssten. Dass Scheuer trotz des absehbaren EuGH-Urteils die Kosten nicht habe durchrechnen lassen, sei entweder grob fahrlässig oder Absicht. Der Europäische Gerichtshof erklärte die Pkw-Maut im vergangenen Sommer für europarechtswidrig. Die Opposition wirft Scheuer schwere Fehler zu Lasten des Steuerzahlers vor. Im Zentrum des U-Ausschusses steht die Frage, ob bei der Pkw-Maut Europa-, Vergabe- und Haushaltsrecht gebrochen wurde. Der frühere CSU-Chef und jetzige Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Donnerstag den Vorwurf einer Mitverantwortung am Maut-Debakel zurückgewiesen. Er machte als Zeuge deutlich, für ihn sei wichtig gewesen, dass die Maut politisch realisiert werde - und nicht die administrative Umsetzung./hoe/DP/stw
Heute 29.05.2020 15:29:11 Quelle: dpa
Zulassung von Remdesivir als Mittel gegen Covid-19 verzögert sich
AMSTERDAM (dpa-AFX) - Die Zulassung des Mittels Remdesivir gegen Covid-19 auf dem europäischen Markt verzögert sich. Das Pharmaunternehmen Gilead habe bisher noch keinen Zulassungsantrag gestellt, teilte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Freitag in Amsterdam mit. Damit werde aber in Kürze gerechnet. Je nach Qualität der vorliegenden Daten sollte dann schnell eine Entscheidung fallen. Die EMA hatte zunächst mit einer Entscheidung bis Ende Mai gerechnet. Am 30. April hatte die EMA ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Remdesivir gestartet. Davon war der erste Zyklus am 15. Mai beendet worden, wie die EMA mitteilte. Ergebnisse von Studien würden ausgewertet und das Mittel gründlich mit Blick auf seine Nebenwirkungen und seinen Nutzen bewertet. Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelten Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Auch in Deutschland ist das Mittel innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet. Eine internationale Studie mit über 1000 Teilnehmern hatte gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann. Die Sterblichkeit ging in der Untersuchung geringfügig zurück, was statistisch jedoch nicht signifikant war. Remdesivir ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie./ab/DP/stw