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Heute 09.07.2020 13:40:56 Quelle: dpa
ROUNDUP: Umstrittene Rüstungsgeschäfte: Weiteres U-Boot für Ägypten
BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat die umstrittene Lieferung eines weiteren U-Boots aus Deutschland nach Ägypten genehmigt. Eine "abschließende Genehmigungsentscheidung" habe der Bundessicherheitsrat auf Antrag von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) getroffen, teilte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dem Wirtschaftsausschuss des Bundestages mit. Erlaubt wurde die Lieferung eines vierten U-Boots der für den Export bestimmten Klasse 209/1400 an das arabische Land, das wegen der Verwicklung in regionale Kriege sowie wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik steht. Allerdings hatte Außenminister Heiko Maas (SPD) bei einem Besuch im vergangenen Jahr auch betont, Ägypten sei "wichtiger Partner", um die Stabilität in der Region zu gewährleisten. Kritik kam am Donnerstag von der Linken im Bundestag. "Mit der Aufrüstung von Ägypten befeuert die Bundesregierung die Kriege im Jemen und Libyen", warnte Sevim Dagdelen, abrüstungspolitische Sprecherin und Obfrau der Linksfraktion im Auswärtigen Ausschuss. "Wir brauchen eine sofortige Beendigung dieser skrupellosen Exportpolitik, die weltweit Regime für ihre Kriege mit Waffen ausstattet." Im April war in Kiel das dritte von vier U-Booten aus deutscher Produktion an Ägypten übergeben worden. In Israel hatte der geplante Verkauf zeitweise für Kritik gesorgt, weil man befürchtete, den militärischen Vorsprung in der Region zu verlieren. Regierungschef Benjamin Netanjahu räumte dann im vergangenen Jahr aber ein, dem Verkauf an Ägypten 2014 zugestimmt zu haben. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat die Streitkräfte seit seiner Machtübernahme im Jahr 2013 stetig ausgebaut und modernisiert. Dem schwedischen Institut SIPRI zufolge ist das nordafrikanische Land derzeit der drittgrößte Importeur von Waffen aus dem Ausland. Ägypten hat eine der stärksten Streitkräfte im arabischen Raum und ganz Afrika und zählt auch zu den größten Empfängern von US-Militärhilfe. Brenzlig bei Waffenlieferungen: Im Nachbarland Libyen sind die ägyptische Luftwaffe und Spezialeinheiten der Armee seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi 2011 zeitweise im Einsatz. Ägypten unterstützt dort die Truppen von General Chalifa Haftar. Seit 2014 laufen Lufteinsätze mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über Libyen. Vor der Küste des Jemens sichert die ägyptische Marine gemeinsam mit anderen Staaten außerdem das Rote Meer für die internationale Schifffahrt. Es gibt auch Berichte über den Einsatz ägyptischer Spezialkräfte im Jemen. Der Bundessicherheitsrat erlaubte auch Rüstungsgeschäfte mit vier weiteren Empfängerländern. Algerien: In das nordafrikanische Land darf die Wittenstein motion control GmbH 18 Antriebe für Rohrwaffenrichtanlagen liefern. Diese sind als Teil von fernbedienbaren Waffenstationen am Transportpanzer Fuchs vorgesehen. Brasilien: TKMS und die Atlas Elektronik GmbH dürfen Technologie und Teile für Korvetten Tamandare MEKO A-100MB liefern. Singapur: Heckler & Koch wurde die Lieferung von 159 Granatpistolen im Kaliber 40mm genehmigt. Südkorea: Heckler & Koch darf 27 Sturmgewehre des Modells HK416 liefern sowie ein Waffenbauteil. Das Schreiben Altmaiers dazu lag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Berlin vor. Darin heißt es auch: "Die Bundesregierung ist gern bereit, die Entscheidungen im Ausschuss für Wirtschaft und Energie zu erläutern."/cn/DP/jha
Heute 09.07.2020 13:39:09 Quelle: dpa
ROUNDUP: Covestro sieht nach Corona-Einbruch positive Signale - Aktie gefragt
LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Kunststoffkonzern Covestro sieht nach monatelangen Belastungen durch die Corona-Krise erste Anzeichen einer Belebung. Die Nachfrage sei im Juni im Vergleich zu den beiden Vormonaten deutlich angezogen, wenngleich sich daraus angesichts der Corona-Unwägbarkeiten noch kein Trend ableiten lasse, sagte ein Sprecher im Zusammenhang mit am Donnerstag vorgelegten vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal auf Anfrage. Beim operativen Gewinn lief es im zweiten Quartal derweil besser, als Analysten befürchtet hatten. Die Aktien knüpften am Donnerstag mit einem Plus von mehr als drei Prozent an ihre jüngste Erholung an. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 2,16 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern überraschend mitteilte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um knapp 73 Prozent auf 124 Millionen Euro ein. Unter dem Strich fiel ein Verlust von rund 60 Millionen Euro an, nachdem das Unternehmen vor einem Jahr noch 189 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet hatte. Während der Umsatz etwas unter den vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Analystenschätzungen blieb, lief es beim operativen Gewinn und auch beim Ergebnis besser als von Experten befürchtet. Besser als erwartet dürfte es nun vor allem im Polycarbonat-Geschäft gelaufen sein, erklärte Analyst Chetan Udeshi von der Bank JPMorgan die überraschend gute Entwicklung. Das Geschäft mit Weich- und Hartschaumvorprodukten sowie der Bereich CAS dürften hingegen etwas schlechter abgeschnitten haben als gedacht. Der Experte gab aber auch zu Bedenken, dass das Geschäft mit harten Kunststoffen der Polycarbonat-Sparte (PC) zwischenzeitlich von niedrigen Rohstoffpreisen profitiert haben dürfte, die in den letzten beiden Wochen aber schon wieder gestiegen seien, während die PC-Preise gefallen seien. Dies stehe den Markterwartungen einer deutlichen Erholung des operativen Gewinns im dritten und vierten Quartal im Vergleich zum zweiten Jahresviertel entgegen. Mehr Wettbewerb und eine träge Autokonjunktur hatten der ehemaligen Bayer-Kunststoffsparte das Leben schon im vergangenen Jahr schwer gemacht. 2020 kam dann noch das Coronavirus hinzu. Zunächst hatte die Krise die Nachfrage in Asien besonders belastet. Sie wanderte dann aber rund um den Globus. Unter Druck hatten dabei in den ersten Monaten des Jahres alle Geschäftsbereiche gestanden: Die Sparte für harte Kunststoffe (PCS, Polycarbonate) sowie das Segment PUR (Polyurethane) rund um Vorprodukte für Hart- und Weichschäume, die etwa in Autositzen verbaut werden, aber auch als Isolierung in Kühlschränken. Auch der kleinere Bereich CAS rund um Vorprodukte für Lacke, Klebstoffrohstoffe und Spezialanwendungen geriet unter Druck, wenn auch in geringerem Ausmaß wegen des Anteils rentablerer Spezialprodukte. Den Ausblick für das Gesamtjahr hatte Konzernchef Markus Steilemann bereits im April gekappt. Für 2020 wird seither ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 0,7 bis 1,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, nachdem ursprünglich bis zu 1,5 Milliarden angepeilt worden waren. Neuigkeiten dazu dürfte es am 23. Juli bei der Veröffentlichung des Quartalsberichts geben. Dann werden Anleger und Analysten auch auf Fortschritte bei den Kostensenkungen achten./mis/men/jha/
Heute 09.07.2020 13:20:37 Quelle: dpa
Elektroautos im Süden beliebter als im Norden
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Elektroautos sind in Süddeutschland beliebter als in der restlichen Bundesrepublik. In Bayern waren Anfang des Jahres 30 571 reine Elektroautos zugelassen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (25 647) und Baden-Württemberg (24 863), wie der Energiekonzern Eon am Donnerstag in einer regionalen Auswertung der Daten des Statistischen Bundesamts aufschlüsselte. In Bayern und Baden-Württemberg allein sind demnach über 55 000 von deutschlandweit 136 000 E-Autos zugelassen, ein Anteil von 40 Prozent. Hybridfahrzeuge sind in der Analyse nicht mitgezählt. Das Unternehmen hat die Zahlen nicht in Relation zu den Bevölkerungszahlen gesetzt, doch leben in NRW mit seinen etwa 18 Millionen Einwohnern fast fünf Millionen mehr Menschen als in Bayern. Nach Kommunen liegt Weiß-Blau ebenfalls vorn: In München fuhren Anfang des Jahres 5895 Elektroautos, gefolgt von Berlin (4886) und Hamburg (3395). Auch die VW-Stadt Wolfsburg sticht hervor, wo 2000 E-Autos zugelassen waren. Das ist Platz fünf im bundesweiten Ranking, obwohl Wolfsburg mit 124 000 Einwohnern nicht einmal zu den größten fünfzig Städten in Deutschland zählt. E-Autofahrer haben es allerdings sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg etwas schwerer als im bundesweiten Schnitt, einen freien Platz an einer Ladesäule zu finden - obwohl beide Bundesländer auch bei deren Zahl unter den Top drei liegen. In Baden-Württemberg kommen demnach im Schnitt 9,6 E-Autos auf eine Ladesäule, in Bayern 8, in NRW 7,7. Komfortabel ist die Lage in Mecklenburg-Vorpommern: Dort teilen sich 1003 Elektroautos 377 Ladesäulen, im rechnerischen Schnitt also weniger als drei Stück pro Säule./cho/DP/jha