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Nachrichten und Analysen

22.09.2019 Quelle: dpa
Grundsätze für verantwortungsbewusstes Bankgeschäft unterzeichnet
FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX) - Mehrere deutsche Kreditinstitute haben sich zu Grundsätzen für ein nachhaltiges Bankensystem bekannt. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sagte anlässlich der Unterzeichnung der Leitlinien während der Generalversammlung der Vereinten Nationen am Sonntag: "Klimaschutz muss für uns Priorität haben - und das drückt sich aus durch die Art und Weise, wie wir Kredite vergeben, durch die von uns angebotenen Produkte und durch unsere Richtlinien." Zu den Unterzeichnern zählen auch die Commerzbank, die Bochumer GLS Bank und die Landesbank Baden-Württemberg. Die Grundsätze für ein verantwortungsbewusstes Bankgeschäft (Principles for Responsible Banking) stammen von der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms und sollen einen Rahmen für nachhaltige Entwicklung des Bankensektors schaffen. Die Branche soll demnach maßgeblich dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. An diesem Montag beginnt in New York der UN-Klimagipfel. Die Deutsche Bank wird laut eigenen Richtlinien aus dem Jahr 2016 beispielsweise nicht mehr länger den Bau neuer Kohlekraftwerke sowie neuer Bergbauprojekte für die Förderung von Kraftwerkskohle finanzieren. Zudem will das Institut sein vorhandenes Engagement im Kohlebergbau bis 2020 um 20 Prozent reduzieren und kommt dabei nach eigenen Angaben schneller voran. "Wir als Deutsche Bank begrüßen es sehr, dass der Klimaschutz nun oben auf der gesellschaftlichen und politischen Agenda steht", sagte Sewing. Um das Klima wirksam zu schützen, brauche es auch internationale, möglichst weltweite Initiativen. "Als global agierende Bank sehen wir es als eine unserer wichtigsten Aufgaben an, Unternehmen weltweit bei ihrer Transformation zu einem klimafreundlicheren Wirtschaften zu unterstützen", sagte der Vorstandschef./mar/DP/he
22.09.2019 Quelle: dpa
BVB verpasst Sprung auf Rang zwei - 2:2 nach Führung in Frankfurt
FRANKFURT (dpa-AFX) - Borussia Dortmund hat den erhofften Sprung auf Tabellenplatz zwei der Fußball-Bundesliga verpasst und im Fernduell mit RB Leipzig und dem FC Bayern München wichtige Punkte eingebüßt. Der Vize-Meister kam am Sonntagabend nicht über ein 2:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt hinaus und ist damit hinter den Münchner Serienmeister auf Rang drei zurückgefallen. Vor 51 500 Zuschauern, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw, trafen Axel Witsel (11. Minute) und Jadon Sancho (66.) für den BVB. Neuzugang André Silva (44.) und ein Eigentor von Thomas Delaney (88.) bescherten der Eintracht zweimal den Ausgleich. Mit 10 Punkten befindet sich der BVB nach dem 5. Spieltag drei Zähler hinter Tabellenführer Leipzig und einen Punkt hinter dem FC Bayern. Die beiden Rivalen hatten am Samstag jeweils deutliche Siege eingefahren. Europa-League-Halbfinalist Frankfurt befindet sich vorübergehend auf Rang neun. Auf den internationalen Auftakt mit absoluten Spitzenspielen unter der Woche reagierten die beiden Coaches unterschiedlich. Während Lucien Favre seiner beim 0:0 gegen den FC Barcelona stark aufspielenden Startelf erneut vertraute, nahm Adi Hütter nach dem 0:3 gegen den FC Arsenal gleich vier Wechsel vor. Unter anderen Kapitän David Abraham, Stoßstürmer Bas Dost und Flügelspieler Danny da Costa erhielten eine Pause. Wie schon gegen die Gunners begann die Eintracht mutig und kombinierte über links mit Filip Kostic und Neuzugang Silva. Nennenswerte Gelegenheiten blieben aber zunächst aus. Das machten die Gäste aus Dortmund besser: Mit Achraf Hakimi und Sancho stürmte der Vize-Meister wuchtig und dynamisch über die rechte Seite. So entstand auch das Führungstor: Nach einer Hereingabe von Hakimi konnte Eintracht-Keeper Kevin Trapp zunächst einen Sancho-Schuss parieren, den zweiten Anlauf verwandelte Witsel dann cool nach Zuspiel von Thorgan Hazard. Nachdem der BVB in seinen ersten drei Saisonspielen jeweils mit 0:1 in Rückstand geriet, schien Favre für derartige Defensivschwächen und Unkonzentriertheiten in der Länderspielpause ein Rezept gefunden zu haben. Angeführt von Abwehrchef Mats Hummels ließen die Dortmunder lange wenig zu - dies war schon gegen Barcelonas Starensemble um Luis Suarez, Antoine Griezmann und Lionel Messi hervorragend gelungen. Der Ausgleich von Silva nach Zuspiel von Djibril Sow auf rechts fiel dann quasi aus dem Nichts - und kam der vorher blassen Eintracht kurz vor der Pause gerade recht. Nach dem Wechsel ging es dann umso rasanter weiter: Der frühere Dortmunder Erik Durm scheiterte mit einer Direktabnahme (47.), im direkten Gegenzug verhinderte Trapp mit starker Fußabwehr die erneute BVB-Führung durch Sancho. Sow (51.) und Alcácer (53.) scheiterten mit ihren Abschlüssen aus der Distanz dann etwas deutlicher. Die erneute Führung brachte dann ein Standard: Nach einem Freistoß landete der Nachschuss von Witsel beim sehr präsenten Sancho, der nur noch einschieben musste. Frankfurt gab sich nicht auf und rannte in den Schlussminuten an. Nach scharfer Hereingabe von Daichi Kamada stand Delaney ungünstig und sorgte mit einem Eigentor für den 2:2-Endstand./pre/DP/he
22.09.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP/Kreise: Thomas Cook verhandelt weiter über zusätzliches Geld
LONDON (dpa-AFX) - Der angeschlagene britische Touristikkonzern Thomas Cook verhandelt weiter mit Investoren über mehr Geld für seine Sanierungspläne. Am Sonntag sollte ein Treffen mit Geldgebern stattfinden, wie die Finanznachrichtenagentur dpa-AFX aus informierten Kreisen erfuhr. Ein Unternehmenssprecher wollte dies nicht kommentieren. Thomas Cook strebt nach Angaben vom Freitag eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund (226 Mio Euro) an. Das Unternehmen mit Marken wie Neckermann-Reisen und der Fluglinie Condor braucht dringend Geld, um in die Zukunft seines Geschäfts zu investieren. Erschwerend kommt hinzu, dass das Unternehmen im Winter üblicherweise weniger einnimmt. Die benötigten 200 Millionen Pfund kämen zu einem bereits ausgehandelten 900 Millionen Euro schweren Paket hinzu. Die angestrebte Summe soll finanzielle Stabilität für die Zukunft bringen. Thomas Cook verhandelt zum einen mit dem chinesischen Mischkonzern Fosun, der den Tui-Konkurrenten übernehmen will, aber auch mit Banken und Anleihegläubigern. Medienberichten zufolge spitzt sich die Lage für das Unternehmen zu. Inzwischen habe es die Regierung in London um Finanzhilfe gebeten, berichteten etwa die Fernsehsender BBC und Sky News sowie die Zeitung "Financial Times" mit Bezug auf namentlich nicht genannte Quellen. Ein Sprecher des britischen Transportministeriums sagte auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur zu den Berichten: "Wir spekulieren nicht über die finanzielle Situation einzelner Unternehmen." In der Regel greife man nicht ein, "es sei denn, es gibt eine gute strategische Begründung dafür", sagte der britische Außenminister Dominic Raab am Sonntag der BBC zu den Berichten über das Staatshilfe-Ersuchen. Am Wochenende hat Thomas Cook via Twitter mehrfach Kunden zu beschwichtigen versucht, die sich wegen Medienberichten über die Finanzierungsprobleme des Konzerns Sorgen um ihre Buchungen machen. "Alle unsere Urlaube finden normal statt", schrieb das Unternehmen via Twitter. Zum Ende der Sommersaison befinden sich noch immer Hunderttausende Kunden mit Thomas Cook im Urlaub. Die konzerneigenen Fluggesellschaften gelten als Gewinnbringer von Thomas Cook. Sorgenkind ist vor allem das britische Veranstaltergeschäft. Thomas Cook war in den vergangenen Jahren immer wieder in Schieflage geraten. Bereits 2012 retteten mehrere Banken den Konzern nach immensen Abschreibungen auf das britische Geschäft und IT-Systeme mit frischem Geld vor dem Untergang. Auch dadurch sitzt Thomas Cook auf einem Schuldenberg in Milliardenhöhe und ächzt unter der hohen Zinslast. Der jüngste Preiskampf im Reise- und Fluggeschäft droht ihm nun den Garaus zu machen. Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit um den Brexit, die die Urlaubsfreude der britischen Kundschaft dämpft./stw/tos/he