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12.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 3: Trump trägt Maske - mehr als 60 000 Neuinfektionen in den USA
(Aktualisierung: Florida, 4. Absatz) BETHESDA (dpa-AFX) - Angesichts dramatisch steigender Coronavirus-Infektionen in den USA hat Präsident Donald Trump während eines öffentlichen Auftritts eine Maske getragen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda bei Washington einen blauen Mund-Nasen-Schutz mit dem Siegel des Präsidenten benutzte. Zuletzt war Trump im Mai fotografiert worden, als er während eines Rundgangs durch eine Fabrik im US-Bundesstaat Michigan zeitweise eine Maske aufgesetzt hatte. Trump hatte im April Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC verkündet, nach denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen wird. Er hatte aber umgehend deutlich gemacht, dass er selber keine Maske tragen werde. Trump und das Weiße Haus begründen das damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde. Trump wird dennoch vorgeworfen, durch sein Auftreten ohne Maske ein schlechtes Vorbild in der anhaltenden Pandemie abzugeben. Nach Angaben des Weißen Hauses traf Trump im Walter-Reed-Krankenhaus verwundete Soldaten und deren Angehörige. Er kam zudem mit medizinischem Personal zusammen, dass sich in der Corona-Krise um Erkrankte kümmert. Trump sagte vor dem Besuch vor Journalisten: "Ich werde wahrscheinlich eine Maske tragen, wenn Sie das wissen müssen." Er fügte hinzu: "Ich finde es großartig, eine Maske zu tragen. Ich war nie gegen Masken, aber ich glaube, es gibt eine Zeit und einen Ort dafür." In dem Krankenhaus, in dem manche Verwundete gerade erst operiert worden seien, sei eine Maske angebracht. Die USA verzeichneten am Freitag die meisten Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie an einem Tag. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) lag die Zahl der registrierten Neuansteckungen bei einem Rekordwert von 66 627. Am Samstag ging die Zahl demnach auf 61 325 zurück. Alleine der schwer betroffene Bundesstaat Florida meldete am Sonntag 15 299 neue Fälle. Insgesamt hat die Zahl der Neuansteckungen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen deutlich zugenommen. Seit Beginn der Pandemie haben die Forscher der JHU insgesamt mehr als 3,2 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Mehr als 134 000 Menschen starben. Die Zahl der täglich verzeichneten Toten liegt zwar weiterhin niedriger als zum Höhepunkt der Krise, hat aber wieder zugenommen. Am Samstag registrierte die JHU-Statistik 685 Tote. Trotz der steigenden Infektionszahlen gab sich Trump optimistisch. In der am Sonntag ausgestrahlten Sendung "Full Court Press" sagte Trump, zwar gebe es einige Bundesstaaten wie Florida und Kalifornien, die plötzlich "heiß" geworden seien. Viele andere Bundesstaaten sähen aber gut aus. "Wir werden sehr bald in sehr guter Verfassung sein", so Trump. Nach JHU-Statistiken nimmt die Zahl der Neuinfektionen inzwischen in den meisten der 50 US-Bundesstaaten zu. Ein großer Teil der Neuinfektionen wird derzeit aus den südlichen und westlichen Bundesstaaten gemeldet - darunter Florida und Kalifornien. Trotz der steigenden Fallzahlen in Florida öffnete der Freizeitpark "Walt Disney World" am Samstag seine Türen wieder für Besucher. "Der Magic Kingdom-Park und der Disney's Animal Kingdom-Park sind jetzt geöffnet", hieß es auf der Webseite des Freizeitparks nahe Orlando. Am Eingang werde die Körpertemperatur gemessen und Abstands- und Hygieneregeln müssten eingehalten werden. Normalerweise kommen fast 60 Millionen Menschen jedes Jahr in den Freizeitpark in Florida, der wegen der Coronavirus-Pandemie seit März geschlossen war. Ab dem 30. Juli will auf dem Gelände des Vergnügungsparks auch die nordamerikanische Profi-Basketballliga NBA ihre wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison in einem geschlossenen System ohne Kontakt zur Außenwelt fortsetzen. Ein ebenfalls vom US-Unterhaltungsriesen Walt Disney betriebener Vergnügungspark im US-Westküstenstaat Kalifornien blieb zunächst weiter geschlossen, nur ein angeschlossenes Einkaufszentrum öffnete in der vergangenen Woche. Eine zunächst für den 17. Juli angekündigte Wiedereröffnung des Vergnügungsparks musste pandemiebedingt wieder abgesagt werden. Für den Entertainment-Giganten ist das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten eine der wichtigsten Erlösquellen. Die Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie im März haben bereits Kosten in Milliardenhöhe verursacht./cy/shg/cah/DP/he
12.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Trump trägt Maske - mehr als 60 000 Neuinfektionen in den USA
(erweiterte Fassung) BETHESDA (dpa-AFX) - Angesichts dramatisch steigender Coronavirus-Infektionen in den USA hat Präsident Donald Trump während eines öffentlichen Auftritts eine Maske getragen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda bei Washington einen blauen Mund-Nasen-Schutz mit dem Siegel des Präsidenten benutzte. Zuletzt war Trump im Mai fotografiert worden, als er während eines Rundgangs durch eine Fabrik im US-Bundesstaat Michigan zeitweise eine Maske aufgesetzt hatte. Trump hatte im April Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC verkündet, nach denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen wird. Er hatte aber umgehend deutlich gemacht, dass er selber keine Maske tragen werde. Trump und das Weiße Haus begründen das damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde. Trump wird dennoch vorgeworfen, durch sein Auftreten ohne Maske ein schlechtes Vorbild in der anhaltenden Pandemie abzugeben. Nach Angaben des Weißen Hauses traf Trump im Walter-Reed-Krankenhaus verwundete Soldaten und deren Angehörige. Er kam zudem mit medizinischem Personal zusammen, dass sich in der Corona-Krise um Erkrankte kümmert. Trump sagte vor dem Besuch vor Journalisten: "Ich werde wahrscheinlich eine Maske tragen, wenn Sie das wissen müssen." Er fügte hinzu: "Ich finde es großartig, eine Maske zu tragen. Ich war nie gegen Masken, aber ich glaube, es gibt eine Zeit und einen Ort dafür." In dem Krankenhaus, in dem manche Verwundete gerade erst operiert worden seien, sei eine Maske angebracht. Die USA verzeichneten am Freitag die meisten Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie an einem Tag. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) lag die Zahl der registrierten Neuansteckungen bei einem Rekordwert von 66 627. Am Samstag ging die Zahl demnach auf 61 325 zurück. Insgesamt hat die Zahl der Neuansteckungen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen deutlich zugenommen. Seit Beginn der Pandemie haben die Forscher der JHU insgesamt mehr als 3,2 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Mehr als 134 000 Menschen starben. Die Zahl der täglich verzeichneten Toten liegt zwar weiterhin niedriger als zum Höhepunkt der Krise, hat aber wieder zugenommen. Am Samstag registrierte die JHU-Statistik 685 Tote. Trotz der steigenden Infektionszahlen gab sich Trump optimistisch. In der am Sonntag ausgestrahlten Sendung "Full Court Press" sagte Trump, zwar gebe es einige Bundesstaaten wie Florida und Kalifornien, die plötzlich "heiß" geworden seien. Viele andere Bundesstaaten sähen aber gut aus. "Wir werden sehr bald in sehr guter Verfassung sein", so Trump. Nach JHU-Statistiken nimmt die Zahl der Neuinfektionen inzwischen in den meisten der 50 US-Bundesstaaten zu. Ein großer Teil der Neuinfektionen wird derzeit aus den südlichen und westlichen Bundesstaaten gemeldet - darunter Florida und Kalifornien. In Florida meldeten die Behörden am Samstag mehr als 10 000 Neuinfektionen an einem Tag. Gouverneur Ron De Santis - der wie Trump der Republikanischen Partei angehört - wies Vorwürfe zurück, er habe die Schutzmaßnahmen in Florida voreilig wieder gelockert. Trotz der steigenden Fallzahlen in Florida öffnete der Freizeitpark "Walt Disney World" am Samstag seine Türen wieder für Besucher. "Der Magic Kingdom-Park und der Disney's Animal Kingdom-Park sind jetzt geöffnet", hieß es auf der Webseite des Freizeitparks nahe Orlando. Am Eingang werde die Körpertemperatur gemessen und Abstands- und Hygieneregeln müssten eingehalten werden. Normalerweise kommen fast 60 Millionen Menschen jedes Jahr in den Freizeitpark in Florida, der wegen der Coronavirus-Pandemie seit März geschlossen war. Ab dem 30. Juli will auf dem Gelände des Vergnügungsparks auch die nordamerikanische Profi-Basketballliga NBA ihre wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison in einem geschlossenen System ohne Kontakt zur Außenwelt fortsetzen. Ein ebenfalls vom US-Unterhaltungsriesen Walt Disney betriebener Vergnügungspark im US-Westküstenstaat Kalifornien blieb zunächst weiter geschlossen, nur ein angeschlossenes Einkaufszentrum öffnete in der vergangenen Woche. Eine zunächst für den 17. Juli angekündigte Wiedereröffnung des Vergnügungsparks musste pandemiebedingt wieder abgesagt werden. Für den Entertainment-Giganten ist das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten eine der wichtigsten Erlösquellen. Die Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie im März haben bereits Kosten in Milliardenhöhe verursacht./cy/shg/cah/DP/he
12.07.2020 Quelle: dpa
Finaler Schritt bei Innogy-Übernahme durch Eon: Tschechische Tochter verkauft
ESSEN (dpa-AFX) - Die Übernahme der RWE-Tochter Innogy durch den Branchenkollegen Eon ist endgültig abgeschlossen. Mit dem ungarischen Energieversorger MVM sei eine Vereinbarung u?ber den Verkauf von Innogy Ceska Republika und damit des gesamten tschechischen Strom- und Gasgeschäfts im Endkundensegment unterzeichnet worden, teilte Eon am Wochenende in Essen mit. Zur Höhe des Kaufpreises wurden keine Angaben gemacht. Die Transaktion muss noch von der EU-Kommission genehmigt werden. Mit dem Abschluss des Geschäfts rechnet der Konzern zum Jahresende. Innogy versorge in Tschechien derzeit 1,2 Millionen Gaskunden und 0,4 Millionen Stromkunden. Die Transaktion sei der finale Schritt im Zusammenhang mit den von Eon im Rahmen der kartellrechtlichen Genehmigung der Innogy-Übernahme gemachten Verpflichtungszusagen. Für Eon-Chef Johannes Teyssen hat der im März 2018 vereinbarte Milliardendeal mit dem alten Rivalen RWE früheren Aussagen zufolge historische Dimensionen. "Etwas Vergleichbares hat in den letzten Dekaden der deutschen Wirtschaftsgeschichte nicht stattgefunden", strich er Anfang Juni heraus. Eon verabschiedet sich, sobald sein letztes Kernkraftwerk abgeschaltet ist, komplett aus der Stromerzeugung und konzentriert sich auf Bau und Betrieb der Energienetze und den Verkauf von Strom und Gas an rund 50 Millionen Kunden in 15 europäischen Ländern. RWE hat die erneuerbaren Energien von Eon übernommen und bekommt noch die Windparks und Solaranlagen von Innogy dazu. Dadurch wird der Braunkohleverstromer einer der weltweit größten Erzeuger von grünem Strom. RWE ist durch die Vereinbarung auch zum größten Aktionär von Eon geworden./he