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Heute 21.09.2020 12:30:23 Quelle: dpa
AKTIEN IM FOKUS 2: Streit mit Telefonica - United Internet und 1&1 brechen ein
(Kurse, Analysten und mehr Details) FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der eskalierende Preisstreit mit dem spanischen Telefonica-Konzern hat den Aktionären von United Internet und 1&1 Drillisch am Montag einen mächtigen Schlag versetzt. Beide Aktien brachen ein, im Falle von United um fast ein Viertel und im Falle von 1&1 sogar um 27 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass beide ihre Ziele für dieses Jahr wegen steigender Zugangskosten im O2-Netz kürzen müssen. United Internet erwartet beim operativen Gewinn (Ebitda) im laufenden Jahr einen Rückgang statt des bislang in Aussicht gestellten Ergebnisses auf Vorjahresniveau. Ähnliches gilt für die dafür verantwortliche Mobilfunktochter 1&1 Drillisch, deren Ebitda mit etwa 600 Millionen Euro jetzt ebenfalls unter Vorjahresniveau sinken soll. United fürchtet nun auch erhebliche Belastungen in den Folgejahren, sollte Telefonica die nun geforderten Preise dauerhaft anwenden. Beide Seiten streiten schon länger über die Preise für die Bereitstellung von Mobilfunkkapazitäten im O2-Netz von Telefonica. Für die Aktionäre droht dies ein Schrecken ohne Ende zu werden, eine Lösung ist nicht in Sicht. 1&1 und United werfen den Spaniern vor, die Kosten vor Abschluss der laufenden Verhandlungen erheblich erhöht zu haben. Telefonica Deutschland weist den Vorwurf zurück und sieht die Preiserhöhung durch Verträge und Vereinbarungen gedeckt. Händler zeigten sich in ersten Reaktionen verwundert, weil es als Ursache für die Zielsenkungen um Preiserhöhungen seit Juli geht, beide Konzerne aber erst im August ihre Jahresziele konkretisiert hatten. Ein Börsianer wertete das Geschehen als Beweis für die Anspannung, unter der beide Seiten in einem "offensichtlich eskalierenden Preiskrieg" stünden. Analysten reagierten teils erschrocken, zeigen sich in anderen Fällen aber auch nicht überrascht vom Geschehen. Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies etwa sah sich in einem ersten Kommentar in seiner skeptischen Einschätzung der Lage bestätigt, die ihn Ende 2019 zur Abstufung der Papiere bewog. Der Preisdisput bedeute ein unkalkulierbares Risiko für das Geschäftsmodell von 1&1 Drillisch, so Rathe. Das Bankhaus Metzler gab unter den Umständen nun aber seine bisherige Kaufempfehlung für die United-Papiere auf. Hier fürchtet Holger Schmidt, dass eine Einigung ausbleibt und die Preise zukünftig die Profitabilität beeinträchtigen werden - und die Markterwartung für 2021 um etwa 10 Prozent sinken muss. Er sprach von einer weiteren negativen und nicht willkommenen Überraschung. Statt nach mehr Kooperation sehe es nach verschärfter Rivalität aus. Kursmäßig waren sich die Analysten im Grunde alle einig, dass die derzeitige Lage bei United und 1&1 vorerst die Aktien belasten dürfte. Auf der anderen Seite empfanden sie das Geschehen als eher positiv für die Papiere von Telefonica Deutschland, die am Montag aber mit dem abgerutschten Gesamtmarkt im MDax um 3,5 Prozent fielen. Laut Andrew Lee von Goldman Sachs sinken bei der Telefonica-Tochter die kurzfristigen Risiken für die margenträchtigen Großhandelsumsätze. Vereinzelt äußern sich Experte aber auch ermutigend. Laut Usman Ghazi von der Privatbank Berenberg sei "die Realität nicht so schlecht, wie sie aussieht". In Gesprächen sei ihm von allen Beteiligten signalisiert worden, dass die Verhandlungen weiter gehen. Möglich sei also, dass die Zielaussagen zumindest teilweise wieder rückgängig gemacht werden, sofern der unter Druck stehende 1&1-Konzern nicht weiter eine harte Haltung einnehme. Ein Händler sah in deutlichen Kursrücksetzern denn auch eine gute Kaufgelegenheit für die United- und 1&1-Aktien. United hatten sich nach dem Corona-Crash, der im März ein Tief seit 2013 zur Folge hatte, zuletzt mühsam auf das höchste Niveau seit fast zwei Jahren vorgearbeitet. Bei 1&1 reichte es im August immerhin für ein Hoch seit Oktober 2019. Der Kursrutsch an diesem Montag hat nun weite Teile der Erholung mit einem Schlag ausgelöscht./tih/la/jha/ ----------------------- dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX -----------------------
Heute 21.09.2020 12:16:56 Quelle: dpa
Grüne wollen Marktmacht der großen Wirtschaftsprüfer aufbrechen
BERLIN (dpa-AFX) - Die Grünen wollen auch mit Blick auf den Wirecard-Skandal die Marktmacht der vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften aufbrechen. Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Lisa Paus, sagte, öffentliche Aufträge müssten auch an mittelständische Wirtschaftsprüfer gehen. Außerdem forderte sie eine strikte Trennung von Beratung und Wirtschaftsprüfung. Die Bundesregierung hat in den vergangenen fünf Jahren an die vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Staatsaufträge in Höhe von 400 Millionen Euro vergeben, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage hervorgeht. Zuerst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Zu den vier großen Gesellschaften gehört auch EY. EY hatte Jahresbilanzen beim Zahlungsabwickler Wirecard seit 2009 geprüft und testiert. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte kritisiert, dies sei nicht begreifbar. Scholz und Justizministerin Christine Lambrecht (beide SPD) hatten angesichts des Wirecard-Skandals eine Reform auch der Wirtschaftsprüfung angekündigt. Mit einer besseren Regulierung der Wirtschaftsprüfung in Deutschland wäre der Fall Wirecard vermutlich so nicht geschehen, so die Grünen. Dazu komme das Problem der Interessenkonflikte, die eine kritische und ernsthafte Prüfung erschwerten. Paus kündigte an, die Grünen wollten eigene Reformvorschläge vorlegen. "Die vier großen Wirtschaftsprüfergesellschaften haben ein Oligopol - das muss aufgebrochen werden." So solle überlegt werden, ob ein Testat bei großen Firmen von zwei unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften abgegeben werden müsse. Davon würden auch kleinere Prüfgesellschaften jenseits der "Big Four" profitieren. Im Juni hatte der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Wirecard seit 2015 Scheingewinne auswies und ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Ein Untersuchungsausschuss des Bundestags soll klären, inwiefern die Bundesregierung sowie Behörden über Vorkommnisse bei Wirecard informiert waren und inwiefern sie ihren finanzaufsichtlichen, geldwäscheaufsichtlichen sowie steuerrechtlichen Pflichten im Hinblick auf den Wirecard-Konzern nachgekommen sind./hoe/DP/stk
Heute 21.09.2020 12:09:48 Quelle: dpa
Aktien Frankfurt: Dax rauscht in die Tiefe - Corona-Sorgen schlagen durch
FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen einer neuen Corona-Infektionswelle haben den deutsche Aktienmarkt am Montag auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex Dax weitete seine bereits Ende letzter Woche erzielten Verluste deutlich aus und büßte bis zum Mittag 2,98 Prozent auf 12 725,91 Punkte ein. Damit fiel das Börsenbarometer auf das Niveau von Ende August zurück. Für den MDax der mittelgroßen Börsenwerte ging es um 2,56 Prozent auf 26 808,38 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand 2,8 Prozent tiefer. Neue Sorgenfalten bezüglich der Beziehungen zwischen den USA und China und die Nachwirkungen der Enttäuschung über die US-Notenbank hatten am Freitag bereits die tonangebende Wall Street geschwächt. Laut Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader werden nun die steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa zum nächsten Störfaktor für die bereits ins Stocken geratene Aktienrally. Damit trübe sich die Stimmung auf dem Börsenparkett zunehmend ein. Angesichts eines rapiden Anstiegs von Corona-Fällen steht Großbritannien laut Gesundheitsminister Matt Hancock an einem "Wendepunkt". Auf die Frage, ob das Land mit einem weiteren Lockdown rechnen müsse, sagte er dem Sender BBC: "Ich schließe es nicht aus, ich will es nicht." Ein Lockdown könnte laut Experte Cutkovic katastrophale Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes haben. Hierzulande erreichte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen einen Höchststand seit knapp fünf Monaten. Im Dax gab es am Montag nur Verlierer. Am Index-Ende sackten die Papiere der Deutschen Bank um mehr als sieben Prozent ab. Auch europaweit verzeichnete der Sektor herbe Einbußen. Im Kampf gegen internationale Geldwäsche gibt es nach Recherchen des internationalen Journalisten-Netzwerks ICIJ nach wie vor erhebliche Defizite. In dem Datenleck geht es nach Angaben des Recherche-Netzwerks auch um Fälle bei der Deutschen Bank. Bei Deutschlands größtem Geldhaus hieß es am Sonntag auf Anfrage, das ICIJ habe über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie die Deutsche Bank beträfen, seien diese den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen seien untersucht, es habe Einigungen mit Behörden gegeben. "Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Die Bank hat massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen", sagte ein Sprecher. Der Streit über die Kosten zur Nutzung des Mobilfunknetzes von Telefónica Deutschland (O2) durch den Konkurrenten 1&1 Drillisch ließ die Aktien von 1&1 Drillisch um mehr als ein Viertel einbrechen. Die Anteilscheine des Mutterkonzerns United Internet verzeichneten Verluste von mehr als 23 Prozent. 1&1 und United Internet werfen der Tochter des spanischen Konzerns Telefónica vor, die Kosten für die Nutzung des Mobilfunknetzes bereits ab Juli vor Abschluss der laufenden Verhandlungen erheblich erhöht zu haben. Telefóncia Deutschland wies den Vorwurf zurück und sieht die Preiserhöhung durch Verträge und Vereinbarungen gedeckt. Da 1&1 und United Internet offenbar nicht mit der Preiserhöhung gerechnet haben, mussten beide Unternehmen am Samstag die Prognose für das operative Ergebnis im laufenden Jahr senken. Sie sehen zudem die Gefahr weiterer Gewinnrückgänge in den kommenden Jahren. Die Anteilsscheine von Telefónica Deutschland standen rund drei Prozent im Minus. Der Leasingspezialist Grenke prüft derweil nach den Betrugsvorwürfen der Investorengruppe Viceroy die Integration seines viel kritisierten Franchisesystems in den Konzern. Die Aktien schwanken stark und gaben zuletzt rund ein halbes Prozent nach./la/jha/