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Nachrichten und Analysen

Heute 22.01.2020 17:10:13 Quelle: dpa
Neuer Wirecard-Chefkontrolleur will Vorstand und Aufsichtsrat personell stärken
HAMBURG/ASCHHEIM (dpa-AFX) - Der unter Druck stehende Zahlungsdienstleister Wirecard könnte nach dem Wechsel an der Aufsichtsratsspitze seine beiden Führungsgremien personell aufstocken. "Unabhängig von den derzeit aktiven Vorständen stellen wir uns im Aufsichtsrat die Frage, ob wir den Vorstand nicht erweitern sollten", sagte der seit Mitte Januar amtierende Chefaufseher Thomas Eichelmann im Interview dem "Manager-Magazin" (Mittwoch). Wirecard wachse stark und expandiere auch in das Konsumentenkreditgeschäft. "Ein Vorstand für Personal könnte meines Erachtens Sinn ergeben, ebenso jemand, der sich auf das Thema internationaler Vertrieb fokussiert", sagte Eichelmann. Bei den vier amtierenden Vorstandsmitgliedern befinde sich der Aufsichtsrat derzeit in der Diskussion über Vertragsverlängerungen. Alle Vorstandsverträge laufen am Ende dieses Jahres aus. Auch im Kontrollgremium will Eichelmann das Unternehmen verstärken, weil das Unternehmen in Asien stark wachse und auch in den USA angreifen solle. "Wir überlegen also, ob wir nicht noch mehr internationale Erfahrung und Expertise brauchen", sagte er. "Und weil ich neben dem Vorsitz des Aufsichtsrats nicht auch den Vorsitz im Prüfungsausschuss haben sollte, möchten wir dort bis zur Hauptversammlung nachbesetzen und brauchen weitere Finanzkompetenz." Er könne sich daher zwei neue Mitglieder in einem dann achtköpfigen Gremium vorstellen, entscheiden müsse aber die Hauptversammlung. Eichelmann hatte Mitte Januar überraschend die Führung des Aufsichtsrates von Wulf Matthias übernommen. Der 75-jährige hatte Altersgründe für den Wechsel angegeben. Es hatte jedoch auch deutliche Kritik von Investoren an der Art und Weise gegeben, wie das Gremium mit den Vorwürfen von angeblichen Bilanzfälschungen seit rund einem Jahr umging. Derzeit läuft eine Sonderprüfung der Bücher durch die Wirtschaftsprüfer von KPMG, die der erst seit vergangenem Jahr in das Gremium bestellte Eichelmann initiiert hat, um die immer wieder aufkeimenden Vorwürfe zu entkräften. Regulärer Buchprüfer bei Wirecard ist EY. Ex-Chefaufseher Matthias ist in der Führung des seit Jahren stark wachsenden Konzerns ein langjähriger Gefährte von Wirecard-Vorstandschef Markus Braun. Eichelmann sagte, er schätze den intellektuellen Austausch mit Braun außerordentlich. "Markus Braun ist essenziell, auch für den weiteren Erfolg des Unternehmens." Braun ist mit einem Anteil von gut 7 Prozent einer der größten Aktionäre des Dax-Konzerns./men/he
Heute 22.01.2020 17:07:55 Quelle: dpa
WDH/ROUNDUP: Wie die Telekom nach ihrem TV-Coup die Fußball-EM 2024 plant
(viereinhalb statt fünf im sechsten Absatz) BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem TV-Coup der Telekom haben sich die Fußball-Fans gefragt: Wie wird die Berichterstattung von der Europameisterschaft 2024 aussehen? Knapp zwei Monate später hat die Telekom jetzt wichtige Details für die EM in Deutschland verraten. "Wir wollen die EM nicht verstecken und wollen mehr als die vorgeschriebenen Spiele frei empfangbar übertragen", sagte der Telekom-Manager Henning Stiegenroth der Deutschen Presse-Agentur: "Wir wollen mit Partnern zusammenarbeiten." Einiges aber, schränkte er ein, bleibe "exklusiv". Die Telekom will einen Teil der im Herbst von der UEFA erworbenen Rechte weiterverkaufen. "Die großen Free-TV-Sender bieten sich an: ARD, ZDF, RTL, ProSiebenSat1. Wir sind in Gesprächen", erklärte Stiegenroth, ohne einen Zwischenstand zu geben: "Wie weit wir sind, kann man nicht sagen." Der Rundfunkstaatsvertrag schreibt vor, dass EM-Spiele des deutschen Teams, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Endspiel frei empfangbar sein müssen. Aber der Telekom-Manager versprach: "Es soll mehr als die notwendigen Spiele frei zu sehen geben." Wie viele das genau sind, wird auch von den Verhandlungen abhängen. ARD, ZDF und RTL hatten nach dem Scheitern des Pokers mit der UEFA und dem überraschenden Zuschlag für das Telekommunikations-Unternehmen im Oktober zumindest grundsätzliches Interesse bekundet. Zu den laufenden Gesprächen wollten sie sich nicht äußern. Zum nun laufenden Telekom-Poker mit den klassischen Fernsehanbietern gehört auch, dass Stiegenroth einschränkte: "Wir müssen aber nicht mit diesen Sendern zusammenarbeiten." Der Telekom-Manager, offiziell Leiter Content und Sponsoring, betonte: "Wir können das auch anders lösen." Das Unternehmen begreift sein Angebot "MagentaTV" ohnehin schon als Fernsehsender, auch wenn es nicht klassisch über Antenne oder Satellit zu empfangen ist. Der rasante Wandel der Fernseh-Welt wird bei der Heim-EM in fünf Jahren besonders deutlich. Denn die Fußballfans waren es seit Jahrzehnten gewohnt, alle Spiele bei ARD und ZDF zu sehen und werden das auch bei der paneuropäischen EM in diesem Jahr können. In viereinhalb Jahren wird es erstmals bei einer EM Einschränkungen geben, die mit Geld und einem schnellen Internetanschluss zu tun haben. Ein Teil der EM 2024 wird ausschließlich bei der Telekom zu sehen sein. "Wir wollen auch Spiele nur für uns", sagte der Telekom-Manager. Damit wird das bisher vor allem aus Basketball, Eishockey und Drittliga-Fußball bestehende "MagentaSport"-Programm kräftig aufgepeppt. Derzeit ist das Sport-Angebot für Telekom-Kunden zwölf Monate kostenlos. Für Sportfans ohne Telekom-Vertrag ist "MagentaSport" im Jahresabo für 9,95 Euro monatlich zu haben. Ob diese Bedingungen in fünf Jahren so gelten, ist allerdings ungewiss. "Das Ganze ist aber für die Telekom mehr als nur die reinen Übertragungen", sagte Stiegenroth und kündigte weitere Aktivitäten rund um das Turnier an. Denn auch für die Telekom gilt: "Das ist eine einzigartige Veranstaltung in Deutschland. Die WM war 2006, die EM ist 2024 - so ein Highlight gibt es nicht alle paar Jahre."/mrs/DP/jha
Heute 22.01.2020 17:05:04 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS 2: Tesla mehr als 100 Milliarden Dollar wert
(neu: Analysten- und Händlerkommentare, Hintergrund) NEW YORK (dpa-AFX) - Die Rekordrally der Tesla-Aktie hat auch am Mittwoch kein Ende gefunden. Nach einem Anstieg um mehr als sieben Prozent am Vortag setzten die Papiere nun noch einmal sechs Prozent drauf. Tesla war mit einem Kurs von 580 US-Dollar je Aktie erstmals in seiner knapp zehnjährigen Börsengeschichte mehr als 100 Milliarden US-Dollar wert. Tesla hat den bislang zweitwertvollsten Autobauer Volkswagen dank der Kursrally seit Ende Oktober geradezu im Eiltempo überholt. Die Wolfsburger bringen es derzeit auf einen Marktwert von umgerechnet knapp 100 Milliarden Dollar. Mit deutlichem Abstand führend bleibt allerdings Toyota mit einem Marktwert von umgerechnet mehr als 230 Milliarden Dollar. Für gute Stimmung sorgte am Mittwoch ein Analystenkommentar: Die Experten des Analysehauses Wedbush hatten ihre Zielmarke für die Aktien deutlich von 370 auf nun 550 US-Dollar nachgezogen. Am Vortag hatte der Analyst Pierre Ferragu von New Street Research mit Blick auf die kommenden Jahre sogar einen Tesla-Kurs von bis zu 1700 Dollar für möglich gehalten - allerdings nur im denkbar besten aller möglichen Szenarien. Der Tesla-Kurs hat sich in den vergangenen sechs Monaten mehr als verdoppelt, vor allem im Dezember nahm die Rally richtig Fahrt auf. Händler vermuten, dass Anleger in der Schwächephase des vergangenen Jahres in großem Stil Aktien leer verkauft und damit auf einen weiter fallenden Kurs spekuliert haben. Von Jahresende 2018 bis Mitte 2019 hatte sich der Kurs mehr als halbiert. Viele Analysten hatten in dieser Phase kein gutes Haar an dem Unternehmen gelassen. Immer wieder hatte Tesla Fertigungsziele verfehlt und dabei viel Geld verbrannt. Als es nach überraschend starken Quartalszahlen im Oktober mit dem Kurs plötzlich wieder nach oben ging, dürften viele Spekulanten ihre leer verkauften Positionen wieder eingedeckt haben. Das habe dem Kurs dann wohl zusätzlichen Anschub verliehen, argumentierten Händler. "Der starke Kursanstieg hat viele Investoren verblüfft", sagte Analyst Toni Sacconaghi von Bernstein Research. Vor allem in den Sektoren Automobilbau und Industrie sei eine Kursverdopplung großer Unternehmen innerhalb nur eines halben Jahres sehr selten. Im Autosektor habe es in den vergangenen 40 Jahren nur drei solcher Fälle gegeben: Die Aktien von Daimler und Ford nach der großen Finanzkrise sowie die Fiat-Aktie im Jahr 2017./bek/tih/he
Heute 22.01.2020 17:05:03 Quelle: dpa
Das Geheimnis des kleinen Schwarzen: Was den Espresso perfekt macht
ROM (dpa-AFX) - Der schwarz-braune Espresso wird in Italien meisterlich zubereitet. Nun hat eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern - ohne italienische Beteiligung - versucht, dem Geheimnis des Heißgetränks mit Mathematik und Experimenten auf die Spur zu kommen. In ihrer Veröffentlichung im Fachblatt "Matter" raten die Forscher, für einen zuverlässig guten Kaffee die Bohnen etwas gröber als üblich zu mahlen - und etwas weniger Kaffee zu nehmen. "Für den Espresso muss der Kaffee sehr fein gemahlen sein. Ein zu feiner Mahlgrad jedoch erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es Geschmacksunterschiede gibt zwischen zwei scheinbar gleich hergestellten Tassen", sagte der Chemiker Christopher Hendon von der University of Oregon (USA) der Deutschen Presse-Agentur. Der wechselnde Geschmack habe auch damit zu tun, dass in gemahlenen Espressobohnen massenweise Teilchen unterschiedlicher Größe und Form stecken, erläutert der 31-Jährige. Sie bestimmen den Fluss des Wassers durch das Kaffeebett mit. Gerade superfeine Partikel könnten leicht zum Verstopfen führen - und damit zu anderen Wegen und Geschwindigkeiten des Wassers. So variiert der Übergang von Aromen ins Getränk. Die Forscher sprechen von der Extraktionsausbeute. Ziel der an der Studie beteiligten Forscher - dabei Mathematiker und Physiker aus fünf Ländern - war es, eine Zubereitungsmethode für das Getränk zu finden, mit der es bei jedem Ausschenken in Bars und Restaurants möglichst ähnlich schmeckt. In der Regel feilen Baristas oft mehrmals täglich mit kleinen Veränderungen am Ergebnis. Sie justieren per Hand etwa den Druck oder den Mahlgrad nach. Außerdem ging es den Forschern darum, die Rohstoffmenge und den Satz, der im Müll landet, zu reduzieren. Ziele waren Wirtschaftlichkeit, Abfall-Reduzierung und ein reproduzierbares Aroma. Kleine Variationen im Geschmack mögen Verbraucher kaum bemerken, für die Branche jedoch können veränderte Prozesse viel Geld bedeuten. "Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir nicht versuchen, den Geschmack des Espressos zu verbessern", betonte Studienmacher Hendon. Für italienische Experten, die nicht an der Studie beteiligt waren, steht traditionell außer Frage, dass für einen perfekten Espresso extrem viele Faktoren stimmen müssen. Außer der Qualität der Bohnen etwa Wassertemperatur, der Druck aufs Kaffeebett vor dem Zubereiten, der Wasserdruck der Maschine und nicht zuletzt der Mensch, der den kleinen Schwarzen brüht./pky/DP/jha