2 Jahres 4,50% p.a. Festzins Express-Schuldverschreibung bezogen auf Microsoft Corporation

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Nachrichten und Analysen

28.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Cloud-Geschäft verhilft Microsoft zu Gewinnsprung
REDMOND (dpa-AFX) - Das boomende Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet hält den Software-Riesen Microsoft auf Erfolgskurs. Im abgelaufenen Geschäftsquartal (bis Ende September) nahm der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar (11,8 Mrd Euro) zu, wie Microsoft am Dienstag nach US-Börsenschluss in Redmond im US-Bundesstaat Washington mitteilte. Der Umsatz wuchs um zwölf Prozent auf 37,2 Milliarden Dollar. "Die Nachfrage nach unseren Cloud-Angeboten führte zu einem starken Start in das Geschäftsjahr", sagte Amy Hood, Finanzchefin von Microsoft. Microsoft übertraf die Erwartungen der Wall-Street-Analysten deutlich, die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit Kursaufschlägen, fiel dann aber wieder etwas zurück. Das lukrative Geschäft mit Cloud-Services für andere Unternehmen und Apps brummte weiter - Microsofts Azure-Plattform steigerte die Erlöse um 48 Prozent. Auch mit seinen Office-Programmen profitierte der Konzern vom pandemiebedingten Trend zur Heimarbeit. Microsoft drängt hier mit seinem Softwarepaket Teams in den Markt, das unter anderem mit der Kommunikationssoftware Slack und dem Videokonferenzdienst Zoom konkurriert. Teams hat nach Angaben von Microsoft-Chef Satya Nadella jetzt täglich mehr als 115 Millionen täglich aktive Nutzer verglichen mit 75 Millionen Anwendern im April. Viele Veränderungen der Arbeitswelt, die wegen der Corona-Pandemie vorgenommen wurden, würden voraussichtlich von Dauer sein, sagte Nadella. "Es ist klar, dass die Menschen mehr Flexibilität brauchen werden, wann, wo und wie sie arbeiten." Die wirtschaftliche Leistung jedes Unternehmens im kommenden Jahrzehnt werde durch die Geschwindigkeit ihrer digitalen Transformation bestimmt. Starker Nachfrage erfreuten sich auch das Gaming-Geschäft rund um die Xbox-Spielkonsole und Microsofts "Surface"-Tablets. Hier gab es Umsatzanstiege um 30 beziehungsweise 37 Prozent. Insgesamt verbuchte die PC-Sparte, zu der auch das Betriebssystem Windows zählt, einen sechsprozentigen Zuwachs der Erlöse auf 11,8 Milliarden Dollar. Besonders beim Videogaming dürfen die Investoren noch mehr erwarten. Microsoft wird in diesem Quartal seine neue Spielekonsole Xbox Series X auf den Markt bringen. "Wir erwarten eine sehr starke Nachfrage nach der Einführung unserer Xbox-Konsolen der X- und S-Serie der nächsten Generation", sagte Hood. Microsoft hat die Corona-Krise bislang nichts anhaben können, die Aktie ist seit Jahresbeginn um mehr als 36 Prozent gestiegen. In diesem Jahr hat der Konzern seinen Börsenwert um ein Drittel auf 1,6 Billionen Dollar erhöht./hbr/chd/DP/jha
28.10.2020 Quelle: dpa
Deutsche Bahn schaltet eigene Rechenzentren ab
BERLIN (dpa-AFX) - Zwei Jahre früher als geplant hat die Deutsche Bahn ihre eigene Rechenzentren abgeschaltet. Die komplette Informationstechnik (IT) wurde in die Cloud verlagert, also in ein externes Netz von Rechnern, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Konzernführung hatte das große IT-Projekt im Jahr 2016 beschlossen, um flexibler und kostengünstiger die rund 450 IT-Anwendungen der Bahn zu betreiben. Nutznießer der Vereinbarung sind auch die US-Konzerne Amazon und Microsoft, die ihre Clouddienste für die Bahn über das Internet zur Verfügung stellen. Die IT-Chefin der Bahn, Christa Koenen, sagte, das Verkehrsunternehmen sei "europaweit Vorreiter" und einer der ersten großen Konzerne, die konsequent auf die Cloud setzten. Diese Entscheidung habe sich auch in Zeiten von Corona als goldrichtig erwiesen. "Unsere IT-Systeme funktionierten auch geräuschlos, als Zehntausende Mitarbeitende gleichzeitig ins Homeoffice wechselten." Zudem habe die Bahn die IT vollständig aus der Ferne betreiben können. "Mit physischen Rechenzentren wäre das nicht so einfach möglich gewesen." Um die Anforderungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen, verschlüsselt die Bahn die gespeicherten Daten so, dass nur sie alleine Zugriff darauf hat. Außerdem wurden die Provider in speziellen Verträgen dazu verpflichtet, die Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Die Server der beauftragten US-Konzerne stehen in Frankfurt/Main und in den Niederlanden. Ihr eigenes Rechenzentrum in Berlin-Mahlsdorf hat die Bahn verkauft. Die rund 1000 betroffenen Beschäftigten arbeiten nach Angaben der Bahn fast alle weiter als IT-Experten im Unternehmen, viele im Cloud-Umfeld./chd/DP/zb
21.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Kabinett will Zugriff auf Messenger-Nachrichten für Geheimdienste
BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will den Geheimdiensten künftig erlauben, Kommunikation über WhatsApp und andere verschlüsselte Messenger-Dienste mitzulesen. Das Kabinett entschied am Mittwoch, dass der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst und der Militärische Abschirmdienst (MAD) künftig nicht nur laufende Gespräche via Messenger überwachen dürfen sollen, sondern auch Botschaften, die per Messenger verschickt werden. Voraussetzung für diese sogenannte Quellen-TKÜ (Telekommunikationsüberwachung) ist allerdings in jedem einzelnen Fall eine entsprechende Anordnung. Die Geheimdienste können also nicht nach eigenem Gutdünken Kommunikation mitlesen und speichern. Um die Kontrolle der Überwachungsmaßnahmen zu verbessern, wird die Zahl der Mitglieder der für ihre Genehmigung zuständigen G10-Kommission des Bundestages erhöht. Außerdem soll der Kommission ein technischer Berater an die Seite gestellt werden. Die Reform muss noch vom Bundestag gebilligt werden. Befürworter des Entwurfs sagen, damit wäre der Inlandsgeheimdienst von seinen Möglichkeiten her bloß wieder auf dem Stand angekommen, auf dem er vor der Erfindung von Internet und Mobilfunk war. Damals genügte es, Festnetztelefone abzuhören. "Wir brauchen einen Verfassungsschutz, der auch im digitalen Zeitalter sehen und hören kann. Nur so können wir den extremistischen Geschwüren in unserer Gesellschaft etwas entgegensetzen", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Die Reform war in der Koalition sehr umstritten. Ein erster Entwurf war den anderen Ministerien bereits im März 2019 zur Stellungnahme übersandt worden. Damals sah er für die Geheimdienste auch noch die Erlaubnis für "Online-Durchsuchungen" vor. Darunter versteht man den verdeckten Zugriff auf Computer, Smartphones und andere IT-Geräte, deren Daten dann ausgelesen werden können. Dieser Passus wurde auf Druck der SPD gestrichen. Ein Sprecher des SPD-geführten Bundesjustizministeriums sagte, es handele sich insgesamt um eine "maßvolle Kompetenzerweiterung" bei einer gleichzeitigen Stärkung der parlamentarischen Kontrolle, so wie im Koalitionsvertrag vorgesehen. Der nun vom Kabinett gebilligte Entwurf aus dem Bundesinnenministerium sieht auch einen erweiterten Austausch von Informationen zwischen dem MAD und den Verfassungsschutzbehörden vor. Das soll vor allem helfen, rechtsextreme Bundeswehrangehörige und Reservisten besser als bisher zu identifizieren. Durch die Reform, die den Bundestag noch passieren muss, werden zudem die Hürden für die Beobachtung von Einzelpersonen durch den Verfassungsschutz gesenkt. Damit zieht die Bundesregierung Konsequenzen aus den rechtsextrem motivierten Terroranschlägen in Halle und Hanau. Beide Anschläge waren von Tätern verübt worden, die nach bisherigen Erkenntnissen keiner Gruppierung angehörten. Aus der Opposition kam vor allem Kritik am geplanten Zugang der Geheimdienste zu verschlüsselten Chats. "Nach all den jüngsten Niederlagen vor höchsten Gerichten dokumentiert die Große Koalition damit ihre bürgerrechtsfeindliche Haltung und ihre absolute Lernunfähigkeit", sagte Konstantin von Notz, Fraktions-Vize der Grünen. Der FDP-Innenpolitiker Stephan Thomae kritisierte: "Die Überwachung verschlüsselter Kommunikation, also die Quellen-TKÜ, ist der kleine Bruder der Online-Durchsuchung und stellt ebenso einen massiven Grundrechtseingriff dar." Beide hätten bei den verdeckt und im Gefahrenvorfeld agierenden Nachrichtendiensten "nichts verloren"./abc/DP/jha