2,5 Jahres 3,50% p.a. Festzins Express-Schuldverschreibung bezogen auf AXA S.A.

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Nachrichten und Analysen

06.02.2020 Quelle: dpa
Allianz will sich von Last der Quartalsabschlüsse befreien
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Europas größter Versicherer Allianz versucht sich in Gesprächen mit der Deutschen Börse von der Last kompletter Quartalsabschlüsse zu befreien. "Wir befinden uns in Sondierungsgesprächen mit der Deutschen Börse", sagte ein Sprecher des Dax-Konzerns am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht des Magazins "Wirtschaftswoche". Hintergrund sei die Umstellung auf den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 17 im Jahr 2023. Dieser wird die Bilanzen der Versicherungsunternehmen grundsätzlich umkrempeln. Um die neuen Zahlen mit den alten vergleichen zu können, müsste die Allianz ihre Quartalsabschlüsse für das Jahr 2022 sogar doppelt erstellen, fürchtet man in München. "Daher haben wir die Überlegung, dass wir nur noch Halb- und Ganzjahresabschlüsse vorlegen wie etwa in Frankreich." Zwar sähen die Regeln der Deutschen Börse für Dax-Konzerne bisher eine quartalsweise Berichterstattung vor. Dies könne der Börsenrat aber ändern. Bei der Allianz könnte man sich vorstellen, wie der französische Versicherer Axa zum ersten und dritten Quartal nur noch Eckdaten etwa zum Umsatz und zum Neugeschäft zu veröffentlichen. Andere börsennotierte Versicherer springen dem Konzern jedoch nicht bei. "Die Quartalsmitteilungen sind für unsere Investoren hilfreich", sagt der Finanzchef des im SDax gelisteten Talanx-Konzerns (HDI, Neue Leben), Immo Querner. Es gelte abzuwägen zwischen guter Information für den Kapitalmarkt und unternehmerischer Effizienz. Ein Talanx-Sprecher sagte, der Konzern habe seine Quartalsberichterstattung zum ersten und dritten Quartal bereits deutlich abgespeckt. Gespräche mit der Deutschen Börse führe man nicht. Dies sieht man bei der im MDax notierten Talanx-Tochter Hannover Rück ähnlich. Es gebe dazu auch keine Gespräche mit der Deutschen Börse, erklärte ein Sprecher. Im Dialog mit anderen Versicherern und kapitalmarktorientierten Unternehmen habe man den Eindruck gewonnen, dass die Konzentration auf das Wesentliche bei den Verantwortlichen immer wichtiger werde. Ein Sprecher des im Dax gelisteten Rückversicherers Munich Re wollte sich zu dem Thema auf Nachfrage nicht äußern. Der Autobauer Porsche hatte im Jahr 2001, als er noch eigenständig börsennotiert war, seinen Platz im MDax verloren, weil der damalige Chef Wendelin Wiedeking Quartalsberichte verweigerte. Die Allianz zieht ihre Mitgliedschaft im Dax allerdings nicht in Frage. Und bei Talanx weiß man selbst die Zugehörigkeit zum Kleinwerte-Index zu schätzen: Ein Verzicht auf einen Platz im SDax sei für den Konzern kein Thema, stellte ein Sprecher klar./stw/nas/jha/
04.02.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Dauerregen im Südwesten - Straßen überflutet, Dorf überschwemmt
TRIER/SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Überflutete Fahrbahnen, überschwemmte Anwesen, eingeschlossene Menschen: Heftige Regenfälle haben vor allem im Südwesten Deutschlands zahlreiche Rettungseinsätze ausgelöst. Der Ortskern der Gemeinde Aach bei Trier wurde in der Nacht von einem Bach überschwemmt, wie ein Sprecher der Technischen Einsatzleitung sagte. Genauere Informationen zu Schäden gab es zunächst nicht. Im Konzer Ortsteil Oberemmel trat ein Weiher über das Ufer, von den Wassermassen wurden Menschen in einem Haus eingeschlossen, die Feuerwehr rettete sie in der Nacht. An vielen Stellen in dem Kreis sperrten Einsatzkräfte überschwemmte Bundes- und Landstraßen. Insgesamt 440 Kräfte waren im Einsatz. Die Bahnstrecke zwischen Perl und Trier war am Dienstagmorgen nicht befahrbar. Nach kräftigen Regenfällen steigen die Wasserstände an der Mosel kräftig an: Am frühen Dienstagmorgen lag der Pegelstand Trier nach Angaben des Hochwassermeldezentrums bei über 8,40 Metern, die Tendenz war weiter steigend. Der normale Pegelstand liegt in Trier bei etwa 3,25 Metern. Grund für die steigenden Pegelstände sind vor allem starke Niederschläge in Frankreich in den Vogesen, wo die Mosel entspringt. Die Mosel mündet bei Koblenz in den Rhein. Nach und nach werde der Wasserstand nun überall an der Mosel steigen, sagte der Sprecher des Meldezentrums am Montag. In Saarbrücken sperrte die Polizei am frühen Morgen die Stadtautobahn. Orkanartige Böen und ergiebiger Dauerregen führten auch in Teilen Baden-Württembergs zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. In Stetten am kalten Markt bei Sigmaringen fiel ein Baum auf ein Wohnhaus, durchschlug das Dach und beschädigte drei Autos. Der Schaden beträgt laut Polizei etwa 60 000 Euro. Dutzende Male mussten Feuerwehr und Polizei in Freiburg und Umgebung ausrücken. Am Morgen twitterte die Polizei: "Das Unwetter hält Einsatzkräfte in Atem. Im gesamten Präsidiumsbereich kommt es durch umgestürzte Bäume zu Gefahren im Straßenverkehr - wir bitten um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. Bitte meidet die Dämme der größeren Flüsse in unserer Region." Auch im Kreis Waldshut seien die Einsatzkräfte ziemlich beschäftigt gewesen: Der Wind habe Ziegel von zwei Häusern abgedeckt und zahlreiche Bäume und Bauzäune umgestürzt. Die Polizei in Karlsruhe berichtete von umgestürzten Bäumen, vereinzelt waren kleinere Straßen überschwemmt und Keller überflutet. In Stuttgart fiel ein Baum auf ein Auto. Verletzte gab es den Angaben zufolge zunächst nicht. Bis Dienstagmittag rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Region teils mit ergiebigem Dauerregen. Im Schwarzwald sollen dann innerhalb von 72 Stunden Mengen um die 120 Liter pro Quadratmeter, in Staulagen um 150 Liter gefallen sein. Punktuell seien aber auch deutlich höhere Werte möglich. Zudem warnte der DWD für den ganzen Dienstag vor starken bis stürmischen Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 70 Kilometern pro Stunde. Orkanartige Böen und teils ergiebiger Dauerregen sorgten auch in Bayern für Probleme. Wegen des Sturms wurde der Münchener S-Bahn-Verkehr der Linien S1 und S2 am Morgen teilweise gesperrt. Bäume seien umgeknickt und in die Oberleitungen gefallen, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Westlich von Augsburg traten zwei Flüsse über die Ufer und überfluteten zwei kleinere Straßen. Im nördlichen Schwaben gab es nach Polizeiangaben etwas mehr Unfälle als sonst, sieben Menschen wurden demnach seit Montagmittag verletzt. Im Erzgebirge und im Thüringer Wald fiel in der Nacht auf Dienstag Schnee. In bergigen Regionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen soll der Schnee auch liegen bleiben, wie der Wetterdienst mitteilte: "Da ist auch Obacht auf der Straße geboten."/sax/DP/mis