3 Jahres 3,40% p.a. Festzins Express-Schuldverschreibung bezogen auf Airbus SE

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Nachrichten und Analysen

03.07.2020 Quelle: dpa
Air France will mehr als 7500 Stellen abbauen
PARIS (dpa-AFX) - Die Fluggesellschaft Air France will bis Ende 2022 wegen der Luftfahrtkrise rund 7500 Stellen streichen. Das betreffe 6560 Stellen bei Air France selbst, wie die Airline am Freitagabend mitteilte. Hinzu kämen 1020 Stellen bei der Regionalfluggesellschaft Air France Hop. Durch viele altersbedingte Abgänge werde der Abbau aber abgefedert - bei Air France werde "mehr als die Hälfte dieses Stellenabbaus dank einer günstigen Alterspyramide ausgeglichen." Bei Hop bleibt der Überschuss aber dennoch recht hoch. Hop hat nach Angaben der Airline derzeit 2420 Arbeitsplätze, Air France 41 000. "Drei Monate lang gingen die Aktivitäten und Einnahmen von Air France um 95 Prozent zurück, und auf dem Höhepunkt der Krise verlor die Fluggesellschaft 15 Millionen Euro pro Tag", hieß es in einer Mitteilung mit Blick auf die Corona-Krise. So prognostiziert Air France, dass die Airline vor 2024 nicht das gleiche Aktivitätsniveau wie im Jahr 2019 erreichen werde. Gewerkschaften hatten Anfang der Woche schon einen Stellenabbau in dieser Höhe verlauten lassen. Der französische Staat unterstützt die Airline unter anderem mit sieben Milliarden Euro Kredithilfen. Diese versetzten das Unternehmen in die Lage, die Krise kurzfristig zu überstehen und gingen mit starken Verpflichtungen zur Sicherung ihrer Nachhaltigkeit einher, so Air France. Der Flugzeugbauer Airbus hatte ebenfalls in dieser Woche angekündigt, rund 15 000 Stellen abzubauen./nau/DP/fba
03.07.2020 Quelle: dpa
Airbus will knapp 3200 Jobs im Norddeutschland streichen
HAMBURG (dpa-AFX) - Der geplante Stellenabbau beim Flugzeugbauer Airbus trifft den Norden Deutschlands hart. In Hamburg inklusive Buxtehude und Fuhlsbüttel sollen 2325 Stellen wegfallen, wie Airbus am Freitag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. In Bremen geht es demnach um 445, in Stade um 365 und an weiteren Standorten um 40 Stellen. Damit könnten im Norden 3175 Jobs gestrichen werden. Noch im vergangenen Jahr war am Standort Hamburg die Zahl der Mitarbeiter um 1000 auf knapp 14 000 aufgestockt worden. Laut NDR hatte die Geschäftsführung am Donnerstag erstmals seit Bekanntwerden der Kürzungspläne mit den Betriebsräten an den deutschen Standorten über Details gesprochen. Arbeitsdirektor Marco Wagner habe dabei die Zahlen genannt. Wagner sprach dabei laut NDR von der schwersten Krise der Luftfahrtgeschichte. Kein Bereich bei Airbus werde verschont, so der Arbeitsdirektor. Nach der Krise werde Airbus wahrscheinlich insgesamt ein kleineres Unternehmen sein. Airbus hatte zuletzt Druck auf die Bundesregierung gemacht. Wenn das Kurzarbeitergeld auf zwei Jahre verlängert werde, könne Airbus in Deutschland 1500 der 5100 gefährdeten Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte erhalten, hatte Produktionschef Michael Schöllhorn gesagt. Staatliche Forschungsgelder für die Entwicklung umweltfreundlicherer Flugzeuge könnten weitere 500 Stellen sichern. Insgesamt sollen in Deutschland 5100 Stellen wegfallen, wie Airbus am Dienstagabend mitgeteilt hatte. Weltweit will Airbus wegen der Corona-Krise 15 000 Stellen streichen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden. Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46 000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten./tm/DP/nas
01.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 4: Jobabbau bei Airbus - Flugzeugbauer setzt Bundesregierung unter Druck
(Im vierten Absatz wurden die Zahlen präzisiert) PARIS (dpa-AFX) - Airbus übt angesichts der geplanten Stellenstreichungen Druck auf die Bundesregierung aus. Der Flugzeugbauer versucht die Politik zu einer Verlängerung der Kurzarbeit-Regelung zu bewegen, um deutlich weniger Stellen streichen zu müssen. Während an den deutschen Standorten nun die Sorge vor Entlassungen wächst, bekommt der Konzern Gegenwind von Gewerkschaften und Politik. Wenn das Kurzarbeitergeld auf zwei Jahre verlängert werde, könne Airbus in Deutschland 1500 der 5100 gefährdeten Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte erhalten, sagte Produktionschef Michael Schöllhorn am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Medienvertretern. Staatliche Forschungsgelder für die Entwicklung umweltfreundlicherer Flugzeuge könnten weitere 500 Stellen sichern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnte vor einer Benachteiligung deutscher Standorte. Er machte deutlich, dass die Bundesregierung davon ausgehe, dass bei der Umstrukturierung des europäischen Flugzeugbauers kein Land bevorzugt und kein Land benachteiligt werde. Schöllhorn betonte, die Reduzierung sei "ausgewogen". Frankreichs Regierung kritisierte, dass der Flugzeugbauer in seiner Planung nicht alle staatlichen und betrieblichen Maßnahmen berücksichtigt habe und deutlich weniger Stellen streichen könnte. Airbus hatte am Dienstagabend angekündigt, wegen der Luftfahrt-Krise weltweit rund 15 000 Stellen streichen zu wollen. Allein 5100 davon sind in Deutschland. Auch in anderen Ländern setzt der Konzern den Rotstift an: In Frankreich sollen 5000 Stellen wegfallen, in Spanien 900, 1700 in Großbritannien 1300 an weiteren weltweiten Standorten sowie 900 Stellen bei der Airbus-Tocher Premium Aerotec mit Sitz in Augsburg, die bereits vorher feststanden. "Es ist die schwerste Krise der Luftfahrt seit ihrem Bestehen", sagte Schöllhorn. "Und ja, so dramatisch gesagt, es geht ums Überleben." Besonders im Norden mit seinen großen Produktionsstätten ist die Sorge vor Entlassungen groß. Der Jobabbau trifft nach Angaben von Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) alle norddeutschen Standorte. Die Konzernleitung habe signalisiert, möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Die Gewerkschaft IG Metall Küste warnte Airbus vor einem überzogenen Stellenabbau und einem Kahlschlag auf Kosten der Beschäftigten. "Der angekündigte Abbau von Arbeitsplätzen wäre eine Katastrophe für die Menschen und die Standorte", sagte der Bezirksleiter IG Metall Küste, Daniel Friedrich. Airbus beschäftigt weltweit 135 000 Menschen, davon arbeiten 90 000 in der Verkehrsflugzeugsparte. In Deutschland hat Airbus nach eigenen Angaben rund 46 000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten - etwa in Hamburg-Finkenwerder, Stade oder Bremen. In der Verkehrsflugzeugsparte arbeiten hier demnach mehr als 28 000 Menschen. Airbus wollte sich am Mittwoch nicht im Detail zu betroffenen Standorten äußern. Es werde die Betriebe unterschiedlich treffen, je nachdem wie stark sie in welchem Programm vertreten sind. Eine Zusammenlegung von Standorten sei aber kein Thema, so Schöllhorn. Er zeigte sich auch offen dafür, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit auch ohne staatliche Hilfsgelder reduzieren und im gleichen Maß auf Gehalt verzichten, bis das Geschäft wieder anzieht. Über mögliche Lösungen wolle der Konzern in den kommenden Wochen und Monaten mit der Arbeitnehmervertretern beraten. Der Produktionschef signalisierte, dass die Nachfrage auf der Kurzstrecke schneller wieder wachsen werde als auf der Langstrecke. Die A320-Flieger, die etwa in Hamburg montiert werden, würden eher wieder an den Start gehen als Flieger für die Langstrecke. "Die verlängerte Kurzarbeit, die sehen wir vor allem als extrem sinnvoll in der Single-Aisle, bei der A320. Und damit würden dann natürlich auch Hamburg - aber auch andere deutsche Standorte - davon profitieren", so Schöllhorn. Thomas Pretzl, Gesamtbetriebsratschef der Verteidigungs- und Raumfahrtsparte von Airbus, wirft dem Konzern vor, die Zahlen "schöngerechnet" zu haben. Man müsse das bereits laufende Sparprogramm bei Premium Aerotec von 900 Stellen und die Abbaupläne bei der Airbus-Verteidigungssparte Defence and Space mit 930 Stellen dazuzählen, sagte Pretzl dem "Donaukurier". "Insgesamt geht es in Deutschland also um knapp 7000 Arbeitsplätze." "Dazu sage ich, dass man Äpfel mit Äpfeln vergleichen muss", betonte Schöllhorn. Wenn man auf den Anpassungsbedarf aufgrund von Corona schaue, seien die Zahlen Frankreich und Deutschland ähnlich. Eine wirkliche Überraschung sind die Stellenstreichungen nicht - bei Airbus schrillen schon länger die Alarmglocken. Airbus-Chef Guillaume Faury hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, dass der Konzern für zwei Jahre seine Produktion und seine Auslieferungen um 40 Prozent drosseln werde. Beim Stellenabbau hätte es also durchaus noch schlimmer kommen können, so der Franzose. Schließlich habe Airbus nicht 40 Prozent der Stellen in der Verkehrsflugzeugsparte gestrichen./nau/stw/evs/hoe/tm/DP/fba