3 Jahres 3,90 % p.a. Worst of Festzins Express-Schuldverschreibung bezogen auf Allianz SE und Danone SA

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Nachrichten und Analysen

16.05.2019 Quelle: dpa
Allianz umwirbt den braven Autofahrer
UNTERFÖHRING (dpa-AFX) - In ihrem Zweikampf um die Marktführung umwerben die beiden größten deutschen Kfz-Versicherer verstärkt die besonders vorsichtigen Fahrer. Auch die Allianz Deutschland weitet ihr Telematik-Angebot mit Rabatt für eine defensive Fahrweise von kommender Woche an auf alle Altersgruppen aus. Das sagte der für Privatkunden zuständige Manager Frank Sommerfeld am Donnerstag in Unterföhring. Bisher gibt es die Rabatte nur für die besonders unfallträchtige Altersgruppe unter 29. "Bei Jungfahrern hat das hervorragend geklappt", sagte Sommerfeld. Die derzeit 90 000 Telematik-Kunden verursachen demnach im Schnitt weniger Schäden und Unfälle als diejenigen mit Normaltarif ohne Rabatt. Bei den Telematik-Tarifen wird das Fahrverhalten (Geschwindigkeit, Brems-, Beschleunigungs- und Kurvenverhalten) elektronisch überwacht. Die Daten werden an die Kfz-Versicherung weitergeleitet. Diese errechnet daraus einen Punktewert. Je besser er ausfällt, umso höher ist der Rabatt. Die Allianz ist größter deutscher Versicherer, aber in der Sparte Auto zum Leidwesen der Konzernspitze nur die Nummer zwei hinter der HUK Coburg. Die Konkurrenz aus Oberfranken ist mit ihrem Telematik-Angebot für alle Altersgruppen seit April am Start. Da junge Fahrer mehr Unfälle verursachen, müssen sie auch mehr für die Kfz-Versicherung zahlen - nach Sommerfelds Worten im Schnitt etwa doppelt so viel wie die Jahrgänge mittleren Alters, die am seltensten Unfälle verursachen. Von den jungen Neukunden schließt nach Sommerfelds Angaben etwa ein Drittel einen Telematik-Vertrag ab. "Wir gehen davon aus, dass das deutlich an Fahrt gewinnt", sagte Sommerfeld. Da Autofahrer mittleren Alters aber ohnehin vergleichsweise sicher fahren, erwartet die Allianz im Vergleich eine etwas geringere Nachfrage als bei den Jungen./cho/DP/fba
15.05.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Kreise, Sterne, Ampelfarben - Neues Nährwert-Logo gesucht
(Neu: Angaben zu Studienautoren, 3. Abs.; Reaktionen, 7./8. Abs.) BERLIN (dpa-AFX) - Eine "Nährwertampel" mit Rot, Gelb und Grün, schwarze Warnsymbole oder ein Siegel mit Sternen: Damit Verbraucher einfacher erkennen können, ob viel Zucker, Fett oder Salz in Fertigprodukten steckt, gibt es in einigen Ländern extra Kennzeichnungen. Die große Koalition will so etwas auch für Deutschland in Angriff nehmen. Doch wie soll das aussehen? Ein Favorit in der Debatte ist das Farb-Logo Nutri-Score, das auch schon erste Produkte in Supermärkten tragen. Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will erst noch weitere Klärungen anstellen. Verbraucherschützer fordern aber mehr Tempo. Es sei höchste Zeit, dass Klöckner sich von der "unbelehrbaren deutschen Süßwaren- und Junkfood-Industrie" emanzipiere und dem besten Modell für Europas Verbraucher auch in Deutschland zum Durchbruch verhelfe, sagte Luise Molling von der Organisation Foodwatch am Mittwoch. Mit Nutri-Score sei auf einen Blick zu erkennen, wie ausgewogen oder unausgewogen verarbeitete Lebensmittel sind. Die Kennzeichnung bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe oder Proteine in eine Bewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - auf einer fünfstufigen Skala von dunkelgrün bis rot. Foodwatch stellte eine Studie vor, die fünf Modelle aus anderen Ländern untersuchte. In diesem Vergleich sei Nutri-Score "das effizienteste System" zur Aufklärung über die Ernährungsqualität gewesen. Die Teilnehmer sollten Produkte mit und ohne Kennzeichnung nach der höchsten, mittleren oder niedrigsten Qualität einordnen. In Deutschland wurden 1000 Menschen befragt, aber ausgewählt nach bestimmten Kriterien und nicht als repräsentative Stichprobe der Bevölkerung. Die Studie stammt den Angaben zufolge von Forschern der Universität Paris-Nord - diese waren auch an der Entwicklung von Nutri-Score beteiligt - sowie der Curtin University in Australien. Mit getestet wurde auch die britische "Ampel", über die lange heiß diskutiert wurde. Sie zeigt in separaten Feldern in Rot, Gelb und Grün einen hohen, mittleren oder niedrigen Gehalt an Zucker, Fett und Salz. Und es gibt noch weitere Modelle. So warnen in Chile schwarze achteckige Logos Stoppzeichen-Form etwa vor einer "großen Menge Zucker". In Australien und Neuseeland gibt es eine Kennzeichnung, die eine zusammenfassende Bewertung in einem Logo darstellt - je besser, desto mehr von fünf Sternen in einem Kreis werden schwarz unterlegt. Eine vergleichende Einschätzung hat auch schon das bundeseigene Max-Rubner-Forschungsinstitut für Ernährung (MRI) vorgelegt. Fazit: Jedes untersuchte Modell habe "Vorteile, jedoch auch Einschränkungen" - auch Nutri-Score. Das System sei als "wissenschaftlich fundiert und nachvollziehbar" anzusehen und richte sich an die Breite der Bevölkerung. Fragezeichen machte das MRI aber etwa bei Bewertungen zum Gehalt an Ballaststoffen und Zucker. Generell sei zu klären, ob ein Modell Einzelkomponenten oder das Gesamtprodukt beschreiben und bewerten solle. Um Verwirrung zu vermeiden, solle die Bundesregierung dann auch nur ein Modell unterstützen, das einheitlich aussieht. Klöckner will eine verständlichere, erweiterte Nährwertkennzeichnung und argumentiert: "Die gesunde Wahl soll die leichte Wahl sein." Vor einer Festlegung sieht sie aber noch Klärungsbedarf. Dafür soll es eine Verbraucherbefragung mit Praxistest geben, bei dem Bürger sagen können, welches System im Alltag am meisten hilft. Mit in die Auswahl soll auch ein Modell kommen, das das MRI noch selbst entwickeln soll. Auch der Spitzenverband der Lebensmittelbranche (BLL) hat schon einen Vorschlag gemacht. Damit würde auf der Packungsvorderseite der Gehalt an Nährstoffen und die Kalorienzahl veranschaulicht - aber über eine Darstellung in fünf Kreisen, mit Hellblau und Lila. "Ampelfarben und Buchstaben mögen verständlich sein, aber deren Aussage ist nicht immer die richtige", kritisierte der Verband. Das Thema sorgt aber für Krach: Der Tiefkühlkostanbieter Iglo, der Nutri-Score einführen will, trat unter Protest aus dem BLL aus. Die Zuckerbranche warnte: "Lebensmittel lassen sich nicht in gesund und ungesund einteilen." Wie schnell die Entscheidung fällt, muss sich bald zeigen. Für die SPD betonte Ernährungsexpertin Ursula Schulte: "Nutri-Score hat das Zeug zu einem europäischen Projekt, das das Wohl der Verbraucher in den Mittelpunkt stellt." Der Grünen-Europaabgeordnete Sven Giegold sagte, nach der Europawahl solle ein neuer Anlauf unternommen werden, EU-weit eine "Lebensmittelampel" einzuführen. FDP-Fachpolitiker Gero Hocker wandte sich indes dagegen, mit noch einer Kennzeichnung den Weg zu einer "Entmündigung des Bürgers" zu gehen. Das Bundesinstitut MRI erläuterte, ein neues Modell erforderte "eine mehrjährige Entwicklungsphase". Werde ein bestehendes Modell getestet und dann "auf die Gegebenheiten in Deutschland angepasst", sei der Zeitbedarf geringer. Dabei ist klar, dass eine Extra-Kennzeichnung über die verbindlichen EU-Vorgaben hinaus für Hersteller vorerst nur freiwillig sein kann. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD vereinbart, bis zu diesem Sommer ein Modell zu erarbeiten./sam/DP/jha
14.05.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Geringe Schäden treiben Allianz-Gewinn - Boeing-Fall schwelt weiter
(neu: Boeing-Schaden könnte noch teurer werden, Aussagen zu angeblichem Interesse an DWS, Aktienkurs, Analystenstimme) MÜNCHEN (dpa-AFX) - Geringere Schäden durch Stürme und andere Naturkatastrophen haben Europas größtem Versicherer Allianz einen überraschend guten Jahresstart beschert. Im ersten Quartal erzielte der Konzern einen operativen Gewinn von fast drei Milliarden Euro und damit 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das Desaster um den Mittelstreckenjet Boeing 737 Max und der Dammbruch an einer Eisenerz-Mine in Brasilien mit jeweils hunderten Toten schmälerten das Ergebnis etwas. Allerdings könnte der Boeing-Fall die Allianz noch teurer zu stehen kommen. Im ersten Quartal verdiente der Versicherer mehr als von Analysten erwartet. Vorstandschef Oliver Bäte sieht den Konzern auf gutem Weg, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn von 11 bis 12 Milliarden Euro zu erreichen, wie er am Dienstag in München sagte. Branchenexperten gingen zuletzt im Schnitt von knapp 11,8 Milliarden Euro aus. An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Die Allianz-Aktie gewann am Morgen rund ein halbes Prozent an Wert, gehörte aber noch zu den schwächeren Titeln im Dax. Analyst Michael Huttner zeigte sich von der Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung angetan. Der Umsatz der Allianz stieg im ersten Quartal überraschend stark um neun Prozent auf 40,3 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte wegen geringerer Kapitalerträge und höherer Steuern nur um zwei Prozent auf knapp 2,0 Milliarden Euro zu. Analysten hatten allerdings sogar mit einem Rückgang gerechnet. Als wichtigster Gewinnbringer erwies sich die größte Sparte des Konzerns, die Schaden- und Unfallversicherung. Sie profitierte davon, dass sich die Schäden durch Naturkatastrophen auf 141 Millionen Euro mehr als halbierten. Der operative Gewinn des Segments wuchs deshalb um 14 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro, nachdem die Folgen des Sturmtiefs "Friederike" in Deutschland Anfang 2018 am Ergebnis gezehrt hatten. Diesmal schlugen von Menschen gemachte Katastrophen allerdings teurer zu Buche. Der Absturz einer Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines im März, das seither geltende Flugverbot für alle Maschinen der Reihe und der Dammbruch an einer Eisenerz-Mine des Bergbaukonzerns Vale in Brasilien kosteten die Allianz nach bisherigen Berechnungen jeweils rund 50 Millionen Euro. In Sachen Boeing könnte diese Summe noch steigen, sagte Finanzchef Giulio Terzariol. Denn neben dem Flugzeug selbst und Schadenersatz-Forderungen gegen Boeing und Ethiopian Airlines könnte auch um die Frage der Produkthaftung des weltgrößten Flugzeugherstellers gehen. Die Allianz habe ihr maximales Risiko allerdings auf 150 Millionen Euro gedeckelt, sagte Terzariol. Er erwarte auch nicht, dass die bisher vorgesehene Summe noch erheblich steige. Allerdings werde sich dies erst in den nächsten Monaten oder gar Jahren herausstellen. Trotz dieser Schäden blieb in der Sachversicherung nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb mehr von den Prämieneinnahmen übrig. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich im ersten Quartal überraschend stark von 94,8 auf 93,7 Prozent. Während der Umbau des Schaden- und Unfallgeschäfts bei der Allianz noch in vollem Gange ist, hat der Konzern in der Lebensversicherung bereits auf die neue Normalität mit dauerhaften Niedrigzinsen umgeschaltet. Der Wert des Neugeschäfts sprang im Jahresvergleich um ein Viertel auf 609 Millionen Euro in die Höhe. Der operative Gewinn wuchs um 2,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Das Fondsgeschäft der Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) warf im ersten Quartal zwar weniger operativen Gewinn ab. Allerdings sammelten die Pimco-Fonds bei Anlegern unter dem Strich 21 Milliarden Euro frisches Geld ein. Bei AGI flossen im Gegenzug 3 Milliarden Euro ab. Da sich zugleich die Börsen von den Kursverlusten des vergangenen Jahres erholten, wuchs das verwaltete Vermögen der Kunden von Pimco und AGI binnen drei Monaten um 112 Milliarden auf 1,55 Billionen Euro. Dies sei der höchste Stand in der Konzerngeschichte, sagte Terzariol. Die Allianz verdient an den Verwaltungsgebühren der Fonds. Daher sei der Anstieg des Vermögens "ein gutes Vorzeichen für eine starke Ertragsentwicklung", sagte der Manager. Zum angeblichen Interesse der Allianz an der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS äußerte sich Terzariol nur verklausuliert. "Akquisitionen sehen gut auf PowerPoint aus, aber im wirklichen Leben müssen sie nicht funktionieren." Denn die berechneten Synergien bei einer Fusion würden durch andere Effekte oft wieder zunichte gemacht. Informationen, nach denen sich Allianz-Leute die DWS in den vergangenen Wochen bereits von innen angeschaut hätten, wollte Terzariol nicht bestätigen. Er könne aber von sich selbst sagen: "Ich bin bei der DWS nicht einmarschiert." Insidern zufolge spricht die Deutsche Bank inzwischen mit der Schweizer Großbank UBS über eine Fusion ihrer Fondsanbieter. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Montag stocken die Gespräche allerdings. So seien sich die Banken bislang nicht darüber einig, wer bei dem fusionierten Unternehmen das Sagen haben solle./stw/ari/stk