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Nachrichten und Analysen

16.08.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Dieselnachrüstung: Schulze und Verbände erhöhen Druck auf Autobranche
(Neu: u.a. Aussagen von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) im 1. und 2. Absatz, Reaktionen aus dem Kfz-Gewerbe) BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Zulassung weiterer Systeme für Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Autos pochen Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sowie das Kfz-Gewerbe und der ADAC auf mehr Zugeständnisse der Autoindustrie. Die Hersteller müssten den Einbau der Sets bezahlen, sagte Schulze, die lange auf Hardware-Nachrüstungen gepocht hatte, am Freitag. Ähnlich äußerte sich ADAC-Vizepräsident Karsten Schulze, der mehr Sicherheit für Verbraucher bei den Kosten verlangt. "Es gilt nach wie vor: Die Verbraucher haben sich nichts zuschulden kommen lassen und dürfen nicht mit den Kosten belastet werden." Aus Sicht des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sollte die Hardware-Nachrüstung von Euro-5-Dieselfahrzeugen von Autoherstellern flächendeckend gefördert und nicht auf Regionen begrenzt werden. Bisher können bestimmte Diesel-Autos von Volvo, Daimler und Volkswagen wegen zu hoher Schadstoffwerte nachgerüstet werden. Ende Juli war die erste Betriebserlaubnis für Nachrüstsysteme des Bamberger Technologie-Anbieters Dr Pley für verschiedene Volvo-Modelle erteilt worden. Es folgten Genehmigungen für Mercedes-Modelle. Am Donnerstag hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Betriebserlaubnis für Systeme des Technologie-Anbieters Baumot veröffentlicht. Diese umfasse Nachrüstsysteme für mehr als 60 Fahrzeugmodelle des VW-Konzerns. "Ich freue mich, dass mein Vertrauen in die deutsche Ingenieurskunst berechtigt war", sagte Ministerin Schulze der Deutschen Presse-Agentur. Nun solle die Technik auch möglichst schnell auf den Markt kommen. Die Kosten für den Einbau müsse die Autobranche tragen, denn sie habe die Probleme verursacht. "Hier erwarte ich, dass die Hersteller, die bislang noch keine Zusagen gemacht haben, noch einmal in sich gehen." Ziel der Nachrüstungen ist es, dass Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 von Fahrverboten ausgenommen werden können. Die Umrüstungen am Motor sind Teil eines Maßnahmenpakets der Regierung für bessere Luft. Deutsche Autohersteller hatten sich nach langer Debatte auf Zuschüsse für Hardware-Nachrüstungen eingelassen. Sie favorisieren Software, um die Abgaswerte zu verbessern. VW hatte wie Daimler zugesagt, seine Kunden in bestimmten Regionen bei der Hardware-Nachrüstung finanziell zu unterstützen. In den von der Bundesregierung festgelegten Intensivstädten seien bis zu 3000 Euro für die vom KBA genehmigten Nachrüstungen möglich, sagte ein VW-Sprecher. Über die genauen Rahmenbedingungen werde man in Kürze im Internet informieren. Auch Daimler gibt in "Schwerpunktregionen" 3000 Euro dazu. In Deutschland sind weit mehr als fünf Millionen Diesel-Pkw mit der Abgasnorm Euro 5 auf den Straßen unterwegs. Wegen des hohen Ausstoßes von Stickoxiden (NOx) sind sie an vielen Orten von Fahrverboten bedroht. Der Deutsche Städtetag forderte zuletzt von der Autobranche mehr Tempo bei Abgas-Nachrüstungen direkt am Motor. ZDK-Präsident Jürgen Karpinski sagte, nachdem nun ein Nachrüstsystem für 60 Fahrzeugmodelle aus dem Volkswagen-Konzern freigegeben wurde, könne die Nachrüstung endlich Fahrt aufnehmen. "Es macht aber wenig Sinn, die Förderung der Umrüstmaßnahmen auf die 15 Städte und deren Grenzregionen zu beschränken, die von Grenzwertüberschreitungen bei Stickoxiden betroffen sind." Das führe zu einem regionalen Ungleichgewicht bei Handel und Verbrauchern. ADAC-Vizepräsident Schulze betonte, es gehe um Gesundheit und saubere Luft in Städten. Es gehe aber auch um den Erhalt der Mobilität für Dieselbesitzer. "Beides zusammen ist möglich und notwendig." "Wir planen, die ersten Systeme noch im Oktober 2019 auszuliefern", sagte Baumot-Chef Marcus Hausser der Deutschen Presse-Agentur. Nach seinen Worten deckt die vom KBA erteilte Betriebserlaubnis (ABE) etwa 1,3 Millionen betroffene Autos aus dem Volkswagen-Konzern ab. "Weitere ABEs für Fahrzeuge auch anderer Hersteller werden wir in Kürze ebenfalls beantragen. Wir gehen davon aus, zeitnah für alle relevanten Volumenmodelle eine Nachrüstlösung anbieten zu können."/bvi/sl/ted/DP/zb
16.08.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Neuer BMW-Chef Zipse spornt Mitarbeiter an
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der neue BMW-Chef Oliver Zipse hat die Beschäftigten an seinem ersten Arbeitstag aufgerufen, die Herausforderungen anzunehmen und die Chancen des Umbruchs in der Autoindustrie zu nutzen. In einem Rundbrief sprach er am Freitag auch Schwächen des Konzerns offen an und gab das Ziel aus, BMW müsse "als Gewinner aus dem Umbruch in unserer Branche hervorgehen". Der 55-jährige Ingenieur war bisher als Produktionschef für die weltweit 31 BMW-Werke verantwortlich. Der Aufsichtsrat hatte Zipse im Juli zum Nachfolger von Harald Krüger berufen, der nach vier Jahren an der Spitze seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte. Aufsichtsratschef Norbert Reithofer hatte erklärt, mit "Zipse übernimmt ein führungsstarker Stratege und Analytiker den Vorstandsvorsitz". Er werde für "zusätzliche Impulse bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft" sorgen. Zipse schrieb an die Mitarbeiter, BMW habe sich in den vergangenen Jahren etwas "an den Erfolg gewöhnt". Jetzt stiegen die Kosten schneller als die Einnahmen. "Wir denken und handeln noch nicht konsequent global." Jeder müsse bereit sein, zu lernen und sich weiterzuentwickeln, Erfolg müsse "jeden Tag neu erarbeitet werden", mahnte der neue Chef. "Wir müssen nicht immer der Erste sein", aber bei allem "deutlich besser sein als der Wettbewerb", forderte Zipse. Das gelte für Autos und Dienstleistungen, Strukturen und Kosten. Zugleich betonte er aber auch ungewohnt deutlich die Stärken von BMW. Je nach Entwicklung der Kundenwünsche und der gesetzlichen Vorgaben in den verschiedenen Regionen könne BMW Verbrenner, Hybride oder Elektroautos bauen: "Mit unseren flexiblen Architekturen sind wir dem Wettbewerb weit voraus", das "macht den Unterschied". Beim Verkauf habe die Marke den Rückstand auf Mercedes verkürzt und als Konzern mit Mini den Vorsprung vergrößert. "Wir wissen, was wir tun - und warum wir es tun!", stellte Zipse klar. Betriebsratschef Manfred Schoch erwartet von Zipse, dass er "die gute Partnerschaft zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung" fortsetzt. Der Autobauer beschäftigt rund 130 000 Mitarbeiter. Die Internationale Automobilausstellung (IAA) Anfang September wird sein erster großer Auftritt als BMW-Chef werden. Die erste große Herausforderung aber ist der Brexit im Oktober: Großbritannien ist für BMW der viertgrößte Markt, zudem baut der Konzern dort den Mini, den Rolls-Royce sowie Motoren für den 1er BMW. Weil BMW Milliarden in E-Mobilität, Mobilitätsdienste und selbstfahrende Autos investiert, rechnet das Unternehmen heuer mit einem Gewinneinbruch. Wer Zipses Nachfolger als Produktionsvorstand wird, dürfte der BMW-Aufsichtsrat im Herbst entscheiden. Unter Krüger bewahrte BMW eine saubere Weste im Dieselskandal und schloss wichtige Partnerschaften bei Mobilitätsdiensten und beim autonomen Fahren. Doch Kritiker warfen ihm vor, dass Mercedes BMW bei den Verkaufszahlen überholt und BMW seine Führungsrolle bei der Elektromobilität eingebüßt habe. Heute plant BMW, bis 2023 mindestens 13 vollelektrische Modelle und ein Dutzend Hybride anzubieten. Zipse werde nicht von heute auf morgen alles über den Haufen werfen, hieß es aus dem Unternehmen. Aber mancher erwartet, dass er mit breiterer Brust auftritt als Krüger und nach innen und außen deutlicher macht, dass BMW die richtige Strategie habe. Zipse wurde 1964 in Heidelberg geboren, hat in den USA Informatik und Mathematik sowie in Darmstadt Maschinenbau studiert und 1991 als Ingenieur bei BMW angefangen. Nach Stationen in München und Südafrika leitete er bis 2008 das Mini-Werk Oxford, er war Chef der Technischen Planung, der Konzernplanung und der Produktstrategie und rückte im Mai 2015 in den Vorstand auf./rol/DP/nas
16.08.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP: Baumot will Nachrüstungssysteme für VW-Diesel im Oktober ausliefern
KÖNIGSWINTER/WOLFSBURG (dpa-AFX) - Nach der Genehmigung für Hardware-Nachrüstungen von VW-Dieselfahrzeugen drückt der Technologie-Anbieter Baumot aufs Tempo. "Wir planen, die ersten Systeme noch im Oktober 2019 auszuliefern", teilte Baumot-Chef Marcus Hausser der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach seinen Worten deckt die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilte Betriebserlaubnis (ABE) etwa 1,3 Millionen betroffene Autos aus dem Volkswagen-Konzern ab. "Weitere ABEs für Fahrzeuge auch anderer Hersteller werden wir in Kürze ebenfalls beantragen. Wir gehen davon aus, zeitnah für alle relevanten Volumenmodelle eine Nachrüstlösung anbieten zu können", sagte Hausser. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte am Donnerstag die Betriebserlaubnis für Systeme von Baumot veröffentlicht. Diese umfasse Nachrüstsysteme für über 60 Fahrzeugmodelle des VW-Konzerns. Nach Volvo und Daimler können somit auch Diesel-Autos von Volkswagen mit zu hohen Schadstoffwerten in Deutschland nachgerüstet werden. Ziel der Nachrüstungen ist es, dass Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 von Fahrverboten ausgenommen werden können. Die Umrüstungen am Motor sind Teil eines Maßnahmenpakets der Regierung für bessere Luft. Ende Juli war die erste Betriebserlaubnis für Nachrüstsysteme des Bamberger Technologie-Anbieters Dr Pley für verschiedene Volvo-Modelle erteilt worden. Es folgten Genehmigungen für Mercedes-Modelle. Deutsche Auto-Hersteller hatten sich nach langer Debatte auf Zuschüsse für Hardware-Nachrüstungen eingelassen. Sie favorisieren Software, um die Abgaswerte zu verbessern. VW hatte wie Daimler zugesagt, seine Kunden in bestimmten Regionen bei der Hardware-Nachrüstung finanziell zu unterstützen. In den von der Bundesregierung festgelegten Intensivstädten seien bis zu 3 000 Euro für die vom KBA genehmigten Nachrüstungen möglich, sagte ein VW-Sprecher. Über die genauen Rahmenbedingungen werde man in Kürze auf der Unternehmensseite im Internet informieren. Auch Daimler gibt in "Schwerpunktregionen" 3000 Euro dazu und hat dafür eine Webseite eingerichtet, wo Autobesitzer prüfen können, ob sie den Zuschuss erhalten können. Der Deutsche Städtetag forderte zuletzt von der Autobranche mehr Tempo bei Abgas-Nachrüstungen direkt am Motor. In Deutschland sind weit mehr als fünf Millionen Diesel-Pkw mit der Abgasnorm Euro 5 auf den Straßen unterwegs. Wegen des hohen Ausstoßes von Stickoxiden (NOx) sind sie an vielen Orten von Fahrverboten bedroht. Der ADAC begrüßte die zunehmende Zahl an Genehmigungen für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen, fordert aber Sicherheit für die Verbraucher bei den Kosten. "Es gilt nach wie vor: Die Verbraucher haben sich nichts zu Schulden kommen lassen und dürfen nicht mit den Kosten belastet werden", sagte ADAC-Vizepräsident Karsten Schulze. Es gehe um Gesundheit und saubere Luft in Städten, aber es gehe auch um den Erhalt der Mobilität für Dieselbesitzer. "Beides zusammen ist möglich und notwendig", sagte Schulze./bvi/hoe/bch/DP/mis