Optionsschein | Put | thyssenkrupp | 12,00 | 16.12.20

Print
  • WKN: MF9PEG
  • ISIN: DE000MF9PEG6
  • Optionsschein

Verkaufen (Geld)

1,87 EUR

21.11.2019 12:17:13

Kaufen (Brief)

1,96 EUR

21.11.2019 12:17:13

Tägliche Änderung (Geld)

+31,69 %

+0,45 EUR 21.11.2019 12:17:13

Basiswert

12,09 EUR

-9,79 % 21.11.2019 12:17:13

Wertentwicklung

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Put auf thyssenkrupp hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Basispreis abzüglich Endgültigem Aktien-Kurs und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
04.02.2019 Ordentliche Dividende

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 21.11.2019 11:46:11 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Neue Thyssenkrupp-Chefin will Sanierung vorantreiben
(neu: Details aus der Bilanzpressekonferenz, Aktienkurs, Analysten) ESSEN (dpa-AFX) - Hohe Verluste, keine Dividende für die Aktionäre: Für Thyssenkrupp endet ein turbulentes Geschäftsjahr ohne versöhnlichen Abschluss. Der Ton wird dabei rauer. Die neue Frau an der Spitze, Martina Merz, will die Sanierung schneller vorantreiben, um die Profitabilität des Konzerns wieder herzustellen. Zwei bis drei Jahre veranschlagt sie dafür. Doch das kostet zunächst einmal. Da auch der konjunkturelle Rückenwind fehlt, dürfte das Unternehmen im neuen Geschäftsjahr 2019/20 noch tiefer in die Verlustzone rutschen. Die Aktie brach am Donnerstag zwischenzeitlich um mehr als 10 Prozent ein. Der Industriekonzern bleibe in schwierigem Fahrwasser und stehe vor harten Zeiten, schrieb Analyst Christian Obst von der Baader Bank in einer ersten Reaktion. Der Ton des Industriekonzerns sei mit Blick auf eine beschleunigte Restrukturierung deutlich strenger gewesen als zuvor, kommentierte Jefferies-Analyst Alan Spence. "Wir drehen gerade jeden Stein im Unternehmen um", sagte Merz bei der Vorlage der Bilanz in Essen. Dabei sparte sie nicht an Kritik. Thyssenkrupp habe sich zu lange "durchgewurstelt". Merz hatte Ende September den glücklosen Guido Kerkhoff abgelöst. "Die Performance etlicher unserer Geschäfte ist nicht zufriedenstellend. Das hat auch damit zu tun, dass notwendige strukturelle Verbesserungen und Restrukturierungen nicht mit der notwendigen Konsequenz umgesetzt wurden", so die Managerin. Dies wolle der Vorstand nun angehen. "Zügig und systematisch." Dabei machte Merz deutlich, dass nicht alle Bereiche gleichermaßen mit Mitteln ausgestattet werden könnten. "Die Geschäfte stehen miteinander im Wettbewerb um Investitionen", sagte die Konzernchefin. Wenn einzelne Geschäfte nicht "zu den Branchenbesten" aufschließen könnten, müsse sich Thyssenkrupp eingestehen, "dass wir nicht der beste Eigentümer sind". Sie kündigte an, dass es "einen beliebigen und dauerhaften Ausgleich von Verlusten einzelner Geschäfte" nicht mehr geben werde. Im Zentrum des Umbaus steht neben einer möglichen Trennung vom Aufzuggeschäft zunächst der Anlagenbau sowie das Geschäft mit Autokomponenten. Der Anlagenbau, der zur Zeit Verluste schreibt, soll operativ wieder in die Spur gebracht werden. Gleichzeitig prüft Thyssenkrupp die Möglichkeit, das Geschäft mit Partnern oder unter einem neuen Dach "weiterzuentwickeln". Derzeit stelle Thyssenkrupp Informationen zusammen, um "zeitnah" Gespräche mit möglichen Interessenten aufnehmen zu können. Der Anlagenbau hatte sich zuletzt mit einigen Projekten verhoben. Wegen der mauen Konjunktur kämpft der Bereich mit einer zu geringen Auslastung. Großaufträge fehlen. Auch im Komponentengeschäft sieht die neue Chefin Handlungsbedarf. Im Anlagenbau für die Automobilindustrie sollen etwa 640 Stellen abgebaut werden. Thyssenkrupp hatte den Bereich noch unter Kerkhoff zur Disposition gestellt, ebenso wie den Bereich Federn und Stabilisatoren. Hier hat sich das neue Management entschieden, zunächst in den kommenden ein bis zwei Jahren die Entwicklung zu verbessern und später über weitere Schritte zu entscheiden. Das Komponentengeschäft will Thyssenkrupp insgesamt in ein reines Autozuliefergeschäft umwandeln. Bislang fertigt das Unternehmen auch für andere Industrien wie etwa die Windkraft. Über Partnerschaften oder mögliche Portfolio-Maßnahmen soll dann später diskutiert werden. Auch die Zentrale soll verschlankt werden. So sollen beim Komponentengeschäft sowie beim Anlagenbau die Führungsgesellschaften weitgehend aufgelöst werden. Damit bestätigte Thyssenkrupp frühere Spekulationen in diese Richtung. In der Zentrale soll die Zahl der zentralen Funktionen von 15 auf 10 reduziert werden. Die Zahl der knapp 800 Mitarbeiter werde auf etwa 430 in den kommenden 12 Monaten reduziert. Bei seinem zur Disposition stehenden Aufzuggeschäft hat sich Thyssenkrupp noch nicht entschieden. So lägen dem Konzern indikative Angebote von mehreren strategischen Investoren sowie von Finanzinvestoren vor. Nach einer Due Diligence erwarte Thyssenkrupp bindende Angebote als Basis für potenzielle Verhandlungen im neuen Jahr. Namen nannte der Konzern keine. Auch ein möglicher Börsengang soll weiter verfolgt werden. Mit einer Entscheidung für eine der Optionen rechnet der Konzern im ersten Quartal 2020. Zuletzt soll noch ein Konsortium aus den Investoren Blackstone, Carlyle und dem Canada Pension Plan Investment Board für die Aufzüge geboten haben. Daneben wird über eine weitere Zusammenarbeit zwischen Advent, Cinven und dem Abu Dhabi Investment Authority spekuliert. Offenes Interesse hat der finnische Wettbewerber Kone bekundet, dieser könnte sich dabei ebenfalls mit Finanzinvestoren zusammen tun, Gerüchten zufolge könnten sich die Finnen CVC und oder die asiatische Hillhouse Capital ins Boot holen. Analysten trauen dem Aufzuggeschäft einen Wert von bis zu 17 Milliarden Euro zu. Die Erlöse aus einem Verkauf oder Börsengang braucht der Konzern, um seine Sanierung finanzieren zu können. "Löcher stopfen" will Konzernchefin Merz damit jedoch nicht. Eine Kapitalerhöhung soll ebenfalls nicht nötig sein. Auch für das Stahlgeschäft soll es ein Zukunftskonzept geben. Es soll im Dezember dem Aufsichtsrat der Sparte vorgestellt und mit den Arbeitnehmervertretern besprochen werden. Das Geschäft leidet unter Überkapazitäten, Preisdruck und hohen Rohstoffkosten. Nachdem die Fusion mit dem europäischen Geschäft von Tata Steel in diesem Jahr geplatzt war, arbeitet das Management an einem Restrukturierungsplan, der auch den Abbau von 2000 Stellen vorsieht. Dabei will Thyssenkrupp es aus eigener Kraft schaffen. Auch im Stahlhandel will sich das Unternehmen auf seine eigene Entwicklung konzentrieren. Insgesamt hat Thyssenkrupp für den Konzern bislang die Streichung von 6000 Stellen angekündigt. Dabei schloss das Management nicht aus, dass ein Abbau darüber hinaus nötig sein könnte. Im vergangenen Geschäftsjahr fuhr Thyssenkrupp wegen der vielen Probleme einen deutlich höheren Verlust ein als im Vorjahr. Dazu drückten Restrukturierungskosten sowie Rückstellungen für ein Kartellverfahren. So stieg der Fehlbetrag im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 (Ende September) um ein Vielfaches von 62 Millionen auf 304 Millionen Euro. Die Dividende strich der Konzern. Analysten hatten auf eine unveränderte Ausschüttung von 0,15 Euro je Aktie gehofft. Besserung ist für das laufende Jahr nicht zu erwarten. Thyssenkrupp geht im Stahlgeschäft von einer schwächeren Entwicklung aus. Insgesamt hat Thyssenkrupp für Restrukturierungen im laufenden Geschäftsjahr zudem einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag vorgesehen. Der Verlust soll daher noch höher ausfallen als im Vorjahr. Thyssenkrupp kassierte zudem seine Mittelfristziele für das Geschäftsjahr 2020/21./nas/men
Heute 21.11.2019 11:35:37 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS 2/Verluste statt Dividenden: Anleger stoßen Thyssenkrupp ab
(neu: mehr Stimmen, mehr Details, aktueller Kurs) FRANKFURT (dpa-AFX) - Hohe Verluste bei Thyssenkrupp und keine Dividende: Diese Nachrichten haben die Anleger am Donnerstag geschockt. Sie flüchteten in Scharen aus der Aktie und sorgten damit für einen Kurssturz der inzwischen in den MDax abgestiegenen einstigen Industrie-Ikone Deutschlands. Am späteren Vormittag büßten die Anteilsscheine knapp 11 Prozent auf 12,05 Euro ein und fielen damit auf den tiefsten Stand seit Anfang September. Sie sackten zugleich auch wieder deutlich unter die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen und die exponentielle 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend. Durchbrochen wurde auch die exponentielle 90-Tage-Linie bei aktuell 12,60 Euro, die charttechnisch interessierten Anlegern den mittelfristigen Trend signalisiert. Vom Mehrjahrestief Mitte August, als Thyssenkrupp seine Jahresziele kappte und zudem immer klarer wurde, dass die Aktien den Dax verlassen müssen, sind die Papiere zwar noch deutlich entfernt, doch auch im gesamten bisherigen Jahresvergleich lässt die Aktienentwicklung zu wünschen übrig: Während Dax und MDax bislang um rund 25 Prozent zulegten, ging es für die Thyssenkrupp-Anteile bislang um 20 Prozent nach unten. Der Experte einer Investmentbank monierte zum einen den "sehr vorsichtigen" Ausblick auf das neue Geschäftsjahr 2019/20, mit einem operativen Ergebnis (Ebit) auf Vorjahresniveau und immer höheren Barmittelabflüssen, also steigende negative Cashflows, vor Zu- und Verkäufen. Insbesondere auf die letztgenannte Kenngröße schauen die Anleger, wenn es um Dividenden oder mögliche Aktienrückkäufe geht. Zum anderen, so hob er hervor, komme der angestrebte Verkauf der Aufzugsparte zwar kurzfristig der Liquidität zugute, "dies geht jedoch zulasten der langfristigen Erwirtschaftung von Barmitteln". Auch den Verkauf eines Minderheitsanteils sieht der Experte nicht als Lösung. Dann verbessere sich zwar die Verschuldungsquote, doch Thyssenkrupp verlöre die alleinige Kontrolle und den vollen Vorteil dieser Cashflows. Das sei negativ und die Unsicherheit bleibe hoch, hob er hervor. Davon abgesehen plane das Management, die anderen Sparten zu restrukturieren und wolle Stellen abbauen, wobei der Weg in Richtung positiver Cashflows weiter im Dunkeln bleibe. Thyssenkrupp stehen weiterhin "schwierige Zeiten" bevor, kommentiere Baader-Bank-Analyst Christian Obst die Lage. /ck/ajx/fba