Optionsschein | Call | RWE | 23,75 | 16.12.20

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  • WKN: MF9NTX
  • ISIN: DE000MF9NTX4
  • Optionsschein
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Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Call auf RWE hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Endgültigem Aktien-Kurs abzüglich des Basispreises und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
06.05.2019 Ordentliche Dividende

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Nachrichten und Analysen

12.11.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP: Streit um Datteln 4 - Geht noch ein neues Kohlekraftwerk ans Netz?
BERLIN/DATTELN (dpa-AFX) - Trotz des deutschen Kohleausstiegs könnte in Datteln im Ruhrgebiet doch noch ein großes Steinkohlekraftwerk ans Netz gehen. Die Bundesregierung will Anlagen mit gültiger Genehmigung vom geplanten Verbot neuer Kohlekraftwerke ausnehmen. Das Verbot solle nicht für Anlagen gelten, für die "bereits zum Zeitpunkt des Inkrafttretens eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung erteilt" worden sei, heißt es Referentenentwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für das Kohleausstiegsgesetz, der am Dienstag vorgelegt wurde. Die Kohleverstromung in Deutschland soll spätestens im Jahr 2038 beendet werden. Der Energiekonzern Uniper besitzt seit 2017 die für das Anschalten der Anlage in Datteln notwendigen Genehmigungen. Er will das Kraftwerk im Sommer kommenden Jahres in Betrieb nehmen und bereitet diesen Schritt derzeit vor. Datteln 4, wie der Kraftwerksblock in Anlehnung an seine kleineren Vorgänger genannt wird, ist das letzte in Deutschland gebaute Kohlekraftwerk. Nach Ansicht von Umweltschützern darf das Kraftwerk nicht angeschaltet werden. "Das wäre ein Angriff auf den mühsam ausgehandelten Kohle-Kompromiss", hatte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger gesagt. Er verwies auf den Abschlussbericht der Kohlekommission, in dem es heißt: "Für bereits gebaute, aber noch nicht im Betrieb befindliche Kraftwerke empfiehlt die Kommission, eine Verhandlungslösung zu suchen, um diese Kraftwerke nicht in Betrieb zu nehmen." Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums teilte mit, in den Gesetzentwurf sei eine Bestandsschutzregelung aufgenommen worden. "Inhaber einer bestehenden Genehmigung können diese nutzen. Das gebieten Recht und Gesetz, und das wird im Gesetzentwurf wiedergegeben." Das Ministerium führe die von der Kommission empfohlenen Gespräche mit Uniper. "Diese sind noch nicht abgeschlossen." Das Ministerium und Uniper machten keine Angaben zum Stand der Gespräche. Uniper hat in Datteln mehr als 1,5 Milliarden Euro investiert. Aus dem Betrieb des Kraftwerks erwartet der Konzern einen jährlichen Beitrag zum operativen Gewinn (EBIT) von gut 100 Millionen Euro, wie Finanzvorstand Sascha Bibert am Dienstag bei der Vorstellung der Quartalszahlen sagte. Uniper hat lukrative Lieferverträge für Strom aus Datteln abgeschlossen, unter anderem mit dem Energiekonzern RWE und der Deutschen Bahn. RWE hat bereits zweimal vergeblich vor Gericht versucht, aus den Verträgen herauszukommen. Der Kraftwerksblock mit einer Leistung von 1100 Megawatt sollte bereits 2011 ans Netz gehen. Doch eine Serie von Versäumnissen und Pannen im Genehmigungsverfahren sowie langwierige Reparaturarbeit haben dafür gesorgt, dass auf der Baustelle immer noch gearbeitet wird. Die Befürworter von Datteln 4 verweisen darauf, dass der Meiler besonders effizient sei und viel Strom und Fernwärme aus der eingesetzten Kohle herausholen könne. Wenn Uniper für Datteln 4 ältere und weniger umweltfreundliche Kraftwerke schneller abschalte "als geplant und die CO2-Bilanz danach besser wird, ist das in Ordnung", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag. Sinn des Kohleausstiegs sei schließlich die Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes. Der BUND wies die Argumentation Laschets als Augenwischerei zurück. Datteln 4 sei mitnichten ein Beitrag zum Klimaschutz. Neue Kohlekraftwerke liefen deutlich wirtschaftlicher und deshalb viel länger als alte Blöcke, sagte BUND-Energie- und Klimaexpertin Tina Löffelsend. Selbst wenn zusätzlich alte Kraftwerksblöcke stillgelegt würden, blieben pro Jahr Kohlendioxid-Mehremissionen von rund 2 Millionen Tonnen. "Das wäre eine große Hypothek in einem immer enger werdenden klimapolitischen Korsett."/hff/DP/mis
11.11.2019 Quelle: dpa
Experten zu Atommüll: Länder nicht auf Risiken und Kosten eingestellt
BERLIN (dpa-AFX) - Nach Ansicht von Experten sind die Staaten der Welt nicht auf die Risiken und Kosten der Lagerung von Atommüll vorbereitet. "Weltweit wächst die Menge an Atommüll. Doch auch 70 Jahre nach Beginn des Atomzeitalters hat kein Land der Welt eine wirkliche Lösung für die strahlenden Hinterlassenschaften und weiteren Risiken der Atomkraft gefunden", sagte die Grünen-Politikerin Rebecca Harms einer Mitteilung zufolge am Montag zu den Ergebnissen des "World Nuclear Waste Report - Focus Europe". Der Bericht, den internationale Wissenschaftler verfassten, wurde im Haus der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin vorgestellt. Nach den Berechnungen werden alleine in Europa (ohne Russland und die Slowakei) über 60 000 Tonnen abgebrannter Brennstäbe weiterhin nur in provisorischen Zwischenlagern gelagert. Abgebrannte Brennstäbe sind hoch radioaktiver Abfall. Frankreich weist danach mit 25 Prozent die meisten abgebrannten Brennstäbe auf, gefolgt von Deutschland mit 15 Prozent. Der Schweizer Atomexperte Marcos Buser wies darauf hin, das bislang kein Land der Welt ein geologisches Tiefenlager für hoch radioaktive Abfälle in Betrieb genommen habe. Auch in Deutschland begännen derzeit erst neue Planungen, hieß es in der Mitteilung. Zwischenlager seien aber nicht für eine derart langfristige Nutzung konzipiert und stießen bereits an die Grenzen ihrer Kapazitäten, so Buser. Zudem werden nach Angaben des Wirtschaftsingenieurs Ben Wealer die Kosten für die Stilllegung, Lagerung und Entsorgung von Atommüll von den nationalen Regierungen unterschätzt. Das gesetzlich verankerte Verursacherprinzip werde zudem oftmals nicht konsequent angewendet. "Es droht, dass die reellen, massiven Kosten letztendlich von den Steuerzahlern getragen werden", sagte Wealer./dav/DP/jha
10.11.2019 Quelle: dpa
Aktivistin Rackete am Tagebau: Klimawandel ist Fluchtursache
ERKELENZ (dpa-AFX) - Die ehemalige Seenotretterin und jetzige Klimaaktivistin Carola Rackete hat am Braunkohletagebau Garzweiler für den Erhalt von Tagebaudörfern und gegen Braunkohle demonstriert. Sie kam am Sonntag zu einem Dorfspaziergang der Bürgerinitiative "Alle Dörfer bleiben" durch den nordrhein-westfälischen Umsiedlungsort Keyenberg, ein Stadtteil von Erkelenz. Das Dorf soll für den Tagebau abgebaggert werden, die Bewohner sollen wegziehen. Die Braunkohleverstromung trage zum Klimawandel bei und damit zu Fluchtursachen wie Dürre, Überschwemmungen und Wirbelstürmen, sagte Rackete kurz vor dem Spaziergang. Auswirkungen des Klimawandels vernichteten schon jetzt die Lebensgrundlage vieler Menschen. Allein im Oktober seien in Afrika Hunderttausende nach Überschwemmungen auf der Flucht gewesen. "Wir müssen mit der Verfeuerung von Braunkohle sofort aufhören", forderte Rackete nach Mitteilung des Aktionsbündnisses Ende Gelände. Es sei falsch, fossile Brennstoffe weiter zu nutzen und Bewohner aus ihren Häusern zu vertreiben. Rackete war als Kapitänin des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3" bekanntgeworden. Die Niedersächsin war im Juni mit Dutzenden Migranten an Bord ohne Erlaubnis der Regierung in Rom in italienische Gewässer und in den Hafen von Lampedusa gefahren. Sie wurde vorübergehend festgenommen. Unlängst stellte sie ihr Buch "Handeln statt hoffen - Aufruf an die letzte Generation" vor. Darin ruft Rackete zu zivilem Ungehorsam und Protesten für die Umwelt auf./sil/DP/jha
07.11.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP: Suche nach Atommüll-Endlager stößt auf Kritik
HANNOVER (dpa-AFX) - Der Ortsbürgermeister von Gorleben klingt resigniert. Ob ein Atom-Endlager in seinem Dorf tatsächlich vom Tisch ist? Klaus Hofstetter weiß es nicht. "Wir haben da doch sowieso keinen Einfluss darauf, das entscheidet die Bundesregierung", sagt er. Er wolle da jetzt auch nichts Falsches sagen - dafür werde er einfach zu schlecht informiert. Die Frage der Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll ist seit Jahrzehnten ungeklärt. Lange sah es danach aus, dass die strahlenden Überreste der deutschen Kernanlagen für Hunderttausende Jahre nahe dem 600-Seelen-Dorf Gorleben eingelagert werden. Massenproteste bestimmten die Nachrichten. 2017 drückte die Bundesregierung dann auf den Reset-Knopf: Seitdem ist die Standortsuche wieder ergebnisoffen. In einem transparenten Verfahren soll ein Ort nach nachvollziehbaren geologischen Kriterien gesucht werden. Doch wie durchsichtig ist das Verfahren wirklich? "Informationen sind eine zentrale Voraussetzung dafür, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in die Endlagersuche einbringen und das Verfahren mitgestalten können", sagt Wolfram König, der Präsident des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Seine Mitarbeiter kommen gerade von einer großen Erklär-Offensive zurück. In 15 Landeshauptstädten standen sie mal 100, mal 30 Besuchern Rede und Antwort. "Die Leute sind mit großem und offenem Interesse gekommen", sagt eine BfE-Sprecherin. "Die Zivilgesellschaft wird da überhaupt nicht mitgenommen", sagt hingegen Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Jochen Stay vom Bündnis ".ausgestrahlt" bezeichnet die Veranstaltungen als "pure Öffentlichkeitsarbeit", mit Information hätten sie nichts zu tun. Die Kritik der beiden: Betroffene sollen erst im Herbst 2020 erfahren, ob ihre Region in die engere Auswahl für ein Endlager kommt. Danach sollen sich regionale Arbeitsgruppen bilden und Stellungnahmen vorbereiten. "Die dürfen aber nur ein halbes Jahr arbeiten und sich drei Mal treffen", sagt Stay: "Das ist viel zu wenig Zeit, um sich in so ein Thema zu vertiefen." Und noch ein Punkt treibt die Kritiker um: Wenn kommenden Herbst eine erste Entscheidung gefallen ist, habe die Öffentlichkeit keinerlei Möglichkeit nachzuvollziehen, wie es dazu gekommen ist. Denn die geologischen Daten, auf deren Basis die Bundesgesellschaft für Endlagerung entscheiden will, gehörten oft privaten Firmen und seien damit nicht einsehbar. Die Kritiker fordern deshalb eine Gesetzesgrundlage, nach der Unternehmen aktiv begründen müssen, weswegen sie ihre Daten nicht offenlegen. Ein solches Geologiedatengesetz betrachtet auch das unabhängige nationale Begleitgremium als die Grundlage für eine transparente Information über die Standortentscheidung. Noch hängt es aber an der Ressortabstimmung, sagt eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg kritisiert den Entwurf als unwirksam, man müsse Firmen immer noch dazu zwingen, Daten herauszugeben. Ob das Gesetz bis zu den ersten Zwischenständen für die Standortwahl umgesetzt wird, ist nach Angaben der Ministeriumssprecherin noch völlig offen. Offen ist auch, ob Gorleben als Standort wirklich vom Tisch ist. "Wenn das Verfahren glaubwürdig sein soll, dann müsste Gorleben 2020 rausfallen. Da fehlt teilweise die erforderliche Tonschicht", sagt Ehmke: "Aber wir haben schon die Befürchtung, dass da wieder getrickst wird." Etwas pragmatischer sieht das Bürgermeister Hofstetter. Er hofft zwar, dass sich die Diskussion kommendes Jahr ein für alle Mal erledigt hat. Aber selbst, wenn die Wahl letztlich auf Gorleben fällt: "Für uns ändert sich nichts. Das Zwischenlager ist ja eh schon da."/dhu/DP/zb