Optionsschein | Call | Commerzbank | 6,75 | 16.12.20

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  • WKN: MF9FBR
  • ISIN: DE000MF9FBR0
  • Optionsschein
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Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Call auf Commerzbank hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Endgültigem Aktien-Kurs abzüglich des Basispreises und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
23.05.2019 Ordentliche Dividende

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

20.11.2019 Quelle: dpa
GESAMT-ROUNDUP/Schattenseiten der EZB-Politik: Minuszinsen ab dem ersten Euro
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Minuszinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) treffen immer mehr Bankkunden in Deutschland - egal ob Unternehmer oder Privatanleger. Dass Nullzins und Strafzinsen auch Schattenseiten haben, erkennen mittlerweile selbst Europas Währungshüter an. Die EZB sieht sogar das Risiko, dass das Zinstief mittelfristig zum Risiko für die Finanzstabilität im Euroraum werden könnte. "Die Nebenwirkungen der Geldpolitik werden immer offensichtlicher, das müssen wir berücksichtigen", sagte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos bei der Vorstellung des aktuellen Finanzstabilitätsberichts der Notenbank am Mittwoch in Frankfurt. "Wir müssen uns mehr auf die Nebenwirkungen konzentrieren." Nach Einschätzung der EZB haben die Risiken und Herausforderungen für die Finanzstabilität im Euroraum zugenommen - auch wegen der Nullzinspolitik. "Während das Niedrigzinsumfeld die Gesamtwirtschaft stützt, stellen wir auch eine steigende Bereitschaft fest, Risiken einzugehen", erklärte de Guindos. "Dies könnte mittelfristig zu Herausforderungen für die Finanzstabilität führen." Der Leitzins im Euroraum liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von null Prozent. Die Negativzinsen von derzeit 0,5 Prozent, die die Zentralbank zudem verlangt, wenn Banken Gelder bei ihr parken, fressen sich zunehmend durchs Finanzsystem. Vor allem Investmentfonds und Versicherer könnte das Umfeld nach Einschätzung der EZB-Experten dazu verleiten, übermäßige Risiken einzugehen. Für die Banken im Euroraum bleibt das Zinstief eine Last, denn ihnen brechen die Erträge weg. Die Negativzinsen der EZB sind zudem eine Milliardenbelastung für die Branche, auch wenn es neuerdings Freibeträge gibt. Immer mehr Institute sehen sich gezwungen, von ihren Kunden Negativzinsen zu kassieren. Die Commerzbank berechnet sie einem kleinen Teil ihrer 70 000 Firmenkunden nun bereits ab dem ersten Euro. Ebenso macht es seit dem 1. Oktober die Volks- und Raiffeisenbank im oberbayerischen Fürstenfeldbruck - allerdings bei Tagesgeldkonten neuer Privatkunden. "Wir gehen proaktiv auf unsere Firmenkunden zu, um für dieses Thema gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden", erklärte die Commerzbank. Einige Institute bitten auch besonders reiche Privatkunden im Zusammenhang mit dem Minuszins zur Kasse. Commerzbank-Finanzvorstand Stephan Engels hatte vor zwei Wochen angekündigt, dass die Bank das Gespräch mit Kunden suchen werde, die deutlich mehr als eine Million Euro auf ihrem Bankkonto haben. "Wir wollen die Kunden nicht vertreiben, sondern wir wollen ein Problem, das wir alleine nicht mehr tragen können, vernünftig managen", begründete Engels. Das Vorgehen der Volksbank Fürstenfeldbruck demonstriert nach Ansicht des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) die paradoxen Folgen der Niedrigzinspolitik der EZB: Banken versuchen, mit Hilfe von Negativzinsen neue Kunden abzuwehren, die Geld anlegen wollen. Denn viele Institute haben ohnehin einen Überhang an Einlagen und haben bereits Schwierigkeiten, diese Gelder rentierlich anzulegen. GVB-Präsident Jürgen Gros nimmt seine Kollegen in den Ortsbanken in Schutz: "Faktisch aber geht es darum, gegenüber Neukunden ein Signal zu setzen, deren Einlagen Kosten verursachen würden", sagte Gros der Deutschen Presse-Agentur. Die Volks- und Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck wolle ihre Bestandskunden ausdrücklich schützen. Die seit 1. November amtierende EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte bereits vor ihrem Amtsantritt deutlich gemacht, dass sie eine sehr lockere Geldpolitik auf absehbare Zeit für nötig hält. Lagarde hatte aber auch gesagt: "Wir müssen die negativen Folgen und Nebeneffekte im Blick behalten." Die Sorgen der Menschen müssten beachtet werden. Außerdem wolle sie die Entscheidungen der Notenbank künftig besser erklären. An diesem Freitag (22.11.) wird Lagardes erste programmatische Rede seit ihrem Antritt bei der EZB erwartet./ben/DP/men
20.11.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP/Kein Tabu mehr: Minuszinsen ab dem ersten Euro
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) treffen immer mehr Bankkunden in Deutschland. Die Commerzbank berechnet sie einigen Unternehmen mittlerweile bereits ab dem ersten Euro. Für Schlagzeilen sorgte kürzlich die Volks- und Raiffeisenbank im oberbayerischen Fürstenfeldbruck, weil sie seit 1. Oktober Negativzinsen auf Tagesgeldkonten neuer Privatkunden erhebt - ebenfalls vom ersten Euro an. Bei der Commerzbank ist dem Vernehmen nach eine überschaubare Zahl der 70 000 Firmenkunden betroffen. Nach Informationen des "Handelsblatts" (Mittwoch) handelt es sich dabei meist um Kunden, die auf ihrem Commerzbank-Konto relativ viel Geld liegen haben, mit denen das Frankfurter Institut sonst aber kaum Geschäfte macht. "Bei Firmenkunden, großen Konzernen, institutionellen Kunden und Kunden des öffentlichen Sektors, die hohe Guthaben als Einlagen bei uns parken, haben wir seit Beginn der Negativzinsen sukzessive eine individuelle Guthabengebühr für die überschüssige Liquidität vereinbart", erklärte die Bank. "Auch die erneute Zinssenkung der EZB werden wir daher grundsätzlich an unsere Firmenkunden weitergeben." Geschäftsbanken müssen aktuell 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Etliche Institute geben diese Negativzinsen seit geraumer Zeit an Firmenkunden weiter. Auch besonders reiche Privatkunden sind bei einigen Banken schon länger betroffen. Dass die Commerzbank die Negativzinsen an einen größeren Kundenkreis als bisher weitergeben wird, hatte Finanzvorstand Stephan Engels vor zwei Wochen angekündigt. Treffen könnte es demnach auch Privatkunden der Commerzbank, die deutlich mehr als eine Million Euro auf dem Bankkonto haben. Das Vorgehen der Volksbank Fürstenfeldbruck demonstriert nach Ansicht des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) die paradoxen Folgen der Niedrigzinspolitik der EZB: Banken versuchen, mit Hilfe von Negativzinsen neue Kunden abzuwehren, die Geld anlegen wollen. Denn viele Institute haben ohnehin einen Überhang an Einlagen und haben bereits Schwierigkeiten, diese Gelder rentierlich anzulegen. GVB-Präsident Jürgen Gros nimmt seine Kollegen in den Ortsbanken in Schutz: "Faktisch aber geht es darum, gegenüber Neukunden ein Signal zu setzen, deren Einlagen Kosten verursachen würden", sagte Gros der Deutschen Presse-Agentur. Die Volks- und Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck wolle ihre Bestandskunden ausdrücklich schützen. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) rät Kunden, sich bei ihrer Bank beraten zu lassen und je nach Situation und Risikoneigung auch alternative Anlageformen wie Fonds in Betracht zu ziehen. "Denn Geld allein auf dem Tagesgeldkonto zu sparen, ist bei dieser Zinssituation ohnehin nicht ideal", erklärte eine BVR-Sprecherin. Der Verband vertritt knapp 900 Genossenschaftsbanken in Deutschland./ben/nas/cho/DP/men
20.11.2019 Quelle: dpa
'HB': Commerzbank fordert von ersten Firmenkunden Minuszinsen ab dem ersten Euro
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Commerzbank bittet wegen der Negativzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) Firmenkunden verstärkt zur Kasse. Von einigen Unternehmen verlange die Bank inzwischen auf Einlagen ab dem ersten Euro Negativzinsen, berichtet das "Handelsblatt" (HB) am Mittwoch unter Berufung auf Finanzkreise. Demzufolge seien davon eine kleine Zahl der insgesamt 70 000 Firmenkunden der Bank betroffen. Meist handle es sich dabei um Unternehmen, Finanzinstitute oder institutionelle Investoren, die auf ihrem Konto bei der Commerzbank mitunter große Einlagen liegen haben, mit denen das Institut sonst aber kaum Geschäfte mache. Vereinzelt verlange die Commerzbank jedoch auch von Firmen Negativzinsen ab dem ersten Euro, mit denen sie auch andere Geschäfte tätigt. Die EZB hat den Einlagenzins für Banken im September auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Die Commerzbank erklärte gegenüber der Zeitung, sie gebe diese Zinssenkung grundsätzlich an Firmenkunden weiter. "Wir gehen proaktiv auf unsere Firmenkunden zu, um für dieses Thema gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden", teilte das Institut mit. Die Freibeträge vereinbare die Bank individuell mit jedem Unternehmen. Auch HSBC Deutschland hält sich dem Bericht zufolge offen, ob die Bank Firmenkunden einen Freibetrag einräumt oder Minuszinsen ab dem ersten Euro Sichteinlagen verlangt, wie das Düsseldorfer Geldhaus auf Anfrage des "HB" erklärte./nas/mis
19.11.2019 Quelle: dpa
Bayerns Sparkassenpräsident Netzer kritisiert EZB-Geldpolitik
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Abkühlung der Konjunktur bringt den von Niedrigzinsen gebeutelten Sparkassen ein zusätzliches Problem: Die kommunalen Geldinstitute müssen voraussichtlich mehr Geld für die Risikovorsorge beiseitelegen. "Wir gehen davon aus, dass die Kreditnachfrage relativ stabil bleibt", sagte Bayerns Sparkassenpräsident Ulrich Netzer der Deutschen Presse-Agentur. "Was uns aber Sorgen macht, ist einmal, dass die Margen immer geringer werden. Und das Zweite ist, dass mit der Konjunkturabschwächung voraussichtlich die notleidenden Kredite zunehmen." In den letzten Jahren konnten die Sparkassen nach Netzers Angaben eher Wertberichtigungen wieder auflösen. "In den kommenden Jahren erwarten wir zusätzlich zu den eingekürzten operativen Ergebnissen Abschreibungen aus Krediten", sagte Netzer. "Die Frage wird sein: Wie schwerwiegend wird das?" Er sehe in Bayern noch keine Sparkasse mit roten Zahlen. "Aber die nachlassende Konjunktur ist eine weitere Zutat für einen bitteren Cocktail. Dies alles verengt unsere Spielräume, um ausreichende Erträge zu erwirtschaften." Netzer kritisierte die Europäische Zentralbank (EZB): "Die Währungshüter wollten eigentlich die Wirtschaft stimulieren und die Kreditnachfrage erhöhen", sagte der Verbandschef. "Doch ein Unternehmen nimmt kein Geld auf, nur weil es billige Kredite gibt. Ein Unternehmen kauft dann eine neue Maschine oder baut ein neues Betriebsgebäude, wenn es dadurch Geld verdienen kann." Die Sparkassen könnten durch die expansive Geldpolitik nicht mehr Kredite am Markt unterbringen - "und müssen das überschüssige Geld zu negativen Zinsen anlegen." Die EZB hatte im September die Negativzinsen für Bankeinlagen von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent erhöht. Die Sparkassen befinden sich damit nach Netzers Worten in der gleichen unerfreulichen Lage wie ihre Kunden: "Und damit geht's uns wie dem Sparer, da sind wir im gleichen Boot", sagte Netzer. "Das ist unser Grundproblem." Mehrere große Sparkassen verlangen von Firmen und wohlhabenden Kunden inzwischen Negativzinsen. "Das Thema sind die Termingelder und die Girokonten", sagte Netzer dazu. "Es gibt etliche Girokonten - im Geschäftsbereich sowieso, aber auch bei Privatkunden - auf denen mehrere hunderttausend Euro liegen." Die Kunden hätten dasselbe Problem wie die Sparkassen. "Weil sie keine Anlage mit vernünftiger Rendite zu aus ihrer Sicht vertretbarem Risiko finden - lassen sie es auf dem Girokonto." Die Sparkassen hätten in den vergangenen Jahren massiv gegengesteuert, um die negativen Auswirkungen der EZB-Geldpolitik aufzufangen. "Das ist besser gelaufen, als wir alle erwartet haben." Die Kunden müssten auf die Qualität der Leistung ihrer Sparkasse vertrauen können. "Die Sparkasse muss ihren Aufwand immer weiter reduzieren, gleichzeitig hat sie neue Herausforderungen durch die Digitalisierung, und sie muss das Kundengeschäft erweitern", sagte Netzer. "Vertrauen bewahren, Aufwand reduzieren, Kundengeschäft erweitern - wenn eine Sparkasse dieses magische Dreieck beherrsche, dann sei sie erfolgreich. "Bisher haben die Sparkassen das gut in den Griff bekommen, aber es wird immer schwieriger", sagte Netzer. "Das Grundvertrauen darf nicht kaputt gehen, und da sind wir als Sparkassen schon noch recht gut. Das Schlüsselthema ist, dies auch künftig zu schaffen."/cho/DP/mis