Discount-Zertifikat | ING | 10,00 | 19.06.20

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Produktbeschreibung

Mit dem Discount-Zertifikat auf ING, hat der Anleger die Möglichkeit, bis zu einem bestimmten Höchstpreis (Cap), an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) dem Endgültigen Aktien-Kurs, der nicht höher sein kann als ein bestimmter Höchstpreis, und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig). Der Höchstpreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Discount Zertifikate haben eine festgelegte Fälligkeit und werden am Fälligkeitstag zurückgezahlt. Die Berechnung des Rückzahlungsbetrags basiert auf einer in den Endgültigen Bedingungen angegebenen Formel. Discount Zertifikate setzen auf die Entwicklung der zugrunde liegenden Aktie und basieren auf einem steigenden Aktien-Kurs.

Bei Discount-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Discount-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Discount-Zertifikat auf ING, hat der Anleger die Möglichkeit, bis zu einem bestimmten Höchstpreis (Cap), an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) dem Endgültigen Aktien-Kurs, der nicht höher sein kann als ein bestimmter Höchstpreis, und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig). Der Höchstpreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Discount Zertifikate haben eine festgelegte Fälligkeit und werden am Fälligkeitstag zurückgezahlt. Die Berechnung des Rückzahlungsbetrags basiert auf einer in den Endgültigen Bedingungen angegebenen Formel. Discount Zertifikate setzen auf die Entwicklung der zugrunde liegenden Aktie und basieren auf einem steigenden Aktien-Kurs.

Bei Discount-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Discount-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

08.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 4: Keine schnelle Lösung der Commerzbank-Führungskrise in Sicht
(neu: Mit AR-Beschluss zu Zielke) FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Rücktritt von Commerzbank-Chef Martin Zielke spätestens zum Ende dieses Jahres ist besiegelt - aber eine schnelle Lösung der Führungskrise bei dem Frankfurter Institut ist nicht in Sicht. Nach einer fast zehnstündigen Sondersitzung des Aufsichtsrates teilte die Commerzbank am Mittwochabend mit, das Kontrollgremium habe die einvernehmliche Aufhebung von Zielkes Vertrag beschlossen. Zielke habe sich bereiterklärt, "bis zur Berufung eines Nachfolgers die Geschäfte der Bank in vollem Umfang weiterzuführen". Wer Zielke nachfolgt und somit bei dem teilverstaatlichten MDax-Konzern weitere Einsparungen vorantreibt, blieb zunächst weiterhin unklar - ebenso, wer den Aufsichtsrat künftig führen wird. Am Freitag hatten überraschend sowohl Konzernchef Zielke als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann ihren Rücktritt angekündigt. Zielke, der die Bank seit Mai 2016 führt, hatte eine einvernehmliche Auflösung seines bis November 2023 laufenden Vertrages spätestens zum Ende des laufenden Jahres angeboten. Schmittmann wird sein Mandat bereits zum 3. August 2020 niederlegen. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" will jedoch keiner der amtierenden Aufsichtsräte neuer Vorsitzender des Kontrollgremiums werden. Das Kontrollgremium habe die vom Bund in den Aufsichtsrat entsandte Jutta Dönges beauftragt, ein neues Mitglied für das Kontrollgremium zu finden, schrieb die Zeitung am Mittwochabend. Dönges ist Geschäftsführerin der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur, die die Schulden des Bundes verwaltet. Die externe Suche nach einem möglichen neuen Chefkontrolleur verzögert allerdings den weiteren Prozess. Denn erst nach der Neubesetzung des Aufsichtsratsvorsitzes soll Insidern zufolge über Zielkes Nachfolger entschieden werden. Zielke und Schmittmann reagieren mit ihrem Rückzug auf heftige Kritik von Investoren - namentlich des Großaktionärs Cerberus - am Kurs der Bank. Der US-Fonds hatte der Konzernführung vorgeworfen, "über Jahre eklatant versagt" zu haben. Cerberus ist mit gut fünf Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank - nach dem deutschen Staat, der seit der Rettung des Instituts mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2009 größter Anteilseigner mit derzeit 15,6 Prozent ist. Cerberus hatte am Montag vor Schnellschüssen bei der Neubesetzung der Konzernspitze gewarnt. "Das plötzliche Ausscheiden des Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank erfordert ein geordnetes Nachfolgeverfahren zur Besetzung der vakanten Positionen", hatte ein Vertreter des US-Finanzinvestors gesagt. "Zuerst muss ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender gefunden werden, gefolgt von einem formellen, vom Aufsichtsrat geführten Prozess, um einen Nachfolger für den Vorstandsvorsitzenden zu bestimmen." Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann hatte vor der Sondersitzung am Mittwoch dem Deutschlandfunk gesagt: "Ich glaube nicht, dass wir uns inhaltlich mit der Strategie beschäftigen können." Verdi-Vertreter Wittmann sagte in dem Interview: "Ich erwarte von der heutigen Sitzung, dass personelle Fragen geklärt werden, dass wir einen Ausblick kriegen mit einer Zeitschiene, wie es jetzt weitergehen soll, und dass wir uns mit der Strategie dann beschäftigen, wenn wir wissen, wer sie zu verantworten hat." Zielke hatte eingeräumt, dass die im Herbst beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um die Bank im Zinstief profitabler zu machen. Er wolle den Weg für einen Neuanfang frei machen: Nötig sei ein tiefgreifender Umbau und dafür ein neuer Vorstandschef, "der vom Kapitalmarkt auch die notwendige Zeit für die Umsetzung einer Strategie bekommt", begründete Zielke seinen Rückzug. Als aussichtsreiche interne Kandidaten für den Posten des Chief Executive Officer (CEO) gelten der seit Januar als Firmenkundenvorstand tätige Roland Boekhout, ehemals Chef der Direktbank ING-Diba (heute ING Deutschland). Außerdem Finanzvorständin Bettina Orlopp. Aber auch externe Kandidaten könnte der Aufsichtsrat für den Vorstandsvorsitz in Erwägung ziehen. Wer immer Zielke beerbt, wird schmerzhafte Einschnitte vorantreiben müssen. Auf dem Tisch liegen dem Vernehmen nach Pläne zu einer drastischen Verschärfung des im Herbst vorgelegten Sparkurses. Die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen könnte demnach um bis zu ein Viertel gekappt werden. Das Filialnetz soll erheblich verkleinert werden: Von ursprünglich 1000 Standorten könnten demnach gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Aber auch das Auslandsgeschäft soll eingedampft werden - nach dem Motto "weniger Masse, mehr Klasse". Dies könnte 1000 bis 1500 Vollzeitstellen im Firmenkundenbereich kosten. Zielke selbst will dem Institut im Fall einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrages finanziell entgegenkommen. Der Vorstandschef habe intern angekündigt, bei seinem Abschied auf eine variable Vergütung von rund 1,5 Millionen Euro zu verzichten, die ihm vertraglich zustehen würde. Entsprechende Informationen des "Handelsblattes" wurden der Deutschen Presse-Agentur in Finanzkreisen bestätigt. Dennoch wird Zielke - abhängig von seinem genauen Austrittstermin - voraussichtlich einen mittleren einstelligen Millionenbetrag erhalten: Sein Vertrag sieht vor, dass er sein jährliches Grundgehalt von zuletzt gut 1,67 Millionen Euro bis zum Ende der Laufzeit des Kontraktes weiterhin bezahlt bekommt. Die Commerzbank wollte sich nicht zu diesen Informationen äußern./ben/DP/fba
08.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 3: Keine schnelle Lösung der Commerzbank-Führungskrise in Sicht
(Aktualisierung: Mit AR-Beschluss zu Zielke.) FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Rücktritt von Commerzbank-Chef Martin Zielke spätestens zum Ende dieses Jahres ist besiegelt - aber eine schnelle Lösung der Führungskrise bei dem Frankfurter Institut ist nicht in Sicht. Nach mehrstündigen Beratungen des Aufsichtsrates teilte die Commerzbank am Mittwochabend mit, das Kontrollgremium habe die einvernehmliche Aufhebung von Zielkes Vertrag beschlossen. Zielke habe sich bereiterklärt, "bis zur Berufung eines Nachfolgers die Geschäfte der Bank in vollem Umfang weiterzuführen". Wer Zielke nachfolgt und somit bei dem teilverstaatlichten MDax-Konzern weitere Einsparungen vorantreibt, blieb zunächst weiterhin unklar - ebenso, wer den Aufsichtsrat künftig führen wird. Am Freitag hatten überraschend sowohl Konzernchef Zielke als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann ihren Rücktritt angekündigt. Zielke, der die Bank seit Mai 2016 führt, hatte eine einvernehmliche Auflösung seines bis November 2023 laufenden Vertrages spätestens zum Ende des laufenden Jahres angeboten. Schmittmann wird sein Mandat bereits zum 3. August 2020 niederlegen. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" will jedoch keiner der amtierenden Aufsichtsräte neuer Vorsitzender des Kontrollgremiums werden. Eine externe Suche nach einem neuen Chefkontrolleur könnte den weiteren Prozess verzögern. Zielke und Schmittmann reagieren mit ihrem Rückzug auf heftige Kritik von Investoren - namentlich des Großaktionärs Cerberus - am Kurs der Bank. Der US-Fonds hatte der Konzernführung vorgeworfen, "über Jahre eklatant versagt" zu haben. Cerberus ist mit gut fünf Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank - nach dem deutschen Staat, der seit der Rettung des Instituts mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2009 größter Anteilseigner mit derzeit 15,6 Prozent ist. Cerberus hatte am Montag vor Schnellschüssen bei der Neubesetzung der Konzernspitze gewarnt. "Das plötzliche Ausscheiden des Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank erfordert ein geordnetes Nachfolgeverfahren zur Besetzung der vakanten Positionen", hatte ein Vertreter des US-Finanzinvestors gesagt. "Zuerst muss ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender gefunden werden, gefolgt von einem formellen, vom Aufsichtsrat geführten Prozess, um einen Nachfolger für den Vorstandsvorsitzenden zu bestimmen." Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann hatte vor der Sondersitzung am Mittwoch dem Deutschlandfunk gesagt: "Ich glaube nicht, dass wir uns inhaltlich mit der Strategie beschäftigen können." Verdi-Vertreter Wittmann sagte in dem Interview: "Ich erwarte von der heutigen Sitzung, dass personelle Fragen geklärt werden, dass wir einen Ausblick kriegen mit einer Zeitschiene, wie es jetzt weitergehen soll, und dass wir uns mit der Strategie dann beschäftigen, wenn wir wissen, wer sie zu verantworten hat." Zielke hatte eingeräumt, dass die im Herbst beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um die Bank im Zinstief profitabler zu machen. Er wolle den Weg für einen Neuanfang frei machen: Nötig sei ein tiefgreifender Umbau und dafür ein neuer Vorstandschef, "der vom Kapitalmarkt auch die notwendige Zeit für die Umsetzung einer Strategie bekommt", begründete Zielke seinen Rückzug. Als aussichtsreiche interne Kandidaten für den Posten des Chief Executive Officer (CEO) gelten der seit Januar als Firmenkundenvorstand tätige Roland Boekhout, ehemals Chef der Direktbank ING-Diba (heute ING Deutschland). Außerdem Finanzvorständin Bettina Orlopp. Aber auch externe Kandidaten könnte der Aufsichtsrat in Erwägung ziehen. Wer immer Zielke beerbt, wird schmerzhafte Einschnitte vorantreiben müssen. Auf dem Tisch liegen dem Vernehmen nach Pläne zu einer drastischen Verschärfung des im Herbst vorgelegten Sparkurses. Die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen könnte demnach um bis zu ein Viertel gekappt werden. Das Filialnetz soll erheblich verkleinert werden: Von ursprünglich 1000 Standorten könnten demnach gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Aber auch das Auslandsgeschäft soll eingedampft werden - nach dem Motto "weniger Masse, mehr Klasse". Dies könnte 1000 bis 1500 Vollzeitstellen im Firmenkundenbereich kosten. Zielke selbst will dem Institut im Fall einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrages finanziell entgegenkommen. Der Vorstandschef habe intern angekündigt, bei seinem Abschied auf eine variable Vergütung von rund 1,5 Millionen Euro zu verzichten, die ihm vertraglich zustehen würde. Entsprechende Informationen des "Handelsblattes" wurden der Deutschen Presse-Agentur in Finanzkreisen bestätigt. Dennoch wird Zielke - abhängig von seinem genauen Austrittstermin - voraussichtlich einen mittleren einstelligen Millionenbetrag erhalten: Sein Vertrag sieht vor, dass er sein jährliches Grundgehalt von zuletzt gut 1,67 Millionen Euro bis zum Ende der Laufzeit des Kontraktes weiterhin bezahlt bekommt. Die Commerzbank wollte sich nicht zu diesen Informationen äußern./ben/DP/men
08.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Keine schnelle Lösung der Commerzbank-Führungskrise in Sicht
(neu: Durchgängig aktualisiert.) FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine schnelle Lösung der Führungskrise bei der Commerzbank ist nicht in Sicht. Auch nach mehrstündigen Beratungen des Aufsichtsrates am Mittwoch blieb zunächst weiterhin unklar, wer bei dem teilverstaatlichten Frankfurter MDax-Konzern weitere Einsparungen vorantreiben soll. Die Sondersitzung des Kontrollgremiums dauerte am Nachmittag noch an. Am Freitag hatten überraschend sowohl Konzernchef Martin Zielke als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann ihren Rücktritt angekündigt. Zielke, der die Bank seit Mai 2016 führt, hatte eine einvernehmliche Auflösung seines bis November 2023 laufenden Vertrages spätestens zum Ende des laufenden Jahres angeboten. Schmittmann wird sein Mandat bereits zum 3. August 2020 niederlegen. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" will jedoch keiner der amtierenden Aufsichtsräte neuer Vorsitzender des Kontrollgremiums werden. Eine externe Suche nach einem neuen Chefkontrolleur könnte den weiteren Prozess verzögern. Zielke und Schmittmann reagieren mit ihrem Rückzug auf heftige Kritik von Investoren - namentlich des Großaktionärs Cerberus - am Kurs der Bank. Der US-Fonds hatte der Konzernführung vorgeworfen, "über Jahre eklatant versagt" zu haben. Cerberus ist mit gut fünf Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank - nach dem deutschen Staat, der seit der Rettung des Instituts mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2009 größter Anteilseigner mit derzeit 15,6 Prozent ist. Cerberus hatte am Montag vor Schnellschüssen bei der Neubesetzung der Konzernspitze gewarnt. "Das plötzliche Ausscheiden des Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank erfordert ein geordnetes Nachfolgeverfahren zur Besetzung der vakanten Positionen", hatte ein Vertreter des US-Finanzinvestors gesagt. "Zuerst muss ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender gefunden werden, gefolgt von einem formellen, vom Aufsichtsrat geführten Prozess, um einen Nachfolger für den Vorstandsvorsitzenden zu bestimmen." Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann hatte vor der Sondersitzung am Mittwoch dem Deutschlandfunk gesagt: "Ich glaube nicht, dass wir uns inhaltlich mit der Strategie beschäftigen können." Verdi-Vertreter Wittmann sagte in dem Interview: "Ich erwarte von der heutigen Sitzung, dass personelle Fragen geklärt werden, dass wir einen Ausblick kriegen mit einer Zeitschiene, wie es jetzt weitergehen soll, und dass wir uns mit der Strategie dann beschäftigen, wenn wir wissen, wer sie zu verantworten hat." Zielke hatte eingeräumt, dass die im Herbst beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um die Bank im Zinstief profitabler zu machen. Er wolle den Weg für einen Neuanfang frei machen: Nötig sei ein tiefgreifender Umbau und dafür ein neuer Vorstandschef, "der vom Kapitalmarkt auch die notwendige Zeit für die Umsetzung einer Strategie bekommt", begründete Zielke seinen Rückzug. Als aussichtsreiche interne Kandidaten für den Posten des Chief Executive Officer (CEO) gelten der seit Januar als Firmenkundenvorstand tätige Roland Boekhout, ehemals Chef der Direktbank ING-Diba (heute ING Deutschland). Außerdem Finanzvorständin Bettina Orlopp. Aber auch externe Kandidaten könnte der Aufsichtsrat in Erwägung ziehen. Wer immer Zielke beerbt, wird schmerzhafte Einschnitte vorantreiben müssen. Auf dem Tisch liegen dem Vernehmen nach Pläne zu einer drastischen Verschärfung des im Herbst vorgelegten Sparkurses. Die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen könnte demnach um bis zu ein Viertel gekappt werden. Das Filialnetz soll erheblich verkleinert werden: Von ursprünglich 1000 Standorten könnten demnach gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Aber auch das Auslandsgeschäft soll eingedampft werden - nach dem Motto "weniger Masse, mehr Klasse". Dies könnte 1000 bis 1500 Vollzeitstellen im Firmenkundenbereich kosten. Zielke selbst will dem Institut im Fall einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrages finanziell entgegenkommen. Der Vorstandschef habe intern angekündigt, bei seinem Abschied auf eine variable Vergütung von rund 1,5 Millionen Euro zu verzichten, die ihm vertraglich zustehen würde. Entsprechende Informationen des "Handelsblattes" wurden der Deutschen Presse-Agentur in Finanzkreisen bestätigt. Dennoch wird Zielke - abhängig von seinem genauen Austrittstermin - voraussichtlich einen mittleren einstelligen Millionenbetrag erhalten: Sein Vertrag sieht vor, dass er sein jährliches Grundgehalt von zuletzt gut 1,67 Millionen Euro bis zum Ende der Laufzeit des Kontraktes weiterhin bezahlt bekommt. Die Commerzbank wollte sich nicht zu diesen Informationen äußern./ben/DP/men
08.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Commerzbank-Aufsichtsrat vor wichtigen Weichenstellungen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Mitten im Streit um neue Sparpläne muss der Aufsichtsrat der Commerzbank zwei Spitzenpositionen neu besetzen. Ungewiss ist allerdings, ob bei der Sitzung des Kontrollgremiums am (heutigen) Mittwoch bereits eine dauerhafte Lösung für den Aufsichtsratsvorsitz gefunden sowie über die Nachfolge für Konzernchef Martin Zielke entschieden wird. Zielke und Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann hatten am Freitag ihren Rücktritt angekündigt. Schmittmann will sein Mandat bereits zum 3. August 2020 niederlegen, Zielkes Vertrag soll einvernehmlich spätestens zum 31. Dezember des laufenden Jahres aufgelöst werden. Der Aufsichtsrat müsste sich zunächst auf ein genaues Datum für Zielkes Abschied verständigen. Allerdings gibt es bislang noch keinen Nachfolger für den seit Mai 2016 amtierenden Vorstandschef. Als aussichtsreiche interne Kandidaten für den Posten des Chief Executive Officer (CEO) gelten der seit Januar als Firmenkundenvorstand tätige Roland Boekhout, ehemals Chef der Direktbank ING-Diba (heute ING Deutschland). Außerdem Finanzvorständin Bettina Orlopp. Aber auch externe Kandidaten könnte der Aufsichtsrat in Erwägung ziehen. Zielke und Schmittmann reagieren mit ihrem Rückzug auf heftige Kritik von Investoren - namentlich des Großaktionärs Cerberus - am Kurs der Bank. Der US-Fonds hatte der Konzernführung vorgeworfen, "über Jahre eklatant versagt" zu haben. Cerberus ist mit gut fünf Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank - nach dem deutschen Staat, der seit der Rettung des Instituts mit Steuermilliarden in der Finanzkrise 2009 der größte Anteilseigner mit derzeit 15,6 Prozent ist. Zielke räumte ein, dass die im Herbst beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um die Bank im Zinstief profitabler zu machen. Er wolle den Weg für einen Neuanfang frei machen: Nötig sei ein tiefgreifender Umbau und dafür ein neuer Vorstandschef, "der vom Kapitalmarkt auch die notwendige Zeit für die Umsetzung einer Strategie bekommt", begründete Zielke seinen Rückzug. Dem Institut steht eine deutliche Verschärfung der im Herbst beschlossenen Einschnitte bevor. Auf dem Tisch liegen dem Vernehmen nach Pläne, die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen um bis zu ein Viertel zu verringern. Das Filialnetz soll erheblich verkleinert werden: Von ursprünglich 1000 Standorten könnten demnach gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Aber auch das Auslandsgeschäft soll eingedampft werden - nach dem Motto "weniger Masse, mehr Klasse". Dies könnte 1000 bis 1500 Vollzeitstellen im Firmenkundenbereich kosten. Die Diskussion über den künftigen Kurs dürfte angesichts der schwierigen Personalien zunächst in den Hintergrund treten. "Ohne neuen CEO wird es keine neue Strategie geben", hatten Investoren am Wochenende betont. Zielke selbst will dem Institut im Fall einer vorzeitigen Auflösung seines Vertrages finanziell entgegenkommen. Der Vorstandschef habe intern angekündigt, bei seinem Abschied auf eine variable Vergütung von rund 1,5 Millionen Euro zu verzichten, die ihm vertraglich eigentlich zustehen würde. Entsprechende Informationen des "Handelsblattes" wurden der Deutschen Presse-Agentur in Finanzkreisen bestätigt. Abhängig von seinem genauen Austrittstermin wird Zielke voraussichtlich dennoch einen mittleren einstelligen Millionenbetrag erhalten: Sein Vertrag sieht vor, dass er sein jährliches Grundgehalt von zuletzt gut 1,67 Millionen Euro bis zum Ende der Laufzeit des Kontraktes weiterhin bezahlt bekommt. Die Commerzbank wollte sich nicht zu den Informationen äußern./ben/DP/jha