Mini-Future | Long | Amazon | 852,40 | 775,6065

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  • WKN: MF8T7W
  • ISIN: DE000MF8T7W8
  • Mini-Future

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24.01.2020 17:48:38

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Basiswert

1.875,78 USD

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Produktbeschreibung

Mit dem Mini-Future Long auf Amazon hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Erreicht oder unterschreitet der Kurs der Aktie bei fortlaufender Beobachtung während des Beobachtungszeitraums die Stop Loss Barriere, wird das Produkt automatisch beendet und der Rückzahlungsbetrag ermittelt. Dieser Betrag hängt vom Basispreis und vom Fair Value Preis für die zugrunde liegende Aktie auf Grundlage der Kurse der Aktie während eines bestimmten Zeitraums ab, wie jeweils näher in den Endgültigen Bedingungen bestimmt. Es kann zum Totalverlust kommen.

Sowohl die Stop Loss Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Stop Loss Barriere und des Basispreises ist der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Mini Futures sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Mini Futures gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

23.01.2020 Quelle: dpa
Keine Enterprise, keine Uniformen: Die Amazon-Serie 'Star Trek: Picard'
BERLIN (dpa-AFX) - Man kann nicht behaupten, dass das Leben im 24. Jahrhundert einfacher geworden ist. Eine Supernova ist zur lebensgefährlichen Bedrohung für das Volk der Romulaner geworden. Admiral Jean-Luc Picard hat die vermutlich schwärzesten Stunden seiner Karriere erlebt, als er in der Flüchtlingskatastrophe eine Massenevakuierung anordnete und gleichzeitig ein Androidenaufstand auf dem Mars ausbrach. Die Ereignisse überschlugen sich, es gab sehr, sehr viele Tote. Sein Abschied von der Sternenflotte ist mit Schmach und Vorwürfen verbunden. 14 Jahre ist all das her, als 2399 die Handlung von "Star Trek: Picard" einsetzt. Die neue Streamingserie ist von diesem Freitag (24. Januar) an bei Amazon Prime Video verfügbar. Man kann sagen, dass sie zum besten gehört, was der Star-Trek-Kosmos bisher hervorgebracht hat. Sir Patrick Stewart, von 1987 bis 1994 Held der Serie "Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert" schlüpft wieder in die Rolle des Franzosen Picard. Dafür hat Stewart Bedingungen gestellt: "Keine Enterprise, keine Uniformen, kein "Machen Sie's so!"", wie er anlässlich der Premiere in Berlin geschildert hat. Letzteres ist ein geflügeltes Wort von der Enterprise-Kommandobrücke. "Das klingt erstmal abschreckend", gibt er zu. Aber es lohne sich zu gucken. Rund 20 Jahre lang habe bei ihm immer wieder das Telefon geklingelt, weil irgendwer ihn ins All zurückschicken wollte, erzählt der Brite. Immer wieder habe er abgelehnt. Für ihn sei Picards Geschichte auserzählt gewesen. "Ich wollte sie nicht noch einmal erzählen. Doch dann kamen diese Leute mit einer Story, einem Erzählstoff und einer bestimmten Charakterzeichnung - all das völlig unvorhersehbar und unterschiedlich zu allem, was ich vorher gemacht habe." Picard ist in der neuen Serie in die Jahre gekommen. Er muss Menschen um Hilfe bitten, um seine Mission zu erfüllen. Diese Mission hat mit dem Mädchen Dahj (Isa Briones) zu tun. Ihre Herkunft bleibt zunächst geheimnisvoll. Sind ihre Erinnerungen überhaupt echt? Woher stammen ihre Kampfkünste, derer sie sich nicht bewusst war, bis es um ihr Leben ging? Dahj sucht Picard auf, besessen von der Idee, den Weißhaarigen von irgendwoher zu kennen. Und auch Picard wird von Träumen heimgesucht, in denen er auf einen verlorenen Freund, den Androiden Data (Brent Spiner), trifft. Wesen wie Data sind seit dem Mars-Aufstand auf der Erde verboten. Ein Abenteuer beginnt, das klare Anklänge an "Blade Runner" hat. Mit dabei: Jeri Ryan als frühere Borg-Drohne Seven of Nine und Jonathan Del Arco, der früher in "Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert" und "Star Trek: Raumschiff Voyager" Auftritte hatte. Für Sir Patrick Stewart ist die weltweite Kultfigur Jean-Luc Picard bis heute eine prägende Rolle: "Die Serie änderte alles in meinem Leben - sowohl beruflich wie privat", erinnert er sich an die 80er Jahre. "Nichts blieb davon unberührt. Ich war darauf völlig unvorbereitet. Mein Agent hatte mir gesagt: "Mach Dir keine Sorgen, Du kannst eh von Glück sagen, wenn du die erste Staffel überstehst."" Es sollte anders kommen. "Ich glaube, ich habe mit den Jahren viel von Picard gelernt. Er ist ein viel besserer, klügerer und netterer Mensch als ich. Ich bin dankbar dafür."/bok/DP/jha
22.01.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: UN-Experten empört über möglichen saudischen Hacker-Angriff auf Bezos
GENF (dpa-AFX) - Nach der Enthüllung eines möglichen saudischen Hacker-Angriffs auf den "Washington Post"-Besitzer und Amazon-Gründer Jeff Bezos haben UN-Experten dringend eine Untersuchung gefordert. Dabei müssten US- und andere relevante Behörden ermitteln, ob der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman persönlich in Versuche involviert sei, vermeintliche Gegner ins Visier zu nehmen, teilten zwei unabhängige Experten des UN-Menschenrechtsbüros am Mittwoch in Genf mit. Relevant sei dies auch bei der Klärung der Frage, ob der Kronprinz in den Komplott zur Ermordung des saudischen Dissidenten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 in Istanbul verwickelt war. Die UN-Experten, die Berichterstatterin für willkürliche Hinrichtungen, Agnes Callamard, und ihr für Meinungsfreiheit zuständiger Kollege David Kaye bezogen sich auf forensische Analysen, die zuvor die britische Zeitung "Guardian" publik gemacht hatte. Die saudische Botschaft in Washington wies die Hacker-Vorwürfe via Twitter als "absurd" zurück. Nach der Analyse wurde das Handy von Bezos am 1. Mai 2018 mit "mittlerer bis hoher Wahrscheinlichkeit" mit Hilfe einer Videodatei gehackt, das von einem WhatsApp-Konto geschickt worden war, das der Kronprinz nutzt, wie die UN-Experten schreiben. Innerhalb weniger Stunden und über Monate hinweg seien massiv heimlich Daten von seinem Telefon heruntergeladen worden. Die Software sei auch bei anderen saudischen Überwachungsfällen genutzt worden. Der Kronprinz habe nach der forensischen Analyse im November 2018 und Februar 2019 private, nicht öffentlich zugängliche Informationen über Bezos' Privatleben an Bezos geschickt. Bezos hatte sich im Februar 2019 beschwert, dass intime Details aus seinem Privatleben bekannt geworden waren. Er hatte kurz zuvor die Trennung von seiner Frau bekannt gegeben. Er bezichtigte damals eine US-Boulevardzeitung der Erpressung, die ihm nach seinen Angaben gedroht hatte, Nacktfotos zu veröffentlichen. Woher die Zeitung das Material hatte, war unbekannt. Callamard und Kaye argwöhnen nun, dass saudische Akteure Bezos und die Zeitung wegen kritischer Berichterstattung über das Königreich, unter anderem durch Jamal Khashoggi, ins Visier genommen hatten. Sie verweisen auf eine monatelange saudische Online-Kampagne in sozialen Medien gegen Bezos, mit Boykottaufrufen gegen seine Firmen. Khashoggi wurde im Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet, als er dort Papiere für seine geplante Heirat abholen wollte. "Die Information, die wir bekommen haben, deutet auf die mögliche Beteiligung des Kronprinzen an der Überwachung von Bezos hin", schrieben Callamard und Kaye. Diese Hinweise seien für die Ermittlungen zum Tod von Khashoggi relevant. Callamard fand bei einer Untersuchung der Umstände des Verbrechens "glaubwürdige Beweise", die ihrer Ansicht nach auf eine Verantwortung hochrangiger saudi-arabischer Vertreter einschließlich des Kronprinzen hindeuteten. Sie verlangte in ihrem Bericht dazu an den UN-Menschenrechtsrat im Juni 2019 weitere Ermittlungen. "Die Umstände und der Zeitpunkt des Hackings und der Überwachung von Bezos verstärken den Bedarf an weiteren Ermittlungen von US- und anderen Behörden im Zusammenhang mit Vorwürfen, dass der Kronprinz die Mission zur Tötung Khashoggis in Istanbul entweder angeordnet oder dazu angestachelt hat oder zumindest von der Planung wusste und sie nicht stoppte", schrieben die UN-Experten./oe/DP/stw
22.01.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Netflix unter Druck: Die Jagd auf den Streaming-König ist eröffnet
LOS GATOS (dpa-AFX) - Starker Jahresabschluss, ungewisser Ausblick: Der Streaming-Marktführer Netflixhat sich im vierten Quartal dank Serien- und Filmhits wie "The Witcher" oder "The Irishman" überraschend gut geschlagen. Die große Herausforderung beginnt mit dem Angriff finanzstarker Kontrahenten wie des Hollywood-Giganten Walt Disney oder des iPhone-Riesen Apple aber gerade erst. Auf dem US-Heimatmarkt macht sich der starke Wettbewerb bereits bemerkbar - plötzlich bläst eine ganze Reihe neuer Rivalen zur Jagd auf Netflix. Im Brief an die Aktionäre gibt Netflix sich kämpferisch. "Wir haben einen großen Vorsprung beim Streaming und werden darauf aufbauen, indem wir uns auf das konzentrieren, auf das wir uns die letzten 22 Jahre konzentriert haben - unsere Kunden zufriedenzustellen". Doch Finanzchef Spencer Neumann räumte bei einer Konferenzschalte nach der Bilanzvorlage ein, dass es angesichts des verschärften Konkurrenzkampfes und der vergleichsweise hohen Preise von Netflix bereits eine etwas erhöhte Abwanderungsrate von Kunden gegeben habe. Insgesamt laufen die Geschäfte bislang aber noch sehr rund: Im Schlussquartal hat Netflix überraschend viele neue Kunden angelockt. Die Zahl der Bezahlabos stieg in den drei Monaten bis Ende Dezember weltweit um 8,8 Millionen, wie der Online-Videodienst am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit übertraf Netflix die eigene Prognose und auch die Markterwartungen. Ende 2019 brachte es das Unternehmen auf gut 167 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Allerdings tut sich Netflix im US-Heimatmarkt - wo neuerdings auch Disney und Apple mit Streaming-Services am Start sind - weiter schwer. Hier kamen im vierten Quartal nur 423 000 Abo-Kunden hinzu. Das waren deutlich weniger als angenommen, was die Aktie schon nachbörslich zwischenzeitlich belastete. Zum US-Börsenstart am Mittwoch gab der Kurs dann zunächst um rund drei Prozent nach. Insgesamt ist Netflix an der Wall Street schon länger kein Überflieger mehr - die US-Börsenrally des vergangenen Jahres ging am Streaming-König aus dem kalifornischen Los Gatos vorbei. Dass Netflix sich auf wachstumsschwächere Zeiten einstellt, macht der Ausblick auf das laufende Vierteljahr deutlich. Die Firma stellt einen globalen Zuwachs von sieben Millionen Kunden in Aussicht - deutlich weniger als von Analysten erwartet. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2019 waren 8,9 Millionen neue Abonnenten hinzugekommen. Das Problem: Der US-Markt ist inzwischen relativ übersättigt. Hinzu kommt, dass neue Konkurrenten wie Disney, Apple, Viacom oder Comcast, aber auch etablierte Rivalen wie Amazon oder Hulu Netflix mit ihren Streaming-Services preislich unterbieten - zum Teil erheblich. Unterschätzen sollte den Marktführer aber keiner. So überraschten Gewinn und Umsatz im Schlussquartal positiv. Netflix erzielte einen Überschuss von 587 Millionen Dollar (530 Mio Euro), im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte die Firma lediglich 134 Millionen verdient. Die Erlöse wuchsen auf 5,5 Milliarden Dollar - ein deutliches Plus von 31 Prozent im Jahresvergleich. Das Unternehmen, das einst mit Serien wie "House of Cards" neue Maßstäbe im Online-TV setzte, gibt mit seinen Inhalten auch heute noch oft genug den Takt vor. Mit der Serie "The Witcher", die pünktlich zur Weihnachtszeit mit viel Marketingaufwand startete, lieferte Netflix nach eigenen Angaben seine bislang meistgeguckte erste Staffel einer neuen Show. 76 Millionen Kundenkonten hätten das Fantasy-Spektakel in den ersten vier Wochen verfolgt. Jedoch relativiert - abgesehen davon, dass hohe Einschaltquoten für neue Produktionen angesichts der stark gestiegenen Kundenzahl inzwischen leichter erreichbar sind als früher - eine neue Auswertungsmethode die Erfolgsmeldung. So zählt Netflix nun alle Kunden als Zuschauer, die einen Inhalt zwei Minuten streamen. Vorher mussten 70 Prozent der Sendung angeschaut werden. Unabhängig von solchen statistischen Kniffen stehen aber weiterhin viele Netflix-Produktionen bei Kritikern hoch im Kurs. Vergangene Woche erst erhielten 24 von ihnen Oscar-Nominierungen, damit stach der Streaming-Dienst alle anderen Hollywood-Studios aus. Bereits im vorigen Jahr hatte es Netflix mit dem Schwarz-Weiß-Film "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuarón erstmals in die prestigeträchtige Top-Sparte "Bester Film" geschafft. In diesem Jahr hat das Unternehmen in dieser begehrten Kategorie mit "The Irishman" und "Marriage Story" gleich doppelte Chancen. Um die Konkurrenz auf Distanz zu halten, greift Netflix allerdings auch tief in die Tasche. Im vergangenen Jahr leistete sich das Unternehmen ein Produktionsbudget von 15 Milliarden Dollar, 2020 könnte noch mehr ausgegeben werden. Doch auch mit all dem Geld lässt sich nicht alles kaufen. Die Rechte an zwei der beliebtesten Shows hat Netflix verloren - "Friends" wird künftig beim Erzrivalen HBO laufen und "The Office" ab 2021 beim neuen Comcast-Service Peacock./hbr/DP/stw
22.01.2020 Quelle: dpa
UN-Experten empört über möglichen saudischen Hacker-Angriff auf Bezos
GENF (dpa-AFX) - Nach Berichten über einen möglichen Hacker-Angriff auf den "Washington Post"-Besitzer und Amazon-Gründer Jeff Bezos haben UN-Experten eine dringende Untersuchung gefordert. Dabei müssten US- und andere relevante Behörden ermitteln, ob der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman persönlich in Versuche involviert sei, vermeintliche Gegner ins Visier zu nehmen, teilte die unabhängige Menschenrechtsberichterstatterin für willkürliche Hinrichtungen, Agnes Callamard, und ihr für Meinungsfreiheit zuständiger Kollege, David Kaye, am Mittwoch in Genf mit. Die Zeitung "Guardian" hatte berichtet, das Handy von Bezos sei 2018 gehackt worden, womöglich durch eine verschlüsselte WhatsApp-Nachricht, die offenbar vom persönlichen Konto des Kronprinzen gesendet worden sei. Für die "Washington Post" schrieb der saudische Dissident Jamal Khashoggi als Kolumnist. Er wurde im Oktober 2018 von einem saudischen Kommando in Istanbul ermordet. Die saudische Botschaft in Washington wies die Hacker-Vorwürfe via Twitter als "absurd" zurück. "Die Information, die wir bekommen haben, deutet auf die mögliche Beteiligung des Kronprinzen an der Überwachung von Bezos hin", schrieben Callamard und Kaye. Diese Hinweise seien für die Ermittlungen zum Tod von Khashoggi relevant. Callamard fand bei einer Untersuchung der Umstände des Verbrechens "glaubwürdige Beweise", die ihrer Ansicht nach auf eine Verantwortung hochrangiger saudi-arabischer Vertreter einschließlich des Kronprinzen hindeuteten. Sie verlangte in ihrem Bericht dazu an den UN-Menschenrechtsrat im Juni 2019 weitere Ermittlungen./oe/DP/stw
22.01.2020 Quelle: dpa
WDH/ROUNDUP/Netflix unter Druck: Die Jagd auf den Streaming-König ist eröffnet
(Am Ende des ersten Absatzes wurde ein Tippfehler entfernt: Netflix statt Netlix.) LOS GATOS (dpa-AFX) - Starker Jahresabschluss, ungewisser Ausblick: Der Streaming-Marktführer Netflixhat sich im vierten Quartal dank Serien- und Filmhits wie "The Witcher" oder "The Irishman" überraschend gut geschlagen. Die große Herausforderung beginnt mit dem Angriff finanzstarker Kontrahenten wie dem Hollywood-Giganten Walt Disney oder dem iPhone-Riesen Apple aber gerade erst. Auf dem US-Heimatmarkt macht sich der starke Wettbewerb bereits bemerkbar - plötzlich bläst eine ganze Reihe neuer Rivalen zur Jagd auf Netflix. Im Brief an die Aktionäre gibt Netflix sich kämpferisch. "Wir haben einen großen Vorsprung beim Streaming und werden darauf aufbauen, indem wir uns auf das konzentrieren, auf das wir uns die letzten 22 Jahre konzentriert haben - unsere Kunden zufriedenzustellen". Doch Finanzchef Spencer Neumann räumte bei einer Konferenzschalte nach der Bilanzvorlage ein, dass es angesichts des verschärften Konkurrenzkampfes und der vergleichsweise hohen Preise von Netflix bereits eine etwas erhöhte Abwanderungsrate von Kunden gegeben habe. Insgesamt laufen die Geschäfte bislang aber noch sehr rund: Im Schlussquartal hat Netflix überraschend viele neue Kunden angelockt. Die Anzahl der Bezahlabos stieg in den drei Monaten bis Ende Dezember weltweit um 8,8 Millionen, wie der Online-Videodienst am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit übertraf Netflix die eigene Prognose und auch die Markterwartungen. Ende 2019 brachte es das Unternehmen auf gut 167 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Allerdings tut sich Netflix im US-Heimatmarkt - wo neuerdings auch Disney und Apple mit Streaming-Services am Start sind - weiter schwer. Hier kamen im vierten Quartal nur 423 000 Abo-Kunden hinzu. Das waren deutlich weniger als angenommen, was die Aktie nachbörslich kurzzeitig belastete, wenngleich der Kurs rasch wieder ins Plus drehte. Insgesamt ist Netflix an der Wall Street jedoch schon länger kein Überflieger mehr - die US-Börsenrally des vergangenen Jahres ging am Streaming-König aus dem kalifornischen Los Gatos vorbei. Dass Netflix sich auf wachstumsschwächere Zeiten einstellt, macht der Ausblick auf das laufende Vierteljahr deutlich. Die Firma stellt einen globalen Zuwachs von sieben Millionen Kunden in Aussicht - deutlich weniger als von Analysten erwartet. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2019 waren 8,9 Millionen neue Abonnenten hinzugekommen. Das Problem: Der US-Markt ist inzwischen relativ übersättigt. Hinzu kommt, dass neue Konkurrenten wie Disney, Apple, Viacom oder Comcast, aber auch etablierte Rivalen wie Amazon oder Hulu Netflix mit ihren Streaming-Services preislich unterbieten - zum Teil erheblich. Unterschätzen sollte den Marktführer aber keiner. So überraschten Gewinn und Umsatz im Schlussquartal positiv. Netflix erzielte einen Überschuss von 587 Millionen Dollar (530 Mio Euro), im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte die Firma lediglich 134 Millionen verdient. Die Erlöse wuchsen auf 5,5 Milliarden Dollar - ein deutliches Plus von 31 Prozent im Jahresvergleich. Das Unternehmen, das einst mit Serien wie "House of Cards" neue Maßstäbe im Online-TV setzte, gibt mit seinen Inhalten auch heute noch oft genug den Takt vor. Vergangene Woche erst erhielten 24 Netflix-Produktionen Oscar-Nominierungen, damit stach der Streaming-Dienst alle anderen Studios aus. Bereits im vorigen Jahr hatte es Netflix mit dem Schwarz-Weiß-Film "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuarón erstmals in die prestigeträchtige Top-Sparte "Bester Film" geschafft. In diesem Jahr hat das Unternehmen in dieser begehrten Kategorie mit "The Irishman" und "Marriage Story" gleich doppelte Chancen. Um die Konkurrenz auf Distanz zu halten, greift Netflix allerdings auch tief in die Tasche. Im vergangenen Jahr leistete sich das Unternehmen ein Produktionsbudget von 15 Milliarden Dollar, 2020 könnte noch mehr ausgegeben werden. Doch auch mit all dem Geld lässt sich nicht alles kaufen. Die Rechte an zwei der beliebtesten Shows hat Netflix verloren - "Friends" wird künftig beim Erzrivalen HBO laufen und "The Office" ab 2021 beim neuen Comcast-Service Peacock./hbr/DP/fba