Faktor-Zertifikat | 6,00 | Long | Siemens

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  • WKN: MF8LFA
  • ISIN: DE000MF8LFA7
  • Faktor-Zertifikat

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Basiswert

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Siemens hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Siemens hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
06.02.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 94,15 EUR
  • 97,92 EUR
  • 0,51
  • 92,38 EUR
  • 96,08 EUR
  • 0,54
31.01.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 83,77 EUR
  • 87,13 EUR
  • 2,14
  • 80,82 EUR
  • 84,06 EUR
  • 2,16

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

03.08.2020 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS 3: Kapitalerhöhung für Übernahme belastet Siemens Healthineers
(neu: Aktienkurs im 1. Absatz aktualisiert und Analystenkommentar im 4. Absatz) FRANKFURT (dpa-AFX) - Die geplante Kapitalerhöhung zur Finanzierung einer Milliardenübernahme in den USA hat die Aktien des Medizintechnikkonzerns Siemens Healthineers am Montag belastet. Sie fielen als MDax-Schlusslicht um 9 Prozent auf gut 40 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai. Dabei hatte es am Morgen noch so ausgesehen, als würde die Aussicht auf einen Aufstieg in den Dax und recht robuste Quartalszahlen die Anteilverwässerung durch die Kapitalmaßnahme kompensieren: Im vorbörslichen Handel hatte die Aktie noch deutlich zugelegt. Healthineers will mit dem Kauf des US-Konzern Varian für 16,4 Milliarden US-Dollar (14 Mrd Euro) das Geschäft mit der Krebsforschung und -therapie ausbauen. Finanzieren will das Unternehmen die Übernahme in etwa je zur Hälfte über Kredite und über neues Eigenkapital, das sich die Erlangener über die Ausgabe neuer Aktien beschaffen wollen. Zunächst wird aber die Konzernmutter Siemens einen Brückenkredit von 15,2 Milliarden Euro bereitstellen, der dann bis zur Hälfte mit einer Kapitalerhöhung ersetzt werden soll. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag müssten zur Refinanzierung des halben Kredits rund 170 Millionen neue Aktien ausgeben werden; damit würde das Aktienkapital um 17 Prozent steigen. Es könnte am Ende aber auch mehr werden. Analyst Elmar Kraus von der DZ Bank sagte, Siemens Healthineers kaufe sich für einen "stolzen Preis" wieder in ein Segment ein, das das Unternehmen vor Jahren aufgegeben habe - "vorwiegend aufgrund der Konkurrenz durch Varian", wie Kraus hinzufügte. Interessanten Wachstumsaussichten stünden der hohe Preis und die Verwässerung der Anteile der Altaktionäre gegenüber. Analyst Scott Bardo von der Privatbank Berenberg sprach in einer ersten Reaktion von einem umsichtigen und mutigen Schritt. Der Deal biete strategische Vorteile und sei finanziell in einigen Aspekten attraktiv. Da die Konzernmutter Siemens sich an der Kapitalerhöhung nicht beteiligt, wird der Streubesitz der Siemens-Healthineers-Aktien steigen, was auch zu einem höheren Handelsvolumen führen dürfte. Da das ein wichtiges Kriterium für die Aufnahme in den Dax ist, kann sich der Konzern nun auch Hoffnung auf einen Aufstieg in die erste Börsenliga machen. Absolut gesehen hat die Siemens-Tochter eigentlich das Zeug für den Dax. Mit einem Börsenwert von rund 41 Milliarden Euro würde Healthineers nur knapp außerhalb der Top 10 im Index liegen. Derzeit ist allerdings der für die Dax-Aufnahme relevante Börsenwert des Streubesitzes zu gering. Dieser wird durch die geplante Anteilsreduzierung von Siemens steigen./bek/he
03.08.2020 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS 2: Kapitalerhöhung für Übernahme belastet Siemens Healthineers
(neu: Aktienkurs und mehr Details) FRANKFURT (dpa-AFX) - Die geplante Kapitalerhöhung zur Finanzierung einer Milliardenübernahme in den USA hat die Aktien des Medizintechnikkonzerns Siemens Healthineers am Montag belastet. Sie fielen in den ersten Handelsminuten als MDax-Schlusslicht um bis zu sechs Prozent auf 41,26 Euro. Dabei hatte es am Morgen noch so ausgesehen, als würden ein möglicher Dax-Aufstieg und die überraschend robuste Entwicklung im dritten Geschäftsquartal die Anteilsverwässerung durch den Kapitalschritt kompensieren können: So hatten die Aktie auf der Handelsplattform Tradegate noch deutlich zugelegt. Analyst Scott Bardo von der Privatbank Berenberg sprach in einer ersten Reaktion von einem umsichtigen und mutigen Schritt. Er biete strategische Vorteile und sei finanziell in einigen Aspekten attraktiv. Bardo lobte ebenfalls die Zahlen für das dritte Quartal. Zwar habe die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen, wie der Umsatzrückgang zeige. Doch seien die Gewinnmargen besser ausgefallen als gedacht. Das Geschäft mit der Bildgebung habe sich als robust erwiesen und die Präzisionsmedizin habe sich in Anbetracht der Umstände gut entwickelt. Ein Händler wertete die Resultate des abgelaufenen Geschäftsquartals ebenfalls positiv, blickt auf die Übernahme von Varian aber verhaltener. Er moniert den Kaufpreis, der doch recht hoch erscheine. Healthineers will mit dem Kauf des US-Konzern Varian für 16,4 Milliarden US-Dollar (14 Mrd Euro) das Geschäft mit der Krebsforschung und -therapie ausbauen. Finanzieren will das Unternehmen die Übernahme in etwa je zur Hälfte über Kredite und über neues Eigenkapital, das sich die Erlangener über die Ausgabe neuer Aktien beschaffen wollen. Zunächst wird aber die Konzernmutter Siemens einen Brückenkredit von 15,2 Milliarden Euro bereitstellen, der dann bis zur Hälfte mit einer Kapitalerhöhung ersetzt werden soll. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag müssten zur Refinanzierung des halben Kredits rund 170 Millionen neue Aktien ausgeben werden; damit würde das Aktienkapital um 17 Prozent steigen. Es könnte am Ende aber auch mehr werden. Da die Konzernmutter Siemens sich an der Kapitalerhöhung nicht beteiligt, wird der Streubesitz der Siemens-Healthineers-Aktien steigen, was auch zu einem höheren Handelsvolumen führen dürfte. Da das ein wichtiges Kriterium für die Aufnahme in den Dax ist, kann sich der Konzern nun auch Hoffnung auf einen Aufstieg in die erste Börsenliga machen. Absolut gesehen hat die Siemens-Tochter eigentlich das Zeug für den Dax. Mit einem Börsenwert von rund 41 Milliarden Euro würde Healthineers nur knapp außerhalb der Top 10 im Dax liegen. Derzeit ist allerdings der für die Dax-Aufnahme relevante Börsenwert des Streubesitzes zu gering. Dieser wird durch die geplante Anteilsreduzierung von Siemens steigen./mis/zb/jha/
03.08.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Siemens Healthineers mit Rekordzukauf auf Dax-Kurs - Aktie verliert
(neu: Kursentwicklung im 2. Absatz) ERLANGEN (dpa-AFX) - Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers will sein Geschäft mit der Krebsforschung und -therapie durch eine milliardenschwere Übernahme deutlich ausbauen. Dazu strebt Healthineers den Kauf des US-Konzerns Varian für 16,4 Milliarden US-Dollar (14 Mrd Euro) an, wie Siemens Healthineers am Sonntag in Erlangen mitteilte. Es ist die bisher größte Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. Die Konzernmutter Siemens stellt eine Brückenfinanzierung bereit. Zudem plant Healthineers eine Kapitalerhöhung. Damit könnte der Siemens-Tochter der Aufstieg in den Dax winken. An der Börse sorgte die Nachricht aber erst einmal für Kursverluste, auch wenn viele Experten wie etwa die Goldman-Sachs-Analystin Veronika Dubajova oder Berenberg-Analyst Scott Bardo den Deal als sinnvollen strategischen Schritt einstuften. Auf der anderen Seite ist er sehr teuer und soll auch durch die Ausgabe vieler neuer Aktien finanziert werden. Die Aktie verlor in den ersten Minuten des Xetra-Handels gut vier Prozent auf 42 Euro, nachdem sie vorbörslich auf der Plattform Tradegate zeitweise deutlich zugelegt hatte. Mit Varian verbindet Healthineers seit 2012 eine strategische Partnerschaft. Der Vorstand des US-Konzerns stimmte dem Plan zu und empfiehlt den Anteilseignern, die Offerte anzunehmen. Die Übernahme soll voraussichtlich in der ersten Hälfte 2021 abgeschlossen werden und steht unter Vorbehalt der Zustimmung der Regulierungsbehörden. Healthineers mache mit der Übernahme einen erheblichen Sprung nach vorne, sagte Konzernchef Bernd Montag. Den Preis nannte er in einer Telefonkonferenz "vernünftig". Varian verfüge über ein stabiles Geschäft und eine hohe Innovationskraft. Die Varian-Aktionäre, die der Übernahme ebenfalls noch zustimmen müssen, sollen 177,50 Dollar je Aktie erhalten. Das ist in etwa ein Viertel mehr als die Anteile am Freitagabend gekostet hatten. Nimmt man den durchschnittlichen Kurs der vergangenen 30 Tage, liegt die Prämie Montag zufolge bei rund 42 Prozent. Varian setzte im vergangenen Geschäftsjahr rund 3,2 Milliarden Dollar um und erzielte dabei eine operative Marge von 17 Prozent. Durch den Zukauf sieht Healthineers Synergien beim operativen Ergebnis (Ebit) von mindestens 300 Millionen Euro pro Jahr im Geschäftsjahr 2025. In den Jahren darauf dürften diese nochmals "signifikant" steigen, sagte Finanzvorstand Jochen Schmitz. Innerhalb der ersten zwölf Monate nach Vollzug soll Varian zudem positiv zum bereinigten Ergebnis je Aktie beitragen. Finanzieren will Healthineers die Übernahme in etwa zur Hälfte über Kredite und zur anderen Hälfte über neues Eigenkapital, das sich die Erlangener über die Ausgabe neuer Aktien beschaffen wollen. So stelle die Konzernmutter Siemens einen Brückenkredit von 15,2 Milliarden Euro bereit. Healthineers will diese bis zur Hälfte mit einer Kapitalerhöhung ersetzen. Dabei soll das Bezugsrecht der Aktionäre voraussichtlich ausgeschlossen werden. Gemessen am aktuellen Kurs müsste das Unternehmen zur Refinanzierung des halben Kredits fast 180 Millionen neue Aktien ausgeben; damit würde das Aktienkapital um 18 Prozent steigen Da eine Kapitalerhöhung in diesem Volumen meist auf den Kurs drückt, könnte der Wert auch höher ausfallen, zumal die Mutter Siemens keine neuen Anteile erwerben will. Um die Ausgabe der neuen Anteile ohne das Bezugsrecht über die Bühne zu bringen, darf das Eigenkapital in einem Schritt nicht um mehr als zehn Prozent steigen. Daher muss Siemens Healthineers die Platzierung wahrscheinlich aufteilen. Der Konzern selbst kündigte an, in einem ersten Schritt noch 2020 - abhängig von Marktkonditionen, neue Aktien prospektfrei anzubieten. Schmitz erklärte, zunächst den Beschluss zum genehmigten Kapital auszuschöpfen. Danach könnte sich Healthineers auf der Hauptversammlung die Genehmigung für den Rest der Kapitalerhöhung holen. Siemens begrüßte die Übername. Durch die geplante Kapitalerhöhung wird der Anteil von Siemens an der Erlangener Tochter von 85 Prozent auf etwa 72 Prozent sinken, wie die Münchner ebenfalls am Sonntag mitteilten. Das zusätzliche Fremdkapital soll extern durch die finanzstarke Mutter Siemens in Form von Anleihen aufgenommen und über konzerninterne Darlehen zu marktüblichen Bedingungen an Healthineers weitergegeben werden, teilte der Konzern mit. Dabei strebt Siemens den Erhalt seines "A+/A1"-Ratings an. Die steigende Verschuldung will Healthineers möglichst schnell wieder senken. Die hohe Mittelgenerierung des fusionierten Geschäfts ermögliche einen raschen Abbau, zeigte sich Schmitz zuversichtlich. Die Akquisition werde Healthineers "entscheidend voranbringen", sagte Siemens-Chef Joe Kaeser. "Ein derartiger transformatorischer Schritt wäre in der Konglomeratsstruktur der alten Siemens AG nicht möglich gewesen", fügte er hinzu. Siemens werde dabei als langfristiger Mehrheitsaktionär an Healthineers beteiligt bleiben, hieß es von Kaesers Stellvertreter und designiertem Konzernchef Roland Busch. Healthineers ist 2018 an die Börse gegangen. Dort kam das Unternehmen mit seinen 50 000 Mitarbeitern bisher gut an. Zuletzt kostete die Aktie knapp 42 Euro und lag damit nur etwas unter ihrem Rekordhoch von gut 47 Euro von Ende Mai. Die Bewertung liegt bei über 40 Milliarden Euro. Derzeit ist die Aktie im Mittelwertesegment MDax notiert. Durch den steigenden Streubesitz und das zu erwartende höhere Handelsvolumen winkt Healthineers auch die Aufnahme in den Dax. Dies sei nur "eine Frage der Zeit", sagte Montag. Und Schmitz erklärte, spätestens zur regulären Überprüfung des Index im kommenden Jahr durch die Deutsche Börse sei ein Aufstieg möglich. Healthineers zog zudem die Veröffentlichung des Quartalsberichts um einen Tag auf Sonntag vor. Demnach rechnet das Unternehmen in den letzten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019/2020 nach der zuletzt coronabedingten Schwäche wieder mit deutlich besseren Geschäften und wagt jetzt auch wieder eine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr. "Für das vierte Quartal erwarten wir eine deutliche Verbesserung unserer Geschäftsentwicklung im Vergleich zum dritten Quartal", sagte Montag. So hätten sich Test- und Untersuchungsvolumina wieder weitgehend von ihren Tiefständen erholt, so Schmitz, der erklärte, das Unternehmen habe die Talsohle hinter sich gelassen. Healthineers rechnet der neuen Prognose zufolge im Ende September auslaufenden Geschäftsjahr 2020 mit einem stabilen Umsatz auf vergleichbarer Basis - also ohne Übernahme- und Währungseffekte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,54 und 1,62 (Vorjahr: 1,70) Euro liegen. Ursprünglich hatte Healthineers bei beiden Werten mit einem Anstieg gerechnet, diese Prognose aber Anfang Mai wegen der coronabedingten Unsicherheiten zurückgezogen. Im dritten Quartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresabschnitt um 7,2 Prozent auf 3,31 Milliarden Euro zurück - auf vergleichbarer Basis habe der Rückgang 6,9 Prozent betragen. Dabei belastete die Corona-Krise insbesondere das Diagnostikgeschäft, da das Testaufkommen für Routine-Untersuchungen sank. In der Bildgebung und in der Präzisionsmedizin fielen die Rückgänge deutlich geringer aus. Das um Sondereffekte bereinigte Ebit fiel um 15 Prozent auf 461 Millionen Euro. Nach Steuern verdiente Healthineers 271 Millionen Euro im Vergleich zu 353 Millionen Euro im Vorjahr. Damit erfüllte der Konzern beim Umsatz die Erwartungen der Experten und übertraf sie beim operativen Ergebnis./nas/zb/he/jha/
03.08.2020 Quelle: dpa
AKTIE IM FOKUS: Milliardenkauf und Dax-Hoffnung treiben Siemens Healtineers an
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der mit einer Übernahme geplante Ausbau des Geschäft mit der Krebsforschung und -therapie kommt bei den Aktionären des Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers offenbar gut an. Die Aktien stiegen am Montagmorgen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vom Freitag um knapp drei Prozent auf 45,195 Euro. Damit rückt das Rekordhoch bei 47,26 Euro in greifbare Nähe. In den ersten Minuten des Tradegate-Handels war das Papier mit knapp 48 Euro sogar schon mal darüber. Healthineers will den US-Konzern Varian für 16,4 Milliarden Dollar (14 Mrd Euro) übernehmen und den Deal auch mit einer Kapitalerhöhung finanzieren. Die Konzernmutter Siemens stellt zunächst eine Brückenfinanzierung bereit. Angesicht des Wachstum könnte der Siemens-Tochter der Aufstieg in den Dax winken. Analyst Scott Bardo von der Privatbank Berenberg sprach in einer ersten Reaktion von einem umsichtigen und mutigen Schritt. Er biete strategische Vorteile und sei finanziellen in einigen Aspekten attraktiv. Zudem werde der Streubesitz der Aktien steigen, die Konzernmutter Siemens keine neuen Anteile erwerben will. Da könnte einen Aufstieg in den deutschen Leitindex Dax ermöglichen. Bardo lobte ebenfalls die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal. Zwar habe die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen, wie der Umsatzrückgang zeige. Doch seien die Gewinnmargen besser ausgefallen als gedacht. Das Geschäft mit der Bildgebung habe sich als robust erwiesen und die Präzisionsmedizin habe sich in Anbetracht der Umstände gut entwickelt. Ein Händler wertete die Resultate des abgelaufenen Geschäftsquartals ebenfalls positiv, blickt auf die Übernahme von Varian aber verhaltener. Er moniert den Kaufpreis, der doch recht hoch erscheine./mis/zb