Faktor-Zertifikat | 5,00 | Short | Deutsche Börse

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  • WKN: MF8LAC
  • ISIN: DE000MF8LAC4
  • Faktor-Zertifikat

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17.02.2020 10:04:46

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Basiswert

154,38 EUR

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Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Deutsche Börse hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
09.05.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 145,2552 EUR
  • 139,45 EUR
  • 0,22
  • 141,5353 EUR
  • 135,88 EUR
  • 0,23

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 17.02.2020 07:17:58 Quelle: dpa
Deutsche Börse weiter auf Höhenflug - Weimer kündigt neue Pläne an
FRANKFURT/ESCHBORN (dpa-AFX) - Beim traditionellen Neujahrsempfang der Deutschen Börse Anfang Februar zeigte sich Konzernchef Theodor Weimer in bester Stimmung. Der seit gut zwei Jahren amtierende Manager hat allen Grund dazu: Die Geschäfte des Frankfurter Marktbetreibers laufen blendend, der Aktienkurs eilt von Rekord zu Rekord und zuletzt gelang auch noch einer der begehrten Zukäufe: Für umgerechnet rund 360 Millionen Euro sicherte sich die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream 51 Prozent der UBS-Fondsvertriebsplattform Fondcenter. An diesem Montag (17.2.) veröffentlicht der Dax-Konzern nach Börsenschluss die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr, tags darauf stellt sich der Vorstand den Fragen der Finanzpresse. Analysten erwarten bei Umsatz und Gewinn kräftige Zuwächse. Von Bloomberg befragte Experten rechnen bei den Nettoerlösen mit einem Plus von rund fünf Prozent auf etwas mehr als 2,9 Milliarden Euro. Beim Überschuss wird der Sprung über die Marke von einer Milliarde Euro erwartet: Im Schnitt liegen die Prognosen der Analysten bei 1,02 Milliarden Euro - das wäre ein Plus von 24 Prozent zum Vorjahr. "Wir sind mehr als eine solide Gewinnmaschine. Wir entwickeln uns stetig nach vorne", sagte Weimer beim Neujahrsempfang. Der langjährige Chef der Hypovereinsbank hatte die Führung des Dax-Konzerns nach dem Krisenjahr 2017 übernommen. Im dem Jahr war der geplante Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE gescheitert, ein auf den damaligen Konzernchef Carsten Kengeter zugeschnittenes Vergütungsprogramm zog Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen möglichen Insiderhandels nach sich. Inzwischen steht das Tagesgeschäft wieder im Vordergrund. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2018 hatte Weimer das Ziel ausgegeben, den Umsatz quer durch alle Einheiten organisch, also aus eigener Kraft, steigern zu wollen. In den vergangenen Jahren kam die Deutsche Börse in allen Bereichen voran. Das Unternehmen profitierte auch davon, dass wegen der Verunsicherung infolge internationaler Handelskonflikte und dem Drama um den Brexit mehr gehandelt wurde. Wie er sich den weiteren Kurs der Deutschen Börse für die nächsten drei Jahre vorstellt, will Weimer den Investoren beim Kapitalmarkttag am 28. Mai in London vorstellen. Angesichts des Höhenflugs der Aktie machte Weimer schon mal Werbung für Europas zweitwertvollsten Börsenbetreiber: "Ich kann es mir nicht verkneifen, insbesondere die deutschen Investoren darauf hinzuweisen, dass sie nur mit 17 Prozent an diesem wunderbaren Unternehmen beteiligt sind. Mensch Leute, investiert doch da, wo das Geld zu verdienen ist!" Für Weimer selbst zahlt sich der Erfolg der vergangenen Jahre auf jeden Fall aus. Ende vergangener Woche hatte der Aufsichtsrat seinen bis Ende 2020 laufenden Vertrag um vier Jahre verlängert. Er soll die Deutsche Börse bis Ende 2024 führen. "Theodor Weimer hat seit seinem Amtsantritt vor etwas mehr als zwei Jahren die Deutsche Börse in überzeugender Weise geführt", sagte Aufsichtsratschef Joachim Faber./ben/zb/DP/zb
06.02.2020 Quelle: dpa
DEUTSCHE BÖRSE IM FOKUS: Weimers Höhenflug hält an - Warten auf neue Pläne
FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim traditionellen Neujahrsempfang der Deutschen Börse Anfang Februar herrschte eitel Sonnenschein. Der jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren amtierende Konzernchef Theodor Weimer war bestens gelaunt - und das nicht ohne Grund. Die Geschäfte laufen blendend, der Aktienkurs eilt von Rekord zu Rekord und zuletzt gelang ihm auch einer der von ihm vollmundig angekündigten ergänzenden Zukäufe. Was bei der Deutschen Börse los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht. DAS IST LOS BEI DER DEUTSCHEN BÖRSE: Nach wie vor halten die hohe Nachfrage nach Absicherung von Risiken, der Aufbewahrung von Wertpapieren und der Handel von Aktien die Deutsche Börse auf Erfolgskurs. Zudem haben die Investoren weiter die Hoffnung, dass der Börsenbetreiber von einer stärkeren Regulierung von einigen Marktplätzen wie dem Handel mit Devisen oder Rohstoffen profitieren kann. In diesem Segment hatte die Deutsche Börse in den vergangenen Jahren immer wieder zugekauft, meist aber kleinere Anbieter. Der große geplante Wurf mit der Refinitiv-Devisenhandelsplattform FXall blieb Weimer verwehrt, da sich der Konkurrent aus London, die London Stock Exchange (LSE), für 27 Milliarden Dollar den Finanzdatenanbieter Refinitiv im Ganzen geschnappt hat. Damit ist Weimer weiter auf der Suche von Handelsplätzen für Devisen und Währungen. In einem anderem Segment konnte er aber Anfang des Jahres zuschlagen - und zwar im Fondsbereich. Für umgerechnet rund 360 Millionen Euro sicherte sich die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream 51 Prozent der UBS-Fondsvertriebsplattform Fondcenter - eine Komplettübernahme ist nicht ausgeschlossen. Die Übernahme sei ein weiterer strategischer Schritt zur Erreichung der von Weimer verordneten Ziele innerhalb der sogenannten "Roadmap 2020", hatte es bei der Ankündigung der Übernahme geheißen. Der frühere HVB-Chef will den Börsenbetreiber unter anderem mit Übernahmen unabhängiger vom Aktien- und Derivategeschäft machen. Ein Kandidat könnte dabei die State-Street-Plattform Currenex sein. Die "Financial Times" hatte Anfang Januar berichtet, dass die US-Bank diese verkaufen will und deshalb unter anderem mit dem deutschen Börsenbetreiber spricht. Von den Unternehmen gab es dazu keinen Kommentar. Geld genug haben die Frankfurter. UBS-Analyst Michael Werner bezifferte den finanziellen Spielraum auch nach der Fondcenter-Übernahme auf bis zu 1,7 Milliarden Euro, ohne neue Aktien ausgeben zu müssen. Aber selbst eine Kapitalerhöhung dürfte bei dem aktuellen Marktumfeld und der hohen Nachfrage nach den Deutsche-Börse-Titeln kein Problem sein. Zudem sollten innerhalb der 2018 festgelegten Roadmap 2020 mit neuen Technologien und der Verlagerung von Stellen die Effizienz gesteigert werden, ohne dabei die Suche nach Wachstumsoptionen zu vernachlässigen. Außerdem hatte Weimer im Mai 2018 - also kurz nach seinem Amtsantritt - angekündigt, den Umsatz quer durch alle Einheiten organisch steigern zu wollen. In den vergangenen Jahren kam er in allen Bereichen voran, so dass die Investoren gespannt warten, was er bei dem Kapitalmarkttag am 28. Mai in London vorstellen will. Beim Neujahrsempfang kündigte er auf jeden Fall schon mal an, dass er da den Weg für die kommenden drei Jahre präsentieren will. Mitte Februar steht er aber erst einmal der Presse zur Bilanz des vergangenen Jahres Rede und Antwort. Wie schon bei der 2018er-Bilanz wird er ein kräftiges Plus beim Gewinn und auch einen Anstieg beim Umsatz im Gepäck haben. Die von Bloomberg befragten Experten rechnen derzeit bei den Nettoerlösen mit einem Plus von rund fünf Prozent auf etwas mehr als 2,9 Milliarden Euro. Beim Überschuss wird der Sprung über die Marke von einer Milliarde Euro erwartet. Die Durchschnittsprognose liegt aktuell bei 1,02 Milliarden Euro - das wäre ein Plus von 24 Prozent. DAS MACHT DIE AKTIE: Das Papier kennt seit dem Amtsantritt Weimers so gut wie nur eine Richtung - die nach oben. Seit seinem Start, der das Ende der unrühmlichen Ära seines Vorgänger Carsten Kengeter inklusive der geplatzten Übernahme der London Stock Exchange und einer Insider-Affäre markierte, zog der Kurs um rund 55 Prozent an. Damit zählte das Papier zu den besten Titeln im Dax, der im gleichen Zeitraum lediglich fünf Prozent zulegen konnte. Kurz nach dem Neujahrsempfang und rund zwei Wochen vor Bekanntgabe der 2019er-Zahlen hatte die Aktie mit 152 Euro ein Rekordhoch markiert. Der Höhenflug hatte die Aktie auch in die Beletage der europäischen Aktiengesellschaften befördert - seit September ist das Papier im Eurozonen-Auswahlindex EuroStoxx 50 gelistet. Der Börsenwert liegt aktuell bei knapp 29 Milliarden Euro, womit die Deutsche Börse das mit Abstand wertvollste Finanzunternehmen am Standort Frankfurt ist. Das Unternehmen ist inzwischen deutlich mehr wert als die Deutsche Bank (18 Mrd Euro) und die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank (7,1 Mrd Euro) zusammen. Doch trotz der jüngsten Investoren-Zuneigung bleibt ein Wermutstropfen für Weimer. Obwohl der Konzern nach der LSE der zweitwertvollste Börsenbetreiber Europas ist, bleiben die großen Konkurrenten aus den Vereinigten Staaten wie die CME oder IntercontinentalExchange, zu der zum Beispiel die New York Stock Exchange (NYSE) gehört, in weiter Ferne. DAS SAGEN ANALYSTEN: Trotz der seit einiger Zeit anhaltenden Rally stufen immer noch fünf der 16 im dpa-AFX Analyser erfassten Experten die Deutsche Börse mit einer Kaufempfehlung ein. Die Mehrheit der Experten gibt sich aber zurückhaltender - neun Analysten haben eine neutrale Einstufung, zwei raten dagegen zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 144 Euro und damit rund sieben Euro unter dem aktuellen Niveau. Mit Blick auf das Kursziel ist das Analysehaus Jefferies am optimistischsten. Die Experten der US-Bank hatten erst vor kurzem die Bewertung mit "Buy und einem Kursziel von 165 Euro aufgenommen und diese nach dem Bericht über das Interesse an der State-Street-Plattform Currenex bekräftigt. Verhaltener ist der Commerzbank-Experte Christoph Blieffert, der nach der Fondcenter-Analyse das Kursziel auf 158 Euro erhöhte. Da er aber nicht glaubt, dass sich die Deutsche-Börse-Aktie besser entwickelt als der Sektor, bestätigte er seine "Hold"-Einstufung. Blieffert geht zudem davon aus, dass der Gewinn im laufenden Jahr unter anderem wegen der wieder niedriger werdenden Zinsen in den USA nicht mehr so stark zulegen kann. Der zuletzt in den USA wieder gesenkte Leitzins ist für die Deutsche Börse vor allem bei der Tochter Clearstream ein Problem, da dieser auf die Zinserlöse dort drückt. DZ-Bank-Experte Thorsten Wenzel sieht die Deutsche Börse im laufenden Jahr denn auch durch zyklischen Gegenwind durch die niedrigeren Leitzinsen in den USA konfrontiert. Die Abwicklungs- und Verwahrungssparte ist nach dem Segment Eurex (Finanzderivate) der zweitgrößte Erlös- und Gewinnbringer. So war das anhaltende Zinstief auch das Einzige, das Weimer beim Neujahrsempfang etwas die Laune verderben konnte. Minuszinsen seien zwar gut für Staaten und den Schuldenabbau, aber schlecht für Banken und Sparer. Sie seien eine heimliche Art der Steuer./zb/eas/mis
21.01.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: UBS kappt nach Gewinneinbruch Renditeziel - Aktie sackt ab
(neu: Verkauf von Fondsvertriebsplattform mit Sondergewinn, aktualisierte Aktienreaktion) ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank UBS streicht nach einem Gewinnrückgang ihr Renditeziel für die kommenden Jahre zusammen. Der Konzernumbau und Abschreibungen schlugen teuer zu Buche, und die anhaltenden Niedrigzinsen trüben die Aussichten. Einen Erfolg erzielte die Bank derweil mit dem Verkauf der Mehrheit an ihrer Fondsvertriebsplattform Fondcenter. Neuer Mehrheitseigentümer wird die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream. Die UBS verspricht sich von dem Deal einen Sondergewinn von rund 600 Millionen US-Dollar (541 Mio Euro), wie sie am Dienstag in Zürich mitteilte. An der Börse in Zürich kamen die Nachrichten schlecht an. Die UBS-Aktie verlor nach Handelsstart deutlich an Wert und war um die Mittagszeit mit einem Minus von 5,34 Prozent auf 12,12 Franken immer noch Schlusslicht im Schweizer Leitindex SMI. Allerdings hatte sich der Kurs seit seinem Zwischentief vom August in den vergangenen Monaten deutlich erholt. Analysten bewerteten die Zahlen der Bank gemischt. Der Gewinn der UBS fiel im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar, übertraf jedoch die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Die Aktionäre sollen dennoch eine leicht erhöhte Dividende von 73 US-Cent erhalten. Für 2018 hatte die Bank noch umgerechnet knapp 0,69 US-Cent ausgeschüttet. Wenn man Effekte wie Sonderabschreibungen sowie die Kosten für den Konzernumbau herausrechnet, wäre der Gewinn vor Steuern um ein halbes Prozent auf etwas mehr als sechs Milliarden Dollar gesunken. Die Rendite auf das harte Kernkapital lag mit 12,4 Prozent am unteren Rand dessen, was sich das Management für die kommenden Jahre jetzt zum Ziel gesetzt hat. So peilt Bankchef Sergio Ermotti für die Jahre 2020 bis 2022 bei der Rendite auf das harte Kernkapital jetzt einen Wert zwischen 12 und 15 Prozent an. Ursprünglich hatte sich das Management schon für das kommende Jahr 17 Prozent zum Ziel gesetzt. Analysten hatten diesen Wert aber ohnehin für zu ambitioniert gehalten und mit einer Senkung gerechnet. Zuvor war bereits die UBS-Konkurrentin Credit Suisse bei ihrem Renditeziel zurückgerudert. Anders als das Renditeziel bekräftigte Ermotti seine Kapitalziele. So will er weiterhin kräftig Geld an die Aktionäre ausschütten, auch wenn die Dividende in den kommenden Jahren lediglich um jeweils einen Cent steigen soll. Zudem setzt die UBS weiterhin auf Aktienrückkäufe. Im ersten Halbjahr will sie Aktien in Höhe von 450 Millionen Dollar zurückkaufen und damit das laufende Programm über zwei Milliarden Franken (2,06 Mrd Dollar) abschließen. Mögliche weitere Rückkäufe will sie in der zweiten Jahreshälfte prüfen. Der Kapitalpuffer der Bank dürfte schon wegen des Deals mit der Deutschen Börse in Kürze weiter anschwellen. Die UBS rechnet hier im Zuge des Spartenverkaufs mit einem Zuwachs von 400 Millionen Dollar. 2019 hatte die Bank rund 800 Millionen Dollar in den Rückkauf eigener Aktien gesteckt. Die UBS gibt ihre Ziele für den Aktienrückkauf sowie die Dividende seit Kurzem in Dollar an. Ihre Bilanzkennziffern weist sie bereits seit 2018 in Dollar aus, da sie einen Großteil ihrer Geschäfte in Dollar abwickelt. Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Ermotti wegen der volkswirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten vorsichtig, auch wenn er im ersten Quartal mit etwas stärkeren saisonalen Effekten rechnet. Ein Problem bleibt aus seiner Sicht das Dauer-Zinstief: "Die ohnehin tiefen, teils hartnäckig negativen Zinsen sowie die Erwartung anhaltender geldpolitischer Lockerungen werden den Nettozinsertrag weiter belasten." Der Bankchef will deshalb die Effizienz des Instituts steigern. So soll die Aufwandsquote bis zum Jahr 2022 auf 75 bis 78 Prozent sinken. Im vergangenen Jahr hatten die Kosten noch etwas mehr als 80 Prozent der Erträge aufgezehrt und damit noch mehr als 2018 - und das, obwohl die Bank ihre Kosten um knapp vier Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar drücken konnte. Die Erträge sanken allerdings etwas stärker auf 28,9 Milliarden Dollar. Mit der neuen Vorgabe für die Kosten- und Aufwandsquote ist die Bankspitze etwas vorsichtiger als zuletzt. Allerdings hatte sie bei dem bisher für 2021 geltenden Ziel von 72 Prozent Sondereffekte ausgeklammert. Ermotti gibt zudem keine Ziele mehr für die Einwerbung von Netto-Neugeldern an. Dies ist keine große Überraschung, nachdem er zuletzt immer wieder betont hatte, dass Qualität vor Quantität gehe. Die reine Masse an Neugeldern verliere in der Branche an Bedeutung. Allerdings bestätigte der Manager seine Pläne für das Gewinnwachstum im Kerngeschäft - der globalen Vermögensverwaltungssparte GWM. Hier soll der Gewinn vor Steuern in den Jahren 2020 bis 2022 jährlich zwischen 10 bis 15 Prozent steigen./zb/stw/eas