Faktor-Zertifikat | 6,00 | Short | Starbucks

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Basiswert

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Starbucks hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Starbucks hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
06.08.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 87,65 USD
  • 84,14 USD
  • 0,0014
  • 87,93 USD
  • 84,41 USD
  • 0,0013
07.05.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 85,05 USD
  • 81,64 USD
  • 0,0035
  • 84,64 USD
  • 81,25 USD
  • 0,0035
05.02.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 100,34 USD
  • 96,33 USD
  • 0,0578
  • 102,63 USD
  • 98,52 USD
  • 0,0472

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

15.07.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: EU-Gericht kippt riesige Steuernachforderung für Apple in Irland
(neu: mehr Details und Hintergrund) LUXEMBURG (dpa-AFX) - Apple hat im Streit um die Riesen-Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro in Irland einen wichtigen Sieg vor dem EU-Gericht errungen. Die Richter in Luxemburg erklärten die Nachforderung der EU-Kommission aus dem Jahr 2016 für nichtig. Es ist ein schmerzhafter Rückschlag für die Brüsseler Behörde und die mächtige Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager persönlich. Die Kommission habe nicht nachweisen können, dass die Steuervereinbarungen von Apple in Irland aus den Jahren 1991 und 2007 eine verbotene staatliche Beihilfe darstellten, stellte das EU-Gericht am Mittwoch fest. Das Urteil ist allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Schlusspunkt in dem politisch aufgeladenen Konflikt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass der Streit in nächster Instanz vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) weitergeht. Die Kommission hat zwei Monate Zeit, Berufung einzulegen. Sie teilte am Mittwoch mit, man werde das Urteil analysieren und das weitere Vorgehen abwägen. Vestager hatte Apple im August 2016 aufgefordert, die Milliardensumme in Irland nachzuzahlen, weil das Land dem Konzern eine unzulässige Sonderbehandlung bei den Steuerkonditionen gewährt habe. Irland und Apple wehrten sich dagegen. Die Schlüsselfrage in dem Verfahren war, welcher Anteil des in Irland angesammelten Geldes in dem Land hätte versteuert werden müssen. Der iPhone-Konzern hatte vor dem EU-Gericht betont, dass die Erträge der zwei irischen Tochterfirmen, um die es geht, vor allem in den USA zu versteuern gewesen seien. Deshalb sah sich Apple doppelt zur Kasse gebeten. Der Kommission gelang es auch nicht, das Gericht davon zu überzeugen, dass Apple in Irland Sonderkonditionen bekam, die für andere Unternehmen nicht verfügbar waren. Apple und Irland begrüßten das Urteil. "In diesem Fall ging es nicht darum, wie viele Steuern wir zahlen, sondern wo wir sie zu zahlen haben", betonte der iPhone-Konzern. Man sei stolz darauf, "der größte Steuerzahler der Welt zu sein, denn wir kennen die wichtige gesellschaftliche Rolle von Steuern". Irland sah sich in der Einschätzung bestätigt, dass es keine illegale Beihilfe gegeben habe. Bei dem Streit geht es nicht nur um viel Geld. Für die Kommission ist es der bisher schwerste Rückschlag für ihre Vorgehensweise, bei Konflikten mit einzelnen Mitgliedsländern um Steuerkonditionen für Unternehmen auf das Wettbewerbsrecht zu setzen. Hier gab es zuletzt eine gemischte Bilanz: Mit dem Vorgehen gegen die Steuerdeals von Fiat Chrysler in Luxemburg konnte sich die Kommission durchsetzen, im Fall von Starbucks in den Niederlanden unterlag sie. Für die in Europa oft als Bändigerin großer US-Konzerne gefeierte Kommissarin Vestager war die monumentale Nachforderung ein Höhepunkt ihrer Laufbahn. Die Kommission verwies am Mittwoch erneut darauf, dass eine irische Apple-Tochter im Jahr 2011 europäische Gewinne von rund 16 Milliarden Euro verbucht habe - davon aber nur 50 Millionen als in Irland zu versteuern eingeordnet worden seien. Apple argumentierte vor dem EU-Gericht, die irische Tochter Apple Sales International (ASI) sei lediglich für den Vertrieb von Geräten des Konzerns außerhalb Nord- und Südamerikas zuständig gewesen - während die eigentlichen Werte vor allem in den USA geschaffen worden seien. "Das iPhone, das iPad, der App Store und alle anderen Produkte und Dienste von Apple wurden anderswo entworfen und entwickelt." Irland habe deshalb zu Recht nur den Teil der bei den Tochterfirmen verbuchten Gewinne besteuert, die auf Aktivitäten in dem Land zurückgingen. Apple musste den eingeforderten Betrag bereits auf einem Treuhand-Konto hinterlegen. Amerikanische Unternehmen konnten nach früheren US-Regelungen Auslandsgewinne außerhalb des Heimatlandes parken. Bei einem Transfer in die USA wurden 35 Prozent Steuern fällig. Viele Firmen behielten deshalb das Geld langfristig im Ausland. Mit der seit 2018 greifenden Steuerreform wurde eine Zahlung auf die Auslandsreserven mit deutlich niedrigeren Sätzen fällig - unabhängig davon, ob sie in die USA gebracht werden oder nicht. Apple zahlte seither an den US-Fiskus nahezu 38 Milliarden Dollar Steuern auf den im Ausland angesammelten Geldberg von 252 Milliarden Dollar. Davon entfielen nach Angaben des Unternehmens umgerechnet rund 20 Milliarden Euro Steuern allein auf die Gewinne, um die es der EU-Kommission geht. Die Kommission bestritt zwar nicht, dass ein Großteil des intellektuellen Eigentums bei Apple in den USA entstehe. Allerdings habe die irische Steuerbehörde nicht die notwendigen Analysen des gesamten Geschäfts der Apple-Töchter durchgeführt, um begründet entscheiden zu können, welcher Anteil der Gewinne wo versteuert werden sollte. Die Richter bemängelten zwar, dass Apples damalige Steuervereinbarungen nur unzureichend dokumentiert worden seien - die Probleme reichten aber nicht aus, um eine Beihilfe festzustellen. Und die Kommission hätte belegen müssen, dass die Gewinne aus Aktivitäten der irischen Tochterfirmen entstanden seien, betonte das EU-Gericht. Rund um den Streit kochten immer wieder die Emotionen hoch. So hatte Apple-Chef Tim Cook die Kritik Vestagers, Apple habe in Irland im Jahr 2014 eine Körperschaftssteuer von nur 0,005 Prozent bezahlt, als "politischen Dreck" bezeichnet. Die Regierung in Washington warf der Kommission vor, Anspruch auf Steuereinnahmen zu erheben, die dem US-Fiskus zustünden./so/DP/jha
10.07.2020 Quelle: dpa
BEYOND MEAT IM FOKUS: Auf die Burger, fertig, los - Von veganem Konkurrenzdruck
EL SEGUNDO (dpa-AFX) - Mit dem Börsengang im vergangenen Jahr ging es beim US-Unternehmen Beyond Meat erst so richtig los. Plötzlich war Beyond Meat sprichwörtlich in aller Munde. Jetzt steht Europa auf der Speisekarte: Der Hersteller von Fleischersatzprodukten auf Pflanzenbasis hat gerade bekannt gegeben, die erste Produktionsstätte in Europa eröffnen zu wollen, doch die Konkurrenz schläft nicht. Auch Wettbewerber wie Impossible Foods wollen den Markt erobern - denn Fleischersatzprodukte werden immer beliebter. DAS IST LOS BEI BEYOND MEAT: Es geht auch um die Wurst, aber vor allem um den veganen Burger: Der Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat setzte sein rasantes Wachstum in den vergangenen Monaten fort - trotz Corona-Krise - aber auch Wettbewerber Impossible Foods strengt sich an. Der Konkurrent ist gerade eine Partnerschaft mit Starbucks in den USA eingegangen und fischt damit in Gewässern von Beyond Meat. Der neue Börsenstar aus dem vergangenen Jahr hatte nämlich bereits Partnerschaften mit der Kaffeekette in China und Kanada geschlossen. Impossible Foods ist natürlich nicht der einzige Konkurrent, auch große Nahrungsmittelkonzerne wollen auf dem Markt für vegane Lebensmittel mitmischen. So bietet auch Nestle Fleischersatz auf Pflanzenbasis an und stellt zum Beispiel den Burgerpattie für den Big Vegan TS von McDonald's her. Ein kurzer Rückblick: Beyond Meat wurde 2009 gegründet und war im Mai vergangenen Jahres furios an der Börse gestartet. Die Burger des Herstellers bieten inzwischen diverse Fast-Food-Ketten an. Es läuft sichtlich gut, in diesem Jahr hat der Konzern im Auftaktquartal die Investoren mit schwarzen Zahlen positiv überrascht. Beyond Meat konnte zwischen Januar und März einen Gewinn von 1,8 Millionen Dollar vorweisen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 6,6 Millionen Dollar angefallen war. Die Erlöse waren im ersten Quartal im Jahresvergleich um 141 Prozent auf 97,1 Millionen Dollar (89,6 Mio Euro) gestiegen. Erst vor wenigen Wochen verkündete das Management von Beyond Meat, seine erste Produktionsstätte in Europa zu eröffnen. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Werk mit Zandbergen, einem niederländischen Fleischimporteur und -verarbeiter. Zandbergen betreibt die neue Anlage und stellt dort wahrscheinlich ab Ende 2020 auch Beyond-Meat-Produkte her. Da die Nachfrage nach pflanzlichem Protein und insbesondere nach Beyond Meat-Produkten in Europa und im Nahen Osten wachse, komme die Eröffnung der ersten Produktionsstätte außerhalb von Missouri zum richtigen Zeitpunkt, erklärte das Management. Aber nicht nur in Europa verfolgen die US-Amerikaner neue Projekte, auch in China tut sich etwas. Dort hat Beyond Meat eine Partnerschaft mit dem E-Commerce-Giganten Alibaba geschlossen. Dabei geht es um die Einführung der pflanzlichen Burger in chinesischen Lebensmittelgeschäften. DAS SAGEN DIE ANALYSTEN: Während Beyond Meat eine Chance auf eine Partnerschaft mit Starbucks im US-Geschäft verloren hat, verweisen die Analysten der Privatbank Berenberg auf die Erfolge des Börsen-Aufsteigers. Nicht nur Starbucks in China und Kanada konnte der Konzern überzeugen, auch KFC und Pizza Hut im Reich der Mitte haben sich für Beyond Meat entschieden. Das Kursziel von Berenberg liegt bei 125 Dollar und damit deutlich unter dem aktuellen Kurs von fast 143 Dollar. Aber Analyst Donald McLee sieht auch Risiken. Er glaubt, dass es zu Lieferengpässen von pflanzlichen Proteinen kommen könnte. Auch nach den positiven Zahlen für das erste Quartal waren Analysten mit Blick auf die Corona-Pandemie zurückhaltend: Adam Samuelson von Goldman Sachs honorierte zwar das Wachstum und den Margenschwung im ersten Quartal, betrachtet dies aber eher geprägt von der Vorkrisenzeit. Der vorsichtige Ausblick signalisiert für ihn, dass sich die Viruskrise erst spät im März auf die Nachfrage ausgewirkt hat. Er hält deshalb die gegenwärtigen Belastungen aus der Krise nicht für angemessen im Kurs berücksichtigt. Die Analysten von JPMorgen halten die langfristigen Wachstumsaussichten von Beyond Meat für ausgezeichnet, außerdem loben sie die Führung, kurzfristig sehen sie aber auch Corona-Risiken. Von den von der Finanznachrichtenagentur Bloomberg erfassten Analysten stimmen insgesamt nur drei Experten derzeit für 'Kaufen'. Neun Mal plädieren die Analysten für 'Halten' und acht für "Verkaufen". DAS MACHT DIE AKTIE: Mit einem kleinen Feuerwerk war Beyond Meat vor über einem Jahr an der Börse gestartet. Mit einem Ausgabepreis von 25 Dollar je Aktie stieg der Kurs in den folgenden Wochen sofort in luftige Höhen, bis das Papier im Juli fast 240 Dollar wert war. Die Euphorie ließ dann allerdings etwas nach, Anleger mussten erst mal wieder kleinere Brötchen backen. Seit Jahresbeginn 2020 hat das Papier mehr als 90 Prozent zugelegt, betrachtet man allerdings die vergangenen zwölf Monate, steht unterm Strich ein Minus von rund 7 Prozent. In den vergangenen drei Monaten erholte sich der Kurs von seinem Coronoa-Tief bei rund 48 Dollar und verdreifachte sich seitdem. Im Moment kostet das Papier rund 141 Dollar - damit ist das Unternehmen an der Börse derzeit knapp neun Milliarden Euro wert./knd/stk/mis
01.07.2020 Quelle: dpa
Facebook sperrt in den USA Konten einer rechtsextremen Gruppe
WASHINGTON (dpa-AFX) - Facebook hat auf seinen Plattformen rund 320 Konten, mehr als 100 Gruppen und 28 Seiten eines in den USA nach Gewalt strebenden rechtsextremen Netzwerks gesperrt. Die regierungsfeindliche Gruppe werde ab sofort als "gefährliche Organisation" eingestuft und von allen Plattformen verbannt, teilte Facebook am Dienstag (Ortszeit) mit. Auch Posts, die Unterstützung für die Organisation äußerten, würden künftig gelöscht, hieß es. Facebook war zuletzt - auch durch einen Werbeboykott - unter Druck gekommen, härter gegen hasserfüllte und rassistische Inhalte vorzugehen. Bei dem Netzwerk handelt es sich demnach um Gruppen, die sich lose an der rechtsextremen Boogaloo-Bewegung anlehnen und mitunter auch deren Namen nutzen. "Es bemüht sich aktiv darum, für Gewalt gegen Zivilpersonen, Sicherheitskräfte, Beamte und Regierungsinstitutionen zu werben", erklärte Facebook. Daher seien 220 Facebook-Accounts und 95 Konten bei Instagram gelöscht worden. Zudem seien 400 weitere Gruppen und 100 Seiten gelöscht worden, die auch gegen Facebooks Richtlinien verstießen und ähnliche Inhalte wie das Netzwerk verbreitet hätten. Boogaloo-Inhalte, in denen zu Gewalt aufgerufen werde, würden immer gelöscht, erklärte Facebook. Facebook war wegen seines von vielen als zögerlich empfundenen Umgangs mit problematischen Inhalten zuletzt immer mehr in die Defensive geraten. Zahlreiche Firmen - darunter bekannte Namen wie Coca-Cola, Unilever, Starbucks und Volkswagen - kündigten an, ihre Werbung in sozialen Netzwerken infolge der Debatte um Hassbotschaften bis auf weiteres auszusetzen. Facebook verweist auf das Recht der Meinungsfreiheit, hat zuletzt aber angekündigt, mehr gegen Hassbotschaften zu tun. Das Unternehmen erklärte am Dienstag: "So lange es in der physischen Welt nach Gewalt strebende Bewegungen gibt, werden sie auch versuchen, digitale Plattformen auszunutzen." Kritiker wenden ein, dass Facebook trotz der jüngsten Maßnahmen in den USA beim Kampf gegen Hassbotschaften und Extremismus weltweit noch viel Arbeit vor sich hat. Zudem gibt es noch die Fälle, in denen eigentlich legitime Quellen wie US-Präsident Donald Trump nach Ansicht vieler Beobachter die Grenzen zu Gewaltverherrlichung oder manipulativer Darstellung überschreiten. Facebook war zuletzt dafür kritisiert worden, dass das Unternehmen - anders als etwa Twitter - nicht gegen umstrittene Posts von Trump vorgegangen war. Zudem steht Facebook in den USA auch für den Umgang mit rassistischen Inhalten in der Kritik. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz Ende Mai und die darauffolgenden Proteste haben der Debatte zu Rassismus in den USA deutlich Schwung verliehen. Am Montag hatte die Online-Plattform Reddit neue Schritte zur Bekämpfung von Hassbotschaften und Gewaltverherrlichung bekanntgegeben und dabei auch eine bei vielen Trump-Unterstützern beliebte Gruppe ("The_Donald") geschlossen. Zunächst wurden rund 2000 Gruppen gesperrt. Auch die Streamingplattform Twitch sperrte einen Account von Trumps Wahlkampfteam vorübergehend./jbz/DP/stk
30.06.2020 Quelle: dpa
Auch VW-Konzern stellt Werbung auf Facebook ein
WOLFSBURG (dpa-AFX) - Nach dem Werbeboykott zahlreicher Unternehmen bei Facebook aus Protest gegen den Umgang mit Hasskommentaren und abwertenden Inhalten zieht Volkswagen nach. Der weltgrößte Autokonzern und seine Marken setzen zentral geschaltete Anzeigen auf Facebook aus, wie VW am Dienstag in Wolfsburg erklärte. Man stehe für ein "offenes und gleichberechtigtes Miteinander", hieß es zur Begründung. "Ein Umfeld von Falschmeldungen oder Hassbotschaften ist für uns nicht akzeptabel." Der Dialog mit dem Online-Riesen solle aber aufrechterhalten werden - auch über die "Anti Defamation League", die zu den Initiatoren des Aufrufs #StopHateForProfit zähle. "Hasskommentare, diskriminierende Äußerungen und Posts mit gefährlichen Falschinformationen dürfen nicht unkommentiert veröffentlicht werden und müssen Konsequenzen nach sich ziehen", betonte Volkswagen. Das Unternehmen hatte jüngst selbst Kritik durch einen als rassistisch empfundenen Werbespot bei Instagram auf sich gezogen, sich entschuldigt und die Vorfälle intern aufgearbeitet. Die von Bürgerrechtsorganisationen Mitte Juni ins Leben gerufene #StopHateForProfit-Bewegung verzeichnete am vergangenen Wochenende gut 90 Unternehmen, die ihre Werbung auf Facebook in den USA erst einmal stoppen - darunter der Konsumgüterriese Unilever und der japanische Autohersteller Honda . Einige wollen diese Maßnahme auch auf die Facebook-Tochter Instagram sowie auf Twitter ausweiten. Facebook will nun stärker gegen "hate speech" und Falschmeldungen vorgehen, wie Chef Mark Zuckerberg betonte. Coca Cola und Starbucks wollen jegliche Werbung in sozialen Netzwerken pausieren./jap/DP/jha