Optionsschein | Call | Boeing | 350,00 | 18.12.19

Print
  • WKN: MF7Z9G
  • ISIN: DE000MF7Z9G0
  • Optionsschein

Verkaufen (Geld)

3,83 EUR

24.06.2019 20:04:20

Kaufen (Brief)

3,87 EUR

24.06.2019 20:04:20

Tägliche Änderung (Geld)

+3,79 %

+0,14 EUR 24.06.2019 20:04:20

Basiswert

374,69 USD

+0,80 % 24.06.2019 20:04:24

Wertentwicklung

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Call auf Boeing hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Endgültigem Aktien-Kurs abzüglich des Basispreises und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
09.05.2019 Ordentliche Dividende
07.02.2019 Ordentliche Dividende
08.11.2018 Ordentliche Dividende

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

20.06.2019 Quelle: dpa
AIRSHOW/ROUNDUP 2: Airbus düpiert Rivalen Boeing in dessen schwerster Krise
(neu: weiterer Auftrag für Airbus (ändert Gesamt-Auftragszahl im ersten Absatz und die Zahlen zur A321XLR im neunten Absatz), Auftragsbilanz von Triebwerksbauer MTU im letzten Absatz) LE BOURGET (dpa-AFX) - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen US-Rivalen Boeing auf der Pariser Luftfahrtmesse in dessen schwerer Krise ausgestochen. So sammelte Airbus bis Donnerstagnachmittag Bestellungen und Vorverträge über 383 neue Flugzeuge ein, rund 100 mehr als der bisher weltgrößte Hersteller Boeing. Der neue, kleine Langstreckenjet Airbus A321XLR verkaufte sich glänzend - sogar in den USA. Und die neue Konzernführung um Airbus-Chef Guillaume Faury kündigte an, Boeing dessen größten Messe-Deal noch streitig zu machen. Die weltgrößte Luftfahrtschau in Le Bourget bei Paris stand diesmal im Schatten der Abstürze zweier Boeing-Mittelstreckenjets vom Typ 737 Max, bei denen im Herbst und im März insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren. Für die Modelle der Reihe gilt seit Mitte März ein weltweites Flugverbot. Wann es aufgehoben wird, blieb auch auf der Messe offen. Boeing-Chef Muilenburg ging lediglich davon aus, dass die Freigabe noch in diesem Jahr erfolgen wird. Erst müssen Luftfahrtbehörden aus aller Welt ein Update für die Steuerungssoftware MCAS freigeben, die für die tödlichen Unglücke mitverantwortlich gewesen sein soll. Die Boeing 737 Max ist die Neuauflage der seit den 1960er Jahren gebauten 737-Reihe. Mit rund 5000 bestellten Flugzeugen ist die "Max" Boeings wichtigste Umsatz-Hoffnung für die kommenden Jahre. "Das war keine typische Air Show", resümierte Boeing-Verkaufschef Ihssane Mounir am Donnerstag. Angesichts der Ausnahmesituation wollte er diesmal nicht vorrechnen, wie viele Flugzeuge Boeing auf der Messe verkauft hat. Den Veröffentlichungen seit Montag zufolge kam Boeing auf Vereinbarungen über 272 Jets. In der vergangenen Nacht seien keine neuen Aufträge mehr hinzugekommen, sagte Mounir. Der größte Deal für Boeing entfällt ausgerechnet auf 200 Exemplare des Krisenfliegers 737 Max. Die Order ist bisher aber nur eine Absichtserklärung. Der Mutterkonzern von British Airways, die International Airlines Group (IAG), hatte die Großbestellung am Dienstag überraschend in Aussicht gestellt. IAG-Chef Willie Walsh, selbst ausgebildeter 737-Pilot, sprach Boeing und den Max-Jets persönlich sein Vertrauen aus. Die Airbus-Spitze macht sich allerdings Hoffnung, Boeing den Großauftrag abzujagen, bevor er fix ist. Er freue sich, um den Deal zu ringen, sagte Airbus-Chef Faury. Der Konzern schickt dazu seine A320neo-Maschinen ins Rennen. Die Reihe hat sich bisher noch besser verkauft als die "Max" und trägt trotz anfänglicher Kinderkrankheiten nicht den Ruf eines Krisen-Jets. Boeing selbst denkt inzwischen laut darüber nach, der 737 Max einen neuen Namen zu verpassen. "Unsere Kunden entscheiden, wie sie das Flugzeug nennen", sagte Boeing-Manager Mounir. So preist Großabnehmer Ryanair den Jet bereits als "737 Gamechanger" an, und IAG sprach bei der Ankündigung am Dienstag lediglich von den Varianten 737-8 und 737-10 - bei denen es sich freilich dennoch um "Max"-Jets handelt. Laut Boeing-Finanzchef Greg Smith ist der Konzern auch für eine offizielle Umbenennung offen, falls dies nötig sei, um das Image des Fliegers wieder aufzumöbeln. US-Präsident Donald Trump hatte dies bereits im April vorgeschlagen und geraten, dem Jet außerdem ein paar "großartige Eigenschaften" hinzuzufügen. Unterdessen punktete Airbus auf der Air Show vor allem mit seinem neuen, kleinen Langstreckenjet A321XLR - und setzt Boeing damit zusätzlich unter Druck. Gleich elf Kunden entschieden sich für den Flieger, den Airbus seit Montag als neue Variante des Mittelstreckenjets A321neo anbietet. Größter Abnehmer ist mit 50 Exemplaren die US-Fluggesellschaft American Airlines aus Boeings Heimat USA. Bis Donnerstagnachmittag summierten sich die mehr oder weniger verbindlichen Verträge für den neuen Airbus-Typ auf 249 Exemplare. Bei 112 davon schrieben Kunden jedoch bestehende Bestellungen auf die neue Variante um. Die letzten Aufträge gingen noch im Laufe des Donnerstags ein - unter anderem von der US-Fluggesellschaft Jetblue. Die A321XLR - das Kürzel steht für "Extra Long Range" - soll dank eines großen Zusatztanks Strecken von bis zu 8700 Kilometer bewältigen können und es dadurch etwa von der Mitte Europas bis nach Amerika schaffen. Die Maschine soll etwa 30 Prozent weniger Sprit verbrauchen als die aus den 1980er Jahren stammende Boeing 757, die bisher häufig auf vergleichbaren Verbindungen eingesetzt wird. Boeing plant selbst eine Neuentwicklung für dieses Segment. Seit Jahren lotet das Management die Absatzchancen für ein mittelgroßes Flugzeug aus, das von Größe her zwischen den Mittelstreckenjets der 737-Reihe und den Großraum-Langstreckenjets wie dem "Dreamliner" Boeing 787 liegen soll. Dieses "New Midsize Aircraft" (NMA), das inoffiziell bereits den Namen Boeing 797 trägt, soll voraussichtlich einen breiteren Rumpf haben als der Airbus A321XLR und damit mehr Komfort für die Passagiere bieten. Der Airbus-Flieger basiert hingegen auf dem Mittelstreckenjet A321neo. Dieser verfügt wie üblich über eine Kabine mit jeweils sechs Sitzen pro Reihe und einem Gang in der Mitte der Kabine. Die Weiterentwicklung des existierenden Flugzeugtyps zu einem kleinen Langstreckenjet erspart Airbus eine Menge Geld und Zeit. So soll die "XLR" bereits im Jahr 2023 in den Liniendienst gehen. Rivale Boeing hat - auch angesichts der Krise um die "Max" - noch nicht beschlossen, ob er die voraussichtlich viele Milliarden US-Dollar teure Entwicklung des NMA anschiebt. Konzernchef Muilenburg beteuerte jedoch, der Jet könne weiterhin im Jahr 2025 fertig sein. Und Verkaufschef Mounir sagte, die A321XLR decke nur einen kleinen Teil des Marktes ab. Airbus setzt dafür allerdings auch auf seinen kleinsten Großraumjet A330neo, von dem er auf der Messe 24 Exemplare losschlug. Mit im Rennen bei den meistverkauften Airbus-Jets ist der Münchner Triebwerksbauer MTU, der auch an dem Getriebefan-Triebwerk für die A320neo-Reihe mitarbeitet, das unter Federführung des US-Herstellers Pratt & Whitney gebaut wird. Insgesamt sammelte MTU in Le Bourget - gemessen an den Listenpreisen - Aufträge über 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 1,2 Mrd Euro) ein./stw/he
20.06.2019 Quelle: dpa
AIRSHOW/ROUNDUP: Airbus düpiert Rivalen Boeing in dessen schwerster Krise
LE BOURGET (dpa-AFX) - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen US-Rivalen Boeing auf der Pariser Luftfahrtmesse in dessen schwerer Krise ausgestochen. So sammelte Airbus bis Donnerstagnachmittag Bestellungen und Vorverträge über 373 neue Flugzeuge ein, rund 100 mehr als der bisher weltgrößte Hersteller Boeing. Der neue, kleine Langstreckenjet Airbus A321XLR verkaufte sich glänzend - sogar in den USA. Und die neue Konzernführung um Airbus-Chef Guillaume Faury kündigte an, Boeing dessen größten Messe-Deal noch streitig zu machen. Die weltgrößte Luftfahrtschau in Le Bourget bei Paris stand diesmal im Schatten der Abstürze zweier Boeing-Mittelstreckenjets vom Typ 737 Max, bei denen im Herbst und im März insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren. Für die Modelle der Reihe gilt seit Mitte März ein weltweites Flugverbot. Wann es aufgehoben wird, blieb auch auf der Messe offen. Boeing-Chef Muilenburg ging lediglich davon aus, dass die Freigabe noch in diesem Jahr erfolgen wird. Erst müssen Luftfahrtbehörden aus aller Welt ein Update für die Steuerungssoftware MCAS freigeben, die für die tödlichen Unglücke mitverantwortlich gewesen sein soll. Die Boeing 737 Max ist die Neuauflage der seit den 1960er Jahren gebauten 737-Reihe. Mit rund 5000 bestellten Flugzeugen ist die "Max" Boeings wichtigste Umsatz-Hoffnung für die kommenden Jahre. "Das war keine typische Air Show", resümierte Boeing-Verkaufschef Ihssane Mounir am Donnerstag. Angesichts der Ausnahmesituation wollte er diesmal nicht vorrechnen, wie viele Flugzeuge Boeing auf der Messe verkauft hat. Den Veröffentlichungen seit Montag zufolge kam Boeing auf Vereinbarungen über 272 Jets. In der vergangenen Nacht seien keine neuen Aufträge mehr hinzugekommen, sagte Mounir. Der größte Deal für Boeing entfällt ausgerechnet auf 200 Exemplare des Krisenfliegers 737 Max. Die Order ist bisher aber nur eine Absichtserklärung. Der Mutterkonzern von British Airways, die International Airlines Group (IAG), hatte die Großbestellung am Dienstag überraschend in Aussicht gestellt. IAG-Chef Willie Walsh, selbst ausgebildeter 737-Pilot, sprach Boeing und den Max-Jets persönlich sein Vertrauen aus. Die Airbus-Spitze macht sich allerdings Hoffnung, Boeing den Großauftrag abzujagen, bevor er fix ist. Er freue sich, um den Deal zu ringen, sagte Airbus-Chef Faury. Der Konzern schickt dazu seine A320neo-Maschinen ins Rennen. Die Reihe hat sich bisher noch besser verkauft als die "Max" und trägt trotz anfänglicher Kinderkrankheiten nicht den Ruf eines Krisen-Jets. Boeing selbst denkt inzwischen laut darüber nach, der 737 Max einen neuen Namen zu verpassen. "Unsere Kunden entscheiden, wie sie das Flugzeug nennen", sagte Boeing-Manager Mounir. So preist Großabnehmer Ryanair den Jet bereits als "737 Gamechanger" an, und IAG sprach bei der Ankündigung am Dienstag lediglich von den Varianten 737-8 und 737-10 - bei denen es sich freilich dennoch um "Max"-Jets handelt. Laut Boeing-Finanzchef Greg Smith ist der Konzern auch für eine offizielle Umbenennung offen, falls dies nötig sei, um das Image des Fliegers wieder aufzumöbeln. US-Präsident Donald Trump hatte dies bereits im April vorgeschlagen und geraten, dem Jet außerdem ein paar "großartige Eigenschaften" hinzuzufügen. Unterdessen punktete Airbus auf der Air Show vor allem mit seinem neuen, kleinen Langstreckenjet A321XLR - und setzt Boeing damit zusätzlich unter Druck. Gleich elf Kunden entschieden sich für den Flieger, den Airbus seit Montag als neue Variante des Mittelstreckenjets A321neo anbietet. Größter Abnehmer ist mit 50 Exemplaren die US-Fluggesellschaft American Airlines aus Boeings Heimat USA. Bis Donnerstagnachmittag summierten sich die mehr oder verbindlichen Verträge für den neuen Airbus-Typ auf 236 Exemplare. Bei 99 davon schrieben Kunden jedoch bestehende Bestellungen auf die neue Variante um. Die A321XLR - das Kürzel steht für "Extra Long Range" - soll dank eines großen Zusatztanks Strecken von bis zu 8700 Kilometer bewältigen können und es dadurch etwa von der Mitte Europas bis nach Amerika schaffen. Die Maschine soll etwa 30 Prozent weniger Sprit verbrauchen als die aus den 1980er Jahren stammende Boeing 757, die bisher häufig auf vergleichbaren Verbindungen eingesetzt wird. Boeing plant selbst eine Neuentwicklung für dieses Segment. Seit Jahren lotet das Management die Absatzchancen für ein mittelgroßes Flugzeug aus, das von Größe her zwischen den Mittelstreckenjets der 737-Reihe und den Großraum-Langstreckenjets wie dem "Dreamliner" Boeing 787 liegen soll. Dieses "New Midsize Aircraft" (NMA), das inoffiziell bereits den Namen Boeing 797 trägt, soll voraussichtlich einen breiteren Rumpf haben als der Airbus A321XLR und damit mehr Komfort für die Passagiere bieten. Der Airbus-Flieger basiert hingegen auf dem Mittelstreckenjet A321neo. Dieser verfügt wie üblich über eine Kabine mit jeweils sechs Sitzen pro Reihe und einem Gang in der Mitte der Kabine. Die Weiterentwicklung des existierenden Flugzeugtyps zu einem kleinen Langstreckenjet erspart Airbus eine Menge Geld und Zeit. So soll die "XLR" bereits im Jahr 2023 in den Liniendienst gehen. Rivale Boeing hat - auch angesichts der Krise um die "Max" - noch nicht beschlossen, ob er die voraussichtlich viele Milliarden US-Dollar teure Entwicklung des NMA anschiebt. Konzernchef Muilenburg beteuerte jedoch, der Jet könne weiterhin im Jahr 2025 fertig sein. Und Verkaufschef Mounir sagte, die A321XLR decke nur einen kleinen Teil des Marktes ab. Airbus setzt dafür allerdings auch auf seinen kleinsten Großraumjet A330neo, von dem er auf der Messe 24 Exemplare losschlug./stw/fba
20.06.2019 Quelle: dpa
WDH/AIRSHOW: Airbus sticht Rivalen Boeing in dessen Krise aus
(Im dritten Absatz, zweiter Satz, wurde ein ausgefallenes Wort ergänzt: Mehr oder weniger rpt weniger.) LE BOURGET (dpa-AFX) - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen US-Rivalen Boeing auf der Pariser Luftfahrtmesse in dessen schwerer Krise ausgestochen. Insgesamt sammelte Airbus Bestellungen und Vorverträge über 363 neue Flugzeuge ein, wie der Konzern beim üblichen Messe-Abschluss am Donnerstag auf der weltgrößten Flugschau in Le Bourget bei Paris bekanntgab. Dabei punktete Airbus vor allem mit seinem neuen kleinen Langstreckenjet A321XLR. An den restlichen Messetagen könnten noch weitere Bestellungen hinzukommen, sagte der neue Airbus-Chef Guillaume Faury. Die Messe stand unter dem Schatten der Krise der tödlichen Abstürze zweier Boeing-Mittelstreckenjets vom Typ 737 Max, für den wegen Mängeln an der Steuerungssoftware seit März ein weltweites Flugverbot gilt. Der US-Konzern wollte am Donnerstag angesichts der Ausnahmesituation nicht vorrechnen, wie viele Flugzeuge er auf der Messe diesmal verkauft hat. Nach vorherigen Angaben kam Boeing auf Aufträge und Vorverträge über 272 Jets. In der letzten Nacht seien keine neuen Bestellungen mehr hinzugekommen, sagte Boeing-Verkaufschef Ihssane Mounir am Morgen. Unterdessen konnte Airbus gleich elf Kunden für die neue Langstreckenversion des Mittelstreckenjets A321neo gewinnen. Die mehr oder weniger verbindlichen Verträge für die erst am Montag vorgestellte Maschine mit dem Namen A321XLR summierten sich bis Donnerstagmittag auf 226 Exemplare. Bei 99 davon schrieben Kunden allerdings nur bestehende Bestellungen für andere Modelle auf den neuen Typ um. Die A321XLR - das Kürzel steht für "Extra Long Range" - soll dank eines großen Zusatztanks Strecken von bis zu 8700 Kilometer bewältigen können und es dadurch etwa von der Mitte Europas bis nach Amerika schaffen. Die Maschine soll etwa 30 Prozent weniger Sprit verbrauchen als die aus den 1980er Jahren stammende Boeing 757, die bisher häufig auf vergleichbaren Verbindungen eingesetzt wird. Boeing plant selbst eine Neuentwicklung für dieses Segment, doch derzeit ist der US-Konzern stark mit der Krise um seinen Mittelstreckenjet 737 Max beschäftigt und hat noch nicht beschlossen, ob er den anvisierten größeren Typ tatsächlich baut./stw/fba
20.06.2019 Quelle: dpa
AIRSHOW: Airbus sticht Rivalen Boeing in dessen Krise aus
LE BOURGET (dpa-AFX) - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen US-Rivalen Boeing auf der Pariser Luftfahrtmesse in dessen schwerer Krise ausgestochen. Insgesamt sammelte Airbus Bestellungen und Vorverträge über 363 neue Flugzeuge ein, wie der Konzern beim üblichen Messe-Abschluss am Donnerstag auf der weltgrößten Flugschau in Le Bourget bei Paris bekanntgab. Dabei punktete Airbus vor allem mit seinem neuen kleinen Langstreckenjet A321XLR. An den restlichen Messetagen könnten noch weitere Bestellungen hinzukommen, sagte der neue Airbus-Chef Guillaume Faury. Die Messe stand unter dem Schatten der Krise der tödlichen Abstürze zweier Boeing-Mittelstreckenjets vom Typ 737 Max, für den wegen Mängeln an der Steuerungssoftware seit März ein weltweites Flugverbot gilt. Der US-Konzern wollte am Donnerstag angesichts der Ausnahmesituation nicht vorrechnen, wie viele Flugzeuge er auf der Messe diesmal verkauft hat. Nach vorherigen Angaben kam Boeing auf Aufträge und Vorverträge über 272 Jets. In der letzten Nacht seien keine neuen Bestellungen mehr hinzugekommen, sagte Boeing-Verkaufschef Ihssane Mounir am Morgen. Unterdessen konnte Airbus gleich elf Kunden für die neue Langstreckenversion des Mittelstreckenjets A321neo gewinnen. Die mehr oder verbindlichen Verträge für die erst am Montag vorgestellte Maschine mit dem Namen A321XLR summierten sich bis Donnerstagmittag auf 226 Exemplare. Bei 99 davon schrieben Kunden allerdings nur bestehende Bestellungen für andere Modelle auf den neuen Typ um. Die A321XLR - das Kürzel steht für "Extra Long Range" - soll dank eines großen Zusatztanks Strecken von bis zu 8700 Kilometer bewältigen können und es dadurch etwa von der Mitte Europas bis nach Amerika schaffen. Die Maschine soll etwa 30 Prozent weniger Sprit verbrauchen als die aus den 1980er Jahren stammende Boeing 757, die bisher häufig auf vergleichbaren Verbindungen eingesetzt wird. Boeing plant selbst eine Neuentwicklung für dieses Segment, doch derzeit ist der US-Konzern stark mit der Krise um seinen Mittelstreckenjet 737 Max beschäftigt und hat noch nicht beschlossen, ob er den anvisierten größeren Typ tatsächlich baut./stw/fba