Faktor-Zertifikat | 8,00 | Long | Henkel Vz.

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  • WKN: MF7USS
  • ISIN: DE000MF7USS5
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Basiswert

94,37 EUR

+0,011 % 13.11.2019 15:12:20

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Kennzahlen

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Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Henkel Vz. hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
09.04.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 77,4627 EUR
  • 80,57 EUR
  • 0,20
  • 78,1908 EUR
  • 81,32 EUR
  • 0,23

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

06.11.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP: Kein Lichtblick für Deutschlands Chemiebranche - Aufträge fehlen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die weltweit schwächere Konjunktur und die verhaltene Nachfrage der heimischen Industrie halten die deutsche Chemie- und Pharmabranche weiter fest im Griff. Nach einem schwachen dritten Quartal sei noch immer keine Trendwende absehbar, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mit. "Im Gegenteil: Inzwischen erwarten mehr Unternehmen eine Verschlechterung der Lage als eine Verbesserung", hieß es. Auf dem Heimatmarkt hätten wichtige Industriekunden wie die kriselnde Autobranche weniger Chemieprodukte nachgefragt, während aus dem Ausland ebenfalls keine Impulse kamen. "Unsere Hauptkunden sowohl in der deutschen als auch der europäischen Industrie sehen sich großen Herausforderungen gegenüber", erklärte VCI-Präsident Hans Van Bylen. Die erhoffte Erholung der Autoindustrie und ihrer Zulieferer sei ausgeblieben und andere wichtige Branchen seien - wenn überhaupt - nur verhalten gewachsen. Geschwächelt haben laut dem Verband auch die Nachfrage nach Chemikalien aus der Metall- und Kunststoffbranche. Für 2019 erwartet der VCI weiter einen Umsatzrückgang von 5 Prozent auf 193 Milliarden Euro. Die Produktion in Deutschlands drittgrößter Industriebranche mit 465 000 Beschäftigten könnte um 6 Prozent fallen. Von Juli bis September sank die Produktion in der Chemie- und Pharmaindustrie gemessen am Vorquartal um 0,6 Prozent. Dass sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gar um 10 Prozent einbrach, führt der VCI maßgeblich auf die Einstellung eines Blockbuster-Medikaments in Deutschland zurück. Rechnet man den Pharma-Zweig der Branche nicht mit, bleibt jedoch noch immer ein Produktionsrückgang von 2 Prozent. Der Umsatz der gesamten Branche sank im dritten Quartal auf 45,4 Milliarden Euro - ein Minus von 2,4 Prozent zum Vorquartal und 8,2 Prozent weniger als im boomenden Vorjahreszeitraum. In die Zukunft blickt der VCI pessimistisch: Das Geschäft mit inländischen Kunden bleibe schwierig, da Deutschland besonders stark von der weltweiten Konjunktureintrübung betroffen sei. Vormalige Stärken der Bundesrepublik wie der hohe Industrieanteil und die Exportorientierung erweisen sich jetzt als Schwäche. In Europa wiederum herrsche viel Brexit-Unsicherheit, das Überseegeschäft leide unter dem Zollstreit zwischen den USA und China./als/haw/DP/jha
04.11.2019 Quelle: dpa
HENKEL IM FOKUS: Neuer Chef, alte Probleme
DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Machtwechsel bei Henkel. Konzernchef Hans Van Bylen wird den Konsumgüterkonzern vorzeitig verlassen. Der Belgier stand stets im Schatten seines Vorgängers Kasper Rorsted. Es übernimmt ein alter Bekannter: Finanzvorstand Carst Knobel. Was beim Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was der Aktienkurs macht. DAS IST LOS BEI HENKEL: Gemunkelt wurde es schon länger, Ende Oktober wurde es Gewissheit. Das Gastspiel Van Bylens an der Spitze des Herstellers von Marken wie Persil oder Schwarzkopf blieb nur ein Kurzes. Gerade einmal dreieinhalb Jahre hat der Belgier den Konzern geführt, wenn er Henkel zum Jahresende verlässt. Seinem Nachfolger Knobel hinterlässt er eine durchwachsene Bilanz. So gelang es Van Bylen nicht, das jüngst schwächelnde Wachstum der Düsseldorfer anzukurbeln. Auch die Profitabilität zuletzt zu wünschen übrig. So leidet die konjunktursensible Klebstoffsparte unter der Schwäche in der Automobilindustrie. Das Geschäft mit Haut- und Haarpflege ist einem hohen Konkurrenzdruck in den reifen Märkten - insbesondere in Europa - ausgesetzt. Höhere Kosten für Marketing und Vertrieb knabbern am Gewinn. Rund läuft lediglich das Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln wie etwa Persil, Somat oder Sidolin, wobei sich die Entwicklung zuletzt deutlich abschwächte. Als Folge musste Henkel seine Prognosen für das laufende Jahr senken. Van Bylen wollte die Wachstumsschwäche mit zusätzlichen Investitionen ankurbeln. Eingeplant hat er dafür rund 300 Millionen Euro im Jahr. Der Markenartikel-Hersteller will damit das Wachstum in den Konsumentengeschäften stärken und seine digitale Transformation beschleunigen. Auch dem Ökologie-Trend wollte Henkel folgen. Noch haben sich die Maßnahmen nicht ausgezahlt, die Kosten aber lasten auf der Profitabilität. Van Bylen hatte den Stab im Mai 2016 von Rorsted übernommen, der damals zum Sportartikelhersteller Adidas wechselte. Der Däne Rorsted hatte Henkel acht Jahre geführt und den einst behäbigen Konzern entstaubt, auf Rendite getrimmt und das Markendickicht gelichtet. Dabei stand die Profitabilität über allem, das Wachstum geriet in den Hintergrund. An der Börse feierte der von außen kommende Manager, der zuvor etwa bei Hewlett Packard gearbeitet hatte, große Erfolge und stieg zum Liebling der Analysten auf. Mit Knobel sollen nun die Erfolge zurückkommen. Die Erwartungen an den Manager, der seit 2012 Finanzvorstand ist, sind hoch. Nachhaltiges profitables Wachstum soll bei Henkel weiterhin im Mittelpunkt stehen. Doch Knobel muss gegen sein Image als Zahlenmensch kämpfen. So gab es von der Kapitalmarktseite bereits Kritik an der internen Lösung. DAS SAGEN ANALYSTEN: Enttäuscht zeigten sich etwa die Analysten von JPMorgan. In der Konsumgüterbranche hätten es Finanzchefs in der Vergangenheit nur selten geschafft, als Unternehmenschef erfolgreich zu sein, schrieb Celine Pannuti in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Zudem sei Knobel schon Teil des Henkel-Managements gewesen, das es zuletzt nicht geschafft habe, operativ zu liefern. Auch sei er mitverantwortlich für die Übernahme des US-Wachmittelherstellers Sun Products, die enttäuschte und zu erheblichem Druck in den USA führte. Die Analystin hält einen strategischen Neuanfang für notwendig und hatte auf frischen Wind durch einen von außen kommenden Chef gehofft. Den Willen, sich neu aufzustellen - etwa durch Akquisitionen oder womöglich sogar durch eine Aufspaltung des Konglomerats - spricht sie Henkel damit ab. Auch Martin Deboo vom Analysehaus Jefferies zeigt sich kritisch. Zwar begrüßte er den Wechsel an der Spitze generell. Doch stellt er in Frage, ob ein Manager wie Knobel, der an den Entscheidungen und Weichenstellungen der vergangenen Jahre beteiligt war, die richtige Antwort auf die Herausforderungen bei Henkel sei. So habe Knobel eine lange Aufgabenliste. Von einem hinter Wettbewerbern zurückbleibendem Klebstoffgeschäft über das Marktanteile verlierende US-Waschmittelgeschäft bis hin zu einem wettbewerbsintensiven Konsumgütermarkt reichten die Probleme. Eine Möglichkeit für Henkel, neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen, könnte sich Knobel schon in Kürze ausgerechnet im schwächelnden Kosmetikbereich bieten. Denn der Kosmetikkonzern Coty prüft zurzeit nach eigenen Angaben den Verkauf bekannter Marken wie Wella. Für Wella hatte sich Henkel bereits in der Vergangenheit interessiert. Für eine Übernahme macht sich etwa Analyst Iain Simpson von der britischen Bank Barclays stark. Alternativ könne sich Henkel von dem seit Jahren schwächelnden Kosmetikgeschäft trennen, schlug er vor. Andere Marktbeobachter bemängeln hingegen, dass Wella heute als Übernahmeziel längst nicht mehr so attraktiv sei wie in der Vergangenheit. Jörg Philipp Frey von Warburg Research warnte sogar explizit vor einer solchen Übernahme. Die Kombination zweier schrumpfender Marken beschleunige normalerweise nur die Umsatzerosion, so dass dies eine risikoreiche Transaktion wäre. "Solange es Henkel nicht gelungen ist, das eigene Beauty-Care-Geschäft wieder auf Wachstumskurs zu bringen, dürfte das Vertrauen, den Turnaround von Wella zu bewältigen, während zwei Branchengrößen (Coty, Procter & Gamble) das Geschäft nicht wiederbeleben konnten, sehr niedrig sein", kommentierte er. DAS MACHT DIE AKTIE: Die lange Jahre erfolgsverwöhnten Investoren hatten in den vergangenen Jahren wenig Freude an ihren Henkel-Aktien. Kletterte die Aktie im Juni 2017 auf ein Rekordhoch von fast 130 Euro, ging es danach stetig bergab. In diesem Jahr fällt die Aktie erheblich hinter der Entwicklung der anderen Dax-Konzerne zurück und gehört zu den schwächsten Werten des Index. Auch die Nachricht über den Chefwechsel konnte nicht beflügeln. Das Papier verlor am Tag nach der Bekanntgabe des Chefwechsels in der Spitze mehr als 4 Prozent. Danach erholte sich die Aktie wieder leicht. die überwiegende Anzahl der Analysten nimmt derzeit eine abwartende Haltung ein./nas/knd/fba
25.10.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Chefwechsel: Neuer Henkel-Boss muss liefern - Investoren skeptisch
(neu: Stimme DSW, Wella) DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Machtwechsel beim Konsumgüterkonzern Henkel: Konzernchef Hans Van Bylen wird seinen Vertrag nicht verlängern und verlässt das Unternehmen vorzeitig zum Jahresende. Seinem Nachfolger, Finanzchef Carsten Knobel, hinterlässt er eine durchwachsene Bilanz. So gelang es Van Bylen nicht, das jüngst schwächelnde Wachstum der Düsseldorfer anzukurbeln. Auch die Profitabilität ließ nach den Erfolgen in den vergangenen Jahren zuletzt zu wünschen übrig. Knobel ist seit 2012 Finanzvorstand des Konzerns. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses, stattete den Manager mit Vorschusslorbeeren aus. "Er kennt das Unternehmen bestens, verfügt über langjährige internationale Management- und Führungserfahrung", erklärte sie am Donnerstag nach einer Aufsichtsratssitzung. Und er genieße auch "am Kapitalmarkt einen ausgezeichneten Ruf". Das Verhältnis von Henkel zum Kapitalmarkt war zuletzt durch eine schwache Entwicklung getrübt. Die Erwartungen an Knobel sind nun hoch. Nachhaltiges profitables Wachstum soll bei Henkel weiterhin im Mittelpunkt stehen. Doch Knobel muss gegen sein Image als Zahlenmensch kämpfen. So gab es bereits Kritik an der internen Lösung. Enttäuscht zeigten sich etwa die Analysten von JPMorgan. In dieser Branche hätten es Finanzchefs in der Vergangenheit nur selten geschafft, als Unternehmenschef erfolgreich zu sein, schrieb Celine Pannuti in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem sei Knobel schon Teil des Henkel-Managements gewesen, das es zuletzt nicht geschafft habe, operativ zu liefern. Auch sei er mitverantwortlich für die Übernahme des US-Wachmittelherstellers Sun Products, die enttäuschte und zu erheblichem Druck in den USA führte. Die Analystin hält einen strategischen Neuanfang für notwendig und hatte auf frischen Wind durch einen von außen kommenden Chef gehofft. Den Willen, sich neu aufzustellen - etwa durch Akquisitionen oder womöglich sogar durch eine Aufspaltung des Konglomerats - spricht sie Henkel damit ab. Auch Martin Deboo vom Analysehaus Jefferies zeigt sich kritisch. Zwar begrüßte er den Wechsel an der Spitze generell. Doch stellt er in Frage, ob ein Manager wie Knobel, der an den Entscheidungen und Weichenstellungen der vergangenen Jahre beteiligt war, die richtige Antwort auf die Herausforderungen bei Henkel sei. So habe Knobel eine lange Aufgabenliste. Von einem hinter Wettbewerbern zurückbleibendem Klebstoffgeschäft über das Marktanteile verlierende US-Waschmittelgeschäft bis hin zu einem wettbewerbsintensiven Konsumgütermarkt reichten die Probleme. Die lange Jahre erfolgsverwöhnten Investoren hatten in den vergangenen Jahren wenig Freude an ihren Henkel-Aktien. Kletterte die Aktie im Juni 2017 auf ein Rekordhoch von fast 130 Euro, ging es danach stetig bergab. In diesem Jahr fällt die Aktie erheblich hinter der Entwicklung der anderen Dax-Konzerne zurück und gehört zu den schwächsten Werten des Index. Auch die Nachricht über den Chefwechsel kann nicht beflügeln - im Gegenteil, die Zweifel bleiben. Das Papier verliert am Freitag in der Spitze mehr als 4 Prozent. Eine Möglichkeit für Henkel, neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen, könnte sich Knobel schon in Kürze ausgerechnet im schwächelnden Kosmetikbereich bieten. Denn der Kosmetikkonzern Coty prüft zurzeit nach eigenen Angaben den Verkauf bekannter Marken wie Wella. Für Wella hatte sich Henkel bereits in der Vergangenheit interessiert. Eine Übernahme von Wella könne "die Marktposition des Bereichs Kosmetik deutlich verbessern", meinte die Geschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Jella Benner-Heinacher. Andere Marktbeobachter bemängeln, dass Wella heute als Übernahmeziel längst nicht mehr so attraktiv sei wie in der Vergangenheit. Henkel hatte die Trennung von Van Bylen am Donnerstagabend nach einer Aufsichtsratssitzung in Düsseldorf verkündet. Der Vertrag wäre im kommenden Jahr ausgelaufen, der Manager selbst machte "persönliche Gründe" geltend, diesen nicht verlängern zu wollen. Van Bylen ist ein Urgestein bei Henkel. 35 Jahre verbrachte er in dem Konzern, davon rund 15 im Vorstand. Der 58-jährige Belgier übernahm dabei im Mai 2016 den Chefsessel des Herstellers von Marken wie Schwarzkopf, Persil, Schauma oder Pritt. Zuvor hatte er das Geschäft mit Haut- und Haarpflege geführt. Van Bylen hatte den Stab von Kasper Rorsted übernommen, der damals zum Sportartikelhersteller Adidas wechselte. Der Däne Rorsted hatte Henkel acht Jahre geführt und den einst behäbigen Konzern entstaubt, auf Rendite getrimmt und das Markendickicht gelichtet. Dabei stand die Profitabilität über allem, das Wachstum geriet in den Hintergrund. An der Börse feierte der von außen kommende Manager, der zuvor etwa bei Hewlett Packard gearbeitet hatte, große Erfolge und stieg zum Liebling der Analysten auf. Mit Van Bylen übernahm wieder ein Manager den Konzern, der die Marken und Märkte kannte. Henkel sollte unter seiner Ägide wieder wachstumsstärker werden. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit kaufte der zuvor akquisitionsscheue Konzern für mehr als 3 Milliarden den US-Waschmittelhersteller Sun Products, der jedoch die Erwartungen bislang nicht erfüllen konnte. Zwar konnte Van Bylen zunächst weiter mit guten Ergebnissen aufwarten. Doch inzwischen ist die Erfolgsserie gerissen. Das Unternehmen enttäuschte zuletzt mehrfach und fiel hinter die Konkurrenz wie etwa Beiersdorf oder Procter & Gamble zurück. So leidet die konjunktursensible Klebstoffsparte unter der Schwäche in der Automobilindustrie. Das Geschäft mit Haut- und Haarpflege ist einem hohen Konkurrenzdruck in den reifen Märkten - insbesondere in Europa - ausgesetzt. Zudem belastet in China der Abbau von Lagerbeständen. Höhere Kosten für Marketing und Vertrieb knabbern am Gewinn. Rund läuft lediglich das Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln wie etwa Persil, Somat oder Sidolin, wobei sich die Entwicklung im zweiten Quartal deutlich abschwächte. Als Folge musste Henkel seine Prognosen für das laufende Jahr senken. Van Bylen wollte die sich seit Jahren abzeichnende Wachstumsschwäche mit zusätzlichen Investitionen ankurbeln. Eingeplant hat er dafür rund 300 Millionen Euro im Jahr. Der Markenartikel-Hersteller will damit das Wachstum in den Konsumentengeschäften stärken und seine digitale Transformation beschleunigen. Auch dem Ökologie-Trend wollte Henkel folgen. Noch haben sich Maßnahmen jedoch nicht ausgezahlt, die Kosten dafür lasten auf der Profitabilität./nas/rea/mis/fba