Turbo Open End | Short | Continental | 150,5145

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  • WKN: MF7KRZ
  • ISIN: DE000MF7KRZ3
  • Turbo Open End

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21.11.2019 11:24:58

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Basiswert

121,63 EUR

+0,12 % 21.11.2019 11:25:37

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Kennzahlen

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Produktbeschreibung

Mit dem Open End Turbo Short auf Continental hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Erreicht oder überschreitet der Kurs der Aktie bei fortlaufender Beobachtung während des Beobachtungszeitraums die Knock-out-Barriere, wird das Produkt automatisch beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem Basispreis. Der Basispreis ist nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung des Basispreises werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert des Basispreises ist der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Turbos sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Turbos gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
29.04.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • 158,3558 EUR
  • 158,3558 EUR
  • 153,5596 EUR
  • 153,5596 EUR

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Nachrichten und Analysen

20.11.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP/'Wir brauchen mehr Zeit': Conti-Belegschaft nimmt Jobabbau nicht hin
HANNOVER (dpa-AFX) - Tröten, Rasseln, Trillerpfeifen. Dazu Dutzende Transparente und ein stilisierter Sarg, der den Verlust von 340 Arbeitsplätzen im fernen Oppenweiler betrauert. "Rest in Peace" ("Ruhe in Frieden") haben die Kollegen aus dem bei Stuttgart gelegenen Städtchen auf eine schwarze Holzplatte geschrieben. Für die Leitungstechnik, die sie daheim in Baden-Württemberg produzieren, sieht das Management von Continental keine Zukunft mehr. Hasan Allak kennt solche Klagen aus dem ganzen Land. Nachdem die Führungsspitze des zweitgrößten Autozulieferers einen tiefgreifenden Umbau ankündigte, haben etliche der weltweit gut 244 000 Mitarbeiter Angst um ihren Arbeitsplatz. Der Conti-Betriebsratschef spricht vor einigen Hundert Beschäftigten, die am Mittwoch vor der Zentrale des Dax-Konzerns in Hannover lautstark gegen geplante Kürzungen und Schließungen demonstrieren. "Veränderungen dürfen nicht dazu führen, dass über die Köpfe der Belegschaft entschieden wird", ruft Allak. Doch dies ist nur ein Teil der Kritik. Der Ausstieg aus dem Hydraulik-Geschäft und Bereichen, die Technik für Verbrennungsmotoren herstellen, sei keine hinreichende Strategie, um im beginnenden Zeitalter der E-Mobilität konkurrenzfähig zu bleiben. "Wer in tollen Zeiten glänzen konnte, muss sich jetzt der Verantwortung stellen", fordert der Betriebsratsvorsitzende. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung stellt sich die Arbeitnehmerseite denn auch offen gegen das Management, das mehrere Werke dichtmachen will. "Uns ist bewusst: Ein Teil unserer Schritte wird Schmerzen verursachen", räumt Personalvorständin Ariane Reinhart ein. Durch Weiterbildung, interne Versetzungen und Kontakte in andere Firmen werde man versuchen, die Job-Auswirkungen möglichst gering zu halten. Dass Continental umsteuern muss, ist auch unter vielen Beschäftigten unumstritten. Strittig ist, wie und in welchem Tempo das geschieht. Die künftige Ausrichtung auf Elektroantriebe, Software, Elektronik, Sensorik, automatisiertes Fahren, Reifen und das Endkunden-Geschäft geht manchem zu schnell. Der laut Konzern "beschleunigte, disruptive Umstieg der Autoindustrie auf Elektromobilität" ist eine Tatsache - auch der große Rivale Bosch muss derzeit Personal abbauen. Christiane Benner, Vizechefin der IG Metall und des Conti-Aufsichtsrats, betont aber: "Wir brauchen mehr Zeit." Das bisherige Konzept des Vorstands ist ihr zu unkonkret - dabei gebe es große Veränderungsbereitschaft. Das Kind werde nach ihrem Eindruck mit dem Bade ausgeschüttet. "2030 wird es noch 45 Prozent Verbrenner geben", sagt die Gewerkschafterin. "Es wird ja nicht alles sofort elektrisch." Sie vermutet auch reine Rendite-Interessen hinter dem raschen Umbau, denn gleichzeitig taste man so manches Werk in günstigeren Ländern nicht an. "Globalisierung - ja, bitte. Lohndumping - nein, danke", kritisiert Benner. Ein Mitarbeiter aus Hannover-Stöcken, der seinen Namen nicht nennen will, glaubt: "Anderswo wurden künstlich Kapazitäten aufgebaut. Jetzt wird das - von langer Hand geplant - in der Krise ausgenutzt." Derlei Motive spielen nach Darstellung des Konzerns bei den jüngsten Entscheidungen keine Rolle. Vorstandschef Elmar Degenhart sieht schlicht keine Alternative. "Mit den heutigen Beschlüssen unterstützt der Aufsichtsrat unseren dringend erforderlichen Technologieumstieg und die Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit", erklärt er nach den Beratungen mit den Kontrolleuren. Die laufenden Gespräche mit den Betriebsräten seien "intensiv und konstruktiv". Vor allem dort, wo Hydraulik-Teile gefertigt werden, sieht es bald düster aus. In Deutschland trifft es etwa das bayerische Roding, wo die Produktion von Hochdruckpumpen 2024 eingestellt wird. Das Werk wird geschlossen, rund 520 Jobs fallen weg. In Limbach-Oberfrohna (Sachsen) ist vier Jahre später für 850 Mitarbeiter Schluss. In Babenhausen (Hessen) gibt Conti bis Ende 2025 schrittweise die analogen Anzeige- und Bedienelemente für Autos auf - der Standort als solcher immerhin soll erhalten werden. In Newport News (USA) und im italienischen Pisa werden zusammen mehr als 1400 Jobs gestrichen. Weltweit könnten laut Conti bis 2023 rund 15 000 Stellen von "Veränderungen" betroffen sein, davon 5000 in Deutschland. IG Metall und IG BCE überzeugt, dass auch Managementfehler eine Ursache für die Entwicklung sind. Der Aufsichtsrat solle daher zu einer externen Überprüfung Stellung nehmen, fordert Benner. Bis Ende Januar sollen die Ergebnisse auf dem Tisch liegen./jap/DP/men
20.11.2019 Quelle: dpa
DGAP-News: Continental AG: 'Transformation 2019 - 2029': Continental-Aufsichtsrat unterstützt beschleunigten Technologieumstieg (deutsch)
Continental AG: 'Transformation 2019 - 2029': Continental-Aufsichtsrat unterstützt beschleunigten Technologieumstieg ^ DGAP-News: Continental AG / Schlagwort(e): Sonstiges Continental AG: 'Transformation 2019 - 2029': Continental-Aufsichtsrat unterstützt beschleunigten Technologieumstieg 20.11.2019 / 13:19 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- "Transformation 2019 - 2029": Continental-Aufsichtsrat unterstützt beschleunigten Technologieumstieg - Fortsetzung des weltweiten Strukturprogramms "Transformation 2019 - 2029" zielt auf nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit - Beschlüsse des Aufsichtsrats umfassen die in dessen Sitzung am 25. September 2019 bereits diskutierten Pläne - Beschleunigte Umstellung auf Elektromobilität zwingt weltweit zu Anpassungen und auslaufender Produktion an mehreren Standorten - Rapide Digitalisierung von Anzeige- und Bedientechnologien, steigender Wettbewerbs- und Kostendruck: Produktion am Standort Babenhausen läuft aus / Gespräche zur Zukunftsperspektive in Rubí (Spanien) werden aufgenommen - Ausbau des internen Arbeitsmarkts, erweiterte Qualifizierungsmaßnahmen und lokale Kooperationen unterstützen Mitarbeiter - Konzentration auf profitable Wachstumsfelder: autonomes und vernetztes Fahren, Dienstleistungen für Mobilitätskunden, Reifen- sowie Industrie- und Endkundengeschäft Hannover, 20. November 2019. Der Aufsichtsrat der Continental AG hat in seiner Sitzung am 20. November 2019 strukturellen Anpassungen an den Standorten in Roding und Limbach-Oberfrohna (Deutschland), Newport News (USA) und Pisa (Italien) zugestimmt. Die Pläne dazu hatte der Aufsichtsrat bereits in seiner Sitzung am 25. September 2019 diskutiert. Zwischenzeitlich haben Unternehmensleitung und Betriebsräte der betroffenen Standorte wie angekündigt die Situation und die nächsten Schritte erörtert. Mit seinem Beschluss unterstützt der Aufsichtsrat die Entscheidung des Vorstands, das Geschäft mit Hydraulikkomponenten für Benzin- und Dieselantriebe in den kommenden Jahren zu beenden. Hintergrund ist der durch verschärfte Abgasgesetze beschleunigte, disruptive Umstieg der Autoindustrie auf Elektromobilität. Damit verbunden ist ein drastischer Rückgang der Nachfrage nach Hydraulikkomponenten. In einem weiteren Beschluss hat der Aufsichtsrat der Strukturanpassung am Standort Babenhausen (Deutschland) zugestimmt. Sie ergibt sich aus der Entscheidung, dort schrittweise bis Ende 2025 die Serienproduktion von Anzeige- und Bedientechnologien auslaufen zu lassen. Darüber hinaus sollen bis Ende 2021 bestimmte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Babenhausen an andere Standorte transferiert werden. Die Notwendigkeit dazu hat sich aus dem abrupten Umstieg der Industrie von analogen auf digitale Technologien ergeben. Damit einher geht eine sich rapide verschlechternde Wettbewerbssituation sowie ein akut steigender Kostendruck. Mit den jetzigen Beschlüssen wird Continental das angekündigte Programm "Transformation 2019 - 2029" wie geplant vorantreiben. Es zielt auf die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Darüber hinaus hat die Unternehmensleitung den Aufsichtsrat darüber informiert, dass in Rubí (Spanien) unverzüglich ergebnisoffene Gespräche mit dem lokalen Betriebsrat zur Zukunftsperspektive des ansässigen Standorts aufgenommen werden. Dort beschäftigt das Unternehmen derzeit rund 760 Mitarbeiter und produziert überwiegend analoge Anzeige- und Bedieninstrumente. Konzentration auf die Wachstumsfelder der Zukunft Der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart erklärte: "Wir kommen gut voran. Denn mit den heutigen Beschlüssen unterstützt der Aufsichtsrat unseren dringend erforderlichen Technologieumstieg und damit die Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit. Wir konzentrieren uns schnell und voller Energie auf unsere profitablen Wachstumsfelder. Dazu zählen das assistierte, automatisierte und vernetzte Fahren, die Dienstleistungen für Mobilitätskunden, das Reifengeschäft sowie das Geschäft mit Industrie- und Endkunden. Daraus erwachsen die Arbeitsplätze der Zukunft." In Bezug auf die nächsten Umsetzungsschritte fügte Degenhart hinzu: "Wir befinden uns seit einiger Zeit in intensiven und konstruktiven Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern. Die entscheidende Frage ist jetzt: Wie setzen wir die erforderlichen Maßnahmen verantwortungsvoll und mit Weitblick um, damit wir gestärkt aus dem jetzigen Umbau hervorgehen. Unsere betroffenen Mitarbeiter werden wir dabei bestmöglich unterstützen." Bestmögliche Unterstützung der Mitarbeiter im Transformationsprozess Für die vom Strukturprogramm betroffenen Mitarbeiter hat Continental gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern den unternehmensweiten internen Arbeitsmarkt erheblich ausgebaut. Darüber hinaus hat das Unternehmen jüngst das Institut für Technologie und Transformation (CITT) gegründet. Es bietet den Mitarbeitern maßgeschneiderte Schulungen, Seminare und Trainings zur gezielten Qualifizierung an. Das Ziel dabei: den Mitarbeitern nachhaltige berufliche Perspektiven und erweiterte Beschäftigungschancen eröffnen. Auf diese Weise können sie sich sowohl für den internen als auch für den externen Beschäftigungsbedarf vorbereiten. Verstärkte Qualifizierung und ein ausgeweiteter, interner Arbeitsmarkt dienen dazu, die Mitarbeiter aktiv auf freie oder frei werdende Stellen im weltweiten Konzernverbund zu vermitteln und Fachkräfte zu halten. Auf lokaler Ebene arbeitet Continental darüber hinaus mit anderen Unternehmen in den betroffenen Regionen zusammen, um Mitarbeiter bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung zu unterstützen. Informationen zu den in der Aufsichtsratssitzung am 25. September 2019 diskutierten und in der Sitzung am 20. November 2019 beschlossenen Standortmaßnahmen: 1. Roding (Deutschland): Einstellung der Produktion und Entwicklung von hydraulischen Komponenten für Benzin- und Dieselmotoren (Hochdruckpumpen) im Jahr 2024 mit daraus resultierender Schließung des Standorts. Betroffen sind nach derzeitigem Stand rund 520 Arbeitsplätze. 2. Newport News, Virginia (USA): Schließung des Standorts mit derzeit rund 720 Arbeitsplätzen im Jahr 2024. Dort werden hydraulische Komponenten für Benzinmotoren (Injektoren) produziert. 3. Limbach-Oberfrohna (Deutschland): Das Geschäft mit hydraulischen Komponenten für Dieselmotoren (Injektoren) läuft 2028 aus. Betroffen sind nach derzeitigem Stand rund 850 Arbeitsplätze am Standort. 4. Pisa (Italien): Die Produktion hydraulischer Komponenten (Injektoren) für Benzinmotoren läuft zwischen 2023 und 2028 aus. Davon sind nach derzeitigem Stand rund 750 Arbeitsplätze am Standort betroffen. 5. Babenhausen (Deutschland): Schrittweise Einstellung der Serienproduktion von Anzeige- und Bedientechnologien des Geschäftsbereichs Instrumentation & Driver HMI bis Ende 2025. Darüber hinaus sollen bis Ende 2021 bestimmte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an andere Standorte transferiert werden. Betroffen sind nach derzeitigem Stand über 2.200 Arbeitsplätze. Der Standort Babenhausen bleibt als Leitungsstandort des Geschäftsbereiches mit Entwicklung und Administration bestehen. Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2018 einen Umsatz von 44,4 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell mehr als 240.000 Mitarbeiter in 60 Ländern und Märkten. Kontakt für Journalisten Vincent Charles Leiter Medien Continental Telefon: +49 511 938-1364 E-Mail: vincent.charles@conti.de Dr. Felix Gress Leiter Unternehmenskommunikation & Public Affairs Continental Telefon: +49 511 938-1485 E-Mail: media@conti.de Presseportal: www.continental-presse.de Mediathek: www.continental.de/mediathek --------------------------------------------------------------------------- 20.11.2019 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Unternehmen: Continental AG Vahrenwalder Straße 9 30165 Hannover Deutschland Telefon: +49 (0)511 938-1068 Fax: +49 (0)511 938-1080 E-Mail: ir@conti.de Internet: www.continental-corporation.com/de ISIN: DE0005439004 WKN: 543900 Indizes: DAX Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard), Hamburg, Hannover, Stuttgart; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München, Tradegate Exchange; Börse Luxemburg, SIX EQS News ID: 917455 Ende der Mitteilung DGAP News-Service --------------------------------------------------------------------------- 917455 20.11.2019 °
20.11.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP: Hunderte Continental-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau
HANNOVER (dpa-AFX) - Wegen des geplanten Konzernumbaus mit der absehbaren Streichung von Stellen haben Hunderte Mitarbeiter von Continental am Mittwoch vor der Firmenzentrale in Hannover demonstriert. Sie waren von Standorten aus ganz Deutschland angereist und appellierten vor einer Aufsichtsratssitzung an die Unternehmensleitung, das Konzept zur Neuausrichtung des Autozulieferers zu überdenken. Conti soll angesichts des Umbruchs der Autobranche künftig weniger Hydraulik und Technik für Verbrennungsmotoren anbieten - mit entsprechenden Folgen für die Jobs. Stattdessen will sich der Zulieferer unter anderem auf Elektronik, Sensorik und automatisiertes Fahren konzentrieren. Nach Angaben der IG Metall kamen 870 Beschäftigte zu der Kundgebung, auch aus besonders betroffenen Standorten wie Babenhausen (Hessen), Roding und Regensburg (Bayern) oder Oppenweiler (Baden-Württemberg), ebenso aus Gifhorn und Hannover-Stöcken. In den Werken selbst liefen parallele "Aktionstage", die Chemiegewerkschaft IG BCE schloss sich den Protesten an. Eine Unterschriften-Tafel wurde der Konzernführung übergeben und im Foyer der Zentrale aufgestellt. IG-Metall-Vizechefin Christiane Benner - zugleich stellvertretende Vorsitzende des Continental-Aufsichtsrats - kritisierte, der Umbauplan sei überhastet: "Wir wollen die Prozesse verbessern. Aber wir brauchen mehr Zeit." Das Management dürfe die Veränderungen nicht einfach mit Verweis auf die schwierige Lage der Autobranche möglichst schnell durchdrücken. Bisher sei zudem unklar, wie genau die Spitze den Konzern langfristig aufstellen wolle - dabei dürfte es auch noch lange eine Nachfrage nach Technik für Diesel- und Ottomotoren geben. Die bislang vorgesehenen Qualifizierungsmaßnahmen reichten nicht aus, meinte Benner: "Es müssen alle Beschäftigten mitgenommen werden." Vorstandschef Elmar Degenhart hatte zugesagt, dass Kündigungen nur als "allerletztes Mittel" denkbar seien. Grundsätzlich will Continental den Umbau über möglichst viele Umschulungen und über die Nicht-Nachbesetzung von Stellen abfedern. Personalvorständin Ariane Reinhart erklärte: "Angesichts der Transformation unserer Industrien und rückläufiger Märkte leiten wir umgehend und vorausschauend über drei bis sieben Jahre die notwendigen Anpassungen ein." Man werde die betroffenen Mitarbeiter "bestmöglich unterstützen", versprach Reinhart - neben weiterer Qualifizierung auch über den konzerninternen Arbeitsmarkt und Kooperationen mit Partnerunternehmen. "Wir vertrauen auf unsere zusätzlichen Beschäftigungschancen auf unseren profitablen Wachstumsfeldern." Gewerkschafterin Benner kündigte an: "Wir werden der Kapitalseite Vorschläge machen, wie der Umbau nachhaltiger geplant werden kann." Weltweit könnten laut Conti bis 2023 rund 15 000 Jobs von "Veränderungen" betroffen sein, davon 5000 in Deutschland. Die IG Metall sieht auch Managementfehler als Ursache für den Stellenabbau./jap/DP/mis