Faktor-Zertifikat | 3,00 | Long | Alibaba

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  • WKN: MF3MSA
  • ISIN: DE000MF3MSA9
  • Faktor-Zertifikat

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Alibaba hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Standes können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Alibaba hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Standes können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

22.05.2020 Quelle: dpa
Chinesischer E-Commerce-Riese Alibaba mit Gewinneinbruch in Corona-Krise
HANGZHOU (dpa-AFX) - Dem chinesischen Online-Händler Alibaba hat die Covid-19-Pandemie im letzten Geschäftsquartal die Geschäfte verhagelt. Zwar konnte der Ebay- und Amazon-Rivale zwischen Januar und Ende März im Jahresvergleich den Umsatz um 22 Prozent auf 114 Milliarden chinesische Yuan (14,6 Mrd Euro) steigern, wie das Unternehmen am Freitag in Hangzhou mitteilte. Unter dem Strich stand für den in New York an der Börse notierten Konzern wegen Bewertungsverlusten bei Investments aber ein Gewinneinbruch von 88 Prozent auf 3,2 Milliarden Yuan. Auch im laufenden Geschäft bekam Alibaba die Krise zu spüren, der operative Gewinn ging um 19 Prozent auf 7,1 Milliarden Yuan zurück. Im Geschäft mit Cloud-Diensten, in dem Alibaba Speicherplatz und Rechenkapazität über das Internet zur Verfügung stellt, zogen die Erlöse um 58 Prozent auf 12,2 Milliarden Yuan an. Allerdings schreibt Alibaba in dem Bereich noch immer roten Zahlen. Die Chinesen wollen durch hohe Investitionen im Markt mit den US-Platzhirschen Amazon, Microsoft und Google Schritt halten. Im laufenden Geschäftsjahr (Ende März) will Alibaba den Umsatz auf über 650 Milliarden Yuan steigern. Der Ausblick sei aber insbesondere wegen der Corona-Krise mit Risiken behaftet. Im gesamten vergangenen Jahr zogen die Erlöse bei Alibaba um 35 Prozent auf knapp 510 Milliarden Yuan an. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss kletterte um 70 Prozent auf gut 149 Milliarden Yuan. Das lag vor allem daran, dass Alibaba die wesentliche Beteiligung Ant Financial stärker aus dem Konzern gelöst hatte, um sie auf einen möglichen Börsengang vorzubereiten. Für den Umbau hat Alibaba im Herbst ein Anteilspaket von 33 Prozent erhalten, was zu einem milliardenschweren Sonderertrag führte./men/jha/
12.05.2020 Quelle: dpa
Videodienst Quibi trifft in Corona-Krise auf wenig Interesse
LOS ANGELES (dpa-AFX) - Die großen Ambitionen des neuen Videodienstes Quibi sind in der Corona-Krise schnell zerschellt. Nach einem Monat kommt die App auf 1,3 Millionen aktive Nutzer und 3,5 Millionen Downloads insgesamt. "Das ist nicht annähernd so viel, wie wir wollten", sagte Mitgründer Jeffrey Katzenberg, ein ehemaliger Chef des Disney-Studios, der "New York Times". Er sieht Quibi als Opfer der aktuellen Krise: "Ich führe alles, was schiefgelaufen ist, auf das Coronavirus zurück. Alles." Katzenberg hatte Quibi zusammen mit der früheren Ebay-Chefin Meg Whitman auf die Beine gestellt und laut Medienberichten 1,8 Milliarden Dollar als Startkapital eingesammelt. Das Geld kam unter anderem von Hollywood-Studios und dem chinesischen Online-Riesen Alibaba. Die App ist zunächst nur in den USA verfügbar. Das Konzept von Quibi sind kurze Videos mit einer Laufzeit von fünf bis zehn Minuten, die auf dem Smartphone angesehen werden sollen. Quibi gewann für die Eigenproduktionen bekannte Namen wie Jennifer Lopez, Steven Spielberg oder LeBron James. Katzenberg und Whitman hatten Hollywood mit der Hoffnung geködert, das richtige Format für das Video-Geschäft auf den Smartphones gefunden zu haben - und einen Gegenpol zur populären chinesischen App TikTok etablieren zu können. Die Gründer waren so überzeugt von dem Konzept, dass sie gar keine Möglichkeit einplanten, die Videos auf den Fernseher zu übertragen. Das erwies sich als falsche Entscheidung für die Corona-Krise, in der die Menschen viel Zeit zuhause statt unterwegs verbringen. Die Funktion wird jetzt zunächst für Apples iPhones nachgeholt, Nutzer von Android-Handys müssten sich noch etwas länger gedulden, sagte Katzenberg in dem am Montag veröffentlichten Interview. Ebenso verpasste Quibi es, das Teilen von Links zu Videos oder Ausschnitten im Internet zuzulassen. Auch das solle jetzt nachgeholt werden. Nutzer behalfen sich bisher damit, dass sie Szenen - die dann zum Teil auch tatsächlich auf Interesse im Netz stießen - mit einem anderen Smartphone vom Bildschirm abfilmten. Man entdecke Dinge, an die man nicht gedacht habe, räumte Katzenberg ein. Zugleich sei das Interesse an Nachrichten-Inhalten entgegen den Erwartungen gering./so/DP/zb
20.04.2020 Quelle: dpa
Alibaba auf Amazons Spuren - Cloud-Geschäft soll ausgebaut werden
HANGZHOU (dpa-AFX) - Der chinesische Internetkonzern Alibaba steckt in den kommenden Jahren viel Geld in das schnell wachsende Geschäft mit Datendienstleistungen über die sogenannte Cloud. Insgesamt will der Amazon-Konkurrent über drei Jahre 200 Milliarden Yuan oder umgerechnet etwas mehr als 26 Milliarden Euro in den Ausbau der Sparte stecken, teilte das Unternehmen am Montag in Hangzhou mit. So will der chinesische Konzern die Zahl der Rechenzentren erhöhen, um so die Cloud-Angebote in noch mehr Ländern anbieten zu können. Zudem soll ein Teil der Investitionssumme in den Ausbau von Technologien wie der Künstlichen Intelligenz (AI) fließen. Das lukrative Cloud-Geschäft war im dritten Geschäftsquartal (Ende Dezember) mit einer Wachstumsrate von 62 Prozent das am schnellsten wachsende Segment des Konzerns. Mit einem Umsatz von knapp 11 Milliarden Yuan spielt der Bereich absolut aber noch eine untergeordnete Rolle innerhalb des Unternehmens, das sein Geld vor allem mit E-Commerce und Internetspielen macht. Der Gesamterlös des Unternehmens war in den drei Monaten bis Ende Dezember um 38 Prozent auf etwas mehr als 161 Milliarden Yuan gestiegen. Mit dem Ausbau des Cloud-Bereichs eifert Alibaba dem US-Konzern Amazon nach. Der US-Internethändler hatte sehr früh auf das Cloud-Geschäft gesetzt und finanziert bereits seit Jahren den aggressiven Ausbau seines Geschäfts mit den Gewinnen des lukrativen Bereichs. Das in der Sparte AWS (Amazon Web Services) gebündelte Bereich machte 2019 mit 35 Milliarden Dollar zwar nur rund zwölf Prozent des Amazon-Umsatzes aus, erzielte dabei aber ein operatives Ergebnis von etwas mehr als neun Milliarden Dollar. Damit steuerte der Bereich fast zwei Drittel zum operativen Gewinn bei. Weitere bedeutende Konkurrenten sind der Alphabet-Konzern mit seiner Google Cloud Platform sowie Microsoft mit seinem Angebot namens Azure. Gerade in der Corona-Krise gilt der Cloud-Bereich als sehr wichtig, da das weltweite Datenvolumen zum Beispiel durch die gestiegene Zahl von Videokonferenzen angezogen hat, der Internethandel blüht und auch zum Beispiel Videospiele und andere Anwendungen immer öfter in der Cloud laufen. Die Amazon-Aktie kannte aus diesem Grund trotz des Crashs an den Finanzmärkten zuletzt nur einen Weg - den nach oben. Das Papier hatte erst am Donnerstag vergangener Woche ein Rekordhoch von knapp 2461 Dollar erreicht. Der Börsenwert legte in diesem Jahr gegen den Markttrend auf fast 1,2 Billionen Dollar zu. Und auch die an der New York Stock Echange gehandelten Alibaba-Aktien konnten sich schnell vom Corona-Schock erholen. Nachdem das Papier Ende März zeitweise weniger als 180 Dollar gekostet hatte und damit etwas mehr als ein Fünftel unter dem im Januar erreichten Rekordhoch von 232 Dollar lag, kostet die Aktie inzwischen wieder rund 210 Dollar. Der Börsenwert lag damit zuletzt bei 562 Milliarden Dollar./zb/men/mis
24.03.2020 Quelle: dpa
Kreise: Softbank will Alibaba-Aktien für 14 Milliarden Dollar verkaufen
TOKYO (dpa-AFX) - Im Rahmen seines großen Anteilsverkaufs will der in Bedrängnis geratene japanische Mischkonzern Softbank laut Kreisen auch Aktien des chinesischen Onlineriesen Alibaba im Milliardenwert abstoßen. So will Softbank-Chef Masayoshi Son Anteile an den Chinesen für rund 14 Milliarden US-Dollar (13 Mrd Euro) aus der Hand geben, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zu Dienstag berichtete. Dabei beruft sich Bloomberg auf mit der Sache vertraute Personen. Zu Wochenanfang hatte Softbank mitgeteilt, sich über die kommenden vier Quartale von Beteiligungen und Anteilen in Höhe von 41 Milliarden Dollar trennen zu wollen, um Schulden abzubauen und in großem Stil Aktien zurückzukaufen, wie es Aktionäre schon länger von Masa Son fordern. Wegen der Coronavirus-Pandemie war Softbank mit seinen großen Technologieinvestments bei Investoren zuletzt deutlich unter Druck geraten, weil sich viele junge Unternehmen als zu wenig krisenresistent erweisen könnten. Nach der Ankündigung des Verkaufsprogramms hat die Softbank-Aktie am Montag einen Satz nach oben gemacht. Auf die Kreisemeldung zum Verkauf der Alibaba-Papiere hin machte sie am Dienstag einen weiteren, noch stärkeren Sprung. Ihre Verluste seit dem Beginn der Corona-Krise hat sie damit aber noch längst nicht aufgeholt. Alibaba gilt für die Japaner als Tafelsilber, der Gesamtwert der Anteile am chinesischen Einzelhandelsprimus liegt bei über 120 Milliarden Dollar und damit deutlich über dem eigenen Marktwert von rund 60 Milliarden Dollar. Auch Anteile am japanischen Telekommunikations-Arm Softbank Corp könnten auf dem Verkaufszettel stehen. Ebenso Anteile am US-Telekomkonzern Sprint, wenn die Übernahme durch die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US durch sei, hieß es laut Bloomberg. Allerdings könnten Verkaufsbeschränkungen auch dafür sorgen, dass sich die Pläne in die Länge zögen./men/tav/fba
26.02.2020 Quelle: dpa
Kriselnde Kultfirma: Die Tupperware-Party ist zu Ende
NEW YORK/ORLANDO (dpa-AFX) - Plastikdosen als Design- und Haushaltsklassiker, Partys als Verkaufskanal - mit diesem Modell hat sich der US-Hersteller Tupperware einen Namen gemacht. Doch das Unternehmen aus Orlando im sonnigen Florida steckt tief in der Krise. Verschärfte Konkurrenz im Markt für Haushaltsartikel und der boomende Online-Handel setzen der auf Direktvertrieb ausgerichteten Firma zu. Die Geschäfte laufen schon lange schlecht, dafür sind die Schulden hoch. Anleger scheinen Tupperware schon fast abgeschrieben zu haben. Am Dienstag brach die Aktie zeitweise um rund 50 Prozent ein, was den Kurs auf ein Rekordtief von unter drei Dollar drückte. Zum Vergleich: Ende 2013 hatten die Papiere noch über 90 Dollar gekostet. Hinter dem Börsenabsturz der einstigen Kultfirma verbergen sich handfeste operative Probleme. Seit acht Quartalen sinken die Erlöse. Im November schmiss Chefin Tricia Stitzel nach nur 18 Monaten hin. Ihr Nachfolger Chris O'Leary wurde nur als Übergangslösung verpflichtet, die Suche nach einem dauerhaften Chef war bislang erfolglos. Das fast 75 Jahre alte Unternehmen, dessen Gründer Earl Tupper 1946 die Küchenwelt mit seinen bunten "Wunderschüsseln" aufmischte, steht mit dem Rücken zur Wand. Der Geschäftsbericht für 2019 musste wegen Ungereimtheiten bei der Bilanzierung des Beauty-Geschäfts Fuller in Mexiko verschoben werden, was zu millionenschweren Sonderbelastungen führen könnte und den Aktionären am Dienstag endgültig die Laune verdarb. Es war nicht die einzige Hiobsbotschaft: Tupperware gab wegen Problemen in Brasilien, China, den USA und Kanada eine Gewinnwarnung ab und räumte Verschuldungsprobleme ein. Wie konnte es soweit kommen? Die bunten Schüsseln und Boxen von Tupperware haben Haushalte fast rund um den Globus geprägt und es sogar als Design-Klassiker in Museen und Kunstausstellungen geschafft. Auch in Deutschland verbreiteten sich die luftdicht verschließbaren Behältnisse, deren Kunststoffdeckel beim Schließen den charakteristischen Laut von sich geben, ab der frühen 1960er Jahre rasant. Als Erfolgskonzept erwiesen sich Gründer Tuppers Haushaltsprodukte vor allem in Kombination mit Marketing-Genie Brownie Wises Idee der Tupper-Party. Aber ist dieser Ansatz überhaupt noch zeitgemäß? Während sich der Einzelhandel in den vergangenen Jahren mehr und mehr ins Internet verlagert hat, wo Shopping-Giganten wie Amazon oder Alibaba mit enormer Marktmacht die Preise drücken, setzte Tupperware lange Zeit unbeirrt weiter auf seine klassischen Verkaufswege - und auch vergleichsweise teure Produkte. "Partys sind noch immer unser Verkaufsmodell", sagte der damalige Konzernchef Rick Goings der Deutschen Presse-Agentur noch 2017 - trotz immer stärkerer Konkurrenz aus dem Internet. Direkte Ansprache durch Bekannte oder Verwandte im Verkauf sei vor allem für jüngere Leute äußerst wichtig. "Derzeit haben wir fast nur Partys." Zwar bietet Tupperware seine Produkte mittlerweile auch stärker im Netz an, ist hier jedoch weit abgeschlagen. Das Produktportfolio hat sich über die Jahre stark verändert. Aufbewahrungsschüsseln für Lebensmittel sind schon länger nicht mehr der Hauptgeschäftstreiber. Einen Großteil seines Umsatzes macht das Unternehmen inzwischen etwa mit Wasserfiltern oder Mikrowellenprodukten. Zudem gehören Kosmetik- und Körperpflegeprodukte dazu. Asien hat den Heimatmarkt Nordamerika als größte Umsatzstütze überholt. Doch in China, wo der Konzern Tausende Filialen hat, laufen die Geschäfte schlecht - und daran dürfte sich wegen des Coronavirus so rasch auch nicht viel ändern./hbr/DP/stk