Faktor-Zertifikat | 4,00 | Long | Deutsche Lufthansa

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  • WKN: MF30XS
  • ISIN: DE000MF30XS0
  • Faktor-Zertifikat
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Basiswert

7,41 EUR

+2,12 % 30.10.2020 21:27:47

Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Deutsche Lufthansa hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Deutsche Lufthansa hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
08.05.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 15,62 EUR
  • 16,25 EUR
  • 0,23
  • 14,84 EUR
  • 15,43 EUR
  • 0,22
09.05.2018 Aktionoption
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 18,94 EUR
  • 19,70 EUR
  • 1,39
  • 18,50 EUR
  • 19,24 EUR
  • 1,36

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 30.10.2020 13:52:30 Quelle: dpa
KORREKTUR/ROUNDUP 3: Hauptstadtflughafen öffnet - doch die Probleme bleiben
(Im 2. Absatz, 2. Satz, wurde die Zahl der angebotenen Easyjet-Strecken zum Auftakt des BER korrigiert (23, nicht: 46). Zudem wurde präzisiert, dass sich die Zahl der 180 Flüge nur auf die erste Betriebswoche bezieht.) BERLIN (dpa-AFX) - Eine Party soll es nicht geben für den neuen Hauptstadtflughafen BER - dennoch wird es feierlich zugehen, wenn am Wochenende dort mit neun Jahren Verspätung die ersten Flugzeuge aufsetzen werden. Für Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup dürfte der lang erwartete Start zunächst nur ein kurzer Lichtblick bleiben. Sowohl die Corona-Krise als auch die angespannte Finanzlage haben die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg fest im Griff. So werden auch in den ersten Betriebstagen nur wenige tausend Fluggäste am neuen Standort erwartet. Mit einem entsprechend verringerten Angebot stellen sich die Fluggesellschaften darauf ein. Der bislang größte Anbieter in Berlin etwa, das britische Luftfahrtunternehmen Easyjet, hat sich mit den Gewerkschaften darauf geeinigt, die in Berlin im vergangenen Jahr stationierte Flotte von 34 Flugzeugen auf 18 zu reduzieren. Die Fluggesellschaft bietet zum Auftakt 23 Strecken zu internationalen Zielen an, wie sie mitteilte. Im kommenden Jahr sollen es dann 70 Verbindungen sein. "Sollte die Nachfrage steigen, werden wir unser Flugangebot entsprechend ausweiten", hieß es. Damit plant Easyjet für die Betriebsaufnahme am BER mit rund 180 Flügen in der ersten Woche. Im Jahr 2019 waren es demnach von den Berliner Airports Tegel und Schönefeld aus rund 250 Flüge am Tag. Die Lufthansa hat keine eigenen Flugzeuge am BER stationiert. Sie nutzt den Flughafen vor allem als Ausgangspunkt für Langstreckenflüge mit einmaligem Umstieg an den Drehkreuzen Frankfurt oder München. Für den Start am BER plant die größte deutsche Fluggesellschaft mit lediglich 30 Flügen täglich - etwa halb so viele wie vor der Krise. Die Lufthansa-Tochter Eurowings wiederum startet am 4. November erstmals vom BER, wie das Unternehmen mitteilte. 70 Flüge pro Woche will die Fluggesellschaft dann zunächst anbieten. Bei einem Großteil davon handelt es sich demnach um innerdeutsche Verbindungen. Von rund 300 geplanten Abflügen im Monat November gehen lediglich rund 16 ins Ausland. "Hier zeigt sich überdeutlich das Bild der Reiserestriktionen für die meisten Urlaubsländer Europas", teilte ein Sprecher mit. Auch die Billigfluggesellschaft Ryanair wird ihre Kapazitäten am BER für den Winterflugplan reduzieren, auf 40 Prozent des Vorjahres, wie das irische Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Rund 27 internationale Strecken will Ryanair dann noch bedienen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte zuletzt mit insgesamt rund 5000 Fluggästen am Eröffnungstag des Flughafens am Hauptterminal T1 gerechnet. Mit der Tegel-Schließung eine Woche später würden am T1 dann rund 16 000 Passagiere abgefertigt. Weitere 8000 Fluggäste würden dann über den Flughafen Schönefeld reisen, der als Terminal 5 des BER dient. Das bereits fertiggestellte Terminal 2 wird angesichts dieser niedrigen Zahlen zunächst nicht gebraucht und soll deshalb erst im Frühjahr eröffnet werden. Die hohen Baukosten des Flughafens sowie der Einbruch der Passagierzahlen während der Krise haben die Flughafengesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Mit 300 Millionen Euro springen die Eigentümer - der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg - in diesem Jahr bereits in die Bresche. Für kommendes Jahr ist ein Darlehen von rund 550 Millionen Euro zugesagt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist jedoch zuversichtlich, dass das kein Dauerzustand bleiben wird. "Wir haben mit Tegel und Schönefeld gesehen, dass ein Flughafen Geld verdient", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben eine Sondersituation mit dem BER, weil die Baukosten wieder reinkommen müssen." Und das ganze System müsse erst anfangen zu laufen, auch das jenseits des Flugverkehrs. "Aber jetzt erleben wir eine Pandemie. Wir haben weniger Passagiere und weniger Unternehmen, die das ganze Umfeld in Tegel und Schönefeld nutzen. Wenn wir die Krise überwunden haben, wird man mit dem neuen Flughafen Geld verdienen, genauso wie mit dem alten", sagte Müller. Zur Eröffnung am Wochenende sind in Schönefeld Protestaktionen angekündigt. Die Polizei rechnet mit insgesamt rund 3000 Teilnehmern an den Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen. Allein bei einer Taxi-Sternfahrt vom Flughafen Tegel bis zum BER wollen nach Angaben der Organisatoren gut 1000 Taxifahrer dabei sein. Die Gruppe "Am Boden bleiben" kündigte an, sie wolle die Eröffnung mit einer Aktion zivilen Ungehorsams "massiv stören". Ihr Protest richtet sich gegen die Eröffnung des Flughafens als falsches Signal in der Klimakrise./maa/ah/DP/fba
Heute 30.10.2020 13:48:02 Quelle: dpa
KORREKTUR: Fluggesellschaften starten am BER mit verringertem Angebot
(Im 2. Absatz, 2. Satz wurde die Zahl der angebotenen Easyjet-Strecken zum Auftakt des BER korrigiert (23, nicht: 46). Zudem wurde präzisiert, dass sich die Zahl der 180 Flüge nur auf die erste Betriebswoche bezieht.) BERLIN (dpa-AFX) - Viele Fluggäste werden zum Start des neuen Hauptstadtflughafens BER an diesem Samstag (31. Oktober) nicht erwartet - mit einem entsprechend verringerten Angebot stellen sich die Fluggesellschaften darauf ein. Der bislang größte Anbieter in Berlin etwa, das britische Luftfahrtunternehmen Easyjet, hat sich mit den Gewerkschaften darauf geeinigt, die in Berlin im vergangenen Jahr stationierte Flotte von 34 Flugzeugen auf 18 zu reduzieren. Die Fluggesellschaft bietet zum Auftakt 23 Strecken zu internationalen Zielen an, wie sie mitteilte. Im kommenden Jahr sollen es dann 70 Verbindungen sein. "Sollte die Nachfrage steigen, werden wir unser Flugangebot entsprechend ausweiten", hieß es. Damit plant Easyjet für die Betriebsaufnahme am BER mit rund 180 Flügen in der ersten Woche. Im Jahr 2019 waren es demnach von den Berliner Airports Tegel und Schönefeld aus rund 250 Flüge am Tag. Die Lufthansa hat keine eigenen Flugzeuge am BER stationiert. Sie nutzt den Flughafen vor allem als Ausgangspunkt für Langstreckenflüge mit einmaligem Umstieg an den Drehkreuzen Frankfurt oder München. Für den Start am BER plant die größte deutsche Fluggesellschaft mit lediglich 30 Flügen täglich - etwa halb so viele wie vor der Krise. Die Lufthansa-Tochter Eurowings wiederum startet am 4. November erstmals vom BER, wie das Unternehmen mitteilte. 70 Flüge pro Woche will die Fluggesellschaft dann zunächst anbieten. Bei einem Großteil davon handelt es sich demnach um innerdeutsche Verbindungen. Von rund 300 geplanten Abflügen im Monat November gehen lediglich rund 16 ins Ausland. "Hier zeigt sich überdeutlich das Bild der Reiserestriktionen für die meisten Urlaubsländer Europas", teilte ein Sprecher mit. Auch die Billigfluggesellschaft Ryanair wird ihre Kapazitäten am BER für den Winterflugplan reduzieren, auf 40 Prozent des Vorjahres, wie das irische Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Rund 27 internationale Strecken will Ryanair dann noch bedienen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte zuletzt mit insgesamt rund 5000 Fluggästen am Eröffnungstag des Flughafens am Hauptterminal T1 gerechnet. Mit der Tegel-Schließung eine Woche später würden am T1 dann rund 16 000 Passagiere abgefertigt. Weitere 8000 Fluggäste würden dann über den Flughafen Schönefeld reisen, der als Terminal 5 des BER dient. Das bereits fertiggestellte Terminal 2 wird angesichts dieser niedrigen Zahlen zunächst nicht gebraucht und soll deshalb erst im Frühjahr eröffnet werden./maa/DP/fba
Heute 30.10.2020 13:39:04 Quelle: dpa
ROUNDUP 3: Hauptstadtflughafen öffnet - doch die Probleme bleiben
(durchgehend aktualisiert) BERLIN (dpa-AFX) - Eine Party soll es nicht geben für den neuen Hauptstadtflughafen BER - dennoch wird es feierlich zugehen, wenn am Wochenende dort mit neun Jahren Verspätung die ersten Flugzeuge aufsetzen werden. Für Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup dürfte der lang erwartete Start zunächst nur ein kurzer Lichtblick bleiben. Sowohl die Corona-Krise als auch die angespannte Finanzlage haben die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg fest im Griff. So werden auch in den ersten Betriebstagen nur wenige tausend Fluggäste am neuen Standort erwartet. Mit einem entsprechend verringerten Angebot stellen sich die Fluggesellschaften darauf ein. Der bislang größte Anbieter in Berlin etwa, das britische Luftfahrtunternehmen Easyjet, hat sich mit den Gewerkschaften darauf geeinigt, die in Berlin im vergangenen Jahr stationierte Flotte von 34 Flugzeugen auf 18 zu reduzieren. Die Fluggesellschaft bietet zum Auftakt 46 Strecken zu internationalen Zielen an, wie sie mitteilte. Im kommenden Jahr sollen es dann 70 Verbindungen sein. "Sollte die Nachfrage steigen, werden wir unser Flugangebot entsprechend ausweiten", hieß es. Damit plant Easyjet für die Betriebsaufnahme am BER mit rund 180 Flügen pro Woche. Im Jahr 2019 waren es demnach von den Berliner Airports Tegel und Schönefeld aus rund 250 Flüge am Tag. Die Lufthansa hat keine eigenen Flugzeuge am BER stationiert. Sie nutzt den Flughafen vor allem als Ausgangspunkt für Langstreckenflüge mit einmaligem Umstieg an den Drehkreuzen Frankfurt oder München. Für den Start am BER plant die größte deutsche Fluggesellschaft mit lediglich 30 Flügen täglich - etwa halb so viele wie vor der Krise. Die Lufthansa-Tochter Eurowings wiederum startet am 4. November erstmals vom BER, wie das Unternehmen mitteilte. 70 Flüge pro Woche will die Fluggesellschaft dann zunächst anbieten. Bei einem Großteil davon handelt es sich demnach um innerdeutsche Verbindungen. Von rund 300 geplanten Abflügen im Monat November gehen lediglich rund 16 ins Ausland. "Hier zeigt sich überdeutlich das Bild der Reiserestriktionen für die meisten Urlaubsländer Europas", teilte ein Sprecher mit. Auch die Billigfluggesellschaft Ryanair wird ihre Kapazitäten am BER für den Winterflugplan reduzieren, auf 40 Prozent des Vorjahres, wie das irische Unternehmen auf Anfrage mitteilte. Rund 27 internationale Strecken will Ryanair dann noch bedienen. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte zuletzt mit insgesamt rund 5000 Fluggästen am Eröffnungstag des Flughafens am Hauptterminal T1 gerechnet. Mit der Tegel-Schließung eine Woche später würden am T1 dann rund 16 000 Passagiere abgefertigt. Weitere 8000 Fluggäste würden dann über den Flughafen Schönefeld reisen, der als Terminal 5 des BER dient. Das bereits fertiggestellte Terminal 2 wird angesichts dieser niedrigen Zahlen zunächst nicht gebraucht und soll deshalb erst im Frühjahr eröffnet werden. Die hohen Baukosten des Flughafens sowie der Einbruch der Passagierzahlen während der Krise haben die Flughafengesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Mit 300 Millionen Euro springen die Eigentümer - der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg - in diesem Jahr bereits in die Bresche. Für kommendes Jahr ist ein Darlehen von rund 550 Millionen Euro zugesagt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist jedoch zuversichtlich, dass das kein Dauerzustand bleiben wird. "Wir haben mit Tegel und Schönefeld gesehen, dass ein Flughafen Geld verdient", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben eine Sondersituation mit dem BER, weil die Baukosten wieder reinkommen müssen." Und das ganze System müsse erst anfangen zu laufen, auch das jenseits des Flugverkehrs. "Aber jetzt erleben wir eine Pandemie. Wir haben weniger Passagiere und weniger Unternehmen, die das ganze Umfeld in Tegel und Schönefeld nutzen. Wenn wir die Krise überwunden haben, wird man mit dem neuen Flughafen Geld verdienen, genauso wie mit dem alten", sagte Müller. Zur Eröffnung am Wochenende sind in Schönefeld Protestaktionen angekündigt. Die Polizei rechnet mit insgesamt rund 3000 Teilnehmern an den Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen. Allein bei einer Taxi-Sternfahrt vom Flughafen Tegel bis zum BER wollen nach Angaben der Organisatoren gut 1000 Taxifahrer dabei sein. Die Gruppe "Am Boden bleiben" kündigte an, sie wolle die Eröffnung mit einer Aktion zivilen Ungehorsams "massiv stören". Ihr Protest richtet sich gegen die Eröffnung des Flughafens als falsches Signal in der Klimakrise./maa/ah/DP/fba
Heute 30.10.2020 13:23:37 Quelle: dpa
Taxis und Pinguine: Zahlreiche Protestaktionen zur BER-Eröffnung
SCHÖNEFELD (dpa-AFX) - Zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER an diesem Samstag sind in Schönefeld eine Reihe von Protestaktionen angekündigt. Die Polizei rechnet insgesamt mit rund 3000 Teilnehmern an den Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen. Allein bei einer Taxi-Sternfahrt vom Flughafen Tegel bis zum BER wollen nach Angaben der Organisatoren gut 1000 Taxifahrer dabei sein. Die Gruppe Am Boden bleiben kündigte am Freitag an, sie wolle die Eröffnungsfeier mit einer Aktion zivilen Ungehorsams "massiv stören". "Wir werden die Eröffnung des BER blockieren", sagte Lena Tucnak, eine der Sprecherinnen. Es könne nicht sein, dass in Zeiten der immer heftiger werdenden Klimakrise ein neuer Flughafen eröffnet werde. "Wir wollen und brauchen den BER nicht", sagte Tucnak. Wenn die Befeuerung der Klimakrise legal sei, dann sei auch eine Blockadeaktion mehr als legitim. Daran sollen mehrere Hundert Menschen als Pinguine verkleidet teilnehmen - "coole Vögel, die am Boden bleiben". Tucnak erinnerte an eine ähnliche Aktion vor rund einem Jahr am Flughafen Tegel, die zu einem Großeinsatz der Polizei geführt hatte. Die Berliner Taxifahrer wollen am Vormittag mit ihrem Korso in Tegel starten. Realistisch sei, dass sie gegen 11.45 Uhr am BER eintreffen, sagte Initiator Erkan Özmen am Freitag. Bei einer Kundgebung wollen sie fordern, dass alle 7000 Berliner Taxen künftig Laderecht am BER bekommen, nicht nur 300 wie bisher vorgesehen. Das Aktionsbündnis Berlin Brandenburg, eine Bürgerinitiative von Flughafen-Betroffenen, plant am Vormittag eine Mahnwache. Ein Bündnis verschiedener Gruppen wie Fridays for Future Berlin, Extinction Rebellion und die Jugend des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat eine Demo angekündigt, die von 10.00 Uhr an vom alten Flughafen Schönefeld zum BER führen soll. Zeitgleich startet ein Fahrradkorso vom Platz der Luftbrücke in Berlin-Tempelhof. Von einigen Plänen mussten sich die BER-Kritiker wieder verabschieden: Die BUND-Jugend darf am Flughafen keine Drachen steigen lassen. Und die Grüne Jugend Brandenburg und Berlin darf nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Potsdam nicht im Terminal 1 demonstrieren. Stattdessen schließt sie sich ebenfalls der Bündnis-Demo an. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam sagte am Freitag, die Polizei werde mit einem Großaufgebot vor Ort sein, um die Sicherheit der Eröffnungsveranstaltung zu gewährleisten. "Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet." Die größte Einzelaktion sei die Taxi-Sternfahrt, die auch zu Verkehrsbehinderungen führen könne. Insgesamt sei anhand der Anmeldungen von rund 3000 Teilnehmern an den verschiedenen Aktionen auszugehen./ah/DP/jha