Faktor-Zertifikat | 6,00 | Short | Bayer

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  • WKN: MF2MSR
  • ISIN: DE000MF2MSR5
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Basiswert

68,25 EUR

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Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Bayer hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
29.04.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 71,211 EUR
  • 68,37 EUR
  • 2,76
  • 68,5231 EUR
  • 65,79 EUR
  • 2,72
06.06.2018 Bezugsrechtsausgabe
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 119,836 EUR
  • 115,05 EUR
  • 1,73
  • 116,0701 EUR
  • 111,42 EUR
  • 1,53
28.05.2018 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 118,9494 EUR
  • 114,2 EUR
  • 1,33
  • 116,585 EUR
  • 111,93 EUR
  • 1,36

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

21.08.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP/Zu viel Nitrat und Dünger: Bund und Länder ringen um neue Regeln
BERLIN (dpa-AFX) - Im Streit um zu viel Nitrat im Grundwasser beraten Bund und Länder am Mittwoch über strengere Regeln fürs Düngen. Die EU-Kommission droht mit einem weiteren Verfahren gegen Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), wenn die Vorgaben zum Beispiel für Gülle nicht erneut nachgeschärft werden. Ziel der Beratungen ist, eine Position zu finden, mit der Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kommende Woche nach Brüssel reisen können, um sich mit EU-Umweltkommissar Karmenu Vella zu beraten. Trinkwasserversorger mahnen schnelles Handeln an - die Bauern warnen vor Schnellschüssen. Klöckner schlägt unter anderem vor, Sperrzeiten fürs Düngen auszudehnen. Besondere Vorgaben für Abhänge sollen schon ab fünf Prozent Neigung statt ab zehn Prozent greifen. Das Agrarministerium weist außerdem darauf hin, dass fünf Länder - darunter das große Agrarland Niedersachsen - noch keine "roten Gebiete" ausgewiesen haben, in denen die Nitratbelastung hoch ist und besonders strenge Regeln gelten sollen. Die EU-Kommission hatte Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser verklagt und 2018 beim EuGH Recht bekommen. Düngen etwa mit Gülle ist eine Hauptursache dafür, dass an vielen Messstellen in Deutschland die Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser überschritten werden. Das Urteil bezog sich zwar noch auf ältere Düngeregeln. Aber auch die erst 2017 geänderten Vorgaben müssen nun verschärft werden, sonst könnten letztlich Strafzahlungen drohen. Nitrat ist wichtig fürs Pflanzenwachstum und schadet Menschen erst mal nicht. Zu viel davon kann die Natur aber aus dem Gleichgewicht bringen. Außerdem können aus Nitrat gesundheitsgefährdende Nitrite entstehen. Das Leitungswasser in Deutschland kann man in aller Regel bedenkenlos trinken. Aber Trinkwasserversorger mahnen schon lange, dass es aufwendiger und teurer wird, die Qualität zu halten. "Übermäßig aufgebrachte Düngemittel gefährden die Qualität der Trinkwasserressourcen - und damit die nachhaltige Wasserversorgung unserer Bevölkerung, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft", sagte der Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Karsten Specht, der Deutschen Presse-Agentur - er vertritt auch die kommunalen Wasserwerke. "Die Böden in nitratbelasteten Gebieten gehören dringend auf eine Schlankheitskur gesetzt." Auch Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), sagte der dpa: "Die Bundesregierung und die Bundesländer müssen nun endlich ins Handeln kommen und die EU-Nitratrichtlinie konsequent und vollständig umsetzen, damit sich die Grundwasserqualität in nitratgefährdeten Gebieten endlich verbessern kann." Aus Sicht des Deutschen Bauernverbands (DBV) erzwingt die EU-Kommission dagegen "überzogene Detailregelungen". Der Umweltbeauftragte des Verbands, Eberhard Hartelt, sagte, Strafzahlungen müssten unbedingt abgewendet werden, und die Landwirte stünden zum Gewässerschutz. Die Drohung aus Brüssel führe aber dazu, "dass das Düngerecht ohne qualifizierte Folgenabschätzung und im Eilverfahren durchgeboxt werden muss". Aus Sicht des DBV könnten die Pläne von Bund und Ländern "kleine und mittlere Tierhalter in den Ausstieg treiben", weil sie schnell viel mehr Lagerkapazität für Gülle, Jauch und Mist bräuchten, wenn das Düngen zu stark eingeschränkt würde. Hartelt sprach von einer "unlösbaren Situation". Es sei zudem nicht akzeptabel, "pauschal alle Betriebe in einem nitratsensiblen Gebiet mit verschärften Auflagen zu überziehen" - und warf Bund und Ländern vor, die Arbeit einer genauen Abgrenzung dieser Gebiete zu scheuen./ted/DP/zb
20.08.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 3: Bayer verkauft Tiermedizin in Milliardendeal an US-Konzern
(neu: Reaktion des Bayer-Betriebsrats im neuen achten Absatz) LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer trennt sich von seiner Arzneimittelsparte für Haus- und Nutztiere. Sie geht für 7,6 Milliarden Dollar (6,85 Mrd Euro) an das US-Unternehmen Elanco, wie das Leverkusener Dax-Unternehmen am Dienstag mitteilte. Mit dem Verkauf kommt Bayer bei seiner Absicht voran, Geschäftsteile zu verkaufen und die Schulden nach der teuren Übernahme des Saatgutkonzerns Monsanto zu senken. Über einen solchen Deal wurde bereits spekuliert. Von der Summe sollen 5,3 Milliarden Dollar in bar gezahltwerden, berichtete Bayer. Die übrigen 2,3 Milliarden begleiche Elanco in Aktien. Die Leverkusener wollen sich zu "gegebener Zeit" von dem Anteil an Elanco trennen. Das Transaktionsvolumen entspricht den angaben zufolge dem 18,8-Fachen des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Ebitda) des Bayer-Tiermedizingeschäfts in den zwölf Monaten bis Juni. Der Deal soll Mitte 2020 abgeschlossen werden - vorbehaltlich der Zustimmung von Wettbewerbsbehörden. Die Aktie von Bayer drehte kurzzeitig ins Plus. Am frühen Nachmittag lag das Papier wieder leicht im Minus. Elanco verloren vorbörslich 3 Prozent. Elanco, einst ein Teil des US-Pharmariesens Eli Lilly, ist mit 5600 Mitarbeitern und 3,1 Milliarden Dollar Umsatz eine Branchengröße. Mit dem Bayer-Deal entstehe die globale Nummer zwei in der Tiergesundheit, hieß es. Marktführer ist der US-Konzern Zoetis. Bayer vertreibt in der Tiermedizin Floh-, Zecken- und Entwurmungsmittel sowie Halsbänder zur Abwehr des Ungeziefers. Bauern bietet der Konzern Mittel, um die Abwehrkräfte von Nutztieren zu stärken, Schädlinge im Stall zu bekämpfen und die Hygiene zu verbessern. Die Aussichten der Sparte hatte Bayer als gut bezeichnet. Doch die Tiermedizin ist auch die kleinste Sparte von Bayer, die Tochter mit Sitz in Monheim und Produktionsanlagen in Kiel und Shawnee (USA) hat rund 3700 Mitarbeiter, das sind gut drei Prozent der Bayer-Belegschaft. Auch gemessen am Erlös von 1,6 Milliarden Euro ist die Sparte vernachlässigbar: Bayer setzte 2018 fast 40 Milliarden um. Die Beschäftigten der deutschen Animal Health GmbH bleiben nun gemäß geltender Vereinbarungen bis Ende 2025 von betriebsbedingten Kündigungen geschützt, betonte Bayer. Für Beschäftigte der KVP Kiel und der Vertriebsgesellschaft Bayer Vital gelte ein nicht ganz so langer Schutz. 4200 Bayer-Mitarbeiter wechseln insgesamt zu Elanco. Der Bayer-Betriebsrat forderte vom US-Konzern einen Plan für die wechselnden Kollegen. Elanco habe zugesagt, in das Wachstum der Geschäfte sowie weitere Innovationen zu investieren, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Oliver Zühlke am Dienstag. "Hierzu erwarten wir in den nächsten Wochen eindeutige Zukunftspläne vom Erwerber." Mit dem Verkauf kann Bayer seinen Schuldenberg etwas abtragen, der mit der 49 Milliarden Euro teuren Monsanto-Übernahme entstanden war. Die Leverkusener drücken Verbindlichkeiten von 38,8 Milliarden Euro. Jüngst hatte der Konzern schon mit Anteilen am Chemieparkbetreiber Currenta, der US-Fußpflegemarke Dr. Scholls und der Sonnenschutzmarke Coppertone Kasse gemacht. Nun will Bayer schlagkräftiger im Kerngeschäft werden. "Diese Transaktion stärkt unseren Fokus als ein führendes Life-Science-Unternehmen", sagte Bayer-Chef Werner Baumann. Für Elanco ist die Bayer-Sparte dagegen interessant. Geschäfte mit der Tiermedizin sind gefragt, denn Besitzer von Hunden oder Katzen geben viel Geld für das Wohl ihrer Liebsten aus. Und Bauern haben ein Interesse daran, dass ihre Kühe oder Schweine nicht von Parasiten befallen werden oder an Infektionskrankheiten leiden. "Der Markt mit Tiermedizin wächst jährlich um 5 bis 6 Prozent nach Umsatz", sagt Thilo Kaltenbach, Pharma-Experte bei der Beratungsgesellschaft Roland Berger. "Da der Wohlstand in Schwellenländern wie China wächst, geben die Menschen dort immer mehr Geld für ihre Haustiere aus." Zugleich trieben die Industrialisierung der Landwirtschaft und der steigende Fleischkonsum das Geschäft. Das Potenzial mit Tiermedizin hat auch Boehringer Ingelheim erkannt. Das rheinland-pfälzische Unternehmen hat 2017 das Tiermedizin-Geschäft von Sanofi übernommen und setzt 4 Milliarden Euro in der Tiergesundheit um. Nun wird Elanco vorbeiziehen. "Pharmakonzerne können Tierarznei schneller entwickeln als Mittel für Menschen, Wirkstoff-Patente spielen eine geringere Rolle", sagt Kaltenbach. "Das ergibt schnelles Wachstum mit guten Margen." Der Bundesverband praktizierender Tierärzte ist indes wenig begeistert vom Verkauf der Bayer-Sparte: "Damit verschwindet ein urdeutsches Unternehmen von der Bildfläche", erklärt Geschäftsführer Heiko Färber. "Die Marktkonzentration nimmt weiter zu und der Einfluss ausländischer Konzerne steigt." Dadurch komme die geltende Verschreibungspflicht von Tierarznei in Deutschland unter Druck. Färber fürchtet, dass Europa als Markt an Bedeutung für Tiermedizin verliere und sich Konzerne wie Elanco und Zoetis noch stärker am Bedarf in Amerika und Asien richten. "Perspektivisch könnten Investitionen fehlen, um Präparate auch für den europäischen Markt mit seinen aufwendigen Zulassungsverfahren zu entwickeln." Elanco indes betonte, die Geschäfte ergänzten sich mit denen von Bayer. "Von der Kombination aus Elancos starker Beziehung zu Tierärzten und der führenden Rolle von Bayer im Einzel- und Onlinehandel werden letztlich all unsere Kunden profitieren."/wdw/als/DP/nas/fba
20.08.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP: Klöckner schlägt weitere Dünge-Beschränkungen vor
BERLIN (dpa-AFX) - Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) schlägt auf Drängen der EU-Kommission weitere Verschärfungen der Düngeregeln zum Schutz des Grundwassers vor. So sollen in nitratbelasteten Gebieten Sperrzeiten fürs Düngen auf Weiden und Wiesen um zwei Wochen auf vier Monate von Oktober bis Ende Januar ausgedehnt werden. Besondere Dünge-Vorgaben für Hangflächen sollen schon ab fünf Prozent Neigung statt ab zehn Prozent greifen. Das geht aus einem Ministeriumspapier für ein erneutes Treffen von Bund und Ländern an diesem Mittwoch in Berlin hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die EU-Kommission hatte Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser verklagt und 2018 beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) Recht bekommen - Düngen etwa mit Gülle ist eine Hauptursache der Belastungen. Das Urteil bezog sich zwar noch auf ältere Düngeregeln. Auch die erst 2017 geänderten Vorgaben müssen nun aber verschärft werden, sonst könnten letztlich Strafzahlungen drohen. Berlin legte im Juni neue Vorschläge vor, die Kommission erwartet bis Mitte September aber zusätzliche. Am 28. August wollen Klöckner und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) deswegen auch nach Brüssel reisen - im Gepäck sollen Ergebnisse des Bund-Länder-Gesprächs sein. Klöckner regt für die Beratungen mit den Ländern nun zudem weitere Beschränkungen an, die Sperrfristen fürs Düngen mit Festmist und mit phosphathaltigen Mitteln betreffen. Bei Agrarflächen an Hängen mit fünf bis zehn Prozent Neigung sollen Randstreifen zu Gewässern, auf denen Düngeverbote gelten, drei statt zwei Meter breit sein. Druck machen will das Agrarministerium außerdem dafür, dass alle Bundesländer stark belastete Gebiete ausweisen. Bisher liegen demnach von elf Ländern entsprechende Verordnungen vor - aber noch nicht von Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bremen und Berlin. Der Bauernverband betonte grundsätzlich, man solle beschlossene neue Düngeregeln erst einmal wirken lassen. "Wasser hat ein langes Gedächtnis. Es dauert zehn Jahre, bis ich im Grundwasser die entsprechende Wirkung sehe", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag) vor dem öffentlichen Bekanntwerden der neuen Vorschläge des Agrarministeriums./sam/ted/DP/jha