Faktor-Zertifikat | 6,00 | Long | Deutsche Lufthansa

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  • WKN: MF2MHG
  • ISIN: DE000MF2MHG1
  • Faktor-Zertifikat
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Basiswert

7,99 EUR

-7,36 % 21.09.2020 11:12:41

Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Deutsche Lufthansa hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Deutsche Lufthansa hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
08.05.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 17,36 EUR
  • 18,06 EUR
  • 0,41
  • 16,48 EUR
  • 17,15 EUR
  • 0,37
09.05.2018 Aktionoption
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 21,04 EUR
  • 21,89 EUR
  • 0,21
  • 20,55 EUR
  • 21,38 EUR
  • 0,21

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 21.09.2020 05:59:58 Quelle: dpa
ROUNDUP: Deutschlands Firmen setzen immer stärker auf eigene Mobilfunknetze
BONN (dpa-AFX) - Die Nachfrage nach eigenen 5G-Mobilfunknetzen kommt unter deutschen Firmen allmählich in Schwung. Inzwischen hätten 74 Unternehmen ein lokales Spektrum zur Eigennutzung bekommen, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage mit. Das sind deutlich mehr als im Juni, als es 46 waren. Zudem lägen noch vier Anträge vor. Es geht um sogenannte Campusnetze, deren Funksignale nur lokal in einer Fabrik, einer Lagerhalle oder auf einem Feld gesendet werden. Die rasend schnelle Übertragung mit hoher Kapazität im neuen Mobilfunkstandard 5G soll die Datennutzung verbessern - Maschinen werden vernetzt, der Lagerbestand wird genau erfasst und Transportfahrzeuge können eigenständig umherfahren. Die Bundesnetzagentur hatte im Frühjahr 2019 5G-Frequenzen an die Mobilfunkkonzerne Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und United Internet versteigert. Ein Teil des Spektrums hielt sie aber zurück und stellte dies ab November der Industrie zur Eigennutzung bereit. Das Interesse war zunächst gering, inzwischen hat es aber zugenommen. Eigene Netze haben etwa BASF, der Hamburger Hafen und die Lufthansa. Die Gebühren, die die Firmen für das 5G-Spektrum zahlen, sind gering. Die Zuteilung des lokalen Frequenzspektrums hatte im November 2019 begonnen, war zunächst aber schleppend verlaufen - einige Unternehmen standen der neuen Technologie zunächst doch eher skeptisch gegenüber. In diesem Jahr griffen aber immer mehr Firmen zu. "Wir verzeichnen ein großes Interesse an den Frequenzen und rechnen weiterhin mit zahlreichen Anträgen", sagte ein Sprecher der Netzagentur. Sogenannte Campusnetze sind mit großen Hoffnungen verbunden in der deutschen Industrie und in der Logistik. Der Übertragungsstandard soll den Firmen eine bessere Datennutzung ermöglichen - Maschinen und Lager werden vernetzt, um Abläufe zu beschleunigen und effizienter zu machen. Künftig sollen zudem Fahrzeuge dank 5G autonom über das Fabrikgelände steuern können. Als erste Firmen griffen der Chemiekonzern BASF aus Ludwigshafen, die Deutsche Messe in Frankfurt am Main und der Hamburger Hafen zu. Inzwischen ist die Liste der Unternehmen deutlich länger geworden, auch Audi, Daimler und Evonik gehören dazu sowie einige Hochschulen mit technischem Schwerpunkt. Im Digitalzeitalter gewinnen Daten an Wert für die Industrie - mit Campusnetzen haben sie Oberhoheit über die Daten. Solche Netze sind vom normalen Mobilfunk abgeschnitten, was sie vor Hackerangriffen schützt. Geht man mit seinem Handy an einer Fabrik vorbei, wird das dortige Campusnetz nicht angezeigt auf der Liste verfügbarer Netze. Die Mobilfunk-Unternehmen waren zunächst wenig begeistert, als die Bundesnetzagentur erstmals lokale Frequenzen für Firmen anbot - aus Sicht der Deutschen Telekom und Vodafone wurde ihnen dadurch ein Teil des wertvollen Spektrums vorenthalten, das sie gern selbst benutzt hätten. Inzwischen haben sich die Telekommunikationsunternehmen aber mit der Situation arrangiert und bieten Dienstleistungen an. "Es gibt durchaus einige Unternehmen, die solche Campusnetze eigenständig aufbauen wollen", sagt ein Vodafone-Sprecher. Allerdings wollten die allermeisten Konzerne doch lieber mit einem Telekommunikationsunternehmen zusammenarbeiten, um solche Netze an einzelnen Standorten zu errichten. Derzeit sei Vodafone mit 200 Unternehmen im Austausch, die Interesse an einem gemeinsamen Campusnetz-Ausbau haben. Hierbei nutzen die Firmen entweder Frequenzen vom Netzbetreiber - oder sie greifen auf das lokale Spektrum zurück, das die Netzagentur für sie gewissermaßen reserviert hat. Eine Sprecherin der Deutschen Telekom berichtete ebenfalls von eigenem Campusnetz-Geschäft. Vodafone hat zum Beispiel in Hamburg ein 5G-Netz für die Lufthansa Technik gebaut. In einem Hangar erhalten Flugzeuge ihre Innenausstattung, etwa Sitze. Früher wurde dort Festnetz-Internet über W-Lan benutzt, dessen Signal aber zu schwach war für das Innere des Flugzeugrumpfs. Mit der neuen 5G-Verbindung sehen Mechaniker nun über Augmented-Reality-Technik, wie der Rumpf aussehen und welches Teil wo verbaut werden soll. Am Düsseldorfer Klinikum wiederum baut Vodafone ein 5G-Campusnetz, wodurch Patienten "digitale Pflaster" benutzen können - stimmen ihre Vitalwerte nicht, wird Alarm geschlagen. Bisher liegen die Campusnetze im Frequenzbereich 3,6 und 3,7 Gigahertz. Am Jahresende will die Bonner Behörde zudem ungenutztes Spektrum auf 26 Gigahertz bereitstellen - die Reichweite ist hier gering, die Datenkapazität aber riesig. Aus der Telekommunikationsbranche hieß es, dieses Spektrum wäre nur eine Ergänzung zu einem bestehenden Netz./wdw/DP/zb
Heute 21.09.2020 05:22:20 Quelle: dpa
Deutschlands Firmen setzen immer stärker auf eigene Mobilfunknetze
BONN (dpa-AFX) - Die Nachfrage nach eigenen 5G-Mobilfunknetzen kommt unter deutschen Firmen allmählich in Schwung. Inzwischen hätten 74 Unternehmen ein lokales Spektrum zur Eigennutzung bekommen, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage mit. Das sind deutlich mehr als im Juni, als es 46 waren. Zudem lägen noch vier Anträge vor. Es geht um sogenannte Campusnetze, deren Funksignale nur lokal in einer Fabrik, einer Lagerhalle oder auf einem Feld gesendet werden. Die rasend schnelle Übertragung mit hoher Kapazität im neuen Mobilfunkstandard 5G soll die Datennutzung verbessern - Maschinen werden vernetzt, der Lagerbestand wird genau erfasst und Transportfahrzeuge können eigenständig umherfahren. Die Bundesnetzagentur hatte im Frühjahr 2019 5G-Frequenzen an die Mobilfunkkonzerne Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und United Internet versteigert. Ein Teil des Spektrums hielt sie aber zurück und stellte dies ab November der Industrie zur Eigennutzung bereit. Das Interesse war zunächst gering, inzwischen hat es aber zugenommen. Eigene Netze haben etwa BASF, der Hamburger Hafen und die Lufthansa. Die Gebühren, die die Firmen für das 5G-Spektrum zahlen, sind gering. Die Zuteilung des lokalen Frequenzspektrums hatte im November 2019 begonnen, war zunächst aber schleppend verlaufen - einige Unternehmen standen der neuen Technologie zunächst doch eher skeptisch gegenüber. In diesem Jahr griffen aber immer mehr Firmen zu. "Wir verzeichnen ein großes Interesse an den Frequenzen und rechnen weiterhin mit zahlreichen Anträgen", sagte ein Sprecher der Netzagentur./wdw/DP/zb
20.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Scheuer sagt Luftverkehrsbranche weitere Unterstützung zu
(Neu: Weitere Details) BERLIN (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat der angeschlagenen Luftverkehrsbranche weitere Unterstützung zugesagt. Der CSU-Politiker geht von einer globalen Neuverteilung der Luftverkehrswirtschaft aus. "Wir werden über einen gewissen Zeitraum nicht mehr die ganze Bandbreite der Mobilität in der Luft haben. Manche freuen sich darüber, ich nicht. Und wir werden auch weiterhin helfen müssen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Scheuer verwies auf das milliardenschwere staatliche Hilfspaket für die Lufthansa. "Aber wir denken natürlich auch an die Flughäfen. Wir bereiten gerade ein Konzept für die Regionalflughäfen vor und thematisieren die großen Verkehrsflughäfen. Wenn wir an dieser Stelle wichtige Infrastruktur verlieren, können wir sie nicht mehr reaktivieren." Das Ziel sei es, Struktur zu erhalten. "Alles, was schließt, was nicht mehr am Netz ist, wird nicht mehr aufmachen." Scheuer kündigte an, zu einem Luftverkehrsgipfel einladen zu wollen. Der Flughafenverband ADV begrüßte die Ankündigung Scheuers, ein Hilfskonzept für die Airports zu prüfen. "Die Flughäfen stehen mit dem Rücken zur Wand", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Ein Flugbetrieb ohne Einnahmen lasse sich auf Dauer nicht durchhalten. Die von den Flughäfen eingeleiteten Sparmaßnahmen könnten den Einnahmerückgang nicht auffangen. Die kumulierten Verluste der deutschen Flughäfen summierten sich bis Ende nächsten Jahres auf über 2,2 Milliarden Euro. Der Luftverkehr gehört zu den Branchen, die in der Corona-Krise am schwersten belastet sind. Die Buchungen sind stark gesunken. Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Dies verschärft den Spardruck. Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr hatte zuletzt deutlich gemacht, die bislang geplanten Einschnitte beim Konzern in Flotte und Belegschaft reichten nicht aus. Scheuer sagte: "Wenn Airlines wie die Lufthansa mit nur 30 Prozent fliegen, dann haben sie viel höhere Kosten." Mit Blick auf Airbus sagte er, ein europäischer Flugzeugbauer sei im Gesamtsystem Luftverkehrswirtschaft genauso wichtig wie die Flugsicherung und die Gepäckabfertigung. Wenn weniger geflogen werde, habe dies zudem Auswirkungen auch auf Shops im Flughafen bis hin zum Bodenabfertiger. "Das ist ein Gesamtsystem in der Krise." Der Verkehrsminister sagte: "Wir werden weniger fliegen, weil sich das Verhalten verändert. Der Geschäftsführer eines Unternehmens in Düsseldorf wird seine Kurztrips nach Berlin einschränken und durch Videokonferenzen ersetzen. Und das ist völlig okay." Diese Veränderungen hätten aber Folgen. Keiner hätte sich im Januar vorstellen können, dass am Tag drei Video- oder Telefonkonferenzen normal würden. "Auch spontane Kurztrips übers verlängerte Wochenende ins europäische Ausland werden für eine ganze Zeit deutlich weniger stattfinden." Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Scheuer. "Ich werde schnellstens zu einem Luftverkehrsgipfel einladen, der sich mit den Folgen der Corona-Krise für die gesamte Luftverkehrswirtschaft beschäftigt." Die 22 Flughäfen beschäftigten 180 000 Menschen. Bei einem deutlich geringeren Passagieraufkommen habe er sehr große Sorge, dass der Erhalt dieser wichtigen Infrastruktur in Gefahr sei. Allein für die drei Lockdown-Monate rede man von Vorhaltekosten von rund 700 Millionen Euro, die den Flughafenbetreibern jetzt für Investitionen fehlten./ted/DP/zb
20.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Scheuer sagt Luftverkehrsbranche weitere Unterstützung zu
BERLIN (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat der angeschlagenen Luftverkehrsbranche weitere Unterstützung zugesagt. Der CSU-Politiker geht von einer globalen Neuverteilung der Luftverkehrswirtschaft aus. "Wir werden über einen gewissen Zeitraum nicht mehr die ganze Bandbreite der Mobilität in der Luft haben. Manche freuen sich darüber, ich nicht. Und wir werden auch weiterhin helfen müssen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Scheuer verwies auf das milliardenschwere staatliche Hilfspaket für die Lufthansa. "Aber wir denken natürlich auch an die Flughäfen. Wir bereiten gerade ein Konzept für die Regionalflughäfen vor und thematisieren die großen Verkehrsflughäfen. Wenn wir an dieser Stelle wichtige Infrastruktur verlieren, können wir sie nicht mehr reaktivieren." Das Ziel sei es, Struktur zu erhalten. "Alles, was schließt, was nicht mehr am Netz ist, wird nicht mehr aufmachen." Der Luftverkehr gehört zu den Branchen, die in der Corona-Krise am schwersten belastet sind. Die Buchungen sind stark gesunken. Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Dies verschärft den Spardruck. Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr hatte zuletzt deutlich gemacht, die bislang geplanten Einschnitte beim Konzern in Flotte und Belegschaft reichten nicht aus. Scheuer sagte: "Wenn Airlines wie die Lufthansa mit nur 30 Prozent fliegen, dann haben sie viel höhere Kosten." Mit Blick auf Airbus sagte er, ein europäischer Flugzeugbauer sei im Gesamtsystem Luftverkehrswirtschaft genauso wichtig wie die Flugsicherung und die Gepäckabfertigung. Wenn weniger geflogen werde, habe dies zudem Auswirkungen auch auf Shops im Flughafen bis hin zum Bodenabfertiger. "Das ist ein Gesamtsystem in der Krise." Der Verkehrsminister sagte: "Wir werden weniger fliegen, weil sich das Verhalten verändert. Der Geschäftsführer eines Unternehmens in Düsseldorf wird seine Kurztrips nach Berlin einschränken und durch Videokonferenzen ersetzen. Und das ist völlig okay." Diese Veränderungen hätten aber Folgen. Keiner hätte sich im Januar vorstellen können, dass am Tag drei Video- oder Telefonkonferenzen normal würden. "Auch spontane Kurztrips übers verlängerte Wochenende ins europäische Ausland werden für eine ganze Zeit deutlich weniger stattfinden." Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Scheuer. "Ich werde schnellstens zu einem Luftverkehrsgipfel einladen, der sich mit den Folgen der Corona-Krise für die gesamte Luftverkehrswirtschaft beschäftigt." Die 22 Flughäfen beschäftigten 180 000 Menschen. Bei einem deutlich geringeren Passagieraufkommen habe er sehr große Sorge, dass der Erhalt dieser wichtigen Infrastruktur in Gefahr sei. Allein für die drei Lockdown-Monate rede man von Vorhaltekosten von rund 700 Millionen Euro, die den Flughafenbetreibern jetzt für Investitionen fehlten./ted/DP/zb