Faktor-Zertifikat | 6,00 | Short | Commerzbank

Print
  • WKN: MF2LM3
  • ISIN: DE000MF2LM32
  • Faktor-Zertifikat

Verkaufen (Geld)

0,35 EUR

19.11.2019 11:42:42

Kaufen (Brief)

0,36 EUR

19.11.2019 11:42:42

Tägliche Änderung (Geld)

-14,63 %

-0,060 EUR 19.11.2019 11:42:42

Basiswert

5,27 EUR

+2,08 % 19.11.2019 11:43:05

Wertentwicklung

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Commerzbank hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
23.05.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 8,5584 EUR
  • 8,18 EUR
  • 0,24
  • 8,0579 EUR
  • 7,7 EUR
  • 0,30

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 19.11.2019 06:12:15 Quelle: dpa
Bayerns Sparkassenpräsident Netzer kritisiert EZB-Geldpolitik
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Abkühlung der Konjunktur bringt den von Niedrigzinsen gebeutelten Sparkassen ein zusätzliches Problem: Die kommunalen Geldinstitute müssen voraussichtlich mehr Geld für die Risikovorsorge beiseitelegen. "Wir gehen davon aus, dass die Kreditnachfrage relativ stabil bleibt", sagte Bayerns Sparkassenpräsident Ulrich Netzer der Deutschen Presse-Agentur. "Was uns aber Sorgen macht, ist einmal, dass die Margen immer geringer werden. Und das Zweite ist, dass mit der Konjunkturabschwächung voraussichtlich die notleidenden Kredite zunehmen." In den letzten Jahren konnten die Sparkassen nach Netzers Angaben eher Wertberichtigungen wieder auflösen. "In den kommenden Jahren erwarten wir zusätzlich zu den eingekürzten operativen Ergebnissen Abschreibungen aus Krediten", sagte Netzer. "Die Frage wird sein: Wie schwerwiegend wird das?" Er sehe in Bayern noch keine Sparkasse mit roten Zahlen. "Aber die nachlassende Konjunktur ist eine weitere Zutat für einen bitteren Cocktail. Dies alles verengt unsere Spielräume, um ausreichende Erträge zu erwirtschaften." Netzer kritisierte die Europäische Zentralbank (EZB): "Die Währungshüter wollten eigentlich die Wirtschaft stimulieren und die Kreditnachfrage erhöhen", sagte der Verbandschef. "Doch ein Unternehmen nimmt kein Geld auf, nur weil es billige Kredite gibt. Ein Unternehmen kauft dann eine neue Maschine oder baut ein neues Betriebsgebäude, wenn es dadurch Geld verdienen kann." Die Sparkassen könnten durch die expansive Geldpolitik nicht mehr Kredite am Markt unterbringen - "und müssen das überschüssige Geld zu negativen Zinsen anlegen." Die EZB hatte im September die Negativzinsen für Bankeinlagen von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent erhöht. Die Sparkassen befinden sich damit nach Netzers Worten in der gleichen unerfreulichen Lage wie ihre Kunden: "Und damit geht's uns wie dem Sparer, da sind wir im gleichen Boot", sagte Netzer. "Das ist unser Grundproblem." Mehrere große Sparkassen verlangen von Firmen und wohlhabenden Kunden inzwischen Negativzinsen. "Das Thema sind die Termingelder und die Girokonten", sagte Netzer dazu. "Es gibt etliche Girokonten - im Geschäftsbereich sowieso, aber auch bei Privatkunden - auf denen mehrere hunderttausend Euro liegen." Die Kunden hätten dasselbe Problem wie die Sparkassen. "Weil sie keine Anlage mit vernünftiger Rendite zu aus ihrer Sicht vertretbarem Risiko finden - lassen sie es auf dem Girokonto." Die Sparkassen hätten in den vergangenen Jahren massiv gegengesteuert, um die negativen Auswirkungen der EZB-Geldpolitik aufzufangen. "Das ist besser gelaufen, als wir alle erwartet haben." Die Kunden müssten auf die Qualität der Leistung ihrer Sparkasse vertrauen können. "Die Sparkasse muss ihren Aufwand immer weiter reduzieren, gleichzeitig hat sie neue Herausforderungen durch die Digitalisierung, und sie muss das Kundengeschäft erweitern", sagte Netzer. "Vertrauen bewahren, Aufwand reduzieren, Kundengeschäft erweitern - wenn eine Sparkasse dieses magische Dreieck beherrsche, dann sei sie erfolgreich. "Bisher haben die Sparkassen das gut in den Griff bekommen, aber es wird immer schwieriger", sagte Netzer. "Das Grundvertrauen darf nicht kaputt gehen, und da sind wir als Sparkassen schon noch recht gut. Das Schlüsselthema ist, dies auch künftig zu schaffen."/cho/DP/mis
14.11.2019 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Creditreform: Altersüberschuldung steigt dramatisch an
(neu: Überschuldungsquote der Senioren im 7. Absatz ergänzt) DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Immer mehr alte Menschen in Deutschland können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Innerhalb von nur zwölf Monaten sei die Zahl der überschuldeten Verbraucher im Alter ab 70 Jahren um 44,9 Prozent auf rund 380 000 gestiegen, berichtete die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in ihrem am Donnerstag veröffentlichten "Schuldneratlas 2019". Seit 2013 habe sich die Zahl der überschuldeten Senioren sogar um 243 Prozent erhöht. Und auch bei den 60 bis 69 Jahre alten Verbrauchern kämen immer mehr nicht mehr mit ihrem Geld zurecht. Die Gründe für die wachsende Altersarmut sind nach Einschätzung der Experten vielfältig. Einerseits machten sich hier die Rentenreformen der vergangnen Jahrzehnte bemerkbar, die fast durchweg auf eine Kürzung des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rente abgezielt hätten, heißt es im Schuldneratlas. Außerdem wirkten sich die wachsende Zahl unsteter Erwerbsbiografien und das Anwachsen des Niedriglohnsektors aus. Auch der zum Teil dramatische Anstieg der Mieten spiele eine Rolle. Die dramatische Entwicklung bei den Senioren steht auffälligen Gegensatz zur Entwicklung in den übrigen Altersgruppen. Denn erstmals seit 2013 ist in diesem Jahr die Zahl der überschuldeten Verbraucher in Deutschland wieder leicht gesunken - um rund 10 000 auf rund 6,92 Millionen Betroffene. Doch konzentriert sich der Rückgang auf die unter 50-Jährigen. Bei den Älteren gebe es dagegen einen stabilen "Doppeltrend zu Altersarmut und Altersüberschuldung", heißt es im Schuldneratlas. Altersarmut sei besonders schwerwiegend, betonten die Experten von Creditreform. Während jüngere Menschen Armut häufig als vorübergehende Lebensphase begriffen und über ein Perspektive verfügten, sich aus ihrer schwierigen Situation herauszuarbeiten, sei das bei älteren Menschen in der Regel nicht mehr der Fall. Mit dem Eintritt in den Ruhestand sinke die Chance älterer Menschen, ihre ökonomische Lage zu verbessern, drastisch. Verschärft werde das Problem dadurch, dass die Betroffenen oft ihnen zustehende Sozialleistungen nicht in Anspruch nähmen. Georg Eickel vom Paritätischen Wohlfahrtsverband in Nordrhein-Westfalen schlägt ebenfalls Alarm. "Die Altersarmut nimmt seit 10 Jahren zu und wir befürchten, dass das Thema in zehn oder zwanzig Jahren die ganze Gesellschaft überrollen wird. Spätestens dann, wenn all die 40- oder 50-Jährigen ins Rentenalter kommen, die wir heute beraten, weil sie in der Langzeitarbeitslosenfalle oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen mit niedrigen Einkommen stecken", warnt der Fachmann. Er beschreibt auch die schlimmen Folgen, die Altersarmut für die Senioren hat: "Die Betroffenen trauen sich oft nicht mehr aus der Wohnung. Krankheiten werden nicht mehr ordentlich behandelt, weil sogar an Medikamenten gespart wird, und die Wohnungen werden nicht mehr richtig geheizt, weil das Geld dafür nicht reicht." Die geplante Grundrente könne hier zwar ein bisschen helfen, werde aber die Probleme letztlich nicht lösen können. Auch die Experten der Creditreform gehen davon aus, dass das Doppelproblem von Altersüberschuldung und Altersarmut in Zukunft eher zu- als abnehmen wird. Da ist es nur ein kleiner Trost, dass die Überschuldungsquote bei den Rentnern ab 70 Jahren trotz der deutlichen Zuwächse mit 2,95 Prozent noch immer erheblich unter den Durchschnittswert anderer Altersgruppen liegt. Zum Vergleich: Über alle Altersklassen hinweg ist laut Creditreform jeder zehnte Erwachsene überschuldet. Auch mit Blick auf die Verschuldungssituation insgesamt hält sich der Optimismus der Creditreform-Experten in Grenzen. Der Hauptgrund für den leichten Rückgang der Überschuldungszahlen in diesem Jahr sei die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren. Es sei jedoch zu befürchten, dass der positive Trend nur von kurzer Dauer sein werde, da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen zuletzt wieder deutlich eingetrübt hätten. Neben der Konjunktureintrübung machen den Experten zwei weitere Punkte Sorgen. In fast allen Altersgruppen sei aktuell eine zunehmende Konsumverschuldung zu beobachten. Außerdem sei noch völlig ungeklärt, welche Auswirkungen die zunehmenden Kosten für Umwelt- und Klimaschutz künftig auf das Überschuldungsrisiko der Verbraucher in Deutschland haben werden. Auch deshalb sei davon auszugehen, "dass die Überschuldungszahlen in Deutschland trotz aktuellem Positivtrend in der näheren Zukunft wieder steigen werden", warnten die Experten./rea/DP/jha