Faktor-Zertifikat | 4,00 | Short | DAX

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  • WKN: MF1JU3
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  • Faktor-Zertifikat
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Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf DAX ® hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen des zugrunde liegenden Index zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen des zugrunde liegenden Index teil.

Falls der zugrunde liegende Index die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für den Index abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung des Index am ersten planmäßigen Handelstag (des Index) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Index-Standes können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten des Index sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Index Disclaimer

Das Produkt wird vom Index Sponsor in keiner Weise gefördert, empfohlen, vertrieben oder beworben.

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Falls der zugrunde liegende Index die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für den Index abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung des Index am ersten planmäßigen Handelstag (des Index) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

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Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten des Index sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

19.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Aktien Frankfurt Schluss: Dax im Minus
(neu: aktualisierter Stand des EuroStoxx. Massive technische Probleme beim Betreiber diverser europäischer Börsen Euronext führten zu einer Neuberechnung.) FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag nach einem Sprung über die Hürde von 13 000 Punkten wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Unsicherheiten rund um die Corona-Pandemie, die strapazierte Geduld der Anleger angesichts des Ringens um ein weiteres US-Hilfspaket und die näher rückende Präsidentschaftswahl drückten auf die Stimmung. Mit einem Abschlag von 0,42 Prozent auf 12 854,66 Punkte beendete der deutsche Leitindex den Handel. Damit setzte er sich zwar wieder etwas von seinem Tagestief bei 12 820 Punkten ab, doch nachdem sich der Dax erneut nicht über 13 000 Punkten habe halten können, präsentiere sich diese Marke zunehmend stärker als Widerstand, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Am Samstag hatte die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen in Deutschland mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Aus anderen europäischen Ländern waren erhebliche Steigerungen oder gar Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Der MDax, der deutsche Index für mittelgroße Werte, gewann 0,18 Prozent auf 27 815,35 Zähler. Der Stand des EuroStoxx 50 wurde kurz vor 21.00 Uhr mit 3242,51 Punkten angegeben, was ein Minus von 0,09 Prozent bedeuten würde. In Paris und London wurden ebenfalls moderate Verluste verzeichnet. In den USA gab der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um 0,3 Prozent nach und auch die technologielastigen Nasdaq-Indizes schwächelten leicht. Unter den Einzelwerten erreichten die Aktien der Deutschen Bank ein Sechswochenhoch. Sie schlossen an der Dax-Spitze mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 8,00 Euro. Die Papiere der Munich Re legten um 1,1 Prozent zu. Der Rückversicherer sandte positive Signale für eines seiner wichtigsten strategischen Wachstumsfelder aus: Wegen des Digitalisierungsschubs in der Corona-Pandemie rechnet er mit einer stärkeren Nachfrage im Geschäft mit Cyber-Versicherungen. In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung werden 2021 zudem weiter steigende Preise erwartet. Einen Erholungskurs schlugen die auf die Luftfahrt fokussierten, schwer gebeutelten Anteilsscheine von Airbus, Fraport und Lufthansa ein. Mit Gewinnen zwischen 2,7 und 5,7 Prozent waren sie die Favoriten im MDax. Gefragt waren auch die Anteilsscheine des Kochboxen-Versenders und Corona-Gewinners Hellofresh. Sie erklommen mit 56,40 Euro einen weiteren Höchststand und haben sich damit im bisherigen Jahresverlauf bereits verdreifacht. Mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent beendeten sie den Tag. Gestützt haben dürfte auch eine Studie der Privatbank Berenberg. Analyst Robert Berg stockte sein bereits vergleichsweise hohes Kursziel nach der erneuten Prognoseerhöhung von Hellofresh am Freitag auf 68 Euro auf. Der Wirkstoff-Forscher Evotec erhält eine Förderung von der Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates. Mit der Geldspritze, über deren Höhe keine Angabe gemacht wurde, soll die Entwicklung und Herstellung von Antikörpern gegen die Lungenkrankheit Covid-19 in den USA vorangetrieben werden. Die Evotec-Titel rückten um 1,4 Prozent vor. Dagegen brachen außerhalb der Dax-Familie, die aus Dax, MDax, SDax und TecDax besteht, die Aktien von Epigenomics nach negativen Nachrichten aus den USA um rund 66 Prozent ein. Nach einer negativen Erstattungsempfehlung der staatlichen US-Krankenversicherung zum Bluttest Epi proColon zur Früherkennung von Darmkrebs, dem wichtigsten Produkt des Unternehmens, flüchteten die Anleger in Scharen aus den Papieren. Der Eurokurs stieg. Zum europäischen Börsenschluss wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1779 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1785 (Freitag: 1,1741) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8485 (0,8517) Euro. Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite stabil bei minus 0,62 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 146,49 Punkte. Der Bund-Future zeigte sich am frühen Abend unverändert bei 176,13 Punkten./ck/jha/ --- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
19.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax im Minus
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Montag nach einem Sprung über die Hürde von 13 000 Punkten wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Unsicherheiten rund um die Corona-Pandemie, die strapazierte Geduld der Anleger angesichts des Ringens um ein weiteres US-Hilfspaket und die näher rückende Präsidentschaftswahl drückten auf die Stimmung. Mit einem Abschlag von 0,42 Prozent auf 12 854,66 Punkte beendete der deutsche Leitindex den Handel. Damit setzte er sich zwar wieder etwas von seinem Tagestief bei 12 820 Punkten ab, doch nachdem sich der Dax erneut nicht über 13 000 Punkten habe halten können, präsentiere sich diese Marke zunehmend stärker als Widerstand, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Am Samstag hatte die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen in Deutschland mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Aus anderen europäischen Ländern waren erhebliche Steigerungen oder gar Höchstwerte an Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Der MDax, der deutsche Index für mittelgroße Werte, gewann 0,18 Prozent auf 27 815,35 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,32 Prozent schwächer bei 3235,16 Punkten. In Paris und London wurden ebenfalls moderate Verluste verzeichnet. In den USA gab der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um 0,3 Prozent nach und auch die technologielastigen Nasdaq-Indizes schwächelten leicht. Unter den Einzelwerten erreichten die Aktien der Deutschen Bank ein Sechswochenhoch. Sie schlossen an der Dax-Spitze mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 8,00 Euro. Die Papiere der Munich Re legten um 1,1 Prozent zu. Der Rückversicherer sandte positive Signale für eines seiner wichtigsten strategischen Wachstumsfelder aus: Wegen des Digitalisierungsschubs in der Corona-Pandemie rechnet er mit einer stärkeren Nachfrage im Geschäft mit Cyber-Versicherungen. In der Schaden- und Unfall-Rückversicherung werden 2021 zudem weiter steigende Preise erwartet. Einen Erholungskurs schlugen die auf die Luftfahrt fokussierten, schwer gebeutelten Anteilsscheine von Airbus, Fraport und Lufthansa ein. Mit Gewinnen zwischen 2,7 und 5,7 Prozent waren sie die Favoriten im MDax. Gefragt waren auch die Anteilsscheine des Kochboxen-Versenders und Corona-Gewinners Hellofresh. Sie erklommen mit 56,40 Euro einen weiteren Höchststand und haben sich damit im bisherigen Jahresverlauf bereits verdreifacht. Mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent beendeten sie den Tag. Gestützt haben dürfte auch eine Studie der Privatbank Berenberg. Analyst Robert Berg stockte sein bereits vergleichsweise hohes Kursziel nach der erneuten Prognoseerhöhung von Hellofresh am Freitag auf 68 Euro auf. Der Wirkstoff-Forscher Evotec erhält eine Förderung von der Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates. Mit der Geldspritze, über deren Höhe keine Angabe gemacht wurde, soll die Entwicklung und Herstellung von Antikörpern gegen die Lungenkrankheit Covid-19 in den USA vorangetrieben werden. Die Evotec-Titel rückten um 1,4 Prozent vor. Dagegen brachen außerhalb der Dax-Familie, die aus Dax, MDax, SDax und TecDax besteht, die Aktien von Epigenomics nach negativen Nachrichten aus den USA um rund 66 Prozent ein. Nach einer negativen Erstattungsempfehlung der staatlichen US-Krankenversicherung zum Bluttest Epi proColon zur Früherkennung von Darmkrebs, dem wichtigsten Produkt des Unternehmens, flüchteten die Anleger in Scharen aus den Papieren. Der Eurokurs stieg. Zum europäischen Börsenschluss wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1779 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1785 (Freitag: 1,1741) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8485 (0,8517) Euro. Am Rentenmarkt lag die Umlaufrendite stabil bei minus 0,62 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 146,49 Punkte. Der Bund-Future zeigte sich am frühen Abend unverändert bei 176,13 Punkten./ck/jha/ --- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
19.10.2020 Quelle: dpa
INDEX-MONITOR: Potenzielle Gewinner einer Dax-Aufstockung
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Spekulationen über die künftige Zusammensetzung des Dax haben begonnen. Wer sind die Gewinner der geplanten Aufstockung auf 40 Mitglieder? Welche Vor- und Nachteile bringen die Neuerungen? So lauten die häufigsten Fragen. Sie stellen sich, seit die Deutsche Börse Konsequenzen aus dem Debakel um den Zahlungsdienstleister Wirecard zieht. Daher hat sie jüngst eine Reihe von Ideen vorgestellt, um die Qualitätsanforderungen an Unternehmen zu verschärfen. Bis zum 4. November können Marktteilnehmer über die einzelnen Punkte der anstehenden Index-Reform abstimmen. Das Ergebnis soll am 23. November veröffentlicht werden. Frühestens zur Überprüfung der Indizes im März 2021 könnten die Neuerungen dann in Kraft treten. Für mehr Qualität in der ersten Börsenliga soll unter anderem sorgen, dass Dax-Kandidaten im operativen Geschäft über mindestens zwei Jahre hinweg schwarze Zahlen geschrieben haben müssen. Gemessen werden soll dies am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Von den 60 MDax-Konzernen verfehlen derzeit Hellofresh und Morphosys dieses Kriterium. Der Kochboxenlieferant Hellofresh, ein Gewinner der Corona-Krise, könnte die Hürde aber schon 2020 nehmen. Denn: Nachdem er 2019 erstmals einen operativen Gewinn von knapp 16 Millionen Euro erzielt hatte, soll es in diesem Jahr ein Vielfaches davon werden. Delivery Hero kann hingegen wohl aufatmen. Auf Unternehmen, die bereits im Dax sind, soll das Profitabilitätskriterium nicht angewendet werden. Dabei dürfte die geplante Regel auf den Online-Essenslieferanten gründen, denn dessen Dax-Aufstieg wird wegen seines anhaltend verlustreichen Geschäfts vielfach kritisiert. Delivery Hero war ausgerechnet für den insolventen Zahlungsabwickler Wirecard in den Leitindex aufgerückt. Auch ein ethisches Thema soll in Zukunft für eine Dax-Aufnahme eine Rolle spielen: Geschäfte mit "umstrittenen Waffen". Außerdem will die Börse die Aufnahmekriterien an internationale Standards anpassen und den Dax künftig regulär alle sechs Monate überprüfen. Index-Experten begrüßen einhellig die geplante Vergrößerung des Dax. Damit lasse sich der Wandel in der Wirtschaft besser darstellen, sagt Tobias Adler von Oddo Seydler. Zudem würden mehr Branchen berücksichtigt. Auch JPMorgan-Analyst Pankaj Gupta glaubt: "Investoren dürften den Vorschlag einer Aufstockung auf 40 Werte gutheißen." Denn die aktuelle Eintrittsschwelle für eine Dax-Aufnahme sei zu hoch. In anderen Indizes Europas sei sie deutlich niedriger. Uwe Streich von der LBBW geht die geplante Aufstockung indes nicht weit genug. Ein großer Wurf sei das nicht. 50 Dax-Werte, 50 MDax-Werte und 50 SDax-Werte hält er für die beste Mischung. Fondsmanager hätten so mehr Handlungsspielraum bei der Zusammenstellung ihres Portfolios. Dass das Kriterium Börsenumsatz wegfallen soll, bedauert der LBBW-Experte indes nicht. "Viel Börsenumsatz kann bedeuten, dass etwas im Busch ist, die Nachrichtenlage erratisch ist, oder, oder." Ein mit ruhiger Hand und zugleich unspektakulär geführtes Unternehmen habe tendenziell wenig Börsenumsatz, was bisher aber "bestraft" wird. Oddo-Seydler-Experte Adler wünscht sich über die vorgeschlagenen Änderungen hinaus auch eine Anpassung beim Mindeststreubesitz. Dieser wird vor allem im Zuge von Übernahmen relevant und liegt ihm zufolge im internationalen Umfeld bei 25 Prozent. Hierzulande wird ein Unternehmen jedoch erst aus der Dax-Familie entfernt, wenn der Streubesitz unter 10 Prozent gefallen ist. Damit halten sich solche Werte - zuletzt etwa Rhön-Klinikum - oft noch lange Zeit im Index, obwohl sie von den meisten Anlegern kaum noch beachtet werden. Michael Bissinger von der DZ Bank merkt an, dass die Auswirkung für den MDax, der im Zuge der Dax-Aufstockung von 60 auf 50 Werte gekürzt werden soll, stärker sind als die für den Leitindex selbst: "Effektiv würde sich aufgrund des hohen Gewichts von wenigen Großkonzernen im Dax, vor allem von SAP, Linde, Siemens und Allianz nur wenig ändern." Sie würden den Index weiter dominieren. Auch bekämen Technologieaktien im Dax kein stärkeres Gewicht verglichen mit anderen Branchen, so Bissinger. Dafür sei der Anteil von Chemie-, Auto- und Industriekonzernen unter den großen Aktiengesellschaften hierzulande zu hoch. Der MDax dagegen verlöre im selben Atemzug zwar nur 10 seiner bislang 60 Mitglieder, dafür aber die wichtigsten Dickschiffe. Für Kritik sorgen auch andere Ideen. So der geplante Ausschluss eines Dax-Aufstiegs, wenn ein potenzieller Kandidat wie Airbus mehr als zehn Prozent seines Umsatzes mit der Herstellung umstrittener Waffen machen würde. "Wir sehen Abgrenzungsprobleme, da die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der subjektiven Kriterien und Grenzwerte eine hohe Unsicherheit mit sich bringen dürfte", wirft der DZ-Bank-Analyst ein. Auch der Vorschlag, dass der Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat künftig existieren und personell besetzt sein soll, schreckt auf. Denn die Merck KGaA müsste aus diesem Grund womöglich über kurz oder lang aus dem Dax ausscheiden, gibt SocGen-Experte Yohan Ke Jallé zu bedenken. Der Chemie- und Pharmakonzern hätte allerdings Gelegenheit, sich anzupassen. Die Deutsche Börse will bisherigen Dax-Mitgliedern eine Kulanzzeit von mindestens 12 Monaten einräumen, um diese Anforderung zu erfüllen. Und wer käme nun wahrscheinlich neu in den Dax? Schlicht auf den aktuellen Börsenwert der MDax-Werte geschaut, gehören Symrise, Zalando, Sartorius, Qiagen und LEG zu den Aufsteigern. Airbus zwar ebenso, doch hier könnte der Stolperstein das Thema "Beteiligung an umstrittenen Waffen" sein. Entsprechend ihres Börsenwertes sollten dem Experten Tobias Adler zufolge auch Brenntag, Siemens Healthineers und auch die erst seit September an der Börse notierte Siemens-Abspaltung Siemens Energy dazu zählen. Letztere ist zurzeit noch in keinem Index der Dax-Familie vertreten. Stand Montag (19. Oktober) wäre laut DZ-Bank-Experte Bissinger auch Hellofresh im Dax, sofern das Unternehmen 2020 tatsächlich einen operativen Gewinn erzielt. Hannover Rück, Scout24 oder auch Knorr-Bremse und Puma zählen ihm zufolge ebenfalls zu den möglichen Aufsteigern. Denn: "Bis März 2021 ist es noch eine Weile hin", betont er, "und die Unternehmen auf den hinteren Rängen liegen im Börsenwert nach Streubesitz sehr dicht beieinander". Dort befindet sich auch das aktuelle Dax-Mitglied Covestro. Nach Bissingers aktueller Liste auf dem 40. Platz, muss der Kunststoffhersteller daher wohl erneut um den Verbleib im der ersten deutschen Börsenliga bangen./ck/mis/stw/men/zb --- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---