Faktor-Zertifikat | 3,00 | Short | Volkswagen Vz.

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  • WKN: MF1J5E
  • ISIN: DE000MF1J5E9
  • Faktor-Zertifikat

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Basiswert

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Volkswagen Vz. hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Volkswagen Vz. hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, wird das Produkt automatisch beendet (eine sogenannte Reset Ereignis Beendigung) und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
15.05.2019 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 196,71 EUR
  • 188,85 EUR
  • 0,0661
  • 192,21 EUR
  • 184,52 EUR
  • 0,0656
04.05.2018 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 237,11 EUR
  • 227,63 EUR
  • 18,02
  • 229,43 EUR
  • 220,26 EUR
  • 16,93
11.05.2017 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 192,33 EUR
  • 184,64 EUR
  • 5,12
  • 189,78 EUR
  • 182,19 EUR
  • 5,07

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 25.09.2020 10:17:14 Quelle: dpa
Geely bietet neue E-Auto-Architektur auch anderen Herstellern an
PEKING (dpa-AFX) - Der chinesische Autobauer Geely will seine neue Architektur für Elektroautos auch anderen Herstellern anbieten. Der Konzern, dem auch Volvo gehört, stellte die Technologie vor Beginn der internationalen Automesse am Samstag in Peking mit einem neuen Konzeptauto "Zero Concept" seiner Tochter Lynk&Co vor. Es habe eine Reichweite von 700 Kilometern und soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Gespräche mit anderen internationalen Autofirmen liefen, teilte das Unternehmen mit, dem als größter Anteilseigner fast zehn Prozent des deutschen Automobilkonzerns Daimler gehören. Bei der Architektur handelt es sich nicht nur um die Plattform, sondern auch um die Batterie, Software und Konnektivität, mit der andere Autobauer eigene Modelle bauen können. Gründer Li Shufu sagte, die Entwicklung der E-Auto-Architektur sei "der größte Sprung vorwärts für Geely in mehr als einem Jahrzehnt". Die Innovation werde Volumen und Skalierbarkeit von Elektrofahrzeugen deutlich ausweiten. Geely wolle die Vorteile auch anderen anbieten, da die Industrie gemeinsame Interessen im Kampf gegen den Klimawandel habe. Mit der Architektur tritt Geely auch in Konkurrenz zum Volkswagen-Konzern, der seinen Elektrobaukasten MEB ebenfalls anderen Herstellern anbietet und mit dem US-Konzern Ford auch bereits einen ersten Nutzer an der Hand hat. Die sogenannte Sea-Architektur (Sustainable Experience Architecture) soll über das ganze Portfolio von Geely mit neun Marken eingesetzt werden. Geely habe über vier Jahre 18 Milliarden Yuan, umgerechnet 2,2 Milliarden Euro, in die Entwicklung gesteckt, berichtete die Finanzagentur Bloomberg. Ein Firmensprecher sagte, das Unternehmen wolle sich damit zum "Mobilitätsdienste-Anbieter" entwickeln und die traditionelle Autoindustrie aufrütteln. Die Technologie sei in den Forschungszentren in China, Schweden, Deutschland und dem Vereinigten Königreich entwickelt worden. Kurzfristig dürften mehrere hunderttausend Fahrzeuge damit in China produziert werden. Langfristig solle die Zahl "erheblich gesteigert" werden, sagte der Sprecher vor der Messe, die am Samstag die Pforten öffnet. Die "Auto China 2020" in Peking ist die erste große internationale Automesse seit mehr als einem halben Jahr. Die Ausstellung, die zu den größten der Branche zählt, war im Frühjahr zunächst wegen der Pandemie verschoben worden. Da China seit Wochen kaum noch lokale Infektionen hat, kann die Messe nachgeholt werden./lw/DP/men
Heute 25.09.2020 08:16:27 Quelle: dpa
Automesse in Peking: Volkswagen optimistisch über Erholung in China
PEKING (dpa-AFX) - Volkswagen gibt sich zuversichtlich über die Erholung von der Corona-Krise auf seinem größten Einzelmarkt China. Vor Beginn der internationalen Automesse an diesem Wochenende in Peking sagte ein Sprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur, es gebe "positive Anzeichen" für die zweite Hälfte des Jahres. "Wir sind vorsichtig optimistisch, einige Verluste im ersten Halbjahr bis Jahresende auffangen zu können, wenn Covid-19 stabil bleibt." Nach dem Einbruch zu Beginn des Jahres durch das Coronavirus erwartet Volkswagen im Vergleich zum Vorjahr nur noch einen Rückgang seines Absatzes in China in "einstelliger" Prozenthöhe für das Gesamtjahr. Trotzdem habe die Gruppe seit Jahresanfang ihren Marktanteil auf dem größten Automarkt der Welt noch steigern können, hob der Sprecher hervor. Das dürfte bis Jahresende noch anwachsen. Wenn sich Covid-19 gleichbleibend entwickele, rechnet die Volkswagengruppe in China im nächsten Jahr mit einer "guten Erholung" im Vergleich zum niedrigen Ausgangswert von 2020. Das Wachstum des Automarktes werde sich voraussichtlich ähnlich wie die gesamte Wirtschaft entwickeln. "Wir glauben, dass die Volkswagengruppe 2021 den Gesamtmarkt in China übertreffen wird." Experten der Ratingagentur Fitch rechnen im nächsten Jahr mit 7,5 Prozent Wirtschaftswachstum in China. Da die zweitgrößte Volkswirtschaft das Virus seit Monaten weitgehend im Griff hat, konnten sich auch die wirtschaftlichen Aktivitäten und der Autoabsatz wieder normalisieren. Als einzige große Volkswirtschaft zeigt China wieder Wachstum, während die globale Konjunktur rückläufig ist. Die Auto Show 2020 in Peking ist die erste große internationale Automesse seit mehr als einem halben Jahr. Die Ausstellung, die zu den größten der Branche zählt, war im Frühjahr zunächst wegen der Pandemie verschoben worden. Da China seit Wochen kaum noch lokale Infektionen hat, kann die Messe nachgeholt werden./lw/DP/zb
Heute 25.09.2020 07:52:09 Quelle: dpa
Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos
STUTTGART (dpa-AFX) - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält einen schnellen Erfolg des Elektroautos in Deutschland für unwahrscheinlich. "Trotz der ganzen Transformation werden wir auch 2030 noch einen hohen Anteil an Verbrennern und Hybridfahrzeugen haben", sagte Kretschmann der "Wirtschaftswoche". Das Fortführen dieser Produktionslinien sichere auch das Überleben der Zulieferindustrie. "Die Deckungsbeiträge beim Verbrenner sind eben ganz anders als beim Elektrofahrzeug", sagte der Grünen-Politiker. Kretschmann sieht auch strategische Gründe, an Verbrennungsmotoren und Hybridfahrzeugen festzuhalten. "So lange wir bei den Batterien noch von Asien abhängen, ist es industriepolitisch gesehen nicht ratsam, nur auf einem Bein zu stehen." Der Regierungschef verwies überdies auf die kritische Ökobilanz reiner Elektrofahrzeuge. "Die Elektrifizierung des Verkehrs macht nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt." Davon sei man aber noch weit entfernt. Das gelte erst recht, wenn künftig auch Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe breiter eingesetzt werden. "Denn die brauchen ja noch mehr Energie in der Herstellung." Der Grünen-Politiker versicherte, dass seine Parteifreunde kein Problem mit dem Auto und der Fahrzeugindustrie haben. "Auch Grüne fahren Auto", sagte er. Es komme allerdings auf dessen Emissionen an. "Ein Auto, das keine Schadstoffe mehr emittiert, ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung." Skeptisch sieht der Ministerpräsident des Autolandes die Entwicklung des autonomen Fahrens. Dafür fehle noch die notwendige Infrastruktur. "Dass wir irgendwann bei einer Überlandfahrt das Steuer aus der Hand geben und die Zeitung lesen können, ist noch Zukunftsmusik." Rund 30 Prozent (Stand 2019) des Industrie-Umsatzes entfallen im Südwesten auf die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Die Exportquote liegt bei 70 Prozent./jug/DP/zb
24.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Doppelte Packung: Zwei Strafprozesse gegen Ex-VW-Chef Winterkorn
(neu: Statement Winterkorn-Anwalt, mehr Details und Hintergrund.) BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Fünf Jahre nach der Aufdeckung von "Dieselgate" kommt es für Martin Winterkorn knüppeldick. Zusätzlich zu dem schon feststehenden Betrugsprozess muss sich der ehemalige VW-Konzernchef jetzt auch noch auf ein öffentliches Gerichtsverfahren wegen mutmaßlicher Marktmanipulation im Abgasskandal vorbereiten. Im Fall einer Verurteilung könnten dem heute 73-Jährigen für das erste Delikt maximal zehn Jahre Freiheitsstrafe drohen, für die mögliche Irreführung von Anlegern immerhin eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft. Das Landgericht Braunschweig teilte am Donnerstag mit, die Anklage der Staatsanwaltschaft auch zum Tatvorwurf der Marktmanipulation zuzulassen. Erst kürzlich hatte es einen Prozess in einem parallelen Verfahren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs angekündigt - hier richten sich die Vorwürfe nicht nur gegen Winterkorn selbst, sondern ebenso gegen vier weitere Angeschuldigte. Konkrete Termine für den Beginn der beiden Hauptverhandlungen gibt es noch nicht. Winterkorn ist - neben Ex-Audi-Chef Rupert Stadler - der bisher prominenteste Verdächtige, der wegen des Dieselskandals vor ein deutsches Strafgericht kommt. Bei der Marktmanipulation geht es um den Zeitpunkt, zu dem die damalige VW-Führung die Finanzwelt über die wirtschaftlichen Gefahren nach dem Auffliegen der Täuschungs-Software ins Bild setzte. Nach Überzeugung des Gerichts soll Winterkorn "trotz Kenntnis von dem Einbau einer unzulässigen Abschalteinrichtung (...) und des sich seit Frühjahr 2015 abzeichnenden erheblichen finanziellen Risikos (...) den Kapitalmarkt vorsätzlich nicht rechtzeitig informiert haben". Es ließ die Anklage unverändert zu. Kern der Anschuldigungen: Obwohl Winterkorn früh von Problemen im Zusammenhang mit dem späteren Skandal-Motor EA189 gewusst habe, seien die Märkte bewusst nicht darüber aufgeklärt worden. Sogar zwischen dem Bekanntwerden der Ermittlungen von US-Umweltbehörden am 18. September und der schlussendlichen Pflichtmitteilung am 22. September 2015 verstrichen dann noch vier weitere Tage. "Der Angeklagte soll damit seiner Verpflichtung nach dem Wertpapierhandelsgesetz nicht rechtzeitig nachgekommen sein", erklärte die zuständige Kammer. Der VW-Aktienkurs stürzte im Herbst jenes Jahres ab - sowohl milliardenschwere Pensionsfonds als auch Privatanleger fordern in Zivilverfahren Schadenersatz vom weltgrößten Autokonzern. Zweck der gesetzlichen Bestimmungen zur Ad-hoc-Mitteilungspflicht ist es etwa, Insider-Geschäfte bei Kenntnis sensibler Informationen zu vermeiden. Winterkorn ließ über seinen Verteidiger Felix Dörr mitteilen, dass er bei sich nach wie vor keine Schuld für die zu späte Mitteilung sieht. Die Vorwürfe würden "entschieden" zurückgewiesen. Der Sachverhalt sei "kompliziert, und die kapitalmarktrechtlichen Fragestellungen sind in weiten Teilen streitig". Die Hauptverhandlung werde zeigen, dass die Vorwürfe "nicht fundiert" seien. Schon zuvor hatte es geheißen: "Wesentliche Informationen, die ihn (Winterkorn) in die Lage versetzt hätten, bereits bekannte Probleme mit den US-Dieselmotoren zutreffend einzuordnen, erreichten ihn damals nicht." Was die Marktmanipulation angeht, stand Winterkorn anfangs nicht als Einziger unter Druck. Die Strafverfolger hatten zunächst auch dem derzeitigen VW-Konzernchef Herbert Diess sowie dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Hans Dieter Pötsch, ein strafbares Unterlassen vorgeworfen. In ihrem Fall wurde aber das Verfahren gegen die Zahlung von je 4,5 Millionen Euro eingestellt - wobei der Deal mit Gericht und Staatsanwaltschaft auch auf Kritik stieß. Pötsch war im September 2015 noch Finanzvorstand des Wolfsburger Autoherstellers. Winterkorn muss sich außerdem gegen Betrugsvorwürfe zur Wehr setzen. Nach zwischenzeitlichen Differenzen mit der Staatsanwaltschaft und der Überarbeitung einiger Punkte ließ das Landgericht auch hier die Anklage zu. In einigen Medienberichten hatte es geheißen, der Prozess könnte womöglich platzen. Am Ende verschärfte das Gericht das zu verhandelnde Delikt teilweise aber sogar noch - ursprünglich war die Staatsanwaltschaft hier "nur" auf schweren Betrug aus gewesen. Eine Verurteilung sieht die Kammer nun als hinreichend wahrscheinlich an. Vor rund fünf Jahren flog der Dieselskandal durch Nachforschungen von US-Behörden und Wissenschaftlern auf. Winterkorn trat zurück, VW stürzte in die schwerste Krise seiner Geschichte, Milliarden an juristischen Kosten und ein lädiertes Verbrauchervertrauen weltweit waren die Folge. Während die zivilrechtliche Entschädigung von Dieselfahrern auch in Deutschland schrittweise vorankommt, sind viele strafrechtliche Fragen rund um "Dieselgate" noch nicht geklärt. Erst am Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig den Kreis der Angeklagten im sogenannten Stickoxid-Verfahren von 11 auf 19 erhöht. Insgesamt laufen Ermittlungen gegen fast 100 Einzelpersonen. Bezogen auf die Anklagen hieß es, man nehme an, dass die Betreffenden "in ihrer jeweiligen verantwortlichen Position" zwischen November 2006 und September 2015 den Einbau der Manipulations-Software in VW-Dieselwagen "gefördert, unterstützt oder zumindest trotz Kenntnis der Illegalität nicht unterbunden" haben. Es geht um mutmaßlichen, teils schweren Betrug, Falschbeurkundung und Wettbewerbsverstöße sowie teilweise Untreue und Steuerhinterziehung oder Beihilfe dazu. VW äußerte sich zu den Betrugsanklagen nicht, weil der Konzern selbst in den Braunschweiger Strafverfahren nicht mehr Partei ist. Zu dem bevorstehenden Marktmanipulations-Prozess erklärte das Unternehmen: "Bis zur Klärung der Vorwürfe gilt für den Angeklagten weiterhin die Unschuldsvermutung. Darüber hinaus ist Volkswagen weiterhin überzeugt, seine Publizitätspflichten im Zusammenhang mit der Dieselthematik ordnungsgemäß erfüllt zu haben."/jap/DP/men