Faktor-Zertifikat | 4,00 | Short | ING

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  • WKN: MC9U7E
  • ISIN: DE000MC9U7E9
  • Faktor-Zertifikat

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Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf ING hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf ING hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Wertentwicklung

Stammdaten

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Nachrichten und Analysen

29.10.2020 Quelle: dpa
Umfrage: Onlinebanking legt weiter zu
BERLIN (dpa-AFX) - Die Menschen in Deutschland gehen für die Erledigung ihrer Finanzgeschäfte immer seltener in eine Bankfiliale. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Drei von vier Befragten (73 Prozent) setzen auf Online-Banking. Acht von zehn Bankkunden besuchen demnach höchstens noch einmal im Monat eine Bankfiliale. Beim Onlinebanking nehme das Smartphone eine immer stärkere Rolle ein, ergab die Umfrage. 82 Prozent der Anwender nutzen demnach einen Laptop, das Smartphone liegt mit 58 Prozent aber schon auf Platz zwei und hat damit den Desktop-PC (53 Prozent) und den Tablet Computer (50 Prozent) überholt. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sagte, die Corona-Pandemie habe dazu geführt, dass die Digitalisierung in Deutschland einen weiteren Schub erhalten hat. Während im Bereich Homeoffice einen "Riesenschub" gegeben habe, sehe man beim Onlinebanking eine kontinuierliche Entwicklung, "die durch Corona nicht aufgehalten, aber auch nicht im Besonderen befeuert" wurde. Wer Online-Banking nutze, sei mit dem Angebot in aller Regel zufrieden, sagte Rohleder. 94 Prozent der Befragten gaben an, keine Funktionen zu vermissen. 91 Prozent seien überzeugt, Online-Banking sei sicher. Der Hauptgrund, auf Online-Banking zu verzichten, sei dagegen Gewohnheit. Das sagen 71 Prozent derjenigen, die Bankgeschäfte nicht online tätigen. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) halten Online-Banking für zu kompliziert. Die schwindende Bedeutung der Filialen zeigt sich der Bitkom-Umfrage zufolge auch daran, dass unter den Online-Banking-Nutzern inzwischen mehr als ein Drittel (35 Prozent) überhaupt nicht mehr in eine Filiale geht und stattdessen und ausschließlich die Online-Angebote nutzt. Mehr als jeder dritte Befragte (38 Prozent) gab an, dass ihm ohne Bankfiliale nichts fehlen würde. Unter den 16- bis 29-Jährigen stimmt dieser Aussage mit 51 Prozent sogar eine Mehrheit zu. Und fast die Hälfte aller Befragten (46 Prozent) meint, die Kosten für die Bankfilialen sollten nur diejenigen tragen, die sie auch nutzen./chd/DP/jha
17.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2/Vorstandsumbau bei der Commerzbank: Privatkundenchef Mandel geht
(neu: weitere Details) FRANKFURT (dpa-AFX) - Mitten in der Diskussion um einen Kahlschlag im Filialnetz geht bei der Commerzbank Privatkundenchef Michael Mandel von Deck. Der Aufsichtsrat habe am Donnerstag die einvernehmliche Trennung beschlossen, teilte der Frankfurter MDax-Konzern mit. Mandels Vertrag ende somit zum 30. September 2020. Die Leitung des Geschäfts mit Privat- und Unternehmerkunden legt das Kontrollgremium vom 1. Oktober an vorübergehend in die Hände von Sabine Schmittroth. Die ehemalige Bereichsvorständin Privatkunden ist seit dem 1. Januar 2020 im Vorstand für Personalthemen zuständig. Risikovorstand Marcus Chromik übernimmt zum gleichen Zeitpunkt übergangsweise die Verantwortung für Rechtsthemen. Seit Monaten diskutiert die Commerzbank intern über eine Verschärfung ihres im Herbst 2019 verkündeten Sparkurses. Die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen könnte um bis zu ein Viertel gekappt werden. Von 1000 Filialen könnten gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Am Donnerstag setzten Vorstand und Aufsichtsrat die Beratungen über den künftigen Kurs beim alljährlichen "Strategietag" fort. "Die neue Strategie ist eine radikale Kehrtwende und geht über alles Bisherige weit hinaus", erklärte der scheidende Privatkundenchef Mandel in einem im Intranet der Bank veröffentlichten Interview, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Für eine so große Veränderung brauche es "bedingungslosen Rückhalt" von allen Seiten. "Ich habe den Eindruck, dass ich den nicht mehr habe und es deshalb für die Bank besser sein könnte, wenn diese Aufgabe jemand anders übernimmt." Sein Eindruck sei gewesen, "dass sich die Mehrheit des Aufsichtsrats eine personelle Veränderung wünschte", führte Mandel aus. Bevor der Kurs für die nächsten Jahre festgezurrt wird, muss der seit Anfang August amtierende Aufsichtsratchef Hans-Jörg Vetter erst die Nachfolge von Konzernchef Martin Zielke regeln. Zielke hatte nach scharfer Kritik von Investoren Anfang Juli seinen Rücktritt angekündigt. Die Bank wird den Vertrag mit dem seit Anfang Mai 2016 amtierenden Konzernchef spätestens zum 31. Dezember auflösen. Im Privatkundengeschäft hatte "Magic" Mandel (53), ehemals Chef der Online-Tochter Comdirect, lange ein glückliches Händchen - zunächst als Bereichsvorstand ab Dezember 2010, dann ab Mai 2016 als Zielkes Nachfolger als Vorstand der Sparte. Zuletzt jedoch war Mandel als Verfechter eines dichten - und damit teuren - Filialnetzes in die Kritik geraten. Die Corona-Krise hat der Nutzung digitaler Kanäle einen zusätzlichen Schub gegeben. "Fakt ist: Mit unserem Filialnetz haben wir in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Teil unseres Wachstums geholt", verteidigte Mandel den bisherigen Kurs in dem Intranet-Beitrag. "Wir verzeichnen im Segment stabile Erträge und sind profitabel." Als mögliche interne Kandidaten für den Vorstandsvorsitz wurden in den vergangenen Wochen dennoch zwei andere Manager genannt: Finanzvorständin Bettina Orlopp sowie Firmenkundenvorstand Roland Boekhout, ehemals Chef der Direktbank ING-Diba (heute ING Deutschland). Der frühere LBBW-Chef Vetter hält mit Unterstützung einer Headhunterin auch nach möglichen externen Kandidaten Ausschau. In Medienberichten wurde jüngst Vetters Nachfolger bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) als möglicher Kandidat für den Vorstandsvorsitz bei der Commerzbank genannt: der ehemalige Deutsche-Bank-Privatkundenchef Rainer Neske. Der scheidende Commerzbank-Chef Zielke hatte eingeräumt, dass die im Herbst 2019 beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um das Institut im Zinstief profitabler zu machen. Der US-Fonds Cerberus als zweitgrößter Aktionär des Instituts hatte der Führung der Commerzbank vorgeworfen, "über Jahre eklatant versagt" zu haben. Bereits auf den Weg gebracht ist die Zusammenführung der Online-Tochter Comdirect mit dem Mutterkonzern. Denn angesichts der Digitalisierung gleichen sich die Geschäftsmodelle immer stärker. Allerdings verliert der Konzern in diesem Zuge eine weitere Hoffnungsträgerin: Comdirect-Chefin Frauke Hegemann (44) wird den Konzern nach der Verschmelzung der Comdirect mit dem Mutterkonzern verlassen. Ihre Aufgaben übernimmt dann Matthias Hach, der letzte verbliebene Comdirect-Vorstand. Der Bund als größter Anteilseigner der Commerzbank hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert. "Ich glaube, dass wir ja jetzt doch sehen, dass sich viele bemühen der Commerzbank eine gute Zukunft zu geben und auch mutige Entscheidungen zu treffen", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei einer Bankentagung Anfang September. "Ich finde, das sollte jetzt erstmal begleitet werden."/ben/DP/eas
17.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP/Vorstandsumbau bei der Commerzbank: Privatkundenchef Mandel geht
FRANKFURT (dpa-AFX) - Mitten in der Diskussion um einen Kahlschlag im Filialnetz geht bei der Commerzbank Privatkundenchef Michael Mandel von Deck. Der Aufsichtsrat habe am Donnerstag die einvernehmliche Trennung beschlossen, teilte der Frankfurter MDax-Konzern mit. Mandels Vertrag ende somit zum 30. September 2020. Die Leitung des Geschäfts mit Privat- und Unternehmerkunden legt das Kontrollgremium vom 1. Oktober an vorübergehend in die Hände der seit Januar als Personalvorständin amtierenden Sabine Schmittroth. Risikovorstand Marcus Chromik übernimmt zum gleichen Zeitpunkt übergangsweise die Verantwortung für Rechtsthemen. Seit Monaten diskutiert die Commerzbank intern über eine Verschärfung ihres im Herbst 2019 verkündeten Sparkurses. Die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen könnte um bis zu ein Viertel gekappt werden. Von 1000 Filialen könnten gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Doch bevor der Kurs für die nächsten Jahre festgezurrt wird, muss der seit Anfang August amtierende Aufsichtsratchef Hans-Jörg Vetter erst die Nachfolge von Konzernchef Martin Zielke regeln. Zielke hatte nach scharfer Kritik von Investoren Anfang Juli seinen Rücktritt angekündigt. Die Bank wird den Vertrag mit dem seit Anfang Mai 2016 amtierenden Konzernchef spätestens zum 31. Dezember auflösen. Im Privatkundengeschäft hatte "Magic" Mandel (53), ehemals Chef der Online-Tochter Comdirect, lange ein glückliches Händchen - zunächst als Bereichsvorstand ab Dezember 2010, dann ab Mai 2016 als Zielkes Nachfolger als Vorstand der Sparte. Zuletzt jedoch war Mandel als Verfechter eines dichten - und damit teuren - Filialnetzes in die Kritik geraten. Als mögliche interne Kandidaten für den Vorstandsvorsitz wurden in den vergangenen Wochen zwei andere Manager genannt: Finanzvorständin Bettina Orlopp sowie Firmenkundenvorstand Roland Boekhout, ehemals Chef der Direktbank ING-Diba (heute ING Deutschland). Der frühere LBBW-Chef Vetter hält mit Unterstützung einer Headhunterin auch nach möglichen externen Kandidaten Ausschau. In Medienberichten wurde jüngst Vetters Nachfolger bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) als möglicher Kandidat für den Vorstandsvorsitz bei der Commerzbank genannt: der ehemalige Deutsche-Bank-Privatkundenchef Rainer Neske. Der scheidende Commerzbank-Chef Zielke hatte eingeräumt, dass die im Herbst 2019 beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um das Institut im Zinstief profitabler zu machen. Der US-Fonds Cerberus als zweitgrößter Aktionär des Instituts hatte der Führung der Commerzbank vorgeworfen, "über Jahre eklatant versagt" zu haben. Bereits auf den Weg gebracht ist die Zusammenführung der Online-Tochter Comdirect mit dem Mutterkonzern. Denn angesichts der Digitalisierung gleichen sich die Geschäftsmodelle immer stärker. Allerdings verliert der Konzern in diesem Zuge eine weitere Hoffnungsträgerin: Comdirect-Chefin Frauke Hegemann (44) wird den Konzern nach der Verschmelzung der Comdirect mit dem Mutterkonzern verlassen. Ihre Aufgaben übernimmt dann Matthias Hach, der letzte verbliebene Comdirect-Vorstand. Der Bund als größter Anteilseigner der Commerzbank hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert. "Ich glaube, dass wir ja jetzt doch sehen, dass sich viele bemühen der Commerzbank eine gute Zukunft zu geben und auch mutige Entscheidungen zu treffen", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei einer Bankentagung Anfang September. "Ich finde, das sollte jetzt erstmal begleitet werden."/ben/DP/eas
09.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Trend zu Negativzinsen für hohe Sparsummen beschleunigt sich
FRANKFURT (dpa-AFX) - Größere Summen auf dem Tagesgeldkonto können zunehmend ins Geld gehen. Die Zahl der Banken und Sparkassen, die Kunden dafür Negativzinsen aufbürden, hat sich einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox zufolge innerhalb von zwölf Monaten nahezu verzehnfacht. Demnach verlangen inzwischen 126 Geldhäuser Strafzinsen für größere Guthaben vor allem auf dem Tagesgeldkonto, vor einem Jahr waren es nur 13 Institute. Mittlerweile werden zudem häufiger niedrigere Summen belastet. Den Angaben zufolge räumen aktuell 27 Institute weniger als 100 000 Euro als Freibetrag ein. Bei 3 Banken müssen Sparer bereits ab dem ersten Euro Negativzinsen zahlen. "Für viele Banken war die Zinssenkung der EZB im September 2019 die Initialzündung, um Negativzinsen im Privatkundengeschäft durchzusetzen", analysiert Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. "Damals waren Negativzinsen für Privatkunden noch die absolute Ausnahme. Seitdem beobachten wir eine anhaltende Dynamik." Der Trend zu Negativzinsen sei ungebrochen. Drei Kreditinstitute gehen den Angaben zufolge noch über den Strafzins der Europäischen Zentralbank (EZB) hinaus. Sie belasten Guthaben oberhalb des jeweiligen Freibetrags mit minus 0,6 Prozent. Europas Währungshüter hatten den Strafzins für Bankeinlagen vor einem Jahr von 0,4 auf 0,5 Prozent verschärft. Den Zins müssen Geschäftsbanken zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank parken. Auch wenn es inzwischen Freibeträge für bestimmte Summen gibt, bleibt dies aus Sicht der Branche eine Milliardenbelastung. Die Kosten geben daher immer mehr Geldhäuser weiter. Auch Europas größte Direktbank ING denkt über Strafzinsen für Neukunden nach. "Derzeit haben wir keine konkreten Pläne, ein Verwahrentgelt für unsere Bestandskonten einzuführen", sagte Finanzvorstand Norman Tambach jüngst der Deutschen Presse-Agentur. "Wir beobachten die Marktentwicklung aber sehr genau und sehen, dass immer mehr Banken ein Verwahrentgelt für Neukonten einführen. Dementsprechend bereiten wir uns vor, auf diese Marktentwicklungen zu reagieren." ING-Deutschland-Vorstandschef Nick Jue hatte kurz darauf bei einer Tagung bekräftigt: "Wir müssen uns auf alles vorbereiten, wenn es mal notwendig ist von der Geschäftslage, dass wir es machen müssen." Aktuell habe das in Deutschland und Österreich aktive Institut aber noch keine Pläne zur Einführung von Negativzinsen. Verbraucherschützer halten Negativzinsen grundsätzlich für verboten. Sie seien bei Bestands- und Neukunden nur zulässig, wenn das Verwahrentgelt explizit mit den Kunden vereinbart worden sei. Es reiche nicht, lediglich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu ändern. Betroffene sollten bei Zweifelsfragen die Verbraucherzentralen kontaktieren. Verivox zufolge erheben darüber hinaus 13 Banken eine Gebühr für das üblicherweise kostenlose Tagesgeldkonto. Dadurch entstünden faktisch Negativzinsen, auch wenn sie nicht als solche ausgewiesen würden. Das Vergleichsportal wertet die im Internet veröffentlichten Preisaushänge von etwa 800 Banken und Sparkassen aus. Der Deutschen Bundesbank zufolge gab es im vergangenen Jahr 1717 Kreditinstitute in Deutschland./mar/ben/DP/zb