Faktor-Zertifikat | 5,00 | Long | Wells Fargo

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  • WKN: MC8G63
  • ISIN: DE000MC8G631
  • Faktor-Zertifikat

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Basiswert

24,30 USD

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Wells Fargo hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Wells Fargo hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
07.05.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 21,06 USD
  • 21,90 USD
  • 0,77
  • 20,20 USD
  • 21,02 USD
  • 0,70

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

14.07.2020 Quelle: dpa
AKTIEN IM FOKUS: Unter den US-Banken glänzt JPMorgan - Wells Fargo unter Druck
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Start in die US-Berichtsaison der Banken ist am Dienstag für JPMorgan als größtes Finanzinstitut der USA gut verlaufen, während Citigroup und vor allem Wells Fargo enttäuschten. So zogen die Papiere von JPMorgan unter den Favoriten im steigenden Leitindex Dow Jones Industrial um rund 1 Prozent auf 98,55 US-Dollar an, während die Anteilscheine von Citigroup knapp 2 Prozent einbüßten. Die Aktien von Wells Fargo sackten sogar um rund sieben Prozent ab und fanden sich damit auf dem zweitletzten Platz im breit gefassten Index S&P 500 wieder. Die Papiere der Branchentitel Goldman Sachs und Bank of America bewegten sich im frühen Handel nur wenig, wohingegen die Anteilscheine von Morgan Stanley knapp zwei Prozent verloren. JPMorgan musste zwar im zweiten Quartal starke Abstriche wegen der Corona-Pandemie machen, strich aber noch einen Gewinn ein, von dem die meisten anderen Unternehmen nur träumen können. Unter dem Strich verdiente die Bank etwa halb so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum, allerdings hatten Experten mit weniger gerechnet. Analysten lobten insgesamt das Zahlenwerk. Der Gewinn je Aktie im Kerngeschäft der Bank habe sowohl seine Prognose als auch die Markterwartung übertroffen, schrieb etwa der Experte Gerard Cassidy vom Analysehaus RBC. Angesichts eines beispiellosen Gegenwindes durch die Viruskrise und auf bereinigter Basis habe JPMorgan alles in allem solide abgeschnitten. Analyst Richard Ramsden von der US-Investmentbank Goldman Sachs ergänzte, die äußerst starke Entwicklung der Kapitalmärkte habe den massiven Aufbau von Rückstellungen mehr als kompensiert. Der Fachmann Saul Martinez von der Schweizer Großbank UBS hob hervor, dass die um Risikovorsorgen bereinigten Erträge robust gewesen seien und sich die Kapitalsituation insgesamt verbessert habe. Deutlich schlechter als JPMorgan erging es dem Rivalen Wells Fargo, der wegen der Corona-Pandemie den ersten Quartalsverlust seit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren erlitt. Hohe Rückstellungen für Kreditausfälle drückten die Bilanz massiv ins Minus. Im Gegensatz zu den US-Konkurrenten, die Schwächen im Kreditgeschäft mit ihren Sparten Investment Banking und Handel kompensieren können, hält sich Wells Fargo hier traditionell zurück. Besonders missfiel den Anlegern, dass Wells Fargo die Dividende stärker als von Analysten prognostiziert kürzte. Milliardenschwere Puffer gegen Kreditausfälle in der Corona-Krise belasteten auch Citigroup erneut stark. Dennoch schaffte die Großbank auch im zweiten Quartal einen Milliardengewinn, der zudem höher als von Experten erwartet ausfiel. Größter Belastungsfaktor war wie bei JPMorgan und Wells Fargo die Risikovorsorge. Entsprechend skeptisch äußerte sich Marktanalyst Neil Wilson vom Handelshaus CMC Markets. Für ihn stellte sich die Frage, "wann die Verluste aus ausfallgefährdeten Unternehmens- und Privatkrediten den breiteren Markt einholen". Darüber hinaus müssten sich Anleger fragen, ob die außergewöhnlich hohen Handelserträge der Banken nachhaltig seien./la/bek/he
14.07.2020 Quelle: dpa
WDH/GESAMT-ROUNDUP 2: Corona trifft US-Banken - JPMorgan verdient Milliarden
(Im siebten Absatz wurde ein Tippfehler entfernt. Milliardenschwere statt Milliardenschere.) NEW YORK/SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Die größte US-Bank JPMorgan Chase hat im zweiten Quartal starke Abstriche wegen der Corona-Pandemie machen müssen. Allerdings strich der US-Branchenführer noch einen Gewinn ein, von dem die meisten anderen Unternehmen nur träumen können. Unterm Strich verdiente JPMorgan laut Mitteilung vom Dienstag knapp 4,7 Milliarden Dollar (rund 4,1 Mrd Euro) und damit etwa halb so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Experten hatten mit weniger gerechnet, die Aktie legte in den ersten Handelsminuten deutlich zu. JPMorgan verbuchte zwar eine zweistellige Milliardenbelastung wegen drohender Kreditausfälle, konnte die Krise aber insgesamt gut abfedern. Positiv überraschten die Erträge, die im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf fast 34 Milliarden Dollar anzogen. Die Bank profitierte unter anderem von regen Geschäften an den Finanzmärkten und im Investmentbanking. Eine hohe Belastung war indes die um mehr als neun auf fast 10,5 Milliarden Dollar erhöhte Risikovorsorge. "In diesen beispiellosen Zeiten bleibt JPMorgan stabil", erklärte Vorstandschef Jamie Dimon. Bei den einzelnen Sparten stach vor allem das Geschäft mit großen Konzernen und das Investmentbanking (CIB) hervor. Dort legte der Gewinn um 85 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar zu. In diesem Bereich profitierte JPMorgan unter anderem von einer starken Nachfrage von Unternehmen nach Finanzierungen, aber auch von guten Geschäften an den Finanzmärkten. Der Ertrag in diesem Segment legte rund zwei Drittel auf 16 Milliarden Dollar zu. In die roten Zahlen ist dagegen das Geschäft mit Privatkunden und auch kleinen Unternehmen (CCB) gerutscht. So stand in der Privatkundensparte ein Verlust von 176 Millionen Dollar in den Büchern nach einem Gewinn von mehr als vier Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Die Erträge gingen hier unter anderem wegen der niedrigen Zinsen um neun Prozent auf rund 12 Milliarden Dollar zurück. Deutlich schlechter als JPMorgan erging es dem Rivalen Wells Fargo, der wegen der Corona-Pandemie den ersten Quartalsverlust seit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren erlitt. Unterm Strich büßte das Geldhaus in den drei Monaten bis Ende Juni 2,4 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) ein. Hohe Rückstellungen für Kreditausfälle drückten die Bilanz massiv ins Minus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 6,2 Milliarden Dollar zu Buche stand. Die Erträge brachen insgesamt um über 17 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar ein. Im Gegensatz zu den US-Konkurrenten, die Schwächen im Kreditgeschäft mit ihren Investmentbanking- und Handelssparten kompensieren können, hält sich Wells Fargo hier traditionell zurück. Zudem ist die Bank wegen Auflagen aufgrund von Affären um fingierte Konten und anderer dubioser Geschäftspraktiken ohnehin schon stark vorbelastet. Am Markt kamen die Zahlen nicht gut an - die Aktie verlor in den ersten Handelsminuten bis zu acht Prozent. Besonders missfiel den Anlegern, dass Wells Fargo die Dividende stärker als erwartet kürzte. Milliardenschwere Puffer gegen Kreditausfälle in der Corona-Krise haben auch die Citigroup erneut stark belastet. Dennoch schaffte die Großbank aber auch im zweiten Quartal einen Milliardengewinn, der zudem höher als von Experten erwartet ausfiel. Der Überschuss sackte im Vergleich zum Vorjahr um 73 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar (1,14 Mrd Euro) ab, wie die Citigroup in New York mitteilte. Die Aktie büßte in den ersten Handelsminuten rund zwei Prozent ein. Größter Belastungsfaktor war wie bei JPMorgan und Wells Fargo die Risikovorsorge von 7,9 Milliarden Dollar - die damit fast vier Mal so hoch war wie vor einem Jahr. Dadurch wurden die höheren Erträge im vergangenen Quartal mehr als aufgezehrt. Diese legten vor allem dank eines regen Geschäfts an den Finanzmärkten und mit großen Konzernen, deren Nachfrage in der Krise nach Anleihen und Krediten nach oben geschnellt ist, um fünf Prozent auf knapp 20 Milliarden Dollar zu./zb/hbr
14.07.2020 Quelle: dpa
GESAMT-ROUNDUP 2: Corona-Krise trifft US-Banken - JPMorgan verdient Milliarden
(Neu: Weitere Details, aktuelle Kurse.) NEW YORK/SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Die größte US-Bank JPMorgan Chase hat im zweiten Quartal starke Abstriche wegen der Corona-Pandemie machen müssen. Allerdings strich der US-Branchenführer noch einen Gewinn ein, von dem die meisten anderen Unternehmen nur träumen können. Unterm Strich verdiente JPMorgan laut Mitteilung vom Dienstag knapp 4,7 Milliarden Dollar (rund 4,1 Mrd Euro) und damit etwa halb so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Experten hatten mit weniger gerechnet, die Aktie legte in den ersten Handelsminuten deutlich zu. JPMorgan verbuchte zwar eine zweistellige Milliardenbelastung wegen drohender Kreditausfälle, konnte die Krise aber insgesamt gut abfedern. Positiv überraschten die Erträge, die im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf fast 34 Milliarden Dollar anzogen. Die Bank profitierte unter anderem von regen Geschäften an den Finanzmärkten und im Investmentbanking. Eine hohe Belastung war indes die um mehr als neun auf fast 10,5 Milliarden Dollar erhöhte Risikovorsorge. "In diesen beispiellosen Zeiten bleibt JPMorgan stabil", erklärte Vorstandschef Jamie Dimon. Bei den einzelnen Sparten stach vor allem das Geschäft mit großen Konzernen und das Investmentbanking (CIB) hervor. Dort legte der Gewinn um 85 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar zu. In diesem Bereich profitierte JPMorgan unter anderem von einer starken Nachfrage von Unternehmen nach Finanzierungen, aber auch von guten Geschäften an den Finanzmärkten. Der Ertrag in diesem Segment legte rund zwei Drittel auf 16 Milliarden Dollar zu. In die roten Zahlen ist dagegen das Geschäft mit Privatkunden und auch kleinen Unternehmen (CCB) gerutscht. So stand in der Privatkundensparte ein Verlust von 176 Millionen Dollar in den Büchern nach einem Gewinn von mehr als vier Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Die Erträge gingen hier unter anderem wegen der niedrigen Zinsen um neun Prozent auf rund 12 Milliarden Dollar zurück. Deutlich schlechter als JPMorgan erging es dem Rivalen Wells Fargo, der wegen der Corona-Pandemie den ersten Quartalsverlust seit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren erlitt. Unterm Strich büßte das Geldhaus in den drei Monaten bis Ende Juni 2,4 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) ein. Hohe Rückstellungen für Kreditausfälle drückten die Bilanz massiv ins Minus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 6,2 Milliarden Dollar zu Buche stand. Die Erträge brachen insgesamt um über 17 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar ein. Im Gegensatz zu den US-Konkurrenten, die Schwächen im Kreditgeschäft mit ihren Investmentbanking- und Handelssparten kompensieren können, hält sich Wells Fargo hier traditionell zurück. Zudem ist die Bank wegen Auflagen aufgrund von Affären um fingierte Konten und anderer dubioser Geschäftspraktiken ohnehin schon stark vorbelastet. Am Markt kamen die Zahlen nicht gut an - die Aktie verlor in den ersten Handelsminuten bis zu acht Prozent. Besonders missfiel den Anlegern, dass Wells Fargo die Dividende stärker als erwartet kürzte. Milliardenschere Puffer gegen Kreditausfälle in der Corona-Krise haben auch die Citigroup erneut stark belastet. Dennoch schaffte die Großbank aber auch im zweiten Quartal einen Milliardengewinn, der zudem höher als von Experten erwartet ausfiel. Der Überschuss sackte im Vergleich zum Vorjahr um 73 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar (1,14 Mrd Euro) ab, wie die Citigroup in New York mitteilte. Die Aktie büßte in den ersten Handelsminuten rund zwei Prozent ein. Größter Belastungsfaktor war wie bei JPMorgan und Wells Fargo die Risikovorsorge von 7,9 Milliarden Dollar - die damit fast vier Mal so hoch war wie vor einem Jahr. Dadurch wurden die höheren Erträge im vergangenen Quartal mehr als aufgezehrt. Diese legten vor allem dank eines regen Geschäfts an den Finanzmärkten und mit großen Konzernen, deren Nachfrage in der Krise nach Anleihen und Krediten nach oben geschnellt ist, um fünf Prozent auf knapp 20 Milliarden Dollar zu./zb/hbr
14.07.2020 Quelle: dpa
GESAMT-ROUNDUP: Corona-Krise trifft US-Banken - JPMorgan verdient Milliarden
NEW YORK/SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Die größte US-Bank JPMorgan Chase hat im zweiten Quartal starke Abstriche wegen der Corona-Pandemie machen müssen. Trotzdem strich der US-Branchenführer noch einen Gewinn ein, von dem die meisten anderen Unternehmen nur träumen können. Unterm Strich verdiente JPMorgan laut Mitteilung vom Dienstag knapp 4,7 Milliarden Dollar (rund 4,1 Mrd Euro) und damit etwa halb so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Experten hatten mit deutlich weniger gerechnet, die Aktie legte vorbörslich zu. JPMorgan verbuchte zwar eine zweistellige Milliardenbelastung wegen drohender Kreditausfälle, konnte die Krise bislang aber insgesamt gut abfedern. Positiv überraschten die Erträge, die im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf fast 34 Milliarden Dollar zulegten. Die Bank profitierte unter anderem von regen Geschäften an den Finanzmärkten und im Investmentbanking. "In diesen beispiellosen Zeiten bleibt JPMorgan stabil", verkündete Vorstandschef Jamie Dimon. Deutlich schlechter erging es dem Rivalen Wells Fargo, der wegen der Corona-Pandemie den ersten Quartalsverlust seit der Finanzkrise vor über zehn Jahren erlitt. Unterm Strich büßte das Geldhaus in den drei Monaten bis Ende Juni nach eigenen Angaben 2,4 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro) ein. Hohe Rückstellungen für Kreditausfälle drückten die Bilanz massiv ins Minus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 6,2 Milliarden Dollar zu Buche stand. Die Erträge brachen insgesamt um über 17 Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar ein. Im Gegensatz zu den US-Konkurrenten, die Schwächen im Kreditgeschäft mit ihren Investmentbanking- und Handelssparten kompensieren können, hält sich Wells Fargo hier traditionell zurück. Zudem ist das Geldhaus wegen Auflagen aufgrund von Affären um fingierte Konten und anderer dubioser Geschäftspraktiken ohnehin schon stark vorbelastet. Am Markt kamen die Zahlen nicht gut an - die Aktie reagierte vorbörslich mit Kursverlusten. Besonders missfiel den Anlegern, dass Wells Fargo die Dividende stärker als erwartet kürzte. Milliardenschwere Puffer gegen Kreditausfälle in der Corona-Krise haben auch die Citigroup erneut stark belastet. Dennoch schaffte die Großbank im zweiten Quartal erneut einen Milliardengewinn. Der Überschuss sackte im Vergleich zum Vorjahr zwar um 73 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro) ab, wie die Citigroup in New York mitteilte. Damit schlug sich der Finanzkonzern aber besser als von Analysten erwartet. Die großen Banken eröffnen traditionell den vierteljährlichen Bilanzreigen der US-Unternehmen. Sie sind wichtige Wegweiser dafür, wie hart die Pandemie die Konjunktur trifft./zb/hbr/DP/eas