Turbo Open End | Short | DAX ® | 10.272,0069

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Die Knock-out-Barriere entspricht stets dem Basispreis. Der Basispreis ist nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung des Basispreises werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert des Basispreises ist der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung des Index am ersten planmäßigen Handelstag (des Index) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt.

Bei Turbos sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Turbos gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Index-Standes können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten des Index sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

03.04.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schwächelt nach US-Jobdaten
FRANKFURT (dpa-AFX) - Erneut haben die US-Börsen am Freitag dem Dax die Richtung vorgegeben. Verheerende Arbeitsmarktdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft für den Monat März beunruhigten. Nach einem zunächst unsteten Auf und Ab ging der deutsche Leitindex letztlich mit einem Abschlag von 0,47 Prozent auf 9525,77 Punkte aus dem Handel. Im Wochenverlauf hat er damit um etwas mehr als 1 Prozent nachgegeben. Seit seinem Absturz im Februar beläuft sich der Verlust auf 30 Prozent. Der MDax für mittelgroße Unternehmen fiel am Freitag um 0,70 Prozent auf 20 345,74 Punkte. Der EuroStoxx 50 verbuchte ein Minus von 0,95 Prozent auf 2662,99 Punkte und auch in Paris und London ging es abwärts. In den USA sank der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um knapp 2 Prozent. "Der US-Arbeitsmarkt stand im März bereits unter dem Eindruck der Corona-Pandemie und dem Lockdown der Volkswirtschaft", schrieb Analyst Ralf Umlauf von der Helaba. "Es ist der erste und sehr deutliche monatliche Stellenverlust seit 2010." Und die Lage wird sich weiter verschärfen, da der Stichtag für den aktuellen Bericht der 12. März ist. Daten nach diesem Tag sind somit noch nicht erfasst. Vier Monate nachdem sich das neuartige Coronavirus von China ausgehend weltweit verbreitete, sind mittlerweile mehr als eine Million Menschen infiziert und mehr als 55 000 gestorben. Zum Schutz von Menschenleben wurden drastische Maßnahmen ergriffen, die die Volkswirtschaften zahlreicher Länder nahezu zum Erliegen gebracht haben. Damit wachsen Rezessionssorgen. Die in den USA etwa von 3,5 auf nun 4,4 Prozent gestiegene Arbeitslosenquote im März gilt noch als gering. Der "Hammer" dürfte mit dem April-Bericht kommen, so die allgemeine Erwartung. Da weiter unklar ist, wann sich das öffentliche Leben wieder normalisieren wird, verabschieden sich zunehmend mehr Unternehmen von ihren Jahreszielen. Dazu gehören nun auch der Konsumgüterkonzern Beiersdorf, der Einkaufszentren-Investor Deutsche Euroshop und der Medienkonzern RTL. Beim Nivea-Hersteller Beiersdorf sanken die Erlöse im ersten Quartal bereits, was Anleger allerdings kaum verschreckte. Konsumgüterhersteller gelten als weniger krisenanfällig. Die Aktie schloss mit plus 0,1 Prozent kaum verändert, während es etwa für den Triebwerksbauer MTU weiter deutlich abwärts ging. Dessen Aktie büßte am Index-Ende nach dem jüngsten Stabilisierungsversuch weitere 5,7 Prozent ein. Seit Ausbruch der Virus-Panik und der Talfahrt an den Börsen hat die Aktie knapp 60 Prozent verloren Nach dem Abschied des TV-Konzerns RTL von seinem Ausblick und der gestrichenen Dividende ging es für dessen Papiere im MDax um 5,6 Prozent abwärts. RTL erwartet in den kommenden Monaten Stornierungen für Werbebuchungen und Verschiebungen von Produktionen. Das belastete auch die Aktien der Konkurrentin ProSiebenSat.1, die um 2,8 Prozent nachgaben. Deutsche Euroshop büßten im SDax 1,9 Prozent ein. Die Anteile der Deutschen Pfandbriefbank verloren nach gestrichener Dividende 3,4 Prozent. Abwärts ging es auch für die Papiere der beiden Sportartikelhersteller Adidas und Puma mit 4,7 Prozent beziehungsweise 7,2 Prozent. Adidas benötigt wegen der Corona-Krise frische Liquidität. Puma kündigte derweil eine Aussetzung der Dividende an. Zudem wird der Vorstand zunächst im April auf seine Gehälter verzichten. Dagegen will der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall die volle Dividende zahlen. Die Anleger freute es: Der Aktienkurs stieg um 2,7 Prozent. Im SDax war erneut das Papier des Online-Arzneimittelhändlers Shop Apotheke Spitzenreiter mit plus 8,2 Prozent. Das Unternehmen profitiert in der Krise von hohen Bestellungen und wird für das Jahr etwas zuversichtlicher. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,41 Prozent am Vortag auf minus 0,45 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 144,80 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,20 Prozent auf 172,14 Zähler zu. Der Euro wurde am frühen Abend mit 1,0787 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0785 (Donnerstag: 1,0906) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9272 (0,9169) Euro./ck/he --- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
03.04.2020 Quelle: dpa
GESAMT-ROUNDUP: Corona-Gegenmaßnahmen zeigen Wirkung
BERLIN (dpa-AFX) - Wissenschaftler beobachten erste Erfolge der verhängten Kontaktbeschränkungen, mit denen die Corona-Pandemie in den Griff bekommen werden soll. Für eine Lockerung der Maßnahmen ist es aber noch zu früh, wie der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Freitag erläuterte. Dies bekräftigte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer wöchentlichen Videobotschaft: "Ich würde absolut unverantwortlich handeln, wenn ich Ihnen heute einfach einen konkreten Tag nennen würde, an dem die Maßnahmen aufgehoben, zumindest aber gelockert werden könnten, dieses Versprechen dann aber nicht einhalten könnte, weil die Infektionszahlen es nicht zulassen." Merkel nahm am Freitag ihre Arbeit im Kanzleramt wieder auf - zwei Wochen nach einem Kontakt mit einem Arzt, bei dem später eine Corona-Infektion festgestellt worden war. In der Quarantäne regierte die Kanzlerin aus dem Homeoffice. MAßNAHMEN GEGEN CORONAWIRKUNG ZEIGEN WIRKUNG Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zeigen nach Beobachtung des Robert Koch-Instituts in Deutschland messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. In den vergangenen Wochen habe der Wert bei fünf, manchmal sogar bei sieben Menschen gelegen. Ein Grund zur Entwarnung sei die Entwicklung noch nicht: Erst, wenn ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen Menschen anstecke, lasse die Epidemie langsam nach. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht für sein Land einen leicht positiven Trend bei den Neuinfektionen, wie er am Freitag deutlich machte. Bayern ist das Land mit den meisten Corona-Fällen. MERKEL VERLÄSST QUARANTÄNE - "GANZ ANDERE OSTERN" Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag nach zwölf Tagen Corona-Quarantäne ins Kanzleramt zurückgekehrt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, sie habe ihre Geschäfte wieder persönlich in der Regierungszentrale aufgenommen. Selbstverständlich würden dort die bestehenden Abstandsregelungen beachtet. Gespräche mit anderen Regierungschefs führe sie per Telefon oder per Videoschalte. Merkel hatte drei Corona-Tests machen lassen, die alle drei negativ waren. In ihrem ausnahmsweise schon am Freitag veröffentlichten Video-Podcast forderte sie die Bürger erneut auf, auch an Ostern zuhause zu bleiben: "Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor." FAST 84 000 INFEKTIONEN UND 1100 TOTE IN DEUTSCHLAND In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 83 700 Infektionen (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 77 500) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 1103 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 950) mit Sars-CoV-2 Infizierte starben den Angaben zufolge bislang bundesweit. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 20 900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 327 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 18 500 Fällen und mindestens 224 Toten. REGIERUNG PLANT WEITERES GROßES HILFSPROGRAMM Die Bundesregierung plant in der Corona-Krise ein zusätzliches riesiges Programm, um im Mittelstand eine Pleitewelle zu verhindern. Es geht um Verbesserungen bei Laufzeiten und Haftungsfreistellung für Kredite, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Im Gespräch ist demnach, Kredite für mittelständische Firmen für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abzusichern. Die Höchstgrenze könnte bei 500 000 Euro pro Firma liegen. Der Staat könnte dafür Garantien in einem Gesamtvolumen von bis zu 300 Milliarden Euro übernehmen. Die EU-Kommission müsse noch zustimmen. ENTSCHEIDUNG ÜBER STAATSHILFEN FÜR Lufthansa STEHT BEVOR 23 Jahre nach dem Verkauf der letzten Lufthansa-Aktien durch den Bund steigt der Staat infolge der Corona-Krise möglicherweise wieder bei dem Dax-Konzern ein. Dieser ist wegen der massiven Flugabsagen in Schwierigkeiten geraten. Die Gespräche seien schon weit fortgeschritten und sollen möglicherweise bereits in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen. Der Konzern bestätigte Verhandlungen über verschiedene Beteiligungsformen des Staates. PAKETMENGEN WIE IN VORWEIHNACHTSZEIT Der Paket-Dienstleister DHL meldet nach einigen Wochen Corona-Krise steigende Paketzahlen. Man sehe nun "eine täglich steigende Zahl von Sendungen, deren Menge mittlerweile sehr spürbar über der des Vorjahres zu dieser Zeit liegt", sagte ein Post-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Über Ostern werde die Menge voraussichtlich weiter steigen. Post-&-Paket-Vorstand Tobias Meyer sprach von einem "sehr plötzlichen Anstieg auf nunmehr schon Vorweihnachtsniveau pro Tag". Es könne dadurch auch vereinzelt zu Verzögerungen kommen, etwa bei Abholungen. ARBEITSLOSIGKEIT IN DEN USA STEIGT DEUTLICH Die Arbeitslosenquote in den USA ist infolge der Corona-Krise stark angestiegen - von 3,5 Prozent im Februar auf 4,4 Prozent im März. Das teilte die US-Regierung mit. Die Zahl der Beschäftigten sank demnach um 700 000. Betroffen ist vor allem das Hotel- und Gastgewerbe, allein dort fielen 460 000 Stellen weg. Aufgrund einer verzögerten Erhebung der Statistik ist die jüngste Zuspitzung am US-Arbeitsmarkt in den Daten jedoch nicht voll widergegeben: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind seit Mitte März auf rund 10 Millionen in die Höhe geschnellt. Experten gehen davon aus, dass die Arbeitslosenquote daher eigentlich bereits bei 10 Prozent oder darüber liegen könnte. BUNDESLIGA FÄHRT TRAINING LANGSAM WIEDER HOCH Die Saison in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga ist zwar mindestens noch bis zum 30. April ausgesetzt, dennoch fahren viele Vereine ihre Vorbereitungen für den Wiederbeginn des Spielbetriebs langsam hoch. Im Oberhaus wurde am Freitag bei immerhin sieben Clubs schon wieder trainiert, nur elf Vereine ließen die Spieler noch zu Hause individuell an ihrer Fitness arbeiten. Am Sonntag endet die von der Deutschen Fußball Liga empfohlene Trainingspause. Pech hat Werder Bremen: Die Landesregierung lehnte den Antrag ab, ab dem kommenden Montag in Kleingruppen wieder auf zwei Plätzen trainieren zu dürfen. CORONA LÄHMT DREHARBEITEN ZUM JUBILÄUMS-"TATORT" Wegen der Corona-Pandemie liegen die Dreharbeiten für eine Reihe von "Tatort"-Krimis auf Eis. Betroffen ist auch der für dieses Jahr vorgesehene Jubiläums-Fall zum 50. Geburtstag der Reihe. Es ist eine Doppel-Episode der TV-Ermittler aus München und Dortmund. Der Dreh des zweiten Teils des Jubiläums-"Tatorts" mit dem Titel "In der Familie" ruhe aufgrund der aktuellen Beschränkungen bis auf Weiteres, teilte der Westdeutsche Rundfunk auf Anfrage mit. Der Bayerische Rundfunk verwies ergänzend auf "Pläne, wie die Sendeplanung zum Jubiläum noch gehalten werden könnte". Die Ausstrahlung war zu Beginn der Dreharbeiten für den Herbst 2020 angekündigt worden. AUFRUF ZUM "CORONA-RAVE" KOMMT TEUER ZU STEHEN Der Aufruf eines Mannes in Karlsruhe zu einem "Corona-Rave" wird teuer. Die Polizei kündigte am Freitag an, dem 29-Jährigen die Kosten des Polizeieinsatzes in Rechnung zu stellen. Der Mann hatte in der vergangenen Woche über ein soziales Netzwerk zu dem Treffen auf einem Skaterplatz eingeladen. Rund 20 Personen hätten ihre Teilnahme zugesagt. Die Polizei habe einen Hinweis erhalten, die Skaterbahn mit mehreren Beamten überwacht und die Feier verhindert. Dem Initiator werden nach der Gebührenverordnung jetzt mehrere Hundert Euro in Rechnung gestellt./sk/DP/fba
03.04.2020 Quelle: dpa
WOCHENAUSBLICK: Dax bleibt auch vor Ostern fest im Griff der Corona-Krise
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Coronavirus-Krise wird auch in der verkürzten Vorosterwoche den deutschen Aktienmarkt fest im Griff haben. Während in China allmählich wieder Normalität einkehrt und auch in Europa die Zahl der Neuinfektionen abzunehmen scheint, verschärft sich zugleich die Lage in der weltgrößten Volkswirtschaft, den USA. Das verunsichert und lässt weitere stärkere Schwankungen an den Börsen allgemein und damit auch am deutschen Aktienmarkt erwarten. Auch ein weiterer Ausverkauf gilt als möglich, denn bislang kann keiner das genaue Ausmaß abschätzen, das die virusbedingten Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben auf die Wirtschaft haben. Zudem ist ungewiss, wie lange sie aufrecht erhalten werden müssen. Daher rücken Konjunkturdaten - vor allem jene ab März - verstärkt in den Fokus. Unternehmensseitig dürften außerdem noch mehr Jahresziele zurückgenommen, Dividenden gestrichen und Aktienrückkaufprogramme ausgesetzt werden. "Die Lage an den Aktienmärkten hat sich zuletzt zwar etwas beruhigt, dabei handelt es sich vermutlich aber lediglich um eine Zwischenerholung", schreibt Analyst Markus Reinwand von der Helaba. Er sieht typische Merkmale einer "Bärenmarkt-Rally", in der auf einen starken Absturz zwischenzeitlich deutliche Erholungsbewegungen folgen, bevor es zu weiteren Kurseinbrüche kommt. Aktienstratege Uwe Streich von der LBBW geht ebenfalls davon aus, "dass die Märkte ihren Boden noch nicht ganz gefunden haben". Marktexperte Jochen Stanzl von CMC Markets hält sogar "panikartige Zustände" wie in den ersten beiden März-Wochen "zeitnah für denkbar", während Robert Halver von der Baader Bank optimistischer ist. Der von der Finanznachrichten-Website CNN Business ermittelte Angst & Gier-Index signalisiere nachlassende extreme Angst. "Emotional scheint das Schlimmste hinter uns zu liegen", folgert Halver daher und hofft, dass den Börsen die zweite Verkaufswelle erspart bleibt. Während der Dax noch Mitte Februar bei knapp unter 13 800 Punkten auf ein Rekordhoch gestiegen war, hatte - ausgelöst durch die Corona-Pandemie - bald darauf eine rasante Talfahrt eingesetzt. In einer jähen Abwärtsbewegung war der deutsche Leitindex bis Mitte März um 40 Prozent in Richtung 8200 Punkte abgestützt . Seither versucht er sich an einer Erholung und hat - ausgehend von seinem Tief bei 8255 Punkten - bislang wieder rund 15 Prozent gut gemacht. Mit Hochspannung wird in der neuen Woche nun auf die Wirtschaftsdaten geschaut, auch wenn die Agenda recht dünn ist. "Die Auftragseingänge für die deutsche Industrie im Februar dürften die ersten Auswirkungen der Corona-Krise auf die deutsche Wirtschaft zeigen", erwartet Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank und verweist auf die schwächere Nachfrage aus China. Diese Daten werden am Montag veröffentlicht. Die am Dienstag anstehenden Daten zur Produktion in Deutschland dürften dagegen weniger interessieren. Hier sollte die geringere Nachfrage im Februar noch nicht durchgeschlagen haben. Dagegen dürfte die ebenfalls für Dienstag geplante Telefonkonferenz der EU-Finanzminister Aufmerksamkeit binden, denn da wird es um gemeinsame europäische Anstrengungen zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise gehen. Die Gespräche dürften sich vor allem um Alternativen zu den von Frankreich, Italien und Spanien ins Spiel gebrachten Corona-Bonds drehen. "Die Sorge, dass die Pandemie eine zweite Euro-Krise auslösen könnte, ist keineswegs mehr nur noch eine Außenseiter-Meinung", warnt LBBW-Experte Streich. Abgesehen vom Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses der US-Notenbank am Mittwochabend, das nach neuen Hinweisen zur US-Wirtschaftslage durchforstet werden dürfte, stehen am Donnerstag neue Daten zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auf der Agenda. Im Zuge der Viruskrise verlieren inzwischen jede Woche Millionen Menschen in den USA ihren Job. Allein in den letzten beiden März-Wochen wurden insgesamt fast 10 Millionen Unterstützungsanträge gestellt. Da zugleich die Virus-Krise in der weltgrößten Volkswirtschaft ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat, dürfte die Lage im April noch deutlich gravierender werden. Und so stellen sich zunehmend mehr Marktexperten inzwischen auch darauf ein, dass die Wirtschaftserholung weltweit, nicht wie zunächst erhofft V-förmig verlaufen dürfte, sondern eher langsamer, wie ein U. "Dies liegt vor allem daran, dass die globalen Absatzmärkte zeitversetzt betroffen sind", argumentiert Finanzchef Daniel Schär von der Weberbank. Während sich in China die Lage stabilisiert und die Industrie wieder produziert, sind die Märkte in Europa nahezu geschlossen und nun auch in den USA. Immer mehr Unternehmen sehen sich angesichts dieses allgemeinen "Shut Downs" daher gezwungen, ihre Ausblicke ad acta zu legen und etwaige Aktienrückkäufe zu stoppen, so wie zuletzt etwa Munich Re. Zunehmend wird auch die Dividende gestrichen. Nach den Dax-Konzernen stehen hier auch verstärkt mittlere und kleinere Unternehmen aus MDax und SDax im Blick. Mindestens 14 Unternehmen aus diesen beiden Indizes hätten bereits den Rotstift bei den Ausschüttungen angesetzt, hat Analyst Markus Wallner ermittelt. Weitere dürften folgen, so wahrscheinlich Grenke, Ado Properties, Jenoptik oder Salzgitter, erwartet er. "Je länger wegen des Virus die Produktion stillstehen und die Nachfrage schwach sein wird, umso mehr Unternehmen des mittleren Segments wie Dürr, K+S oder Bilfinger sollten folgen, um benötigte Liquidität im Unternehmen zu halten", schreibt er. Welche Überraschungen der Verpackungsspezialist Gerresheimer am Gründonnerstag bereit hält, wird sich zeigen. Das erste Quartal, über das das Unternehmen berichten wird, sollte indes noch keine Auswirkungen der Corona-Krise zeigen, erwarten Analysten./ck/jsl/he --- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---