Faktor-Zertifikat | 4,00 | Short | Telefonica Deutschland

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  • WKN: MC5G4B
  • ISIN: DE000MC5G4B4
  • Faktor-Zertifikat
Produkt wurde angepasst - neue Werte: Bezugsverhältnis 5,99633, Basispreis 3,3338 EUR, Reset Barriere 3,20 EUR

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Basiswert

2,68 EUR

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Telefonica Deutschland hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Telefonica Deutschland hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
21.05.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 3,48 EUR
  • 3,34 EUR
  • 6,21
  • 3,29 EUR
  • 3,15 EUR
  • 6,46

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

20.05.2020 Quelle: dpa
DGAP-News: Telefónica Deutschland Holding AG: Virtuelle Hauptversammlung der Telefónica Deutschland beschließt die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 506 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2019 (deutsch)
Telefónica Deutschland Holding AG: Virtuelle Hauptversammlung der Telefónica Deutschland beschließt die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 506 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2019 ^ DGAP-News: Telefónica Deutschland Holding AG / Schlagwort(e): Hauptversammlung/Dividende Telefónica Deutschland Holding AG: Virtuelle Hauptversammlung der Telefónica Deutschland beschließt die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 506 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2019 20.05.2020 / 14:10 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- München, 20. Mai 2020 Virtuelle Hauptversammlung der Telefónica Deutschland beschließt die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 506 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2019 Telefónica Deutschland hat heute die erste virtuelle Hauptversammlung (HV) des Unternehmens gemäß COVID-19 Auswirkungsbekämpfungsgesetz ohne physische Präsenz der Aktionäre oder deren Bevollmächtigten per Webcast erfolgreich abgehalten. Trotz der COVID-19 Pandemie konnten die Aktionäre ihre Fragen im Vorfeld der HV in schriftlicher Form an das Unternehmen richten und im Anschluss daran über wichtige Themen wie die Aufsichtsratswahl und die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 entscheiden. Der Vorstandsvorsitzende, Markus Haas, und Finanzvorstand, Markus Rolle, informierten aus der Unternehmenszentrale in München über die gute operative und finanzielle Entwicklung des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr und legten dar, wie sie in den kommenden Jahren investieren und profitables Umsatzwachstum erzielen wollen. Die Anteilseigner konnten sich über Webcast per PC, Tablet oder Smartphone dazuschalten. Die Anteilseigner beschlossen auf der virtuellen HV mit 98,92% der Stimmen des anwesenden Kapitals eine Dividende in Höhe von 0,17 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2019. Das entspricht einer Ausschüttung von 506 Mio. Euro. Die Aktionäre stimmten zudem mit großer Mehrheit für die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 und für die weitere Bestellung von PricewaterhouseCoopers GmbH als Abschlussprüfer. Außerdem wurde Peter Löscher ebenfalls mit großer Mehrheit als Vertreter der Anteileigner in den Aufsichtsrat gewählt. Die virtuelle Präsenz der Aktionäre auf der HV lag bei 87%. Trotz des virtuellen Formats nahmen damit fast so viele Aktionäre teil wie bei vergangenen Präsenzhauptversammlungen des Unternehmens. Weitere Informationen: Telefónica Deutschland Investor Relations Georg-Brauchle-Ring 50 D-80992 München t +49 (0)89 2442-1010 f +49 (0)89 2442-2000 e ir-deutschland@telefonica.com --------------------------------------------------------------------------- 20.05.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Unternehmen: Telefónica Deutschland Holding AG Georg-Brauchle-Ring 50 80992 München Deutschland Telefon: +49 (0)89 24 42 0 Internet: www.telefonica.de ISIN: DE000A1J5RX9 WKN: A1J5RX Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Tradegate Exchange EQS News ID: 1052159 MDAX TecDAX Ende der Mitteilung DGAP News-Service --------------------------------------------------------------------------- 1052159 20.05.2020 °
20.05.2020 Quelle: dpa
Telefonica Deutschland stellt Funkmasten-Verkauf in nächsten Wochen in Aussicht
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Mobilfunker Telefonica Deutschland peilt den geplanten Verkauf eines Großteils seiner Funkmasten in den kommenden Wochen an. "Ich bin zuversichtlich, in den nächsten Wochen zu einer finalen Entscheidung in der sehr komplexen Transaktion zu kommen", sagte Vorstandschef Markus Haas am Mittwoch in München laut Redetext zur Hauptversammlung. Das MDax-Unternehmen hatte die Prüfung des Verkaufs im September angekündigt. Dabei geht es um einen großen Teil der fast 19 000 Dachstandorte und der dort montierten sogenannten passiven Infrastruktur - die Sendeanlagen selbst sind davon nicht betroffen. Die Funkmastenstandorte würden nach Angaben aus dem September an die Infrastrukturtochter Telxius der spanischen Konzernmutter Telefonica gehen. "Diese passive Infrastruktur abseits der eigentlichen Funktechnik bindet enorm viel Kapital", sagte Haas. Der O2-Anbieter will in den kommenden Jahren mehr Geld in sein Netz stecken, um die Kundenzufriedenheit zu stärken und die 5G-Technik aufzubauen. "Hohe Investitionen in Masten und Stellflächen für Mobilfunkantennen werden nicht mehr zum limitierenden Faktor der Netzqualität", sagte Haas. Bereits im April 2016 hatte Telefonica Deutschland 2350 freistehende Mobilfunkmasten an Telxius abgegeben und damit knapp 590 Millionen Euro erlöst. Funktürme und Mobilfunkstandorte gelten als attraktives Investment für Investoren, die an einer stabilen Rendite aus den Standortmieten interessiert sind, so zum Beispiel Versicherer. Mobilfunkriese Vodafone will seine europäische Funkturmsparte Anfang 2021 an die Börse bringen. Die Deutsche Telekom hat ihre Funktürme schon vor Jahren in eine eigene Gesellschaft ausgelagert, ist aber noch alleinige Besitzerin./men/jha/
19.05.2020 Quelle: dpa
Provider bekräftigen zum LTE-Jubiläum ihre Ausbaupläne
BERLIN (dpa-AFX) ­ Zum zehnten Jahrestag der Versteigerung der LTE-Mobilfunkfrequenzen im Mai 2010 in Deutschland haben die Mobilfunkprovider ihre Ausbaupläne konkretisiert. In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur räumte der Chef von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter ein, dass das Netz in Deutschland "noch nicht perfekt" ist. "Wir müssen immer noch besser werden. Wir haben uns schon massiv verbessert." In Deutschland sei derzeit die Dynamik der Verbesserung unter den vergleichbaren Ländern am stärksten. "Wir bauen massiv aus. Wir haben heute mehr als 21000 LTE-Stationen im Netz." Alleine im Jahr 2019 habe Vodafone 8000 LTE-Bauprojekte gestemmt. "Wir haben in diesem Jahr bereits wieder 3000 Bauprojekte geschafft. Und es folgen weitere 6000 bis Ende des Geschäftsjahres." Die Telekom erklärte, ihr LTE-Netz erreiche bereits mehr als 98 Prozent der Haushalte bundesweit. Somit habe die Telekom die Lizenzauflagen der Bundesnetzagentur erfüllt. In einigen Gebieten Deutschlands, aber auch entlang von Bundesautobahnen oder Eisenbahnhauptverkehrsstrecken, gebe es weiterhin Versorgungslücken. "Hier versuchen wir teilweise schon sehr lange die entsprechenden Genehmigungen für den Bau von Mobilfunkanlagen zu erhalten, bekommen sie aber nicht, weil bauliche, rechtliche oder privatrechtliche Regelungen dem entgegenstehen." Um die Versorgung weiter zu verbessern, errichte die Telekom jährlich rund 2 000 neue Sendemasten in Deutschland, auch in diesem Jahr. Telefónica kündigte an, noch in diesem Jahr mindestens 7600 Mobilfunkstandorte zu errichten oder auszubauen, die nach Berechnungen der Bundesnetzagentur notwendig sind, um die Auflagen zu erfüllen. Damit werde neben der LTE-Verdichtung in den urbanen Gebieten auch die LTE-Versorgung auf dem Land weiter gestärkt. Die ersten LTE-Frequenzen wurden am 20. Mai 2010 für knapp 4,4 Milliarden Euro an die Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus versteigert./chd/DP/stk
09.05.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Unionsfraktionsvize nennt IT-Sicherheitsgesetz-Entwurf Momentaufnahme
BERLIN (dpa-AFX) - Die Spitze der Unionsfraktion pocht darauf, dass mit dem neuen IT-Sicherheitsgesetz die Einflussnahme eines fremden Staates wie China auf die Infrastruktur des superschnellen 5G-Mobilfunknetzes ausgeschlossen wird. Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Für uns ist entscheidend, dass vertrauenswürdig nur solche Ausrüster sein können, die einen klar definierten Sicherheitskatalog nachprüfbar erfüllen." Dieser Katalog müsse beinhalten, "dass eine Einflussnahme durch einen fremden Staat auf unsere 5G-Infrastruktur ausgeschlossen ist". In dem Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums wird der umstrittene chinesische Telekomausrüster Huawei nicht ausdrücklich genannt. Das Ministerium hatte den Entwurf für das "Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme" am Donnerstagabend zur Ressortabstimmung an die betroffenen Ministerien von Union und SPD verschickt. Das mehr als 100 Seiten starke Papier liegt der dpa vor. Wegen Verzögerungen - auch durch die Corona-Krise - und Fristen auf europäischer Ebene wird eine Verabschiedung durch den Bundestag erst nach der Sommerpause möglich sein. Frei sagte, es sei gut, dass der Abstimmungsprozess über den Entwurf endlich beginne. "Die Bundesregierung hat die Geduld des Parlaments in dieser Frage auf das Äußerste strapaziert", kritisierte er und ergänzte: "Der Gesetzentwurf wird sicherlich im weiteren Verfahren noch eine Reihe von Änderungen erfahren und ist damit eine Momentaufnahme." Das Parlament werde sich mit dem Gesetz dann befassen, wenn die gesamte Bundesregierung sich auf einen Entwurf verständigt und diesen im Kabinett beschlossen habe. Die Unionsfraktion habe ihre Erwartungen bereits Anfang Februar klar formuliert, sagte Frei. Die CDU/CSU-Abgeordneten hatten damals ein Papier beschlossen, das hohe Sicherheitsstandards verlangt, Huawei aber nicht kategorisch ausschließt. Vor allem Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und das Wirtschaftsministerium wollten verhindern, dass der chinesische Anbieter von vornherein ausgeschlossen wird. Es wurde erwartet, dass es schon in der Sitzung der Unionsfraktion an diesem Dienstag eine Debatte über die Details des Gesetzentwurfs geben wird. In dem Gesetzentwurf heißt es nun, kritische Komponenten dürften nur von Herstellern eingesetzt werden, die eine Garantieerklärung über ihre Vertrauenswürdigkeit gegenüber dem Betreiber der kritischen Infrastruktur abgegeben haben. Die Mindestanforderungen dafür sollen vom Innenministerium festgelegt werden. Um nationale Sicherheitsinteressen zu gewährleisten, kann das Innenministerium den Einsatz von Komponenten untersagen, "wenn der Hersteller der kritischen Komponente nicht vertrauenswürdig ist". Ob ein Ausrüster wie Huawei zum Zug kommt, dürfte damit maßgeblich von der Frage abhängen, wie das Innenministerium die Anforderungen an die Garantieerklärung gestaltet. Offen lässt der Gesetzentwurf die kontrovers diskutierte Frage, welche Teile des Netzes als kritische Komponenten einzustufen sind. Ob dazu nur das 5G-Kernnetz oder auch wesentliche Teile des Zugangsnetzes gehören, soll demnach von der Bundesnetzagentur im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und dem Bundesbeauftragten für Datenschutz in einem Katalog von Sicherheitsanforderungen festgesetzt werden. Huawei ist einer der führenden Ausrüster von Mobilfunknetzen und der zweitgrößte Smartphone-Anbieter weltweit. Bei der Sicherheitsdebatte spielen die Smartphones quasi keine Rolle, es geht vor allem um die Infrastruktur. Kritiker fürchten, die chinesische Regierung könnte durch die Einbindung von Huawei in das deutsche 5G-Netz Einfluss auf kritische Infrastruktur der Bundesrepublik nehmen. Mobilfunkprovidern in Deutschland würde es schwerfallen, beim Start in die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) komplett auf Technik von Huawei zu verzichten, da sie bei ihren LTE-Netzen (4G) dessen Geräte verwenden. Zwischen 4G und 5G wird es einen fließenden Übergang geben, keine komplette Neuinstallation. Das Unternehmen weist alle Spionagevorwürfe zurück./bk/DP/zb
09.05.2020 Quelle: dpa
Unionsfraktionsvize nennt IT-Sicherheitsgesetz-Entwurf Momentaufnahme
BERLIN (dpa-AFX) - Die Spitze der Unionsfraktion pocht darauf, dass mit dem neuen IT-Sicherheitsgesetz die Einflussnahme eines fremden Staates wie China auf die Infrastruktur des superschnellen 5G-Mobilfunknetzes ausgeschlossen wird. Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Für uns ist entscheidend, dass vertrauenswürdig nur solche Ausrüster sein können, die einen klar definierten Sicherheitskatalog nachprüfbar erfüllen." Dieser Katalog müsse beinhalten, "dass eine Einflussnahme durch einen fremden Staat auf unsere 5G-Infrastruktur ausgeschlossen ist". In dem Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums wird der umstrittene chinesische Telekomausrüsters Huawei nicht ausdrücklich genannt. Das Ministerium hatte den Entwurf für das "Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme" am Donnerstagabend zur Ressortabstimmung an die betroffenen Ministerien von Union und SPD verschickt. Das mehr als 100 Seiten starke Papier liegt der dpa vor. Wegen Verzögerungen - auch durch die Corona-Krise - und Fristen auf europäischer Ebene wird eine Verabschiedung durch den Bundestag erst nach der Sommerpause möglich sein. Frei sagte, es sei gut, dass der Abstimmungsprozess über den Entwurf endlich beginne. "Die Bundesregierung hat die Geduld des Parlaments in dieser Frage auf das Äußerste strapaziert", kritisierte er und ergänzte: "Der Gesetzentwurf wird sicherlich im weiteren Verfahren noch eine Reihe von Änderungen erfahren und ist damit eine Momentaufnahme."/bk/DP/zb