Optionsschein | Call | Philip Morris | 90,00 | 14.02.20

Print
  • WKN: MC5AWW
  • ISIN: DE000MC5AWW8
  • Optionsschein
Produkt ist verfallen - kein Handel mehr möglich

Verkaufen (Geld)

- EUR

14.02.2020 15:30:02

Kaufen (Brief)

- EUR

14.02.2020 15:30:02

Basiswert

81,97 USD

-1,69 % 28.02.2020 13:54:46

Wertentwicklung

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Call auf Philip Morris hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Endgültigem Aktien-Kurs abzüglich des Basispreises und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

24.02.2020 Quelle: dpa
Ranking: Deutschland bei Tabakkontrolle abgehängt
BERLIN (dpa-AFX) - Die europäischen Krebsgesellschaften haben Deutschland mit Blick auf die Tabakkontrolle ein Armutszeugnis ausgestellt. Die Bundesrepublik landete im Ranking von 36 Staaten auf dem letzten Platz, wenn es zum Beispiel um Rauch- und Werbeverbote oder Tabaksteuern geht. "In Deutschland passiert nicht mehr als das gesetzliche Minimum", sagte Ute Mons, Berichterstatterin für das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg. "Andere Länder haben inzwischen freiwillig viel mehr gemacht." Auch deshalb sei Deutschland nun erstmals auf den letzten Platz abgerutscht. Die "Europäische Tabakkontrollskala" basiert auf Maßnahmen, die Länder zur Verringerung des Rauchens in der Bevölkerung ergriffen haben. Die jüngste Ausgabe für 2019 zeigt auf der Europakarte zwei dunkelrote Flecken: Deutschland und die Schweiz. Die Schweiz erreicht 41, Deutschland nur 40 von 100 möglichen Punkten bei der Tabakkontrolle. Zum Vergleich: Sieger Großbritannien schafft 80 von 100 Punkten. "Wir sind zum Beispiel das letzte Land, dass Tabak-Außenwerbung auf Plakaten, Litfaßsäulen oder an Tankstellen erlaubt", sagte Mons. Österreich, das früher zu den Schlusslichtern zählte, habe sich auf Platz 20 vorgearbeitet - zum Beispiel durch ein konsequentes Rauchverbot in Gaststätten. In Deutschland gebe es dagegen immer noch einen Flickenteppich von Rauchverboten in den einzelnen Bundesländern. Nach Mons' Angaben gibt die Tabakindustrie in Deutschland pro Jahr rund 200 Milliarden Euro für Werbung aus. Andere Länder ließen Außenwerbung und Promotion wie auf Festivals dagegen nicht mehr zu. Manchmal seien auch Zigarettenschachteln in einheitlich grauer oder brauner Farbe vorgeschrieben - samt Warnhinweisen. Sichtbar seien die Packungen in Läden auch nicht, Kunden müssten danach fragen. Seit 2006 quantifizieren die europäischen Krebsgesellschaften alle drei Jahre insgesamt sechs Maßnahmen, die im Kampf gegen Tabakkonsum als wirksam eingestuft werden. Dazu zählen Tabaksteuererhöhungen, Rauchverbote, Aufklärungskampagnen, ein umfassendes Tabakwerbeverbot, Warnhinweise auf Tabakverpackungen und Unterstützung beim Rauchstopp. Die Deutsche Krebshilfe fordert als Konsequenz für Deutschland eine Vereinheitlichung des Nichtraucherschutzes in allen öffentlichen Räumen und Arbeitsstätten sowie kontinuierliche und spürbare Steuererhöhungen auf herkömmliche Tabakprodukte - aber auch auf Tabakerhitzer und E-Zigaretten. Darüber hinaus dringt das Aktionsbündnis Nichtraucher auf ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte und E-Zigaretten. Nach Angaben der Deutsche Krebshilfe sterben in Deutschland jedes Jahr rund 121 000 Menschen an Erkrankungen, die durch das Rauchen verursacht werden. Dazu zählen insbesondere Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie zahlreiche Krebsarten. Rund ein Drittel aller Krebserkrankungen gingen auf das Konto von Tabakrauch. Bei Organen, die direkt mit dem Rauch in Berührung kommen, wie Mundhöhle, Kehlkopf und Lunge, seien es bis zu 90 Prozent. Rauchen zählt für die Krebshilfe damit zu den größten vermeidbaren Krebsrisikofaktoren./vl/DP/zb
02.01.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Expertinnen fordern Aus für Zigarettenkonsum auf Rücken von Kindern
HEIDELBERG/BERLIN (dpa-AFX) - Der Konsum von Tabakerzeugnissen ist bekanntlich vor allem für junge Menschen gesundheitsschädlich - aber auch unter der Produktion können Kinder und Jugendliche enorm leiden. Auf die gefährliche Kinderarbeit im globalen Süden machen das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Projekt Unfairtobacco aufmerksam. "Die Tabakindustrie ist in der Pflicht für sichere und faire Arbeitsbedingungen zu sorgen und Kinderarbeit zu verhindern", sagt Ute Mons vom DKFZ in Heidelberg der Deutsche Presse-Agentur. Die Kindernothilfe pflichtet bei: "Zu oft steht Kinderarbeit am Anfang einer jeden Zigarette, die hier in Deutschland geraucht wird", betont Kinderrechtsexpertin Anne Jacob. Davor verschließe die Branche die Augen. Sie verweist auf Schätzungen, dass weltweit 1,3 Millionen Minderjährige für die Tabakindustrie schuften. Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) verweist auf Erfolge einer Stiftung gegen Kinderarbeit. Am stärksten betroffen sind laut den Expertinnen Malawi, Sambia, Tansania, Zimbabwe Argentinien, Brasilien, Indonesien, Vietnam, Kambodscha, aber auch die USA. Der Tabak wird in kleinbäuerlichen Betrieben angebaut. Diese erhalten etwa 1,30 bis 3 Dollar (1,2 - 2,7 Euro) pro Kilo. "Dieser lächerlich geringe Preis steht in krassem Gegensatz zu den Gewinnen der von wenigen Großkonzernen dominierten Tabakindustrie", sagt Sonja von Eichborn von Unfairtobacco, einem Projekt der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt und Entwicklung. Oft kämen die Familien nur über die Runden, wenn sie ihre Kinder mitarbeiten lassen, anstatt fremde Arbeiter zu bezahlen. Das hat nicht nur Folgen für den Schulbesuch, sondern auch für die Gesundheit der Kinder. "Man muss wissen, dass Tabakanbau Handarbeit ist, weltweit sind 17 Millionen Menschen damit beschäftigt", sagt von Eichborn. Beim Anbau sind ihr zufolge Kinder Pestiziden ausgesetzt, sie arbeiten mit scharfen Werkzeugen und nehmen Nikotin durch die Haut auf. "Das führt zu einer Tabakvergiftung mit den Folgen von Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen", erläutert DKFZ-Frau Mons. In Deutschland spielt der Tabakanbau nach dem Wegfall von EU-Subventionen 2009 kaum noch eine Rolle. Das Land gehört aber mit 109,8 Milliarden ausgeführten Zigaretten (2018) zu den größten Exporteuren der Welt und ist Standort einer der größten Anbieter von Maschinen für die Zigarettenproduktion. Bei der Trocknung der Tabakblätter sind die Kinder Qualm und Rauch aus den Öfen ausgesetzt, bei der Sortierung den Tabakstäuben. Dies führt zu Atemwegserkrankungen. Laut Unfairtobacco handelt es sich damit nach den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation um eine der schlimmsten Formen der Kinderarbeit. Der Zigarettenverband ist sich der Problematik durchaus bewusst. Kinderarbeit sei im gesamten Landwirtschaftssektor in Entwicklungsländern zu finden, nicht nur im Tabakanbau. "Wir möchten nicht, dass Tabak unter diesen Bedingungen angebaut wird", betont Geschäftsführer Jan Mücke. Deshalb hätten global tätige Verbandsmitglieder mit anderen Partnern die Stiftung "Eliminating Child Labour in Tobacco Foundation (ECLT)" gegründet. Diese Stiftung gegen Kinderarbeit im Tabakanbau hat laut Mücke seit 2011 über 650 000 Kinder und ihre Familien erreicht. In sechs Ländern werde versucht, Kinder aus dem Tabakanbau in die Schule umzulenken. Bei Unfairtobacco findet das wenig Beifall. Von Eichborn: "Das führt nicht zu strukturellen Veränderungen im Tabakanbau und erfüllt nur das Maß, das man braucht, um gute Presse zu bekommen." Verbandsmann Mücke betont, es sei "internationaler Konsens", dass Kinderarbeit nicht durch eine einseitige Fokussierung auf einzelne Rohstoffe oder Lieferketten überwunden werden könne. Für nachhaltige Verbesserungen in den betroffenen Regionen sei ein umfassender von der Regierung über die Wirtschaft bis hin zu lokalen Gemeinschaften unterstützter Ansatz notwendig. Beide Expertinnen von DKFZ und Unfairtobacco sprechen sich hingegen für ein Lieferkettengesetz aus. Damit könnte die deutsche Zigarettenindustrie haftbar gemacht werden für Verstöße gegen Kinder- und Menschenrechte an jeder Station der Lieferkette, auch im Ausland. Entsprechende gesetzliche Rahmen gebe es bereits in den Niederlanden und Frankreich. Von freiwilligen Selbstverpflichtungen halten sie nichts. Die Firmen scheuten den Aufwand, für die einzelnen Teile ihrer Produkten Kinderarbeit auszuschließen./jug/DP/fba