Faktor-Zertifikat | 6,00 | Long | thyssenkrupp

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  • WKN: MC55UQ
  • ISIN: DE000MC55UQ4
  • Faktor-Zertifikat
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Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf thyssenkrupp hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

28.02.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 3: Thyssenkrupp trennt sich von Aufzügen - Neues Konzept erwartet
(Neu: Aussagen Telefonkonferenz, Aktienkurs) ESSEN (dpa-AFX) - Der in Finanznöten steckende Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp hat einen Käufer für seine Aufzugsparte gefunden. Mit den Milliarden von den Finanzinvestoren Advent, Cinven sowie dem Ruhrkonzern RAG-Stiftung will Thyssenkrupp nun seine Bilanz sanieren und dann dringend notwendigen Umbau mit einer Konzentration auf das Stahl- und Werkstoffgeschäft vorantreiben. Details zu den Plänen will Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz dabei wie bekannt im Mai vorstellen. Eine Sonderdividende für die Aktionäre wird es nicht geben. Thyssenkrupp hatte sich am Vorabend mit den beiden Finanzinvestoren sowie der RAG-Stiftung auf den Verkauf des Aufzuggeschäft für 17,2 Milliarden Euro geeinigt. Wird die Transaktion später als zum 30. Juni abgeschlossen, werde der Preis verzinst und erhöhe sich, erklärte Thyssenkrupp. Die Essener werden sich mit 1,25 Milliarden Euro an dem ertragreichen Geschäft rückbeteiligen und dabei einen "substanziellen Minderheitenanteil" übernehmen, erklärte die Käuferseite am Donnerstagabend. Der genaue Anteil hänge dabei noch von der Kapitalausstattung des neuen Aufzugsunternehmens ab, erklärte Thyssenkrupp-Finanzvorstand Johannes Dietsch in einer Telefonkonferenz am Freitag. Jedoch dürfte sich dieser in einer Größenordnung von 15 Prozent bewegen. Der Verkauf kam bei Analysten positiv an. Der Preis sei ordentlich und verschaffe dem Management Zeit, um den Industriekonzern neu zu formen, schrieb Analyst Christian Obst von der Baader Bank in einem ersten Kommentar. Auf dem Weg dahin sei der Verkauf aber der leichtere Teil der Entscheidungen gewesen. Nun stünden weitere an bezüglich des Portfolios und der Restrukturierung. Analyst Lars Brorson von der britischen Investmentbank Barclays sagte, der Deal sei nun doch schneller zustande gekommen und zudem zu besseren Konditionen als von ihm erwartet. Die Aktie konnte sich am Vormittag jedoch nur kurz gegen den schwachen Markt stemmen und rutschte nach Anfangsgewinnen knapp 6 Prozent ab. Die Käufer hätten sich zu weitreichenden Standort- und Beschäftigungsgarantien verpflichtet, hieß es von Thyssenkrupp. Der Unternehmenssitz bleibe in Deutschland, die Arbeitnehmermitbestimmung werde fortgeführt. Dabei wird das Aufzuggeschäft die Marke Thyssenkrupp für eine Übergangszeit führen. Danach werde das Käuferkonsortium eine neue Marke finden müssen. Advent, Cinven und RAG-Stiftung sind eigenen Angaben zufolge langfristig engagiert und wollen in den Ausbau des Bereichs investieren. Das Aufzuggeschäft sei ein attraktives Investment. Das Wachstum der Sparte soll beschleunigt werden. Dazu kündigte der für die deutschsprachige Region sowie die Schwellenländer verantwortliche Cinven-Partner Bruno Schick Investitionen an, etwa auch in Zukäufe oder auch Produktentwicklung. Das Konsortium sieht wegen des fragmentierten Marktes "attraktive Akquisitions- und Konsolidierungsmöglichkeiten". Merz sprach von einer "vorteilhaften Lösung" sowohl für Thyssenkrupp als auch für das Aufzuggeschäft selber. Sie sieht für Thyssenkrupp nun die Chance für einen "Neuanfang". Mit den Erlösen will die Managerin die Sanierung Thyssenkrupps finanzieren. So will der Konzern seine Schulden senken. Konkret ist geplant, die Pensionsverpflichtungen des Unternehmens zum Teil auszufinanzieren. Dazu soll neben Barmitteln auch die Rückbeteiligung am Aufzuggeschäft eingesetzt werden. Das bedeutet, dass die Aufzug-Beteiligung künftig vom Pensionsfonds gehalten werden wird. Nach dem Vollzug werde die Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt. Thyssenkrupp strebe mittelfristig eine Bonitätsbewertung im Investment-Grade-Bereich an und wolle wieder dividendenfähig werden, erklärte Dietsch. Innerhalb von zwei Jahren soll es wieder einen positiven freien Mittelzufluss vor Akquisitionen geben, derzeit ist diese Kennziffer im tiefroten Bereich. Thyssenkrupp verbrennt also Geld. Mit dem Verkauf der Aufzüge könne Thyssenkrupp wieder Fahrt aufnehmen, erklärte Konzernchefin Merz. "Wir werden das Unternehmen so weit wie nötig entschulden und gleichzeitig sinnvoll in seine Entwicklung investieren." Die Erlöse aus dem Verkauf sollen dabei komplett im Unternehmen verbleiben. "Eine Sonderdividende schließen wir kategorisch aus", betonte Merz. Die Transaktion soll spätestens bis Ende September abgeschlossen werden. Der Kaufpreis soll voraussichtlich im Sommer fließen. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen, wobei Thyssenkrupp keine Bedenken erwartet. Die Prüfungen dürften einen bis drei Monate in Anspruch nehmen, schätzt das Management. Merz betonte dabei das "hohe Maß an Transaktionssicherheit". Die Großaktionäre Krupp-Stiftung und Cevian unterstützen den Verkauf. Der Vorstand habe nun die Aufgabe, die Erlöse "rasch und gezielt so einzusetzen, dass das Unternehmen sich erfolgreich entwickeln kann", hieß es von der Krupp-Stiftung. Thyssenkrupp müsse wieder wettbewerbs- und dividendenfähig werden. Ähnlich äußerte sich Cevian-Gründungspartner Lars Förberg. Die Aufmerksamkeit müsse nun darauf liegen, "jedes Geschäft operativ stark und fit für die Zukunft zu machen." Thyssenkrupp schreibt derzeit Verluste und hat im vergangenen Jahr die Dividende gestrichen. Künftig soll wieder verstärkt der Stahl im Mittelpunkt stehen. Dort läuft es derzeit schlecht. Überkapazitäten, Preisdruck und eine schwache Konjunktur lasten auf der Branche. Dazu benötigt Thyssenkrupp Geld, um die Sparte zukunftsfähig zu machen und etwa die CO2-Emissionen dort in Zukunft deutlich zu senken. Ein erstes Konzept sieht derzeit neben jährlichen Investitionen von rund 570 Millionen Euro eine Summe von 800 Millionen zusätzlich über drei Jahre vor. Auch in den anderen Feldern wird kräftig umgebaut. Der Anlagenbau soll operativ wieder in die Spur gebracht werden. Dabei prüft Thyssenkrupp die Möglichkeit, das Geschäft mit Partnern oder unter einem neuen Dach weiterzuentwickeln, und sucht Interessenten. Das Komponentengeschäft will Thyssenkrupp in ein reines Autozuliefergeschäft umwandeln. Bislang fertigt das Unternehmen auch für andere Industrien wie etwa die Windkraft. Über Partnerschaften oder mögliche Portfolio-Maßnahmen soll dann später diskutiert werden. Seine Pläne will Thyssenkrupp im Mai vorstellen. Konkrete Beträge, wie die Mittel in den einzelnen Bereichen verwendet werden könnten, wollte Merz daher noch nicht nennen. "Wir glauben an das Potenzial unserer Geschäfte", sagte sie lediglich. Im ersten Geschäftsquartal hatte sich die Lage bei Thyssenkrupp nochmals zugespitzt. Der Nettoverlust fiel per Ende Dezember mit 372 Millionen Euro höher aus als der Verlust im gesamten vergangenen Geschäftsjahr. Die Finanzschulden sind auf mehr als 7 Milliarden Euro gestiegen. Die prekäre Lage ist auch das Ergebnis mehrerer Management- und Strategieschwenks innerhalb kurzer Zeit. Die lange vorbereitete Fusion der Stahlsparte mit dem europäischen Zweig des indischen Stahlkochers Tata war von der EU-Kommission schließlich untersagt worden. Eine Aufspaltung des Konzerns in zwei Aktiengesellschaften musste abgesagt werden. Im Oktober vergangenen Jahres wechselte die Aufsichtsratsvorsitzende Martina Merz als Interimschefin an die Spitze des Vorstands. Merz, die den Konzern eigentlich höchstens zwölf Monate führen soll, hat zwei bis drei Jahre für die Sanierung veranschlagt./nas/fba/mis
28.02.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Thyssenkrupp trennt sich von Aufzügen - Neues Konzept erwartet
(Neu: Reaktionen, Analysten, Hintergrund) ESSEN (dpa-AFX) - Der in Finanznöten steckende Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp hat einen Käufer für seine Aufzugsparte gefunden. Mit den Milliarden von den Finanzinvestoren Advent, Cinven sowie dem Ruhrkonzern RAG-Stiftung will Thyssenkrupp nun seine Bilanz sanieren und dann dringend notwendigen Umbau mit einer Konzentration auf das Stahl- und Werkstoffgeschäft vorantreiben. Details zu den Plänen will Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz dabei wie bekannt im Mai vorstellen. Thyssenkrupp hatte sich am Vorabend mit den beiden Finanzinvestoren sowie der RAG-Stiftung auf den Verkauf des Aufzuggeschäft für 17,2 Milliarden Euro geeinigt. Die Essener werden sich mit 1,25 Milliarden Euro an dem ertragreichen Geschäft rückbeteiligen und dabei einen "substanziellen Minderheitenanteil" übernehmen, erklärte die Käuferseite am Donnerstagabend. Der Verkauf kam am Markt positiv an. Die Aktien gewannen in einem schwachen Umfeld vorbörslich 2 Prozent. Der Preis sei ordentlich und verschaffe dem Management Zeit, um den Industriekonzern neu zu formen, schrieb Analyst Christian Obst von der Baader Bank in einer am Freitag vorliegenden Studie. Auf dem Weg dahin sei der Verkauf aber der leichtere Teil der Entscheidungen gewesen. Nun stünden weitere an bezüglich des Portfolios und der Restrukturierung. Analyst Lars Brorson von der britischen Investmentbank Barclays sagte, der Deal sei nun doch schneller zustande gekommen und zudem zu besseren Konditionen als von ihm erwartet. Advent und Cinven sind in Deutschland keine Unbekannten. Advent hatte sich etwa 2012 den Handelskonzern Douglas einverleibt, der inzwischen weiterverkauft wurde. Gemeinsam mit Finanzinvestor Bain hatte Advent im vergangenen Jahr den Lichtkonzern Osram übernehmen wollen, scheiterte aber. Cinven ist unter anderem durch seine Übernahme des Generikakonzerns Stada gemeinsam mit Bain bekannt. Die RAG-Stiftung ist für die Kosten der Folgeschäden im Steinkohlebergbau unter anderem in Nordrhein-Westfalen verantwortlich und Großaktionär beim Chemiekonzern Evonik. Die Käufer hätten sich zu weitreichenden Standort- und Beschäftigungsgarantien verpflichtet, hieß es von Thyssenkrupp. Der Unternehmenssitz bleibe in Deutschland, die Arbeitnehmermitbestimmung werde fortgeführt. Advent, Cinven und RAG-Stifung sind eigenen Angaben zufolge langfristig engagiert. Das Aufzuggeschäft sei ein attraktives Investment. Das Wachstum der Sparte soll beschleunigt werden. Dazu kündigte der für die deutschsprachige Region sowie die Schwellenländer verantwortliche Cinven-Partner Bruno Schick Investitionen an, etwa auch in Zukäufe oder auch Produktentwicklung. Das Konsortium sieht wegen des fragmentierten Marktes "attraktive Akquisitions- und Konsolidierungsmöglichkeiten". Merz sprach von einer "vorteilhaften Lösung" sowohl für Thyssenkrupp als auch für das Aufzuggeschäft selber. Mit den Erlösen will sie die Sanierung Thyssenkrupps finanzieren. So will der Konzern seine Schulden senken. Konkret ist geplant, die Pensionsverpflichtungen des Unternehmens zum Teil auszufinanzieren. Dazu soll neben Barmitteln auch die Rückbeteiligung am Aufzuggeschäft eingesetzt werden. Nach dem Vollzug werde die Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt. Thyssenkrupp strebe eine Bonitätsbewertung im Investment-Grade-Bereich an. Innerhalb von zwei Jahren soll es wieder einen positiven freien Mittelzufluss vor Akquisitionen geben, derzeit ist diese Kennziffer im tiefroten Bereich. Thyssenkrupp verbrennt also Geld. Mit dem Verkauf der Aufzüge könne Thyssenkrupp wieder Fahrt aufnehmen, erklärte Konzernchefin Merz. "Wir werden das Unternehmen so weit wie nötig entschulden und gleichzeitig sinnvoll in seine Entwicklung investieren." Die Transaktion soll bis Ende September abgeschlossen werden. Bis dann soll auch der Kaufpreis fließen. Die Kartellbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen, wobei Thyssenkrupp keine Bedenken erwartet. Die Großaktionäre Krupp-Stiftung und Cevian unterstützen den Verkauf. Der Vorstand habe nun die Aufgabe, die Erlöse "rasch und gezielt so einzusetzen, dass das Unternehmen sich erfolgreich entwickeln kann", hieß es von der Krupp-Stiftung. Thyssenkrupp müsse wieder wettbewerbs- und dividendenfähig werden. Ähnlich äußerte sich Cevian-Gründungspartner Lars Förberg. Die Aufmerksamkeit müsse nun darauf liegen, "jedes Geschäft operativ stark und fit für die Zukunft zu machen." Thyssenkrupp schreibt derzeit Verluste und hat im vergangenen Jahr die Dividende gestrichen. Künftig soll wieder verstärkt der Stahl im Mittelpunkt stehen. Dort läuft es derzeit schlecht. Überkapazitäten, Preisdruck und eine schwache Konjunktur lasten auf der Branche. Dazu benötigt Thyssenkrupp Geld, um die Sparte zukunftsfähig zu machen und etwa die CO2-Emissionen dort in Zukunft deutlich zu senken. Auch in den anderen Feldern wird kräftig umgebaut. Der Anlagenbau soll operativ wieder in die Spur gebracht werden. Dabei prüft Thyssenkrupp die Möglichkeit, das Geschäft mit Partnern oder unter einem neuen Dach weiterzuentwickeln, und sucht Interessenten. Das Komponentengeschäft will Thyssenkrupp in ein reines Autozuliefergeschäft umwandeln. Bislang fertigt das Unternehmen auch für andere Industrien wie etwa die Windkraft. Über Partnerschaften oder mögliche Portfolio-Maßnahmen soll dann später diskutiert werden. Seine Pläne will Thyssenkrupp im Mai vorstellen. Im ersten Quartal hatte sich die Lage bei Thyssenkrupp nochmals zugespitzt. Der Nettoverlust fiel per Ende Dezember mit 372 Millionen Euro höher aus als der Verlust im gesamten vergangenen Geschäftsjahr. Die Finanzschulden sind auf mehr als 7 Milliarden Euro gestiegen. Die prekäre Lage ist auch das Ergebnis mehrerer Management- und Strategieschwenks innerhalb kurzer Zeit. Die lange vorbereitete Fusion der Stahlsparte mit dem europäischen Zweig des indischen Stahlkochers Tata war von der EU-Kommission schließlich untersagt worden. Eine Aufspaltung des Konzerns in zwei Aktiengesellschaften musste abgesagt werden. Im Oktober vergangenen Jahres wechselte die Aufsichtsratsvorsitzende Martina Merz als Interimschefin an die Spitze des Vorstands. Merz, die den Konzern eigentlich höchstens zwölf Monate führen soll, hat zwei bis drei Jahre für die Sanierung veranschlagt./nas/fba/mis