Faktor-Zertifikat | 2,00 | Short | BMW

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  • WKN: MC4K6V
  • ISIN: DE000MC4K6V2
  • Faktor-Zertifikat
Produkt wurde angepasst - neue Werte: Bezugsverhältnis 0,209844, Basispreis 88,02 EUR, Reset Barriere 84,50 EUR

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf BMW hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf BMW hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
15.05.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 73,09 EUR
  • 70,16 EUR
  • 0,49
  • 66,87 EUR
  • 64,19 EUR
  • 0,58

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 30.10.2020 08:35:01 Quelle: dpa
BMW IM FOKUS: China gibt neuen Schwung - Wie sieht Zipse die Corona-Lage?
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Den Auto- und Motorradbauer BMW plagten im bisherigen Jahr die gleichen Sorgen wie die gesamte Branche. In den vergangenen Monaten hellte sich das Bild etwas auf - doch angesichts steigender Infektionszahlen in Europa und Amerika steht die Erholung schon wieder auf wackligen Füßen. Wie BMW die Dinge sieht, wird Chef Oliver Zipse am kommenden Mittwoch (4. November) mit den Quartalszahlen erläutern. Was bei BMW los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie läuft. SO LÄUFT ES BEI DEN MÜNCHENERN: BMW hat genau wie die Konkurrenz von Volkswagen und Daimler im zweiten Quartal einen Verlust eingefahren. Dabei kamen die Bayern aber etwas glimpflicher davon als die beiden Rivalen aus Wolfsburg und Stuttgart, auch weil sie etwas kleiner sind und keine schweren Nutzfahrzeuge im Programm haben. Nun sieht es aber für das dritte Quartal in der Branche wieder deutlich angenehmer aus, weil die Hersteller die vollen Lager nutzen können. Bei BMW hat das genau wie bei Daimler zwischen Juli und Ende September für eine deutliche Entspannung bei der Kassenlage gesorgt - so viel haben die Weißblauen schon verraten. So flossen im Automobilbau 3,1 Milliarden Euro freie Mittel in die Kassen, nachdem im ersten Halbjahr 2,5 Milliarden Euro fehlten. BMW war bei Fixkosten und Investitionsausgaben spürbar auf die Bremse getreten. Im Licht der jüngsten Zahlen sieht die bisherige Maßgabe von Finanzchef Nicolas Peter, im Gesamtjahr alles für einen positiven Free Cashflow in der Autosparte zu tun, doch deutlich erreichbarer aus. Die Aussichten könnten sich nun erheblich aufgehellt haben. Im dritten Quartal hatte BMW konzernweit 675 680 Autos verkauft, das waren 8,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei der lukrativen Stammmarke waren es sogar 9,8 Prozent mehr Autos. Im größten Einzelmarkt China hatte das Absatzplus von BMW und Mini fast ein Drittel betragen. Auch in Europa lag das Unternehmen komfortabel im Plus. BMW bestätigte die Jahresprognose für die Ergebnisse, sprach aber von weiter hoher Unsicherheit. Für die Autosparte geht BMW damit weiter von einer operativen Marge beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen von null bis drei Prozent vom Umsatz aus. Ob sich die Münchner noch viel länger mit Verlusten im Mobilitäts-Gemeinschaftsunternehmen mit Daimler herumschlagen will, scheint immer fraglicher. Jüngst kochte das Thema in den Medien wieder hoch, einzelne Teile des Joint Ventures haben demnach das Interesse auf sich gezogen. Uber soll laut "Manager-Magazin" über eine Milliarde Euro für den Fahrtenvermittler Free Now geboten haben. Auch die Parkplatz-App Park Now könnte laut der Nachrichtenagentur Bloomberg vor einem Verkauf stehen. Zuletzt machten Zahlungsschwierigkeiten beim chinesischen Joint-Venture-Partner Brilliance von sich reden. BMW hatte schon vor zwei Jahren angekündigt, seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen BBA bis 2022 von 50 auf 75 Prozent erhöhen zu wollen. Interessant wird sein, ob die Probleme bei Brilliance das Wachstum von BMW in China beeinträchtigen könnten. DAS SAGEN ANALYSTEN: Analysten sind der Aktie im Schnitt eher wohlgesonnen. Von den Experten, die sich in diesem Jahr seit dem Ausbruch der Pandemie zu dem Papier geäußert haben, raten acht zum Kaufen und ebenso acht zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 67 Euro und damit knapp 10 Euro über dem aktuellen Kursniveau. Da BMW schon Eckdaten zum Free Cashflow geliefert habe, aber noch keine zu den Ergebniszahlen, dürften diese näher an den Marktschätzungen liegen, schrieb Horst Schneider von der Bank of America. Laut dem vom Unternehmen bis diesen Mittwoch erhobenen Konsens rechnen die Analysten beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern in der Autosparte mit 1,4 Milliarden Euro. Schneider selbst rechnet mit 1,5 Milliarden. Vergangenes Jahr hatte BMW 1,52 Milliarden Euro operativen Gewinn mit Autos gemacht. Interessant dürfte laut Schneider der Vergleich mit Mercedes-Benz werden. Die Daimler Pkw- und Van-Sparte hatte vergangene Woche eine bereinigte Marge von 9,4 Prozent vorgelegt. Zwar sind die Werte der beiden Rivalen nicht direkt vergleichbar, weil Mercedes das operative Ergebnis des China-Joint-Ventures in die Rechnung einbezieht und BMW dies erst im Finanzergebnis ausweist. Um einen Vergleich über den Daumen zu ermöglichen, hatte BMW zuletzt immer angegeben, bei Hinzurechnung der China-Gewinne würde die eigene Marge einen bis anderthalb Prozentpunkte höher ausfallen. Beide Hersteller hatten im dritten Quartal in China einen starken Aufschwung verzeichnet. BMW könnte laut den Analystenschätzungen mit 6,2 Prozent Marge aber deutlich hinter den Stuttgartern zurückbleiben. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wird von den Experten im Schnitt bei 1,9 Milliarden Euro erwartet. Auch er geht davon aus, dass die Ergebniskennziffern nicht bedeutend über den Markterwartungen liegen - es aber dennoch Raum gebe, diese zu schlagen. SO LIEF DIE AKTIE ZULETZT (Stand 29. Oktober 15.00 Uhr): Die im Dax notierte BMW-Stammaktie hatte zwar den Corona-Crash zwischenzeitlich fast wettgemacht. Das Corona-Tief von 36,60 Euro lässt der Titel beim aktuellen Kurs von rund 58 Euro komfortabel hinter sich. Aber bis zum Kurs zu Jahresbeginn von 73,14 Euro fehlt noch ein ganzes Stück. So liegt das Minus im bisherigen Jahresverlauf immer noch bei einem Fünftel. Das ist doppelt so viel wie beim Rivalen Daimler und etwas weniger Minus als bei der Vorzugsaktie von Volkswagen mit mehr als einem Viertel. Im Umbruch der Autoindustrie zieht es Anleger mit Zukunftsausrichtung eher zu anderen Werten hin - unter anderem zum Börsenstar Tesla. Der US-Elektroautopionier ist mit knapp 390 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet rund 332 mehr als doppelt so viel wert wie die drei deutschen Autokonzerne zusammen: Volkswagen (67 Mrd Euro), Daimler (47,5 Mrd Euro) und BMW (37,5 Mrd Euro) kommen in Summe nur auf 152 Milliarden Euro./men/zb/he
29.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: VW und Branche schütteln Corona-Folgen teils ab - Vorsicht bleibt
(neu: Aussagen aus Pk, Aktienkurs aktualisiert, weitere Analystenstimme, mehr Branchenhintergrund.) WOLFSBURG (dpa-AFX) - Branchenprimus Volkswagen und weite Teile der Autoindustrie haben die schlimmsten Folgen des Corona-Einbruchs aus dem Frühjahr weggesteckt. Ob der Aufholprozess nach dem wieder deutlich besseren dritten Quartal anhält, ist jedoch längst nicht ausgemacht. Sollten die Neuinfektionen weiter steigen und die schärferen Kontaktbeschränkungen in Deutschland sowie Einschränkungen in anderen Ländern die Nachfrage abwürgen, wäre der wichtige Wirtschaftszweig wohl rasch zurück im Absatztief. Die Unsicherheit bleibt hoch, Unternehmen sind vorsichtig mit Prognosen. Vor allem China treibt die Erholung an. Der VW-Konzern als weltgrößter Hersteller meldete am Donnerstag für Juli bis September eine spürbare Besserung. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn pendelte sich bei 2,6 Milliarden Euro ein, während es im zweiten Jahresviertel einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro gegeben hatte. Beim Umsatz, bei den Auslieferungen und im laufenden Geschäft entspannte sich die Lage ebenso. Mit Blick auf die Vorjahreswerte macht sich die Pandemie aber weiter bemerkbar. Die am Vortag sehr schwache VW-Aktie legte am Donnerstagnachmittag 2,6 Prozent auf 128,76 Euro zu. Die im Dax notierte Vorzugsaktie büßte seit Jahresanfang mehr als ein Viertel ein und ist damit der schwächste Wert unter den deutschen Autobauern. Im Corona-Tief war der Kurs bei unter 80 Euro sogar deutlich unter das Dieselkrisentief aus dem Herbst 2015 gerutscht, hat sich danach aber wieder deutlich berappelt. Das operative Ergebnis lag im dritten Quartal bei 3,18 Milliarden Euro und damit rund ein Drittel unter dem bereinigten Wert aus dem Vorjahr. Damit traf Volkswagen im Wesentlichen die Schätzungen von Analysten, beim Umsatz lagen die Wolfsburger sogar etwas besser. Die Quartalszahlen des Autobauers hätten die zuletzt gestiegenen Erwartungen leicht übertroffen, schrieb Jefferies-Analyst Philippe Houchois. Im Vergleich mit der Sektorerholung falle die Entwicklung aber gedämpft aus. Vor allem im April hatten infolge des ersten Corona-Shutdowns die Bänder wochenlang stillgestanden. Auch Autohäuser waren vielerorts geschlossen, Lieferketten gekappt. VW konnte den zwischenzeitlichen Rückstau in den Lagern mittlerweile abarbeiten und auch dank der Kaufprämien für Hybrid- sowie E-Autos wieder mehr Fahrzeuge absetzen. Der Umsatz lag im dritten Jahresviertel mit 59 Milliarden Euro zwar um 3,4 Prozent unter Vorjahresniveau - das ist aber eine Verbesserung zum Vorquartal, als ein Absturz um 37 Prozent im Vergleich zu 2019 den Büchern gestanden hatte. Die Auslieferungen lagen zuletzt konzernweit um 1,1 Prozent im Minus, ebenfalls eine Stabilisierung nach dem Abrutschen um fast ein Drittel im zweiten Quartal. Man sehe nun eine "spürbare Erholung", hieß es. Jedoch ist die Gesamtentwicklung 2020 unverändert kritisch. "Das Geschäft des Volkswagen-Konzerns bleibt nach neun Monaten stark von der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt", so Finanzvorstand Frank Witter. Immerhin gebe es eine "deutliche Erholungstendenz". Im September hatten die Auto-Neuzulassungen in mehreren europäischen Staaten wieder etwas zugelegt, nicht nur von den geförderten Modellen mit alternativen Antrieben kamen mehr Exemplare auf die Straße. Der Automarkt-Experte der NordLB, Frank Schwope, zeigte sich optimistisch: "Volkswagen überzeugt nach dem katastrophalen zweiten mit einem starken dritten Quartal und konnte die Markterwartungen klar übertreffen." Aber er warnte vor frühzeitiger Entwarnung: "Auch wenn sich die Kennzahlen massiv verbesserten, hat die Autoindustrie Sorge vor einem zweiten Corona-Lockdown. Unseres Erachtens dürfte der Corona-Spuk mindestens bis kommenden Sommer für Unsicherheit sorgen." Bei den einzelnen Konzernmarken zeigen sich große Unterschiede. Die VW-Pkw fuhren im dritten Quartal einen operativen Gewinn ein, nach dem Milliardenverlust im zweiten Jahresviertel erzielte das Herzstück der Wolfsburger Autogruppe ein Ergebnis von 522 Millionen Euro. Auf den gesamten Jahresverlauf gerechnet, steckt der Betriebsgewinn jedoch noch mit knapp einer Milliarde Euro in den roten Zahlen fest. Audi erwirtschaftete zwischen Juli und September einen operativen Ertrag von 864 Millionen Euro, das Ergebnis seit Jahresbeginn ist mit 221 Millionen Euro klar schwächer. Bei Porsche ist es mit 741 Millionen beziehungsweise 1,9 Milliarden Euro umgekehrt. Angetrieben wurde das Geschäft von China, das mehr als 1,2 Milliarden Euro zum Gewinn des VW-Konzerns im dritten Quartal beisteuerte. Witter betonte, die gesamte Gesellschaft sei gefragt, um das Risiko eines neuerlichen Totalstillstands zu verringern: Die Beschlüsse zu verschärfter Kontaktreduzierung seien ein "ganz klares Signal, dass es auf uns alle ankommt, die Situation in den Griff zu kriegen". Auch in der VW-Belegschaft gibt es neue Ansteckungen, der Konzern setzt ein Corona-Hygienekonzept ein. Bei Auslieferungen und Umsatz erwartet VW für 2020 ein Abschneiden "deutlich unter" Vorjahr. Das operative Ergebnis soll "gravierend rückläufig, aber insgesamt positiv" sein. Autounternehmen versuchen, sich etwa durch Kurzarbeit und zusätzliche Finanzierung abzusichern. Das Personal bekommt die Konsequenzen der Krise aber zu spüren. Bei der VW-Kernmarke herrscht offiziell ein Einstellungsstopp, bei der Lkw-Tochter MAN läuft ein umstrittener Sparkurs mit Tausenden Jobstreichungen. Insgesamt nahm die Zahl der Beschäftigten im größten europäischen Industriekonzern zum Ende des dritten Quartals leicht um ein Prozent auf 664 200 ab. Die Investitionen ins laufende Geschäft sanken zuletzt um fast zehn Prozent. Mitte November will der Vorstand die Pläne für die kommenden fünf Jahre nennen. Für die "großen Zukunftsthemen Elektrifizierung und Digitalisierung" würden die Ausgaben "auf hohem Niveau gehalten". Bei anderen Anbietern hatte sich ebenfalls eine Erholung über den Sommer abgezeichnet. Daimler fuhr zwischen Juli und September gar mehr Gewinn ein als vor einem Jahr, auch weil die Geschäfte in China wieder unter Volldampf liefen. Bei BMW hellte sich nach ersten Erkenntnissen die Kassenlage mit deutlichen Mittelzuflüssen auf - im ersten Halbjahr hatte es dort noch desolat ausgesehen. Beim Zulieferer Continental verzog sich die düstere Gemengelage im Tagesgeschäft. Dass Conti beim Umsatz und operativen Ergebnis fast zu alten Werten zurückfand, spiegelte sich allerdings nicht unter dem Strich wider: Die Hannoveraner verbuchten erneut hohe Abschreibungen und müssen weiterhin viel Geld in den teuren Personalabbau stecken./jap/men
28.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Autoindustrie einigt sich auf Klimaziel
BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Autobranche hat sich zum Ziel der klimaneutralen Mobilität bis 2050 bekannt. Das schließe auch die Einhaltung der bestehenden CO2-Ziele der EU ein, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch mit. Den Beschluss habe zuvor der Verbandsvorstand getroffen, in dem die Chefs der deutschen Autokonzerne sitzen. Mit welchen Strategien die Unternehmen dieses Ziel erreichen, soll dabei ihnen überlassen bleiben. "Das ist gut für den Standort Deutschland, denn Wettbewerb und das Ringen um die bessere Idee und den größten Erfolg haben die deutsche Industrie stark gemacht, allen voran die Automobilindustrie", heißt es in einer Vorstandserklärung von Mittwoch. "In diesem Sinne verfolgen wir technologieoffen alle Optionen, die zum Ziel führen", erklären darin die Autobosse. Das meine sowohl E-Mobilität mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen als auch "Verbrennungsantriebe mit sparsamen Motoren, mit synthetischen Kraftstoffen und Wasserstoff, die aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden". Damit werde auch der "moderne Verbrennungsmotor" weiterhin eine "große Bedeutung für die Erreichung der Klimaziele haben". Für die Umsetzung fordert die Branche einen schnellen Ausbau der "öffentlichen und privaten Ladeinfrastruktur für E-Mobilität - und zwar in ganz Europa". Die bisherige Infrastruktur reiche derzeit nicht aus. Der Erfolg hänge auch vom Ausbau der erneuerbaren Energien sowie deren Verfügbarkeit in allen Regionen ab. Die Verantwortung dafür liege beim Bund, den Ländern und Kommunen sowie der Energiewirtschaft. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte die Erklärung: "Hinter diesem wachsweichen Bekenntnis zum Klimaschutz ist die deutsche Automobilindustrie tief gespalten", teilte Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup mit. "Manche versuchen den Umstieg auf klimaschonende E-Autos zu beschleunigen, andere wollen den sterbenden Verbrennungsmotor künstlich am Leben halten mit Träumereien von sündteuren synthetischen Kraftstoffen." Die Zukunft des Autos sei batterieelektrisch. "Alles andere ist zu teuer und dauert zu lange, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten."/maa/DP/fba