Faktor-Zertifikat | 2,00 | Short | Daimler

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  • WKN: MC4K6N
  • ISIN: DE000MC4K6N9
  • Faktor-Zertifikat
Produkt wurde angepasst - neue Werte: Bezugsverhältnis 0,15869, Basispreis 66,60 EUR, Reset Barriere 63,94 EUR

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Daimler hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Daimler hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
09.07.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 56,45 EUR
  • 54,19 EUR
  • 0,30
  • 54,43 EUR
  • 52,25 EUR
  • 0,32

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

29.10.2020 Quelle: dpa
Gericht weist Prevent-Forderungen gegen Daimler größtenteils ab
STUTTGART (dpa-AFX) - Im jahrelangen Streit mit dem Autobauer Daimler um die Lieferung von Sitzbezügen ist der Zulieferer Prevent mit seinen Forderungen vor Gericht weitgehend gescheitert. Prevent stünden lediglich gut 72 000 Euro nebst Zinsen für die Lieferung von Ersatzteilen zu, entschied das Landgericht Stuttgart am Donnerstag. Einen Anspruch auf Schadenersatz in Höhe von 42 Millionen Euro, wie ihn der Zulieferer geltend gemacht hatte, sahen die Richter hingegen nicht. Prevent hatte Daimler bis 2014 mit Sitzbezügen beliefert und dem Autobauer vorgeworfen, den Liefervertrag unrechtmäßig beendet zu haben, kurz nachdem neue Konditionen vereinbart worden waren. Nach Ansicht der Richter hatte Daimler den Vertrag aber aus einer Zwangslage heraus geschlossen, weil Prevent mit einem Lieferstopp gedroht hatte. Deshalb sei die nachträgliche Anfechtung durch den Autobauer rechtmäßig gewesen, Prevent stehe somit kein Schadenersatz zu (Az. 11 O 32/17). Was die Ersatzteillieferungen angeht, kamen die Richter zwar auf rund 570 000 Euro, die Prevent zustünden. Rechne man diese aber gegen Forderungen von Daimler an Prevent auf, blieben am Ende nur 72 360,26 Euro übrig. Daimler zeigte sich erfreut über die Entscheidung. Der Prevent zugesprochene Betrag beziehe sich auf einen Vorgang außerhalb des zentralen Streitgegenstandes, teilte der Konzern. Man werde nun die Urteilsbegründung abwarten. Prevent war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen./eni/DP/fba
29.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: VW und Branche schütteln Corona-Folgen teils ab - Vorsicht bleibt
(neu: Aussagen aus Pk, Aktienkurs aktualisiert, weitere Analystenstimme, mehr Branchenhintergrund.) WOLFSBURG (dpa-AFX) - Branchenprimus Volkswagen und weite Teile der Autoindustrie haben die schlimmsten Folgen des Corona-Einbruchs aus dem Frühjahr weggesteckt. Ob der Aufholprozess nach dem wieder deutlich besseren dritten Quartal anhält, ist jedoch längst nicht ausgemacht. Sollten die Neuinfektionen weiter steigen und die schärferen Kontaktbeschränkungen in Deutschland sowie Einschränkungen in anderen Ländern die Nachfrage abwürgen, wäre der wichtige Wirtschaftszweig wohl rasch zurück im Absatztief. Die Unsicherheit bleibt hoch, Unternehmen sind vorsichtig mit Prognosen. Vor allem China treibt die Erholung an. Der VW-Konzern als weltgrößter Hersteller meldete am Donnerstag für Juli bis September eine spürbare Besserung. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn pendelte sich bei 2,6 Milliarden Euro ein, während es im zweiten Jahresviertel einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro gegeben hatte. Beim Umsatz, bei den Auslieferungen und im laufenden Geschäft entspannte sich die Lage ebenso. Mit Blick auf die Vorjahreswerte macht sich die Pandemie aber weiter bemerkbar. Die am Vortag sehr schwache VW-Aktie legte am Donnerstagnachmittag 2,6 Prozent auf 128,76 Euro zu. Die im Dax notierte Vorzugsaktie büßte seit Jahresanfang mehr als ein Viertel ein und ist damit der schwächste Wert unter den deutschen Autobauern. Im Corona-Tief war der Kurs bei unter 80 Euro sogar deutlich unter das Dieselkrisentief aus dem Herbst 2015 gerutscht, hat sich danach aber wieder deutlich berappelt. Das operative Ergebnis lag im dritten Quartal bei 3,18 Milliarden Euro und damit rund ein Drittel unter dem bereinigten Wert aus dem Vorjahr. Damit traf Volkswagen im Wesentlichen die Schätzungen von Analysten, beim Umsatz lagen die Wolfsburger sogar etwas besser. Die Quartalszahlen des Autobauers hätten die zuletzt gestiegenen Erwartungen leicht übertroffen, schrieb Jefferies-Analyst Philippe Houchois. Im Vergleich mit der Sektorerholung falle die Entwicklung aber gedämpft aus. Vor allem im April hatten infolge des ersten Corona-Shutdowns die Bänder wochenlang stillgestanden. Auch Autohäuser waren vielerorts geschlossen, Lieferketten gekappt. VW konnte den zwischenzeitlichen Rückstau in den Lagern mittlerweile abarbeiten und auch dank der Kaufprämien für Hybrid- sowie E-Autos wieder mehr Fahrzeuge absetzen. Der Umsatz lag im dritten Jahresviertel mit 59 Milliarden Euro zwar um 3,4 Prozent unter Vorjahresniveau - das ist aber eine Verbesserung zum Vorquartal, als ein Absturz um 37 Prozent im Vergleich zu 2019 den Büchern gestanden hatte. Die Auslieferungen lagen zuletzt konzernweit um 1,1 Prozent im Minus, ebenfalls eine Stabilisierung nach dem Abrutschen um fast ein Drittel im zweiten Quartal. Man sehe nun eine "spürbare Erholung", hieß es. Jedoch ist die Gesamtentwicklung 2020 unverändert kritisch. "Das Geschäft des Volkswagen-Konzerns bleibt nach neun Monaten stark von der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt", so Finanzvorstand Frank Witter. Immerhin gebe es eine "deutliche Erholungstendenz". Im September hatten die Auto-Neuzulassungen in mehreren europäischen Staaten wieder etwas zugelegt, nicht nur von den geförderten Modellen mit alternativen Antrieben kamen mehr Exemplare auf die Straße. Der Automarkt-Experte der NordLB, Frank Schwope, zeigte sich optimistisch: "Volkswagen überzeugt nach dem katastrophalen zweiten mit einem starken dritten Quartal und konnte die Markterwartungen klar übertreffen." Aber er warnte vor frühzeitiger Entwarnung: "Auch wenn sich die Kennzahlen massiv verbesserten, hat die Autoindustrie Sorge vor einem zweiten Corona-Lockdown. Unseres Erachtens dürfte der Corona-Spuk mindestens bis kommenden Sommer für Unsicherheit sorgen." Bei den einzelnen Konzernmarken zeigen sich große Unterschiede. Die VW-Pkw fuhren im dritten Quartal einen operativen Gewinn ein, nach dem Milliardenverlust im zweiten Jahresviertel erzielte das Herzstück der Wolfsburger Autogruppe ein Ergebnis von 522 Millionen Euro. Auf den gesamten Jahresverlauf gerechnet, steckt der Betriebsgewinn jedoch noch mit knapp einer Milliarde Euro in den roten Zahlen fest. Audi erwirtschaftete zwischen Juli und September einen operativen Ertrag von 864 Millionen Euro, das Ergebnis seit Jahresbeginn ist mit 221 Millionen Euro klar schwächer. Bei Porsche ist es mit 741 Millionen beziehungsweise 1,9 Milliarden Euro umgekehrt. Angetrieben wurde das Geschäft von China, das mehr als 1,2 Milliarden Euro zum Gewinn des VW-Konzerns im dritten Quartal beisteuerte. Witter betonte, die gesamte Gesellschaft sei gefragt, um das Risiko eines neuerlichen Totalstillstands zu verringern: Die Beschlüsse zu verschärfter Kontaktreduzierung seien ein "ganz klares Signal, dass es auf uns alle ankommt, die Situation in den Griff zu kriegen". Auch in der VW-Belegschaft gibt es neue Ansteckungen, der Konzern setzt ein Corona-Hygienekonzept ein. Bei Auslieferungen und Umsatz erwartet VW für 2020 ein Abschneiden "deutlich unter" Vorjahr. Das operative Ergebnis soll "gravierend rückläufig, aber insgesamt positiv" sein. Autounternehmen versuchen, sich etwa durch Kurzarbeit und zusätzliche Finanzierung abzusichern. Das Personal bekommt die Konsequenzen der Krise aber zu spüren. Bei der VW-Kernmarke herrscht offiziell ein Einstellungsstopp, bei der Lkw-Tochter MAN läuft ein umstrittener Sparkurs mit Tausenden Jobstreichungen. Insgesamt nahm die Zahl der Beschäftigten im größten europäischen Industriekonzern zum Ende des dritten Quartals leicht um ein Prozent auf 664 200 ab. Die Investitionen ins laufende Geschäft sanken zuletzt um fast zehn Prozent. Mitte November will der Vorstand die Pläne für die kommenden fünf Jahre nennen. Für die "großen Zukunftsthemen Elektrifizierung und Digitalisierung" würden die Ausgaben "auf hohem Niveau gehalten". Bei anderen Anbietern hatte sich ebenfalls eine Erholung über den Sommer abgezeichnet. Daimler fuhr zwischen Juli und September gar mehr Gewinn ein als vor einem Jahr, auch weil die Geschäfte in China wieder unter Volldampf liefen. Bei BMW hellte sich nach ersten Erkenntnissen die Kassenlage mit deutlichen Mittelzuflüssen auf - im ersten Halbjahr hatte es dort noch desolat ausgesehen. Beim Zulieferer Continental verzog sich die düstere Gemengelage im Tagesgeschäft. Dass Conti beim Umsatz und operativen Ergebnis fast zu alten Werten zurückfand, spiegelte sich allerdings nicht unter dem Strich wider: Die Hannoveraner verbuchten erneut hohe Abschreibungen und müssen weiterhin viel Geld in den teuren Personalabbau stecken./jap/men
28.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Autoindustrie einigt sich auf Klimaziel
BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Autobranche hat sich zum Ziel der klimaneutralen Mobilität bis 2050 bekannt. Das schließe auch die Einhaltung der bestehenden CO2-Ziele der EU ein, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch mit. Den Beschluss habe zuvor der Verbandsvorstand getroffen, in dem die Chefs der deutschen Autokonzerne sitzen. Mit welchen Strategien die Unternehmen dieses Ziel erreichen, soll dabei ihnen überlassen bleiben. "Das ist gut für den Standort Deutschland, denn Wettbewerb und das Ringen um die bessere Idee und den größten Erfolg haben die deutsche Industrie stark gemacht, allen voran die Automobilindustrie", heißt es in einer Vorstandserklärung von Mittwoch. "In diesem Sinne verfolgen wir technologieoffen alle Optionen, die zum Ziel führen", erklären darin die Autobosse. Das meine sowohl E-Mobilität mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen als auch "Verbrennungsantriebe mit sparsamen Motoren, mit synthetischen Kraftstoffen und Wasserstoff, die aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden". Damit werde auch der "moderne Verbrennungsmotor" weiterhin eine "große Bedeutung für die Erreichung der Klimaziele haben". Für die Umsetzung fordert die Branche einen schnellen Ausbau der "öffentlichen und privaten Ladeinfrastruktur für E-Mobilität - und zwar in ganz Europa". Die bisherige Infrastruktur reiche derzeit nicht aus. Der Erfolg hänge auch vom Ausbau der erneuerbaren Energien sowie deren Verfügbarkeit in allen Regionen ab. Die Verantwortung dafür liege beim Bund, den Ländern und Kommunen sowie der Energiewirtschaft. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte die Erklärung: "Hinter diesem wachsweichen Bekenntnis zum Klimaschutz ist die deutsche Automobilindustrie tief gespalten", teilte Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup mit. "Manche versuchen den Umstieg auf klimaschonende E-Autos zu beschleunigen, andere wollen den sterbenden Verbrennungsmotor künstlich am Leben halten mit Träumereien von sündteuren synthetischen Kraftstoffen." Die Zukunft des Autos sei batterieelektrisch. "Alles andere ist zu teuer und dauert zu lange, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten."/maa/DP/fba
27.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Daimler steigt mit Mercedes größer bei Aston Martin ein
GAYDON/STUTTGART (dpa-AFX) - Die Daimler-Pkw-Tochter Mercedes-Benz steigt stärker bei dem kriselnden britischen Luxuswagenhersteller Aston Martin Lagonda ein. Mercedes werde den Briten Zugang zu neuen Technologien ermöglichen, teilten die Unternehmen am Dienstag in Stuttgart und Gaydon mit. Daimler stocke seinen Anteil von derzeit 2,6 Prozent im Gegenzug auf bis zu maximal 20 Prozent auf. Die Stuttgarter erhalten in den kommenden drei Jahren neu auszugebende Aktien von Aston Martin in mehreren Schritten bis zu einem Gesamtwert von 286 Millionen Britischen Pfund (315 Mio Euro). Aston Martin bekommt dafür unter anderem Hybrid- und Elektroantriebsstränge der nächsten Generation sowie andere Fahrzeugkomponenten und -systeme. Aston Martin wurde im Frühjahr von einem Konsortium um den kanadischen Milliardär und Formel-1-Magnaten Lawrence Stroll über eine Finanzspritze gerettet. Danach holte Stroll den Ex-Chef der Mercedes-Tuning-Tochter AMG, Tobias Moers, als Vorstandschef zu den Briten. "Die Möglichkeiten der Technologie von Mercedes-Benz werden grundlegend dafür sorgen, dass unsere künftigen Produkte wettbewerbsfähig bleiben und dass wir effizient in die Gebiete investieren können, die unsere Produkte wahrlich von anderen abheben", sagte Moers. "Die Liefervereinbarungen für diese neuen Technologien werden zu vereinbarten kommerziellen Bedingungen erfolgen", sagte Mercedes-Manager Wolf-Dieter Kurz. Die Briten, die unter anderem für die Autos aus den James-Bond-Filmen bekannt sind, leiden seit geraumer Zeit unter einer Flaute und setzen große Hoffnungen in den ersten eigenen SUV namens DBX. Für den Anlauf des Autos hatte das Unternehmen viel Geld in die Hand genommen, mittlerweile laufe die Produktion auf vollen Touren, hieß es. Aston Martin war im Oktober 2018 für damals 1900 Pence je Aktie an die Börse gegangen. Recht zügig danach ging es rasant bergab mit dem Kurs - im ersten Halbjahr belastete zudem die Ausgabe neuer Aktien. Zuletzt kostete die Aktie nur noch etwas mehr als 50 Pence. Weil das Geld nach wie vor knapp ist, zapfte das Unternehmen auch wieder den Kapitalmarkt an. Für 125 Millionen Pfund werden zum einen neue Aktien zu je 50 Pence ausgegeben, darüber hinaus besorgt sich Aston Martin mehr als 1,1 Milliarden Pfund an Fremdkapital, mit denen teilweise fällig werdende Schulden bedient werden. Das Manöver hebe die frei verfügbaren Mittel auf über 500 Millionen Pfund, hieß es. Aston Martin legte auch Zahlen zum dritten Quartal und einen Plan für die kommenden Jahre vor. Zwischen Juli und Ende September lag der Umsatz mit 124 Millionen Pfund rund die Hälfte unter den Erlösen im Vorjahreszeitraum. Der Verlust vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten betrug 29 Millionen Pfund nach einem operativen Gewinn von 43 Millionen Pfund vor Jahresfrist. Bis zum Jahr 2025 soll der Umsatz nun auf 2 Milliarden Pfund stark zulegen, das operative Ergebnis auf rund 500 Millionen Pfund./men/fba/he