Faktor-Zertifikat | 2,00 | Long | Vonovia

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  • WKN: MC4JAW
  • ISIN: DE000MC4JAW8
  • Faktor-Zertifikat
Produkt wurde angepasst - neue Werte: Bezugsverhältnis 0,451376, Basispreis 27,41 EUR, Reset Barriere 28,51 EUR

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Basiswert

54,97 EUR

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Vonovia hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Vonovia hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
01.07.2020 Aktionoption
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 26,93 EUR
  • 28,01 EUR
  • 0,43
  • 26,71 EUR
  • 27,79 EUR
  • 0,45

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 30.10.2020 14:59:53 Quelle: dpa
ROUNDUP: Seehofer plant doch höhere Hürden für Umwandlung von Mietwohnungen
BERLIN (dpa-AFX) - Nach Protesten der SPD plant Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) nun doch höhere Hürden für die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Das sieht ein neuer Entwurf für das Baulandmobilisierungsgesetz vor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Er soll nach derzeitiger Planung am kommenden Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden. Danach muss der Bundestag zustimmen. In Gebieten mit "angespanntem Wohnungsmarkt" soll es demnach einer Genehmigung der Behörden bedürfen, damit Mietwohnungen zu Eigentumswohnungen werden dürfen. Für die Ausweisung dieser Gebiete für eine Dauer von bis zu fünf Jahren sollen die Landesregierungen zuständig sein. In Frage kommen Orte, an denen zum Beispiel die Mieten überdurchschnittlich stark steigen oder wo ein wachsender Bedarf an Wohnungen nicht durch Neubauten zu decken ist. Ausnahmen sind vorgesehen: So ist die Genehmigung zur Umwandlung zu erteilen, wenn der Eigentümer die Wohnung zur eigenen Nutzung an Angehörige verkaufen will. Auch bei einem Nachlass kann das der Fall sein. Das Bundesinnenministerium hatte schon in einem ersten Entwurf des Gesetzes Erschwernisse für die Umwandlung in Eigentumswohnungen vorgesehen. Das stieß laut Ministerium aber unter den Ländern auf Widerstand, weshalb die Regelung wieder gestrichen worden sei - was wiederum die SPD auf die Barrikaden brachte. Fraktionsvize Sören Bartol knüpfte die Zustimmung seiner Fraktion an Zugeständnisse in diesem Punkt und an Verschärfungen beim Baugebot. Bei einem Baugebot kann die Gemeinde unter anderem Eigentümer verpflichten, Grundstücke innerhalb einer bestimmten Frist zu bebauen. Auch die Möglichkeiten dazu sollen dem jüngsten Entwurf zufolge erweitert werden, und zwar ebenfalls in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Auch hier plant Seehofer aber Ausnahmen, zum Beispiel, wenn das Grundstück der Altersvorsorge der Besitzer dienen soll. Von Bartol kam Applaus für den "guten neuen Gesetzentwurf". "Das sind großartige Neuigkeiten sowohl für Mieterinnen und Mieter als auch die Kommunen in Deutschland", sagte er der dpa. "Mit dem Baulandmobilisierungsgesetz geben wir Kommunen die nötigen Instrumente an die Hand, um auf die dramatische Situation in vielen Städten reagieren und mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können. Mieterinnen und Mieter müssen sich künftig keine Sorgen mehr machen, dass ihre Wohnung gegen ihren Willen in eine Eigentumswohnung umgewandelt wird." Zuspruch kam auch vom Deutschen Gewerkschaftsbund. "Das ist eine gute Nachricht für die Mieterinnen und Mieter hierzulande", sagte Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Mieter würden damit gerade in angespannten Wohnungsmärkten besser vor Verdrängung geschützt. Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion und deren wohnungspolitische Sprecherin, sprach von einem "peinlichen Schauspiel" der großen Koalition. "Eine gesetzliche Neuregelung ist längst überfällig." Wichtig sei aber, die zahlreichen Schlupflöcher zu schließen. "Nur dann bleibt das Umwandlungsverbot kein zahnloser Tiger und kann einen Beitrag dazu leisten, die Verdrängung von Mieterinnen und Mietern zu stoppen." Mit der geplanten Ausweitung des Baugebots setzt Seehofer eine Empfehlung der Baulandkommission mit Vertretern von Bund, Ländern, Kommunen und Wohnungsbranche aus dem Sommer 2019 um. Die erschwerte Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen hatten Bund, Länder und Kommunen beim Wohngipfel im September 2018 vereinbart./hrz/DP/jha
29.10.2020 Quelle: dpa
VONOVIA IM FOKUS: Immobilienkonzern bleibt im Übernahmemodus
BOCHUM (dpa-AFX) - Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia will auch in Zeiten von Corona in puncto Wohnungsbestand auf Expansionskurs bleiben. Dabei schaut sich Unternehmenschef Rolf Buch nach geeigneten Übernahmen sowohl im In- als auch Ausland um. Die Auswirkungen der Pandemie bekam Vonovia bislang kaum zu spüren. Allerdings weht dem Unternehmen schon seit längerem ein kräftiger Wind wegen steigender Mieten auf dem deutschen Heimatmarkt entgegen: Die Mietpreisbremse wurde verlängert und in Berlin wurde der Mietendeckel eingeführt. Was bei Vonovia los ist, was die Analysten sagen und wie die Aktie zuletzt gelaufen ist. LAGE DES UNTERNEHMENS: Die Geschäfte für den Dax-Konzern Vonovia laufen auch während der Corona-Krise dank steigender Mieten in den Großstädten gut. Dabei profitiert der Vermieter wie andere aus der Branche vor allem von modernisierten Wohnungen. Die Kosten dafür legen die Konzerne nicht nur teilweise auf die Mieter um, sondern sie können die Mieten anschließend auch stärker erhöhen. Zudem setzt Vonovia auf Neubau und die Aufstockung von Gebäuden. Hier kam es zuletzt aber wegen der Sicherheitsvorkehrungen im Zuge der Corona-Pandemie zu Bauverzögerungen. Seit längerem wächst der Wohnimmobilien-Konzern auch durch Übernahmen im In- und zuletzt auch im Ausland. Vonovia ist mit rund 356 000 Wohnungen der größte Vermieter in Deutschland. Weitere etwa 60 000 Wohnungen besitzt der Dax-Konzern in Schweden und Österreich. Zuletzt war der Konzern beim niederländischen Immobilieninvestor Vesteda eingestiegen. Unternehmenschef Buch peilt eine weitere Expansion an. "Im Ausland haben wir rein prozentual gesehen bessere Wachstumschancen, da wir dort noch kleiner sind", betonte er Ende September in einem Interview mit dpa-AFX und dpa. Aber auch in Deutschland sieht der Manager noch Möglichkeiten zu expandieren: Es seien noch viele Wohnungsbestände im Besitz von Finanzinvestoren, betonte er. Im Gegensatz zu vielen Unternehmen aus anderen Branchen sieht Vonovia derzeit keine großen Folgen der Corona-Krise für seine Geschäfte. "Unser Geschäft ist stabil. Es gibt kein Drama", hatte der Vonovia-Chef bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im August gesagt. Damals hatte sich nur ein Prozent der rund 350 000 Mieter in Deutschland mit der Bitte um Mietstundung bei Vonovia gemeldet. Im Fokus steht seit einigen Monaten der Berliner Wohnungsmarkt wegen des Mietendeckels. Mit diesem wurden die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt, die vor 2014 gebaut wurden, für fünf Jahre eingefroren. Für Neuvermietungen gelten Obergrenzen. Dies trifft besonders Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen und Ado Properties, die Immobilien überwiegend in Berlin besitzen. Vonovia gehören in Berlin etwa 42 000 Wohnungen, das sind etwa zehn Prozent des eigenen Bestands. Zuletzt stellte das Berliner Landgericht einen Teil des Mietendeckels in der Hauptstadt in Frage. Mit dem Mietendeckel will der Berliner Senat den zuletzt starken Anstieg der Mieten in der Hauptstadt bremsen. Gegen das Gesetz sind Klagen vor dem Landes- und dem Bundesverfassungsgericht anhängig. Auch sonst weht den großen Wohnimmobilien-Konzernen in Deutschland ein stärkerer Gegenwind entgegen. Erst jüngst verlängerte der Bundestag angesichts der anhaltenden Knappheit an Wohnungen die Mietpreisbremse um fünf Jahre und verschärfte sie zudem. Künftig können Mieter zu viel gezahlte Miete auch für bis zu zweieinhalb Jahre rückwirkend zurückfordern. Vonovia legt am kommenden Mittwoch (4. November) Zahlen zum dritten Quartal vor. DAS SAGEN ANALYSTEN: Von den im dpa-AFX-Analyser seit August erfassten 14 Analysten empfiehlt mit acht Branchenkennern die Mehrheit die Aktie zum Kauf. Während sich sechs Experte für das Halten des Papiers aussprechen, gibt es kein Verkaufsvotum. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 63 Euro - aktuell (Stand 29. August) kostet das Papier rund 54,50 Euro. Der deutsche Wohnimmobilienmarkt zeichnet sich laut Analyst Sander Bunck von der britischen Investmentbank Barclays weiterhin durch gesunde Fundamentaldaten aus. Diese dürften auch beim Platzhirschen Vonovia für anhaltendes Gewinnwachstum und Wertsteigerungen sorgen. Nach Ansicht von Analyst Neil Green von der US-Bank JPMorgan ist der Wohnimmobilienkonzern dabei gut positioniert. Vonovia mache Fortschritte in vielerlei Hinsicht. Dazu zählten das umfangreiche Modernisierungsprogramm und der Fokus auf die Kosten. Analyst Kai Klose von der Privatbank Berenberg attestiert derweil dem Bochumer Unternehmen aufgrund seiner Entwicklungspipeline von rund 41 000 Wohnungen ein enormes internes Wachstumspotenzial, auch wenn sich der Bau von Wohnungen aufgrund der schleppenden Baugenehmigungen verzögere. Der Experte sieht Vonovia daher nicht unter Druck, sein Wachstum mit Hilfe von Übernahmen zu beschleunigen. Analyst Jonathan Kownator von der US-Investmentbank Goldman Sachs wies hingegen darauf, dass Vonovia eine Konsolidierung des Sektors erwarte. Derzeit würden laut dem Unternehmen fünf bis sechs Immobilienkonzerne etwa eine Million bezahlbare Mietwohnungen anbieten. Mittelfristig erwarte Vonovia, dass zwei bis drei Millionen bezahlbarer Wohneinheiten von weniger Spielern bereitgestellt würden Wenig Gefahr sieht trotz des Mietendeckels Analyst Thomas Rothäusler vom Analysehaus Jefferies. So zeichne der Gewerbeimmobilien-Dienstleister CBRE ein positives Bild vom Berliner Immobilienmarkt. Die Entwicklung von Angebot und Nachfrage sei demnach in Ordnung und die Zuwanderung in die Hauptstadt werde vor einer Erholung gesehen. Der Barmittelfluss durch Mieten sei in einer anhaltenden Krise ein "sicherer Hafen" auch wegen umfangreicher staatlicher Hilfsmaßnahmen. DAS MACHT DIE AKTIE: Die Vonovia-Anteile gehören in diesem Jahr zu den wenigen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Ungeachtet der Corona-Krise, die das Papier nur kurzfristig belastet hatte, erreichten die 2013 an die Börse gebrachten Anteile Anfang September ein Rekordhoch. Von den damals knapp 63 Euro ging es zwar wieder etwas nach unten, aber mit einem Kurs von zuletzt etwas mehr als 54 Euro ist die Aktie immer noch rund 14 Prozent teurer als Ende 2019. Damit liegt das Vonovia-Papier in diesem Jahr bisher auf Rang sechs unter den Dax-Titeln. Seit dem Index-Aufstieg der Aktie im September 2015 zog der Kurs um fast 90 Prozent an - und auch in diesem Zeitraum gab es kaum Dax-Titel, die mehr zugelegt haben. Mit einem Börsenwert von inzwischen 30 Milliarden Euro liegt Vonovia in dieser Wertung inzwischen im Index-Mittelfeld. Vonovia ist aus der Deutsche Annington hervorgegangen, die 2000 einen Großteil der vom Bund verkauften Eisenbahnerwohnungen gekauft hatte. Bis zum Börsengang hatte Deutsche Annington Finanzinvestoren gehört. Der Start am Kapitalmarkt war holprig - der Börsengang gelang erst im zweiten Anlauf. Die Investoren, allen voran die britische Gesellschaft Terra Firma, mussten sich mit deutlich weniger zufrieden geben als erhofft. Doch die geschickte Übernahmestrategie des Unternehmenslenkers Buch sowie der Immobilienboom in Deutschland bescherten den Anteilseignern bald kräftige Gewinne. Vom Ausgabepreis in Höhe von 16,50 Euro ging es Stück für Stück nach oben. Inzwischen haben sich die Alteigentümer ganz von Vonovia verabschiedet./mne/zb/tav/he
29.10.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Bundesverfassungsgericht weist Eilantrag gegen Mietendeckel ab
KARLSRUHE (dpa-AFX) - Kurz vor Inkrafttreten der zweiten Stufe des umstrittenen Berliner Mietendeckels hat das Bundesverfassungsgericht einen vorläufigen Stopp abgelehnt. Die Karlsruher Richter wiesen den Eilantrag auf einstweilige Anordnung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts ab. Diese vermietet in Berlin 24 Wohnungen. Es sei nicht erkennbar, dass der Gesellschaft in Folge einer demnächst möglichen Mietsenkung durch Mieter schwerwiegende Nachteile entstünden, teilte das Gericht am Donnerstag mit (Az. 1 BvR 972/20). Die wirtschaftlichen Folgen einer Reduzierung von Mieteinnahmen seien nicht von besonderem Gewicht, wenn sie nicht existenzbedrohend seien. Eine Existenzbedrohung sei aber weder dargelegt worden noch ersichtlich. In Berlin sind seit 23. Februar Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen auf dem Stand vom Juni 2019 eingefroren. Ab 2022 dürfen sie höchstens um 1,3 Prozent jährlich steigen. Wird eine Wohnung wieder vermietet, muss sich der Vermieter an neue, vom Staat festgelegte Obergrenzen und die zuletzt verlangte Miete halten. Die zweite Stufe greift laut Gericht neun Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes am 22. November: Dann sind überhöhte Mieten verboten. Mieter, deren Bestandsmiete mehr als 20 Prozent über den Obergrenzen liegt, können diese dann senken. Gegen diese Regelung hatten Vermieter einen Eilantrag in Karlsruhe gestellt. Sie hatten einen erheblichen Mehraufwand bei der Umsetzung geltend gemacht. Berlins Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke) erklärte, die Regelung zur Mietabsenkung trete wie geplant in Kraft. "Die heutige Gerichtsentscheidung bestärkt uns in der Entscheidung, am eingeschlagenen wohnungspolitischen Kurs dieses Senats festzuhalten und weiterhin entschieden gegen die rasante Preisentwicklung auf dem Berliner Mietenmarkt vorzugehen." Fachleute gehen davon aus, dass Mietsenkungen bei rund 340 000 Wohnungen möglich sein werden. Mit dem bundesweit einmaligen Mietendeckel will der rot-rot-grüne Senat den zuletzt starken Anstieg der Mieten in der Hauptstadt bremsen. Die politisch wie rechtlich hochumstrittene Regelung ist auf fünf Jahre befristet. Ausgenommen sind unter anderem Neubauwohnungen, die ab 1. Januar 2014 bezugsfertig wurden. Eine Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zum Deckel wird im ersten Halbjahr 2021 erwartet. Bundestagsabgeordnete von CDU und FDP, aber auch Vermieter hatten Karlsruhe angerufen. Sie halten die Regelung für verfassungswidrig. Der Berliner Senat blicke der höchstrichterlichen Entscheidung zuversichtlich entgegen, sagte Scheel. Der Berliner Mieterverein schloss aus der aktuellen Entscheidung der Verfassungsrichter, "dass ein zu weitgehender und verfassungswidriger Eingriff in die Eigentumsrechte nicht mehr vermutet wird". Hingegen betonte der Immobilienverband Deutschland (IVD), das Gericht habe "keineswegs" den Mietendeckel für verfassungsgemäß erklärt./sem/kr/DP/fba