Optionsschein | Call | BMW | 65,00 | 11.09.20

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  • WKN: MC3WH9
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  • Optionsschein

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Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Call auf BMW hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Endgültigem Aktien-Kurs abzüglich des Basispreises und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Produktbeschreibung

Mit dem Optionsschein Call auf BMW hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Bei Endfälligkeit erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Produkt aus (i) Endgültigem Aktien-Kurs abzüglich des Basispreises und (ii) dem Bezugsverhältnis entspricht, umgerechnet in die Währung, in der Zahlungen unter den Wertpapieren geleistet werden (falls einschlägig).

Sollte der Endgültige Aktien-Kurs kleiner sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.

Der Basispreis wird anfänglich bestimmt und ist konstant.

Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der zugrunde liegenden Aktie am Ausübungstag.

Bei Optionsscheinen sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Optionsscheine gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

Heute 29.05.2020 14:00:11 Quelle: dpa
WDH/ROUNDUP 2: Kriselnder Autobauer Renault will 15 000 Jobs streichen
(Im 1. Absatz, vorletzter Satz (Zitat Senard), wurde der Artikel "ein" ergänzt. Am Anfang des 10. Absatzes wurde ein überflüssiges Wort gestrichen.) BOULOGNE-BILLANCOURT/HANNOVER (dpa-AFX) - Mit dem Abbau von rund 15 000 Stellen und milliardenschweren Kostensenkungen will der französische Autobauer Renault aus der Krise kommen. Ein kleineres Werk für mechanische Teile in der Nähe von Paris soll bis 2022 dichtgemacht werden, kündigte Renault-Präsident Jean-Dominique Senard am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris an. Weitere Schließungen seien nicht geplant, auch nicht im Ausland: "Das ist kein Plan für Fabrikschließungen, das ist ein Sparplan." Renault hat bisher allein in Frankreich 14 Standorte. An der Pariser Börse fiel der Aktienkurs am Mittag um über 6 Prozent auf etwas über 20 Euro. Im März 2018 lag der Kurs in der Spitze noch über 100 Euro. Das Unternehmen erwartet wegen der Kostensenkungspläne zunächst eine Belastung von rund 1,2 Milliarden Euro. Es sei fraglich, ob der Autobauer seine Kostensenkungspläne in der geplanten Weise umsetzen könne, schrieb RBC-Analyst Tom Narayan in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem bezweifelt der Experte, ob Renault das Absatzniveau wie geplant aufrecht erhalten kann. Bei dem geplanten sozialverträglichen Abbau von Stellen entfallen rund 4 600 auf Frankreich, in den übrigen Ländern weltweit sollen es über 10 000 sein. Das über drei Jahre laufende Sparprogramm hat einen Umfang von über zwei Milliarden Euro. "Wir müssen profitabler werden", sagte Interimschefin Clotilde Delbos. Ungeachtet der Probleme werde der Hersteller aber in der Formel 1 verbleiben. Der Konzern mit bisher rund 180 000 Beschäftigten weltweit schrieb bereits im vergangenen Jahr rote Zahlen. Die Corona-Pandemie und die Absatzkrise verstärkten die Probleme. Der Konzern braucht einen staatlich garantierten Kredit von fünf Milliarden Euro; Senard zeigte sich zuversichtlich, dass der Vertrag bald unterschrieben werden kann. Das Unternehmen sei nicht bedroht: "Renault funktioniert, Renault lebt", sagte der frühere Chef des Reifengiganten Michelin. Die gesamte Branche mit Hunderttausenden Arbeitsplätzen befindet sich im Umbruch. Bei anderen Autokonzernen laufen ebenfalls harte Umbau- und Kürzungsprogramme. Die Arbeitswelt in der Branche ändert sich radikal, die Unternehmen müssen bereits Milliarden in den schwierigen Wandel in Richtung E-Mobilität und Digitalisierung stecken. Der Nachfrageeinbruch in der Corona-Krise erhöht nun zusätzlich den Spardruck: Immer weniger Verbraucher interessieren sich für die Anschaffung eines Autos. Investitionen werden gedrosselt, viele weitere Jobs stehen auf der Kippe. In Frankreich ist die Autokrise inzwischen Chefsache. Staatschef Emmanuel Macron legte zu Wochenbeginn einen milliardenschweren Rettungsplan für die heimische Autobranche vor. Das Ziel: Sein Land soll bei der Herstellung von sauberen Autos in Europa führend werden. Für den Milliardenkredit seien Zusagen von Renault für zwei Werke in Nordfrankreich nötig, hatte Macron gefordert. Der Staat hat mit einem Anteil von 15 Prozent bei dem Hersteller immer noch viel zu sagen. Renault setzt nun auf Stärken wie das E-Auto. Senard sagte, die Fabriken im Heimatland seien nur zu rund 60 Prozent ausgelastet. Die weltweite Produktionskapazität von bisher vier Millionen Autos im Jahr soll innerhalb von vier Jahren auf 3,3 Millionen Fahrzeuge sinken. Senard verabschiedet sich damit endgültig vom Expansionskurs des früheren Topmanagers Carlos Ghosn. Dessen Rücktritt hatte den Hersteller im vergangenen Jahr in Turbulenzen gestürzt. Ghosn war in Japan wegen Vorwürfen festgenommen worden und flüchtete später in den Libanon. Senard machte deutlich, dass es in Inlandswerken Veränderungen geben müsse. Er nannte die Fabrik im nordfranzösischen Dieppe, wo bisher der Sportwagen Alpine gebaut werde. Die von Macron angesprochenen Werke Douai und Maubeuge sollen nun zu einem Zentrum für Elektro-Autos und leichte Nutzfahrzeuge werden. In der großen Fabrik Flins im Pariser Großraum, die nach Medienangaben bisher rund 2 400 Stammbeschäftigte hat, soll ein Recyclingzentrum entstehen. Für weitere strategische Entscheidungen wartet Renault auf den designierten Generaldirektor Luca de Meo - der frühere Seat-Vorstandschef soll am 1. Juli nach Boulogne-Billancourt kommen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, kündigte die gemäßigte Gewerkschaft CFDT bereits Widerstand gegen den Sparplan an. Renault hatte bereits am Mittwoch gemeinsam mit den japanischen Partnern Nissan und Mitsubishi angekündigt, auf die Kostenbremse zu treten. Der damalige Autoboss Ghosn hatte der Allianz mit harter Hand geführt. Renault hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan - der japanische Hersteller schreibt inzwischen tiefrote Zahlen. Nissan trug lange erheblich zu den Gewinnen von Renault bei - diese Zeiten sind nun vorbei. Die französisch-japanische Allianz lag beim Absatz 2019 weltweit hinter den Branchenriesen VW und Toyota. In Deutschland baut BMW in den kommenden Jahren Tausende Arbeitsplätze ab. In der Regel soll dies über Maßnahmen wie die Nicht-Nachbesetzung von Stellen gelingen, der Betriebsrat schloss zuletzt aber auch betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Daimler hatte schon vor der Pandemie einen Abbau im niedrigen fünfstelligen Bereich angepeilt. Renault ist mit Daimler über eine Kooperation verbunden, die laut Senard wiederbelebt werden soll. Bei VW löst eine "digitale Roadmap" das Sparprogramm "Zukunftspakt" ab: Der größte Autokonzern der Welt baut einerseits neue Beschäftigung in neuen Bereichen wie einer eigenen Batteriezellfertigung auf, ähnlich wie bei der deutsch-französischen Batterieallianz von PSA/Opel und Saft. Senard bestätigte, dass Renault dem deutsch-französischen Batterienbündnis beitreten wolle. Anders als in Frankreich sind die von der Industrie geforderten Kaufprämien für Fahrzeuge in Deutschland noch nicht beschlossen. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach sich mit den Regierungschefs der beiden weiteren "Autoländer" Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), für rasche Entscheidungen hierzu aus. Sonst drohten vor allem kleinere Zulieferer abzustürzen./cb/jap/DP/men
Heute 29.05.2020 13:09:01 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Kriselnder Autobauer Renault will 15 000 Jobs streichen
(neu: Mit weiteren Aussagen und mehr Hintergrund, Aktienkurs aktualisiert, Analystenstimme.) BOULOGNE-BILLANCOURT/HANNOVER (dpa-AFX) - Mit dem Abbau von rund 15 000 Stellen und milliardenschweren Kostensenkungen will der französische Autobauer Renault aus der Krise kommen. Ein kleineres Werk für mechanische Teile in der Nähe von Paris soll bis 2022 dichtgemacht werden, kündigte Renault-Präsident Jean-Dominique Senard am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris an. Weitere Schließungen seien nicht geplant, auch nicht im Ausland: "Das ist kein Plan für Fabrikschließungen, das ist Sparplan." Renault hat bisher allein in Frankreich 14 Standorte. An der Pariser Börse fiel der Aktienkurs am Mittag um über 6 Prozent auf etwas über 20 Euro. Im März 2018 lag der Kurs in der Spitze noch über 100 Euro. Das Unternehmen erwartet wegen der Kostensenkungspläne zunächst eine Belastung von rund 1,2 Milliarden Euro. Es sei fraglich, ob der Autobauer seine Kostensenkungspläne in der geplanten Weise umsetzen könne, schrieb RBC-Analyst Tom Narayan in einer am Freitag vorliegenden Studie. Zudem bezweifelt der Experte, ob Renault das Absatzniveau wie geplant aufrecht erhalten kann. Bei dem geplanten sozialverträglichen Abbau von Stellen entfallen rund 4 600 auf Frankreich, in den übrigen Ländern weltweit sollen es über 10 000 sein. Das über drei Jahre laufende Sparprogramm hat einen Umfang von über zwei Milliarden Euro. "Wir müssen profitabler werden", sagte Interimschefin Clotilde Delbos. Ungeachtet der Probleme werde der Hersteller aber in der Formel 1 verbleiben. Der Konzern mit bisher rund 180 000 Beschäftigten weltweit schrieb bereits im vergangenen Jahr rote Zahlen. Die Corona-Pandemie und die Absatzkrise verstärkten die Probleme. Der Konzern braucht einen staatlich garantierten Kredit von fünf Milliarden Euro; Senard zeigte sich zuversichtlich, dass der Vertrag bald unterschrieben werden kann. Das Unternehmen sei nicht bedroht: "Renault funktioniert, Renault lebt", sagte der frühere Chef des Reifengiganten Michelin. Die gesamte Branche mit Hunderttausenden Arbeitsplätzen befindet sich im Umbruch. Bei anderen Autokonzernen laufen ebenfalls harte Umbau- und Kürzungsprogramme. Die Arbeitswelt in der Branche ändert sich radikal, die Unternehmen müssen bereits Milliarden in den schwierigen Wandel in Richtung E-Mobilität und Digitalisierung stecken. Der Nachfrageeinbruch in der Corona-Krise erhöht nun zusätzlich den Spardruck: Immer weniger Verbraucher interessieren sich für die Anschaffung eines Autos. Investitionen werden gedrosselt, viele weitere Jobs stehen auf der Kippe. In Frankreich ist die Autokrise inzwischen Chefsache. Staatschef Emmanuel Macron legte zu Wochenbeginn einen milliardenschweren Rettungsplan für die heimische Autobranche vor. Das Ziel: Sein Land soll bei der Herstellung von sauberen Autos in Europa führend werden. Für den Milliardenkredit seien Zusagen von Renault für zwei Werke in Nordfrankreich nötig, hatte Macron gefordert. Der Staat hat mit einem Anteil von 15 Prozent bei dem Hersteller immer noch viel zu sagen. Renault setzt nun auf Stärken wie das E-Auto. Senard sagte, die Fabriken im Heimatland seien nur zu rund 60 Prozent ausgelastet. Die weltweite Produktionskapazität von bisher vier Millionen Autos im Jahr soll innerhalb von vier Jahren auf 3,3 Millionen Fahrzeuge sinken. Senard verabschiedet sich damit endgültig vom Expansionskurs des früheren Topmanagers Carlos Ghosn. Dessen Rücktritt hatte den Hersteller im vergangenen Jahr in Turbulenzen gestürzt. Ghosn war in Japan wegen Vorwürfen festgenommen worden und flüchtete später in den Libanon. Senard machte deutlich, dass es in Inlandswerken Veränderungen geben müsse. Er nannte die Fabrik im nordfranzösischen Dieppe, wo bisher der Sportwagen Alpine gebaut werde. Die von Macron angesprochenen Werke Douai und Maubeuge sollen nun zu einem Zentrum für Elektro-Autos und leichte Nutzfahrzeuge werden. In der großen Fabrik Flins im Pariser Großraum, die nach Medienangaben bisher rund 2 400 Stammbeschäftigte hat, soll ein Recyclingzentrum entstehen. Für weitere strategische Entscheidungen wartet Renault auf den designierten Generaldirektor Luca de Meo - der frühere Seat-Vorstandschef soll am 1. Juli nach Boulogne-Billancourt kommen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, kündigte die gemäßigte Gewerkschaft CFDT bereits Widerstand gegen den Sparplan an. Renault hatte bereits am Mittwoch gemeinsam mit den japanischen Partnern Nissan und Mitsubishi angekündigt, auf die Kostenbremse zu treten. Der damalige Autoboss Ghosn hatte der Allianz mit harter Hand geführt. Renault hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan - der japanische Hersteller schreibt inzwischen tiefrote Zahlen. Nissan trug lange erheblich zu den Gewinnen von Renault bei - diese Zeiten sind nun vorbei. Die französisch-japanische Allianz lag beim Absatz 2019 weltweit hinter den Branchenriesen VW und Toyota. In Deutschland baut BMW baut in den kommenden Jahren Tausende Arbeitsplätze ab. In der Regel soll dies über Maßnahmen wie die Nicht-Nachbesetzung von Stellen gelingen, der Betriebsrat schloss zuletzt aber auch betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Daimler hatte schon vor der Pandemie einen Abbau im niedrigen fünfstelligen Bereich angepeilt. Renault ist mit Daimler über eine Kooperation verbunden, die laut Senard wiederbelebt werden soll. Bei VW löst eine "digitale Roadmap" das Sparprogramm "Zukunftspakt" ab: Der größte Autokonzern der Welt baut einerseits neue Beschäftigung in neuen Bereichen wie einer eigenen Batteriezellfertigung auf, ähnlich wie bei der deutsch-französischen Batterieallianz von PSA/Opel und Saft. Senard bestätigte, dass Renault dem deutsch-französischen Batterienbündnis beitreten wolle. Anders als in Frankreich sind die von der Industrie geforderten Kaufprämien für Fahrzeuge in Deutschland noch nicht beschlossen. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach sich mit den Regierungschefs der beiden weiteren "Autoländer" Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), für rasche Entscheidungen hierzu aus. Sonst drohten vor allem kleinere Zulieferer abzustürzen./cb/jap/DP/men
Heute 29.05.2020 11:21:14 Quelle: dpa
ROUNDUP: BMW verhandelt über raschen Stellenabbau ohne Kündigungen
MÜNCHEN (dpa-AFX) - BMW will den Stellenabbau im Konzern beschleunigen. Der Vorstand verhandelt mit dem Betriebsrat darüber, wie er ohne betriebsbedingte Kündigungen möglichst bald rund 6000 der weltweit 126 000 Arbeitsplätze streichen kann. Finanzvorstand Nicolas Peter sagte am Freitag auf Anfrage: "Die bisher getroffenen Entscheidungen reichen nicht aus, um die BMW Group bestmöglich durch diese enorm schwierige Situation zu steuern." Personalchefin Ilka Horstmeier sagte, neben dem Abbau von Zeit- und Urlaubskonten sowie Kurzarbeit "kommen wir nicht umhin, jetzt weitere Maßnahmen zu ergreifen". Geprüft werde, Mitarbeiter einige Jahre vor dem gesetzlichen Rentenalter mit einer Abfindung früher in den Ruhestand zu schicken. Die dieses Jahr fertig werdenden Azubis sollen übernommen werden. Aber junge Mitarbeiter sollen sich für ein Studium oder eine Qualifizierung freistellen lassen können - mit der Garantie, danach wieder bei BMW arbeiten zu können. Zudem soll es statt eines tariflichen Zusatzgeldes mehr Urlaubstage geben und 40-Stunden-Verträge auf 35 Stunden gekürzt werden. "Unser Ziel ist es, noch im Juni ein Paket zu verabschieden", sagte Horstmeier. Beim Betriebsrat sieht man insbesondere die Kürzung der 40-Stunden-Verträge kritisch: "Die Reduzierung von 40 auf 35 Stunden ist für den betroffenen Mitarbeiter eine gravierende Kürzung, so dass wir das vom Betriebsrat aus definitiv so nicht akzeptieren können", sagte BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch. Beim Abfindungsprogramm will der Betriebsrat dem Autobauer zudem genau auf die Finger schauen. Es sei wichtig, dass dies immer freiwillig passiere, hieß es. Im Zweifelsfall soll Mitarbeitern dabei die Rechtsberatung der IG Metall zur Verfügung stehen. Gewöhnlich verlassen jährlich etwa 5000 Mitarbeiter den Autokonzern, die Hälfte davon geht in Rente. Eine Nachbesetzung frei werdender Stellen wird bereits in jedem Einzelfall geprüft. In der Rezession wechseln aber weniger Mitarbeiter zu anderen Unternehmen als in normalen Zeiten. BMW rechnet im laufenden Quartal wie VW und Daimler mit Verlust. Der Absatz ist mau, die Werke arbeiten im Ein-Schicht-Betrieb. Vorstandschef Oliver Zipse hatte bei der Hauptversammlung Mitte Mai gesagt: "Die Prognosen für 2020 sind düster." Betriebsratschef Schoch hat Mitte Mai bereits betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr ausgeschlossen. Eine Betriebsvereinbarung garantiert jedem Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz - aber nur, solange das Unternehmen einen Jahresgewinn erwirtschaftet./rol/ruc/DP/men
Heute 29.05.2020 10:59:17 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: VW steckt zwei Milliarden Euro in chinesische Elektrooffensive
(Aktualisierung: China-Chef Wöllenstein im 8. und 9. Absatz.) WOLFSBURG/PEKING (dpa-AFX) - Der Volkswagen-Konzern schiebt seine Elektro-Offensive in China mit milliardenschweren Investitionen an. Zusätzlich zum bereits am Donnerstag bekannt gewordenen Einstieg beim Batteriehersteller Gotion High-Tech - ehemals Guoxuan High-Tech - erhöhen die Wolfsburger auch ihren Anteil an dem Elektro-Joint-Venture JAC Volkswagen, wie der Konzern am Freitag in Peking mitteilte. An der Mutter von JAC, der staatlichen JAG, übernimmt VW dazu die Hälfte der Anteile. Insgesamt investiert der Konzern rund 2 Milliarden Euro, rund eine Milliarde davon entfällt auf den Einstieg bei Gotion High-Tech. "Zusammen mit starken und verlässlichen Partnern baut Volkswagen seine E-Offensive in China weiter aus", sagte Vorstandschef Herbert Diess laut Mitteilung. "Das Segment der Elektroautos wächst schnell und bietet großes Potenzial für JAC Volkswagen. Durch unsere strategische Beteiligung an Gotion treiben wir auch in China aktiv die Entwicklung der Batteriezelle voran." VW-China-Chef Stephan Wöllenstein sprach von einem strategischen Meilenstein. Volkswagen will in seinem mit Abstand größten Einzelmarkt China 2025 rund 1,5 Millionen Elektroautos ausliefern. JAC ist das bisher kleinste Gemeinschaftsunternehmen der Wolfsburger im Land, mit den größeren Partnern FAW und SAIC wurde VW in der Volksrepublik zum Marktführer. JAC wurde 2017 gegründet, um kleine und mittelgroße Elektroautos zu bauen. Geplant sind fünf zusätzliche Modelle bis 2025, der Bau eines Werks für Elektromodelle und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Hefei. Bei Gotion High-Tech wird VW mit einem Anteil von rund 26 Prozent zum größten Einzelaktionär. Volkswagen ist damit nach eigenen Angaben der erste ausländische Konzern, der sich direkt an einem Batteriehersteller in China beteiligt. "Erstmalig übernimmt Volkswagen im Land eine strategische Rolle in einem staatlichen Unternehmen und investiert direkt in einen chinesischen Batterielieferanten", sagte Wöllenstein. Die Vereinbarung habe keine Auswirkungen auf laufende Verträge mit anderen Batterielieferanten, hieß es. Die Akkus gelten beim Hochfahren der Elektromobilität als knappes Gut, die Autobauer versuchen daher ihren Zugriff auf genügend Kapazität zu sichern. Auch in Europa will Volkswagen selbst Batteriezellen herstellen, was wegen der hohen Investitionskosten nicht jeder Autobauer in Angriff nimmt. In Salzgitter wird mit dem schwedischen Batteriespezialisten Northvolt zusammen eine Fertigung aufgebaut, darauf hatte unter anderem der Betriebsrat gedrungen. In künftigen Elektroautos wird die Batterie nach Schätzung von Experten und Unternehmen einen Großteil der Wertschöpfung ausmachen. Die beiden Deals sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Dass Volkswagen bei JAC größer einsteigen könnte, war nach den Lockerungen der Investitionsbeschränkungen für ausländische Autokonzerne bereits spekuliert worden. Der Autobauer BMW erhöht den Anteil an seinem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen BBA ebenfalls auf über die Hälfte, die früher die Obergrenze war. China gilt als Leitmarkt für Elektroautos, weil die chinesische Regierung die schlechte Luft in den großen Städten des Landes bekämpfen und bei dem Thema weltweit Technologieführer werden will. Zufrieden äußerte sich Volkswagen am Freitag über die Entwicklung des Geschäfts in China, wo die Wirtschaft nach Ende des Corona-Lockdowns wieder Fahrt aufnimmt. Nach einem "schwarzen Februar" habe Monat für Monat eine deutlich Erholung eingesetzt, sagte China-Chef Stephan Wöllenstein vor Journalisten in Peking. Man könne schon von einem "kleinen Wunder" sprechen. Mit etwas Optimismus sei davon auszugehen, dass im Mai bereits wieder gleich viele oder sogar etwas mehr Autos als im gleichen Monat des Vorjahres abgesetzt wurden. Von wirtschaftlichen Hilfen, die auf dem am Donnerstag zu Ende gegangenen Volkskongress in Peking beschlossen wurden, seien weitere positive Impulse zu erwarten. Dennoch werde es schwierig, bis zum Ende des Jahres alles aufzuholen, was während der Covid-Krise an Geschäft verloren ging. Zwar könnten im Vergleich zum Vorjahr Marktanteile gewonnen werden, "aber wir sehen noch nicht, dass wir vollständig aufholen, was wir in den ersten Monaten verloren haben"./men/jpt/DP/men