Faktor-Zertifikat | 4,00 | Long | Deutsche Bank

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  • WKN: MC3J9E
  • ISIN: DE000MC3J9E6
  • Faktor-Zertifikat
Produkt wurde angepasst - neue Werte: Bezugsverhältnis 1,048359, Basispreis 5,3925 EUR, Reset Barriere 5,61 EUR

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Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Deutsche Bank hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf Deutsche Bank hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Wertentwicklung

Stammdaten

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Nachrichten und Analysen

29.09.2020 Quelle: dpa
Zinsportal Deposit Solutions expandiert in die USA
FRANKFURT/HAMBURG (dpa-AFX) - Das Hamburger Zinsportal Deposit Solutions expandiert in die USA. Das Start-up, das über die Plattformen Savedo und Zinspilot Tages- und Festgelder von Sparern an Partnerbanken vermittelt, gab am Dienstag den Start seiner Plattform SaveBetter.com in den Vereinigten Staaten bekannt. Der US-Einlagenmarkt biete großes Wachstumspotenzial, sagte Tim Sievers, Vorstandschef und Gründer von Deposit Solutions. Damit zählt die Firma zu den wenigen jungen Finanzfirmen aus Deutschland, die den Schritt nach Amerika schaffen. Erste Partnerbanken in den USA hat Deposit Solutions gewonnen. Deposit Solutions bringt Banken, die Einlagen als Finanzierungsquelle brauchen, und Sparer mit ihrem Wunsch nach Zinsen zusammen. Die 2011 gegründete Firma vermittelte bisher Gelder von Sparern an Partnerbanken aus Deutschland und Europa. Bei Instituten aus Tschechien, Italien oder der Slowakei locken oft höhere Zinsen als bei hiesigen Banken. Sparer können - ebenso wie beim Berliner Konkurrenten Raisin ("Weltsparen") - über die Portale die Angebote vieler Banken vergleichen und Geld so auch im Ausland anlegen. In Zeiten der Niedrigzinsen ist das Angebot gefragt: Die Firma Deposit Solutions, die Paypal-Gründer Peter Thiel zu ihren Gesellschaftern zählt, hat nach eigenen Angaben mehr als 30 Milliarden US-Dollar (rund 26 Mrd Euro) Einlagen von Sparern vermittelt. Im Herbst 2019 stieg auch die Deutsche Bank bei der Firma ein, die auf Basis der Deposit-Solutions-Technologie ihr Portal "Zinsmarkt" betreibt./als/DP/fba
28.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Commerzbank findet neuen Chef - Aktie legt zu
(Neu: Kurs, Experten-Einschätzungen) FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Deutsche-Bank-Manager Manfred Knof soll die Commerzbank zurück in die Erfolgsspur führen. Die einstimmige Entscheidung des Aufsichtsrats vom Samstag ist ein deutliches Signal: Statt die Nachfolge des zum Jahresende ausscheidenden Konzernchefs Martin Zielke intern zu regeln, soll ein externer Kandidat für frischen Wind bei dem MDax-Konzern sorgen. Knof kann seine neue Aufgabe am 1. Januar 2021 mit Vertrauensvorschuss antreten. Auch der Finanzinvestor Cerberus, dessen harsche Kritik an der bisherigen Führung der Bank die Neubesetzung provoziert hatte, setzt auf Knofs Erfahrung in Sachen Restrukturierung. An der Börse wurde die Nachricht vom Wochenende zunächst positiv aufgenommen. Die zuletzt mal wieder stark unter Druck stehende Aktie legte in den ersten Handelsminuten um 4,6 Prozent auf 4,19 Euro zu. Das Papier hatte allerdings in den vergangenen Wochen auch fast ein Fünftel eingebüßt und beendete damit den Erholungskurs nach dem Corona-Crash, in dem das Papier auf das Rekordtief von 2,804 Euro gefallen war. JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein lobte die Personalie. Dies sei eine positive Entwicklung, schrieb der renommierte Branchenexperte in einer aktuellen Studie. Der Schritt sei wichtig und notwendig, um die bestehende Unsicherheit über den Kurs der Bank zu beenden. Der Experte geht davon aus, dass Knof seine Strategie bei der Vorstellung der 2020er-Jahreszahlen Anfang 2021 vorstellen wird. Hauptproblem bleibe die niedrige Profitabilität der Bank, die nur mit schmerzvollen Schritten wie dem weiteren Personalabbau und der Schließung von Filialen zu verbessern sei. Die Kosten dafür dürften wiederum das Ergebnis der Bank noch eine Weile belasten. Der JPMorgan-Analyst bekräftigte daher seine "Neutral"-Einstufung mit einem Kursziel von 5 Euro. Analystin Martina Matouskova vom US-Broker Jefferies sieht in Knof auch eine gute Wahl, da er unter anderem das Geschäft der Allianz Deutschland wieder auf Erfolgskurs gebracht habe. In puncto Digitalisierung und Kostensenkungen habe er Erfahrungen gesammelt, die ihm bei der Commerzbank zugute kommen dürften, nicht zuletzt was Verhandlungen mit den Gewerkschaftsvertretern betreffe. Der derzeitige Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank sei "ein erfahrener und umsetzungsstarker Topmanager, der sich in unterschiedlichsten Aufgaben in der Finanzdienstleistungsindustrie bewiesen hat", begründete Commerzbank-Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter in einer Mitteilung vom Samstagabend die Wahl. Was er vom künftigen Vorstandschef erwartet, hatte Vetter, der selbst erst seit knapp zwei Monaten im Amt ist, kürzlich im Intranet der Bank deutlich gemacht: "Die Commerzbank hat viel Gutes, aber in Sachen Effizienz und Profitabilität gibt es noch Luft nach oben. Es gibt noch viele althergebrachte Strukturen, die den heutigen Anforderungen und der Größe der Bank nicht mehr angemessen sind." Knof (55) gilt als Spezialist für schwierige Missionen. Von 1995 an war der Jurist in unterschiedlichsten Führungspositionen im Allianz-Konzern tätig, zuletzt bis 2017 als Chef für Deutschland, die Schweiz sowie Mittel- und Osteuropa. Knof trieb bei dem Versicherungskonzern die Digitalisierung voran und trat - auch mittels Stellenstreichungen - auf die Kostenbremse. Aber auch bei der Dresdner Bank, die in der Finanzkrise 2008 von der Commerzbank geschluckt wurde, hat Knof Erfahrungen gesammelt: 2003 bis 2005 war er bei der damaligen Allianz-Tochter in verschiedenen Funktionen tätig - zuletzt als Leiter des Privatkundengeschäfts Deutschland Süd mit Verantwortung für rund 1000 Filialen. Als ihn die Deutsche Bank im August 2019 - eine Ebene unterhalb des Vorstands - zum Leiter ihres Privatkundengeschäfts machte, erklärte Deutschlands größtes Geldhaus, Knof stehe "für Kundennähe, digitalen Aufbruch und strikte Kostendisziplin". Bei der Deutschen Bank läuft seit Sommer 2019 ein radikaler Konzernumbau. Gerade erst hat der Dax-Konzern angekündigt, die Zahl der Filialen in Deutschland im nächsten Jahr von gut 500 auf 400 Standorte zu reduzieren. Im noch wesentlich dichteren Filialnetz der Commerzbank werden noch drastischere Einschnitte erwartet. Von 1000 Filialen könnten gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Schon vor der Corona-Krise liefen in der Commerzbank Diskussionen über eine Verschärfung des im Herbst 2019 verkündeten Sparkurses. Die Pandemie hat der Digitalisierung einen weiteren Schub gegeben. Bei der Commerzbank könnte die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen um bis zu ein Viertel gekappt werden. "Die neue Strategie ist eine radikale Kehrtwende und geht über alles Bisherige weit hinaus", erklärte der zum 30. September ausscheidende Privatkundenchef Michael Mandel jüngst. Wegen der Folgen der Pandemie und Kosten für den Konzernumbau rechnet die Bank für das laufende Jahr mit roten Zahlen. Analysten gehen davon aus, dass die Commerzbank erst 2022 wieder die Gewinnzone erreichen wird. Zufall oder nicht: Knofs Berufung fällt genau auf den Jahrestag der Verkündung der Strategie "Commerzbank 5.0". Die Ungeduld der Investoren hat zugenommen, nachdem die vor einem Jahr von Zielke vorgestellten Schritte nicht wirklich überzeugten: Etwas weniger Personal, etwas weniger Filialen, Eingliederung der Online-Tochter Comdirect. Den Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der polnischen mBank blies der Commerzbank-Vorstand ab, weil sich die Preisvorstellung in Corona-Zeiten nicht durchsetzen ließ. In diesem Frühjahr zeigte der "Höllenhund" Cerberus Zähne: Die Commerzbank-Führung habe "über Jahre eklatant versagt", urteilte der Großaktionär und kritisierte "die unausgereiften und schlecht umgesetzten Bemühungen der Geschäftsführung, den Niedergang der Commerzbank zu verhindern". Cerberus, der auch an der Deutschen Bank beteiligt ist, ist mit gut fünf Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank - nach dem deutschen Staat, der infolge der Rettung mit Steuermilliarden in der Finanzkrise heute 15,6 Prozent hält. Die harsche Kritik zeigte Wirkung: Zielke räumte ein, dass die im Herbst 2019 beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um das Institut im Zinstief profitabler zu machen - und kündigte seinen Rücktritt als Konzernchef spätestens zum Jahresende an. Der damalige Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann warf gleich mit hin. Mit der Berufung Knofs hat der neue Chefkontrolleur Vetter die Nachfolge von Zielke überraschend schnell geregelt. Und: Statt einer internen Lösung mit Finanzvorständin Bettina Orlopp oder Firmenkundenvorstand Roland Boekhout hat Vetter sogar einen externen Kandidaten für die nicht einfache Aufgabe gewonnen - vorausgesetzt, die Aufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) stimmen noch zu. Der Großaktionär Bund hatte sich zuletzt zuversichtlich zur Zukunft der Bank geäußert. "Ich glaube, dass wir ja jetzt doch sehen, dass sich viele bemühen, der Commerzbank eine gute Zukunft zu geben und auch mutige Entscheidungen zu treffen", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei einer Bankentagung Anfang September. "Ich finde, das sollte jetzt erstmal begleitet werden."/ben/DP/he/zb/jha/
28.09.2020 Quelle: dpa
WDH/ROUNDUP: Sanierer von der Deutschen Bank wird neuer Commerzbank-Chef
(Hinweis auf Wochenend-Wiederholung wurde gestrichen.) FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Deutsche-Bank-Manager Manfred Knof soll die Commerzbank zurück in die Erfolgsspur führen. Die einstimmige Entscheidung des Aufsichtsrats vom Samstag ist ein deutliches Signal: Statt die Nachfolge des zum Jahresende ausscheidenden Konzernchefs Martin Zielke intern zu regeln, soll ein externer Kandidat für frischen Wind bei dem Frankfurter MDax-Konzern sorgen. Knof kann seine neue Aufgabe am 1. Januar 2021 mit Vertrauensvorschuss antreten. Auch der Finanzinvestor Cerberus, dessen harsche Kritik an der bisherigen Führung der Bank die Neubesetzung provoziert hatte, setzt auf Knofs Erfahrung in Sachen Restrukturierung. An der Börse wurde die Nachricht vom Wochenende zunächst positiv aufgenommen. Die zuletzt mal wieder stark unter Druck stehende Aktie legte vorbörslich knapp fünf Prozent zu. Der derzeitige Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank sei "ein erfahrener und umsetzungsstarker Topmanager, der sich in unterschiedlichsten Aufgaben in der Finanzdienstleistungsindustrie bewiesen hat", begründete Commerzbank-Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter in einer Mitteilung vom Samstagabend die Wahl. Was er vom künftigen Vorstandschef erwartet, hatte Vetter, der selbst erst seit knapp zwei Monaten im Amt ist, kürzlich im Intranet der Bank deutlich gemacht: "Die Commerzbank hat viel Gutes, aber in Sachen Effizienz und Profitabilität gibt es noch Luft nach oben. Es gibt noch viele althergebrachte Strukturen, die den heutigen Anforderungen und der Größe der Bank nicht mehr angemessen sind." Knof (55) gilt als Spezialist für schwierige Missionen. Von 1995 an war der Jurist in unterschiedlichsten Führungspositionen im Allianz-Konzern tätig, zuletzt bis 2017 als Chef für Deutschland, die Schweiz sowie Mittel- und Osteuropa. Knof trieb bei dem Versicherungskonzern die Digitalisierung voran und trat - auch mittels Stellenstreichungen - auf die Kostenbremse. Aber auch bei der Dresdner Bank, die in der Finanzkrise 2008 von der Commerzbank geschluckt wurde, hat Knof Erfahrungen gesammelt: 2003 bis 2005 war er bei der damaligen Allianz-Tochter in verschiedenen Funktionen tätig - zuletzt als Leiter des Privatkundengeschäfts Deutschland Süd mit Verantwortung für rund 1000 Filialen. Als ihn die Deutsche Bank im August 2019 - eine Ebene unterhalb des Vorstands - zum Leiter ihres Privatkundengeschäfts machte, erklärte Deutschlands größtes Geldhaus, Knof stehe "für Kundennähe, digitalen Aufbruch und strikte Kostendisziplin". Bei der Deutschen Bank läuft seit Sommer 2019 ein radikaler Konzernumbau. Gerade erst hat der Dax-Konzern angekündigt, die Zahl der Filialen in Deutschland im nächsten Jahr von gut 500 auf 400 Standorte zu reduzieren. Im noch wesentlich dichteren Filialnetz der Commerzbank werden noch drastischere Einschnitte erwartet. Von 1000 Filialen könnten gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können. Schon vor der Corona-Krise liefen in der Commerzbank Diskussionen über eine Verschärfung des im Herbst 2019 verkündeten Sparkurses. Die Pandemie hat der Digitalisierung einen weiteren Schub gegeben. Bei der Commerzbank könnte die Zahl der zuletzt knapp 40 000 Vollzeitstellen um bis zu ein Viertel gekappt werden. "Die neue Strategie ist eine radikale Kehrtwende und geht über alles Bisherige weit hinaus", erklärte der zum 30. September ausscheidende Privatkundenchef Michael Mandel jüngst. Wegen der Folgen der Pandemie und Kosten für den Konzernumbau rechnet die Bank für das laufende Jahr mit roten Zahlen. Analysten gehen davon aus, dass die Commerzbank erst 2022 wieder die Gewinnzone erreichen wird. Zufall oder nicht: Knofs Berufung fällt genau auf den Jahrestag der Verkündung der Strategie "Commerzbank 5.0". Die Ungeduld der Investoren hat zugenommen, nachdem die vor einem Jahr von Zielke vorgestellten Schritte nicht wirklich überzeugten: Etwas weniger Personal, etwas weniger Filialen, Eingliederung der Online-Tochter Comdirect. Den Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der polnischen mBank blies der Commerzbank-Vorstand ab, weil sich die Preisvorstellung in Corona-Zeiten nicht durchsetzen ließ. In diesem Frühjahr zeigte der "Höllenhund" Cerberus Zähne: Die Commerzbank-Führung habe "über Jahre eklatant versagt", urteilte der Großaktionär und kritisierte "die unausgereiften und schlecht umgesetzten Bemühungen der Geschäftsführung, den Niedergang der Commerzbank zu verhindern". Cerberus, der auch an der Deutschen Bank beteiligt ist, ist mit gut fünf Prozent zweitgrößter Aktionär der Commerzbank - nach dem deutschen Staat, der infolge der Rettung mit Steuermilliarden in der Finanzkrise heute 15,6 Prozent hält. Die harsche Kritik zeigte Wirkung: Zielke räumte ein, dass die im Herbst 2019 beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um das Institut im Zinstief profitabler zu machen - und kündigte seinen Rücktritt als Konzernchef spätestens zum Jahresende an. Der damalige Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann warf gleich mit hin. Mit der Berufung Knofs hat der neue Chefkontrolleur Vetter die Nachfolge von Zielke überraschend schnell geregelt. Und: Statt einer internen Lösung mit Finanzvorständin Bettina Orlopp oder Firmenkundenvorstand Roland Boekhout hat Vetter sogar einen externen Kandidaten für die nicht einfache Aufgabe gewonnen - vorausgesetzt, die Aufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) stimmen noch zu. Der Großaktionär Bund hatte sich zuletzt zuversichtlich zur Zukunft der Bank geäußert. "Ich glaube, dass wir ja jetzt doch sehen, dass sich viele bemühen, der Commerzbank eine gute Zukunft zu geben und auch mutige Entscheidungen zu treffen", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei einer Bankentagung Anfang September. "Ich finde, das sollte jetzt erstmal begleitet werden."/ben/DP/he/zb