Faktor-Zertifikat | 2,00 | Long | UBS

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  • WKN: MC3HB0
  • ISIN: DE000MC3HB03
  • Faktor-Zertifikat
Produkt wurde angepasst - neue Werte: Bezugsverhältnis 1,900366, Basispreis 5,135 CHF, Reset Barriere 5,34 CHF

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Basiswert

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Wertentwicklung

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf UBS hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf UBS hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Ereignisse

Datum Ereignis Anpassung Wert vor Ereignis Wert nach Ereignis
05.05.2020 Ausschüttung
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 5,17 CHF
  • 5,38 CHF
  • 1,90
  • 4,79 CHF
  • 4,98 CHF
  • 1,86
05.05.2020 Ordentliche Dividende
  • Basispreis
  • Barriere
  • Bezugsverhältnis
  • 5,17 CHF
  • 5,38 CHF
  • 1,90
  • 4,79 CHF
  • 4,98 CHF
  • 1,86

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

25.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Schweizer Bank Julius Bär muss DDR-Vermögen zurückzahlen
(neu: Details) ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Bank Julius Bär muss auf Schweizer Konten gelandetes einstiges DDR-Vermögen zurückzahlen. Das entschied das Bundesgericht nach einem jahrelangen Rechtsstreit, wie die Bank am Freitag mitteilte. Es geht um Vermögen und Zinsen von insgesamt 150 Millionen Franken (knapp 140 Mio Euro). Die Bank habe dafür 2019 bereits eine Rückstellung gemacht. Das Geld stammte nach Angaben der Bank von einer Außenhandelsgesellschaft der DDR und war zwischen 1990 und 1992 auf Konten der Gesellschaft bei der Schweizer Bank Cantrade gelandet, die Julius Bär 2005 übernommen hatte. Geklagt hatte die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), die Nachfolgerin der Treuhandanstalt, die sich unter anderem um Gelder kümmert, die Mitglieder des SED-Regimes nach der Wende beiseite geschafft hatten. Die BvS war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Verfahren gegen die Bank Julius Bär war der letzte noch offene Rechtsstreit zur Rückführung von Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR, wie das Finanzministerium im Mai 2019 auf FDP-Anfrage mitgeteilt hatte. Der Gesamtwert dieser Vermögen sei Ende 2017 auf knapp zwei Milliarden Euro beziffert worden. Zwischen 2008 und 2018 seien zurückgeführte Gelder nach einem Schlüssel an die begünstigten Länder überwiesen worden, der die Einwohnerzahl Ende 1991 berücksichtigte. Der mit Abstand größte Teil floss in den Freistaat Sachsen, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die problematischen Zahlungen seien bei der Übernahme der Bank bekannt gewesen, teilte Julius Bär mit. Sie werde sie deshalb von der Verkäuferin zurückfordern. Das war seinerzeit die Großbank UBS. Die BvS hat zum 1. Januar 2001 ihre operative Tätigkeit eingestellt. Seitdem besteht sie nur noch als Rechts- und Vermögensträgerin fort. Die Treuhandanstalt war zum treuhänderischen Verwalter des Vermögens der Partei- und Massenorganisationen bestimmt worden./oe/DP/nas
25.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Schweizer Bank Julius Bär muss DDR-Vermögen zurückzahlen
ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Bank Julius Bär muss auf Schweizer Konten gelandetes einstiges DDR-Vermögen zurückzahlen. Das entschied das Bundesgericht nach einem jahrelangen Rechtsstreit, wie die Bank am Freitag mitteilte. Es geht um Vermögen und Zinsen von insgesamt 150 Millionen Franken (knapp 140 Mio Euro). Die Bank habe dafür 2019 bereits eine Rückstellung gemacht. Das Geld stammte nach Angaben der Bank von einer Außenhandelsgesellschaft der DDR und war zwischen 1990 und 1992 auf Konten der Gesellschaft bei der Schweizer Bank Cantrade gelandet, die Julius Bär 2005 übernommen hatte. Geklagt hatte die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), die Nachfolgerin der Treuhandanstalt, die sich unter anderem um Gelder kümmert, die Mitglieder des SED-Regimes nach der Wende beiseite geschafft hatten. Das Verfahren gegen die Bank Julius Bär war der letzte noch offene Rechtsstreit zur Rückführung von Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR, wie das Finanzministerium im Mai 2019 auf FDP-Anfrage mitgeteilt hatte. Der Gesamtwert dieser Vermögen sei Ende 2017 auf knapp zwei Milliarden Euro beziffert worden. Zwischen 2008 und 2018 seien zurückgeführte Gelder nach einem Schlüssel an die begünstigten Länder überwiesen worden, der die Einwohnerzahl Ende 1991 berücksichtigte. Der mit Abstand größte Teil floss in den Freistaat Sachsen, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die problematischen Zahlungen seien bei der Übernahme der Bank bekannt gewesen, teilte Julius Bär mit. Sie werde sie deshalb von der Verkäuferin zurückfordern. Das war seinerzeit die Großbank UBS. Die BvS hat zum 1. Januar 2001 ihre operative Tätigkeit eingestellt. Seitdem besteht sie nur noch als Rechts- und Vermögensträgerin fort. Die Treuhandanstalt war zum treuhänderischen Verwalter des Vermögens der Partei- und Massenorganisationen bestimmt worden./oe/DP/men
21.09.2020 Quelle: dpa
AKTIEN IM FOKUS 2: Geldwäsche-Vorwürfe belasten Banken stark
(neu: Kurse, Experten und mehr Details) FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX Broker) - Geldwäsche-Vorwürfe haben Europas Bankenaktien am Montag in einem sehr schwachen Marktumfeld besonders stark unter Druck gesetzt. Namentlich genannt wurden unter anderem die Deutsche Bank, die HSBC und Standard Chartered. Derweil erwischte die UBS mit Übernahmeerwägungen einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Der Bankenindex im marktbreiten europäischen Stoxx Europe 600 sackte am Montag um die Mittagszeit um 5,3 Prozent ab auf den niedrigsten Stand seit Mitte Mai. Neben dem Index der Reise- und Tourismusbranche war er einer der größten Verlierer im Branchentableau. Allgemein ging es am Aktienmarkt zu Wochenbeginn wegen neuer Sorgen um den Corona-Virus wieder deutlich nach unten. Für Mollstimmung in der Branche sorgte ein Leak vertraulicher Geldwäscheverdachtsmeldungen des US-Finanzminsteriums über dubiose Zahlungsströme, die so genannten FinCEN Files. Auch wenn einige Fragen zu klären seien, erhöhten die Files in jedem Fall wieder die Regulierungs- und Sanktionsrisiken für die Branche, erklärte Marktanalyst Neil Wilson von Markets.com. Laut Recherchen eines internationalen Journalisten-Netzwerks wurden von zahlreichen großen Instituten jahrelang Geschäfte mit hochriskanten Kunden abgewickelt und trotz strenger Regularien mutmaßliche Kriminelle als Kunden akzeptiert, für die Überweisungen in Milliardenhöhe ausgeführt wurden. Gemeldet haben sie diese Vorgänge den Angaben zufolge mitunter nur sehr zögerlich und zum Teil mit jahrelanger Verspätung. Nun werden aus der Politik Forderungen nach mehr Befugnissen für Aufsichtsbehörden sowie schärferen Strafen laut. Zu den namentlich erwähnten Instituten gehört die britische HSBC. In London büßten deren Aktien am frühen Nachmittag etwa fünf Prozent auf knapp 288,50 Pence ein. Bei 284,55 Pence markierten sie dort zeitweise sogar den niedrigsten Stand seit gut 25 Jahren. Einem chinesischen Parteiorgan zufolge ist HSBC außerdem ein möglicher Kandidat für eine Schwarze Liste in China. Die Zeitung "Global Times" der Kommunistischen Partei Chinas schrieb in ihrer Samstagsausgabe, die HSBC zähle zu den "unzuverlässigen Unternehmen", welche die nationale Sicherheit des Landes gefährdeten. Angesichts der Quelle zweifelte ein Analyst nicht daran, dass der Bericht es der bereits stark in Hongkong engagierten HSBC erschweren dürfte, ihre Geschäfte auf dem chinesischen Festland auszubauen - und das, nachdem sie dort in den vergangenen Jahren viel investiert habe. In Deutschland sackten die Aktien der Deutschen Bank, die ebenfalls in dem Bericht des Journalisten-Netzwerks genannt wurden, sogar um mehr als sieben Prozent ab. Dass das Frankfurter Bankhaus ebenso wie die französische BNP Paribas und die britische Barclays auf einem Übernahme-Wunschzettel der Schweizer UBS stehen soll, half im aktuellen Umfeld keinem der genannten Institute. Das Minus bei den anderen genannten Papieren betrug zwischen 4,8 und 5,5 Prozent./gl/tih/jha/ ----------------------- dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX -----------------------
03.09.2020 Quelle: dpa
GESAMT-ROUNDUP 2/Scholz: Rasch aus Wirecard-Fehlern lernen - Streit um Ausschuss
(neu: Verfahren gegen zwei Journalisten eingestellt) FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Die politische Aufarbeitung des Wirecard-Bilanzskandals nimmt Fahrt auf. Die Lehren für Aufsicht und Wirtschaftsprüfer aus dem beispiellosen Absturz des einstigen Börsenstars aus dem Münchner Vorort Aschheim müssten rasch gezogen werden, mahnte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag bei einer Bankentagung in Frankfurt: "Wir müssen jetzt auch konkret und praktisch werden." Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat für September umfassende Vorschläge der Bundesregierung zu Konsequenzen aus dem Wirecard-Skandal angekündigt. Scholz bekräftigte: "Ich halte es für dringend erforderlich, dass wir zum Beispiel die Rotation von Wirtschaftsprüfern, die in einem Unternehmen tätig sind, beschleunigen und die lange Dauer, die heute möglich ist, reduzieren. Ich halte es für dringend erforderlich, dass wir eine bessere Trennung von Prüfung und Beratung vornehmen als das heute der Fall ist und wir müssen natürlich den Aufsichtsbehörden noch mehr zusätzliche und schärfere Instrumente geben." Scholz sagte, seine Hoffnung sei, dass der vom Bundestag eingesetzte Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal dabei helfen werde, "dass wir die Reformen jetzt auch durchsetzen können und sie nicht verhindert werden". Er sehe die Gefahr, dass bei nachlassendem Interesse an dem Thema "mächtige Interessengruppen im Hintergrund schon allerhand anstellen, um zu verhindern, dass jetzt die notwendigen Entscheidungen getroffen werden". Der Untersuchungsausschuss soll im Herbst die Arbeit aufnehmen. Es gibt allerdings noch Diskussionen über die Besetzung des Vorsitzes, der nach den parlamentarischen Gepflogenheiten in diesem Fall an die AfD fallen würde. Die AfD-Fraktion will sich diese Rolle auch nicht nehmen lassen, wie der als Kandidat für den Ausschussvorsitz gehandelte Abgeordneter Kay Gottschalk der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte: "Die AfD-Fraktion beansprucht natürlich den Vorsitz des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, denn dies steht ihr nach parlamentarischer Tradition zu." Gottschalk betonte, es gehe ihm um eine lückenlose Aufklärung, inklusive "aller unangenehmen Wahrheiten, denen sich auch viele in der Bundesregierung stellen werden müssen", wie er sagte. "Nichts anderes kann das Ziel des Ausschusses sein und dies würde ich als Vorsitzender in dem mir möglichen Rahmen forcieren." Vorbehalte äußerte der Linken-Finanzpolitiker Fabio De Masi im "Handelsblatt" (Donnerstag). De Masi sagte, "die Integrität der Ermittlungen" müsse gewahrt werden, weswegen die AfD einen Kandidaten präsentieren müsse, der über "persönliche Integrität" verfüge. Der inzwischen aus dem Dax geflogene Münchener Zahlungsdienstleister Wirecard hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet. Die Münchener Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Unternehmen seit 2015 Scheingewinne auswies, und ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Viel Kritik gibt es unter anderem an der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), die dem Bundesfinanzministerium unterstellt ist, aber auch an der Rolle des langjährigen Wirecard-Wirtschaftsprüfers EY. Formal war die Bafin nur für einen Teil des als Technologieunternehmen eingestuften Wirecard-Konzerns zuständig: die Wirecard Bank. "Wir haben uns selbstverständlich auch das Unternehmen Wirecard sehr genau angeschaut", hatte Bafin-Präsident Felix Hufeld am Mittwoch bei der Frankfurter Tagung gesagt. "Wir waren an dieser Stelle nicht blind. Aber wir haben uns zu lange auf die formal korrekten Verfahren verlassen." Der Bafin-Chef räumte ein: "Mit dem Wissen von heute hätten wir die Staatsanwaltschaft angerufen und hätten gesagt: Verhaftet diesen Haufen Krimineller." Hufeld versicherte, seine Behörde werde weiterhin "mit maximaler Klarheit und Offenheit" an der Aufklärung des Wirecard-Skandals mitwirken. Einen Rücktritt schloss Hufeld aus. Scholz will erreichen, dass staatliche Institutionen künftig "anlassloser und natürlich auch mit dem Risiko, dass das einen Reputationsschaden für ein Unternehmen hat" Sonderprüfungen veranlassen können. UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber plädierte bei der Frankfurter Tagung angesichts des Wirecard-Skandals für stärkere Kontrollrechte für die Aufsichtsräte in deutschen Unternehmen. "Es ist wichtig, wenn man ein Unternehmen intern kontrollieren will, dass man sich ein unverzerrtes und eigenes Bild der Risiken machen kann", sagte der Chefaufseher der Schweizer Großbank UBS. Es nütze dem Aufsichtsrat nichts, wenn er von den Berichten des Managements abhänge. In der Schweiz berichte die interne Revision - die Prüfabteilung einer Bank - hingegen nicht an das Management, sondern an den Verwaltungsrat, sagte Weber. "Und ich glaube, das kann man sicherlich im deutschen Aktienrecht ändern." In der Schweiz hat der Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft ähnliche Kontrollaufgaben wie Aufsichtsräte in Deutschland. Allerdings besitze er mehr Macht und Einfluss, sagte Weber, der bis 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank war. Für ihn sei der Posten bei der UBS "ein Vollzeitjob". Derweil stellte die Staatsanwaltschaft München I die Verfahren gegen zwei Journalisten der "Financial Times" in London ein. Die Behörde teilte am Donnerstag mit, die Berichterstattung der beiden sei grundsätzlich zutreffend und "jedenfalls vom Standpunkt der damaligen Informationslage aus weder falsch noch irreführend" gewesen. Die britische Zeitung hatte seit 2015 regelmäßig über Unstimmigkeiten in den Bilanzen des Zahlungsdienstleisters berichtet und so die Aufdeckung des Skandals ins Rollen gebracht. Wegen der Artikel stürzte der Aktienkurs der Wirecard AG ab und verlor in wenigen Tagen fast die Hälfte seines Wertes. Auf Betreiben der Bafin ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen die Journalisten. Der Verdacht lautete, die Reporter könnten mit Börsenspekulanten gemeinsame Sache machen, um den Aktienkurs unter Druck zu bringen./ben/stw/DP/jha