Faktor-Zertifikat | 3,00 | Short | thyssenkrupp

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  • WKN: MC3H7M
  • ISIN: DE000MC3H7M5
  • Faktor-Zertifikat

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Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf thyssenkrupp hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

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Nachrichten und Analysen

Heute 27.02.2020 06:35:03 Quelle: dpa
ROUNDUP: Thyssenkrupp-Aufsichtsrat entscheidet über Verkauf der Aufzugssparte
ESSEN (dpa-AFX) - Bei Thyssenkrupp fällt am Donnerstag eine für die Zukunft des Unternehmens wichtige Entscheidung. Der Aufsichtsrat des angeschlagenen Stahl- und Industriekonzerns will am Nachmittag über den Verkauf der milliardenschweren Aufzugssparte beraten. Thyssenkrupp braucht dringend Geld, um Schulden zu tilgen und den geplanten Konzernumbau zu finanzieren. Investoren haben den Wert der Aufzugssparte nach Angaben von Konzernchefin Martina Merz auf mehr als 15 Milliarden Euro taxiert. Offen ist, ob Thyssenkrupp das Geschäft mit Aufzügen und Rolltreppen komplett verkaufen oder einen Teil behalten will. Die Aufzugssparte ist derzeit der einzige nennenswerte Gewinnbringer des hoch verschuldeten Konzerns. Weltweit hat Thyssenkrupp Elevator rund 53 000 Mitarbeiter, das ist fast ein Drittel aller Beschäftigten im Konzern. Während das Stahl-Geschäft tief in den roten Zahlen steckt, erzielte Thyssenkrupp mit dem Verkauf und der Wartung von Aufzügen und Rolltreppen allein im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen operativen Gewinn von 228 Millionen Euro. Im Bieterrennen sind noch zwei Gruppen. Zum Konsortium um die Finanzinvestoren Advent und Cinven gehört auch die RAG-Stiftung aus Essen. Die zweite Bietergruppe bilden die Investoren Blackstone, Carlyle und Canadian Pension Plan. Eine Rolle bei der Entscheidung von Vorstand und Aufsichtsrat dürfte auch spielen, wer die Arbeitnehmer auf seiner Seite hat. Die IG Metall hat bereits mit beiden Bietern Vereinbarungen für den Verkaufsfall geschlossen. "Arbeitsplätze und Standorte sind gesichert", sagte der NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft, Knut Giesler. Zudem sorge die Zusage von Investitionen in Innovationen "für die Zukunftsfähigkeit der Aufzugssparte". Bei Thyssenkrupp hatte sich in den vergangenen Monaten die Lage immer mehr zugespitzt. Die lange vorbereitete Fusion der Stahlsparte mit dem europäischen Zweig des indischen Stahlkochers Tata war von der EU-Kommission untersagt worden. Eine Aufspaltung des Konzerns in zwei Aktiengesellschaften wurde abgesagt, Thyssenkrupp flog wegen massiver Kursverluste aus dem Dax. Vorstandschef Guido Kerkhoff musste nach nur gut einem Jahr im Amt seinen Hut nehmen. Im Oktober wechselte dann die Aufsichtsratsvorsitzende Martina Merz als Interimschefin an die Spitze des Vorstands./hff/DP/zb
26.02.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Grüne wollen 'Klimapakt' mit der deutschen Industrie schließen
BERLIN (dpa-AFX) - Auf dem Weg in eine klimafreundliche Wirtschaft suchen die Grünen den Schulterschluss mit der Industrie. Vor einem Wirtschaftskongress der Bundestagsfraktion an diesem Freitag schlagen die Wirtschafts- und Industriepolitiker ein umfangreiches Förder- und Schutzprogramm vor allem für energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie und Zement vor. Auch ein "Klimabeitrag", also ein Zuschlag auf Produkte dieser Branchen, gehört dazu. Das zweiseitige Positionspapier lag der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vor. "Wir bieten der deutschen Industrie einen Klimapakt an", sagte die Grünen-Wirtschaftexpertin Katharina Dröge der dpa. Damit Branchen wie Stahl und Chemie auch künftig in der Spitzenliga mitspielten, müssten sie jetzt den Umstieg auf moderne, klimaneutrale Produktionsmethoden schaffen. "Wir wollen jetzt den politischen Rahmen schaffen, der die klimaneutrale Produktion auch wettbewerbsfähig macht." Die Grünen schlagen vor, dass die öffentliche Hand mit Unternehmen Verträge für klimaneutrale Produktionsmethoden abschließt und die Zusatzkosten über eine bestimmte Zeit trägt. Bis 2050 soll Deutschland unterm Strich keine Treibhausgase mehr ausstoßen. Verbleibende Emissionen müssten dann ausgeglichen werden. Für die Industrie bedeutet das Investitionen in Milliardenhöhe. Solange der CO2-Preis nicht deutlich steige, den Energiewirtschaft und Industrie in der EU für den Ausstoß von Treibhausgasen bezahlen müssen, lohne sich für besonders energieintensive Branchen der Umstieg auf klimafreundliche Technologien nicht, heißt es im Papier. Daher wolle man die Differenz zwischen dem aktuellen CO2-Preis und den tatsächlichen Kosten der CO2-Vermeidung erstatten. Mit den Unternehmen soll es dazu "Klimaverträge" geben. Zum dritten größeren Wirtschaftskongress der Grünen-Fraktion wird am Freitag unter anderem Siemens-Chef Joe Kaeser erwartet. Mehr als 1000 Gäste sind nach Angaben der Fraktion angemeldet. Auch die Stahl-, Chemie- und Autoindustrie sollen vertreten sein. Die Grünen arbeiten daran, ihr wirtschaftspolitisches Profil zu schärfen. Fraktionsvize Oliver Krischer sagte der dpa, in den Branchen Stahl, Chemie und Zement müssen man "vom Reden zum Handeln kommen". In dem Positionspapier schlagen die Fachpolitiker vor, die Kosten für die Klimaverträge über einen "Klimabeitrag" zu refinanzieren, der auf Produkte der Branche aufgeschlagen wird - sowohl auf heimische Produkte als auch auf Importe. So sollen Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Regionen vermieden werden. Auch ein "Grenzausgleich" für CO2-intensive Produkte beim Import in die EU aus Regionen ohne vergleichbare Klimaschutz-Vorgaben gehört zu den Forderungen. Der Begriff "Klimazölle" wird dabei vermieden. Quoten für bestimmte Produkte - etwa CO2-freien Stahl in Autos - sollen aus Sicht der Grünen einen Absatzmarkt schaffen und weitere Investitionen anreizen. Bestimmte, wegweisende Projekte sollen zusätzlich zu den bestehenden Förderprogrammen direkt unterstützt werden, zudem wollen die Grünen neue Steueranreize. Eine Größenordnung der Kosten nennen sie nicht. Einem Bericht der Organisation CDP (Carbon Disclosure Project) zufolge haben 2019 knapp 900 europäische Börsenunternehmen insgesamt 124 Milliarden Euro in die Reduzierung ihrer Emissionen gesteckt oder solche Investitionen angekündigt, davon entfielen 44,4 Milliarden Euro auf deutsche Unternehmen. Das reiche aber noch lange nicht aus, hieß es./ted/DP/stk
25.02.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Verkauf der Aufzugssparte von Thyssenkrupp auf der Zielgeraden
ESSEN (dpa-AFX) - Bei dem in Finanznöten steckenden Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp rückt die Entscheidung über einen Verkauf der milliardenschweren Aufzugssparte näher. An diesem Donnerstag (27. Februar) kommt der Aufsichtsrat zu seiner wahrscheinlich entscheidenden Sitzung zu dem Thema zusammen. Bis dahin will der Vorstand um die neue Konzernchefin Martina Merz klären, ob einer der beiden noch im Bieterrennen verbliebenen Bewerber den Zuschlag für das profitable Geschäft erhalten soll. Offen ist, ob Thyssenkrupp das Geschäft mit Aufzügen und Rolltreppen komplett verkaufen oder einen Teil behalten will. Betroffen von einem Verkauf der Aufzugssparte wäre fast jeder dritte der weltweit rund 160 000 Beschäftigten von Thyssenkrupp. Nachdem sich der finnische Aufzugbauer Kone aus dem Bieterrennen ausgestiegen ist, konzentriert sich das Thyssenkrupp-Management auf Verhandlungen mit zwei Gruppen von internationalen Finanzinvestoren. Das ist zum einem ein Konsortium aus Blackstone, Carlyle und Canadian Pension Plan. Zur zweiten Bewerbergruppe um die Finanzinvestoren Advent und Cinven gehört auch die RAG-Stiftung aus Essen. Die Stiftung muss für die Folgekosten des Bergbaus an Ruhr und Saar aufkommen und legt dazu Milliardenbeträge an. Ihr Vorsitzender Bernd Tönjes hat bei den Arbeitnehmervertretern für das Angebot des Advent/Civent-Konsortiums geworben. Die Stiftung würde als Miteigentümer dafür einstehen, "dass mögliche Optimierungen mit sozialer Verantwortung erfolgen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Das aus seiner Sicht Thyssenkrupp bei den Aufzügen "mit im Boot" bleiben sollte, dürfte bei der IG Metall ebenfalls gern gehört werden. Die Gewerkschaft hat inzwischen mit beiden Konsortien Vereinbarungen für den Fall des Verkaufs geschlossen. Darin seien unter anderem der Erhalt der Tarifbindung und die Sicherung der Altersversorgung festgeschrieben, hatte die IG Metall mitgeteilt. Die Aufzugssparte ist derzeit der einzige nennenswerte Gewinnbringer des hoch verschuldetet Thyssenkrupp-Konzerns. Während das Stahl-Geschäft tief in den roten Zahlen steckt, hat die Aufzugssparte im ersten Quartal des am 1. Oktober begonnenen Geschäftsjahres einen operativen Gewinn von 228 Millionen Euro erzielt. Bei einem Komplettverkauf werden Einnahmen von rund 16 Milliarden Euro erwartet. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Thyssenkrupp ein Minus von 260 Millionen Euro eingefahren. In diesem Jahr wird es nach Angaben des Managements deutlich höher ausfallen. Die Finanzschulden sind auf mehr als 7 Milliarden Euro gestiegen./hff/DP/zb