Faktor-Zertifikat | 2,00 | Short | Vonovia

Print
  • WKN: MC3H21
  • ISIN: DE000MC3H218
  • Faktor-Zertifikat

Verkaufen (Geld)

6,35 EUR

18.02.2020 10:16:16

Kaufen (Brief)

6,37 EUR

18.02.2020 10:16:16

Tägliche Änderung (Geld)

-0,78 %

-0,050 EUR 18.02.2020 10:16:16

Basiswert

53,45 EUR

+0,32 % 18.02.2020 10:17:52

Wertentwicklung

Stammdaten

Kennzahlen

Kursdaten

Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Short auf Vonovia hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.

Falls die zugrunde liegende Aktie die Reset Barriere überschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für die Aktie abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung der Aktie am ersten planmäßigen Handelstag (der Aktie) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines steigenden Aktien-Kurses können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten der Aktie sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Wertentwicklung

Stammdaten

Kursdaten

Nachrichten und Analysen

Heute 18.02.2020 10:00:20 Quelle: dpa
DGAP-News: Vonovia SE: Vonovia unterstützt Initiative Rhein-Ruhr City bei Bewerbung für Olympia 2032 (deutsch)
Vonovia SE: Vonovia unterstützt Initiative Rhein-Ruhr City bei Bewerbung für Olympia 2032 ^ DGAP-News: Vonovia SE / Schlagwort(e): Kooperation Vonovia SE: Vonovia unterstützt Initiative Rhein-Ruhr City bei Bewerbung für Olympia 2032 (News mit Zusatzmaterial) 18.02.2020 / 10:00 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- Vonovia unterstützt Initiative Rhein-Ruhr City bei Bewerbung für Olympia 2032 - Vonovia fungiert als neuer Partner der Initiative - Vielfalt und Nachhaltigkeit in Vonovia Geschäftsverständnis und in Konzept der Initiative fest verankert - Rolf Buch, CEO bei Vonovia: "Olympische und Paralympische Spiele im Revier ein Gewinn für alle Beteiligten." Bochum, 18. Februar 2020 - Die Initiative Rhein-Ruhr City treibt die Pläne für eine mögliche Bewerbung der Metropolregion Rhein-Ruhr für die Olympischen sowie Paralympischen Spiele im Jahr 2032 voran. Vonovia unterstützt diese Initiative als neuer Partner. Vonovia CEO Rolf Buch und Michael Mronz, CEO und Gründer der Initiative, haben die Partnerschaft jetzt unterschrieben. Vonovia sieht wichtige Parallelen zwischen dem eigenen Geschäftsverständnis und dem Konzept der Initiative. Rund eine Million Menschen sind bei Vonovia zuhause. Die Wurzeln des Unternehmens liegen an Rhein und Ruhr, wo aktuell etwa 100.000 Wohnungen zum Bestand zählen. Die Kernpunkte Vielfalt und Nachhaltigkeit, Schwerpunkte der Initiative Rhein-Ruhr City, sind fest im Geschäftsverständnis bei Vonovia verankert. "Wir unterstützen die Initiative, weil wir überzeugt sind, dass Olympische und Paralympische Spiele im Revier ein Gewinn für alle Beteiligten sind", sagt Vonovia CEO Rolf Buch. Für die Menschen an Rhein und Ruhr könne ein solches sportliches Großereignis ein starkes gesellschaftliches Miteinander schaffen. Dank der im Zuge der Initiative entwickelten Infrastruktur- und Mobilitätskonzepte würden die bestehenden Sportstätten zu einer olympischen Region verbunden. So sieht die Initiative die Verbesserung der Infrastruktur unter anderem im Hinblick auf die Vernetzung der Mobilität und Digitalisierung wie beispielweise im öffentlichen Personennahverkehr vor. Dadurch könnten die Olympischen und Paralympischen Spiele für einen regelrechten Investitionsschub sorgen. "Das schafft dauerhaft Mehrwert für die Region, stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit und erhöht die Lebensqualität der Menschen, die dort leben", erklärt Buch. Ähnlich wie bei der Konzeption eines Olympischen Dorfs schafft Vonovia Lebensräume, in denen das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft gelingt - als gelebte Vielfalt auf einem überschaubaren Raum. Bei Olympia sind es Sportler aus mehr als 200 Nationen, bei Vonovia Kunden aus mehr als 170 Nationen. Vonovia steht für Vielfalt auch in den eigenen Reihen. Die mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stammen aus 78 Nationen. "Wir freuen uns sehr, dass wir Vonovia als weiteren Partner für unsere Initiative gewonnen haben", sagt Unternehmer und Sportmanager Michael Mronz, der die von der nordrhein-westfälischen Landesregierung unterstützte und rein privatwirtschaftlich finanzierte Initiative 2016 gründete. Das Engagement von Vonovia sei ein starkes Zeichen des Gemeinschaftsgefühls in der Metropolregion. "Die Partnerschaft zeigt uns, dass die Wirtschaft unsere Initiative und damit Investitionen in Kernthemen wie Infrastruktur sowie vernetzte Mobilität unterstützt", erklärt Mronz weiter. Ökonomisch und ökologisch nachhaltiger Ansatz Der Nachhaltigkeitsgedanke nimmt bei der Partnerschaft eine zentrale Bedeutung ein. Das Konzept der Initiative Rhein-Ruhr City beruht auf einem ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Ansatz. 90 Prozent der für die Spiele benötigten Sportstätten sind bereits heute vorhanden. Das olympische Dorf wiederum soll als Smart City der Zukunft geplant und nach den Spielen zu einem Wohnquartier umfunktioniert werden. Auf ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen setzt auch Vonovia bei der Entwicklung der sogenannten Quartiere der Zukunft, in denen ein vernetztes, digitales und energieeffizientes Ökosystem gewährleistet ist. 60 Jahre nach den Olympischen Spielen in München könnte die weltweite Sportelite im Jahr 2032 damit wieder nach Deutschland kommen. Das aktuelle Konzeptpapier umfasst 14 Kommunen, darunter mit Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen und Recklinghausen sieben Städte aus dem Ruhrgebiet. Über Vonovia Vonovia bietet rund einer Million Menschen in Deutschland ein Zuhause. Das Wohnungsunternehmen steht mitten in der Gesellschaft, deshalb haben die Aktivitäten von Vonovia niemals nur eine wirtschaftliche, sondern immer auch eine gesellschaftliche Perspektive. Vonovia beteiligt sich daran, Antworten auf die aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt zu finden. Das Unternehmen setzt sich ein für mehr Klimaschutz, mehr altersgerechte Wohnungen und für ein gutes Zusammenleben in den Quartieren. In Kooperation mit sozialen Trägern und den Bezirken unterstützt Vonovia soziale und kulturelle Projekte, die das nachbarliche Gemeinschaftsleben bereichern. Zudem beteiligt sich Vonovia an der im Moment besonders wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe: dem Bau neuer Wohnungen. Im Mittelpunkt des Handelns stehen die Kunden und ihre Bedürfnisse. Vor Ort kümmern sich Objektbetreuer und eigene Handwerker um die Anliegen der Mieter. Diese Kundennähe sichert einen schnellen und zuverlässigen Service. Zudem investiert Vonovia großzügig in die Instandhaltung der Gebäude und entwickelt wohnungsnahe Dienstleistungen für mehr Lebensqualität. Vonovia beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter, Vorstandsvorsitzender ist Rolf Buch. --------------------------------------------------------------------------- Zusatzmaterial zur Meldung: Dokument: http://n.eqs.com/c/fncls.ssp?u=CKMYLFNWHV Dokumenttitel: Vonovia unterstützt Initiative Rhein-Ruhr City bei Bewerbung für Olympia 2032 --------------------------------------------------------------------------- 18.02.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Unternehmen: Vonovia SE Universitätsstraße 133 44803 Bochum Deutschland Telefon: +49 234 314 1609 Fax: +49 234 314 2995 E-Mail: investorrelations@vonovia.de Internet: www.vonovia.de ISIN: DE000A1ML7J1 WKN: A1ML7J Indizes: DAX Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Tradegate Exchange EQS News ID: 977669 Ende der Mitteilung DGAP News-Service --------------------------------------------------------------------------- 977669 18.02.2020 °
14.02.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: Bundestag verlängert und verschärft Mietpreisbremse
(neu: Bundesverfassungsgericht zum Mietendeckel, Hintergrund und Statements) BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundestag hat angesichts der anhaltenden Wohnungsnot die Mietpreisbremse um fünf Jahre verlängert und zudem verschärft. Künftig können Mieter zu viel gezahlte Miete erstmals auch rückwirkend für bis zu zweieinhalb Jahre zurückfordern. Wo die Preisbremse gilt, darf ein Vermieter beim Bewohnerwechsel in der Regel maximal zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen. Das soll vor allem in Ballungsgebieten den Anstieg der Mieten bremsen. Die bisherige Regelung wäre in wenigen Wochen ausgelaufen, die neue soll bis längstens Ende 2025 gelten. Bundesverbraucherministerin Christine Lambrecht (SPD) nannte die Verlängerung eine "ganz wichtige Weichenstellung". Ausgenommen von der Mietpreisbremse sind weiter Neubauten und möblierte oder umfassend modernisierte Wohnungen. Das Instrument gilt in stark nachgefragten Gegenden wie vielen Großstädten und begehrten Gemeinden im Umland. Dem Gesetzentwurf der Bundesregierung stimmten CDU/CSU, SPD und Grüne zu, FDP und AfD lehnten ihn ab, die Linke enthielt sich. Grüne und Linke hielten die Regelungen für nicht weitgehend genug und verlangten eine Verschärfung. FDP und AfD sprachen sich strikt gegen Eingriffe in den Wohnungsmarkt durch die Mietpreisbremse oder durch den noch weitergehenden Berliner Mietendeckel aus. Der FDP-Politiker Daniel Föst sprach von "sozialistischer Preiskontrolle", der AfD-Politiker Stephan Brandner von "sozialistischem Unfug". Ein Eilantrag gegen den Berliner Mietendeckel wurde in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts als unzulässig verworfen. Der Antrag von Vermietern auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei verfrüht, entschied die 3. Kammer des Ersten Senats (1BvQ 12/20). Mit dem Gesetz sollen die Mieten in der Hauptstadt für fünf Jahre nicht steigen dürfen. Nach Einschätzung der Bundesregierung hat die Mietpreisbremse den Anstieg der Mieten in den vergangenen Jahren moderat verlangsamt. Erhebungen des Deutschen Mieterbunds zufolge hielten sich viele Vermieter jedoch nicht an die Begrenzung - auch, weil sie keine Strafen fürchten müssen. Gerade in den Großstädten, wo die Konkurrenz um Wohnungen groß ist, scheuen viele Menschen Konflikte mit Vermietern. Bisher mussten diese zu viel erhaltenes Geld auch nicht zurückzahlen. Die Miete wurde nur ab dem Zeitpunkt angepasst, zu dem der Mieter eine Rüge ausgesprochen hatte. Das ändert sich nun. Der Mieterbund begrüßte die Verschärfung, kritisierte aber, sie gehe nicht weit genug. Die Mietpreisbremse müsse bundesweit gelten und nicht nur in angespannten Wohnungsmärkten, erklärte Präsident Lukas Siebenkotten. Er forderte von der Bundesregierung auch wirksame Maßnahmen gegen Mietsteigerungen in bestehenden Verträgen. So sollten Erhöhungen binnen drei Jahren auf sechs Prozent begrenzt werden. Der Immobilienverband IVD, der etwa Makler, Sachverständige und Wohnungsverwalter vertritt, reagierte hingegen mit scharfer Kritik. "Die Politik dreht die Regulierungsschraube solange weiter, bis irgendwann der Markt komplett zum Erliegen kommt", sagte IVD-Präsident Jürgen Michael Schick. Mietpreisbremse, Mietendeckel oder ein Mietenstopp seien Teile "einer immer mehr ausufernden staatlichen Interventionsspirale, die vom eigenen politischen Versagen auf dem Wohnungsmarkt ablenken soll". In der Bundestagsdebatte räumte der CDU-Abgeordnete Thorsten Frei ein, dass die Mietpreisbremse für die Union "nur Mittel zum Zweck" sei. "Wir machen das nicht gerne, diese Regulierung im freien Markt." Nach wie vor gebe es aber zu wenige Wohnungen. Mit der Einführung der Mietpreisbremse habe man sich "Zeit kaufen" wollen für den Bau von mehr Wohnungen, ergänzte Parteikollege Jan-Marco Luczak. "Was ist in den letzten fünf Jahren passiert? Leider zu wenig." Daher jetzt die Verlängerung, die aber mit der klaren Erwartung an die Länder verknüpft sei, dass jetzt auf dem Wohnungsmarkt etwas passiere. "Dort wo sie gilt, ist die Mietpreisbremse ein Erfolg", betonte der SPD-Abgeordnete Johannes Fechner. Der Anstieg der Mieten habe dort verlangsamt werden können. Fechner äußerte die Hoffnung, dass sich Bundesinnenminister Horst Seehofer mit seinem Vorstoß durchsetzen kann, den Wuchermietparagrafen zu verschärfen. Christian Kühn von den Grünen forderte, man müsse die Mietpreisbremse nicht nur verlängern, sondern ausweiten und "richtig anschärfen". Er warnte, dass die Mieten längst nicht nur in den Großstädten stark steigen, sondern auch in den Speckgürteln. "Das sind alles Kommunen, die nicht von der Mietpreisbremse erfasst werden." Zuletzt gab es Anzeichen, dass der rasante Anstieg der Mieten in den Großstädten nachlässt. In Berlin fielen die Angebotsmieten 2019 nach Zahlen des Branchenverbands Zentraler Immobilien-Ausschuss (ZIA) leicht um 0,7 Prozent. In Hamburg, Frankfurt und München legten sie unterdurchschnittlich zu. Stärker steigen die Angebotsmieten in wirtschaftlich wachsenden ländlichen Regionen sowie im Umland von Städten./sk/tam/moe/als/DP/stw
14.02.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Verfassungsrichter verwerfen Eilantrag gegen Mietendeckel
KARLSRUHE/BERLIN (dpa-AFX) - Ein erster Versuch, das Mietendeckel-Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht zu stoppen, ist gescheitert. Das Gericht hat einen Eilantrag von Vermietern als unzulässig verworfen. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei verfrüht, entschied die 3. Kammer des Ersten Senats in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss (1BvQ 12/20). Ein Eilantrag gegen ein Gesetz vor dessen Verkündung setze voraus, dass der Inhalt feststehe und die Verkündung unmittelbar bevorstehe. Das Verfassungsgericht hatte argumentiert, es sei nicht vorgetragen worden oder ersichtlich, dass Senat und Abgeordnetenhaus keine dritte Lesung verlangt hätten. Eine dritte Lesung wird es jedoch nicht geben. Weder der Senat noch das Abgeordnetenhaus haben darauf bestanden. Der Präsident des Abgeordnetenhauses habe das Gesetz am 11. Februar ausgestellt, sagte dessen Sprecher Ansgar Hinz am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Laut der Verfassung muss es innerhalb von 14 Tagen, also bis spätestens zum 25. Februar, im "Gesetz- und Ordnungsblatt" veröffentlicht sein. Dann tritt es am Tag darauf in Kraft. Der Senat habe ebenfalls nicht auf einer dritten Lesung bestanden, sagte Katrin Dietl, Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. "Wir gehen davon aus, dass es am 22. Februar veröffentlicht wird und am 23. in Kraft tritt." Die Beschwerdeführer können den Antrag damit erneut stellen, nachdem inzwischen klar ist, dass es keine weitere Lesung des Gesetzes mehr gibt. Berlin will als erstes Bundesland einen Mietendeckel einführen. Das Abgeordnetenhaus hatte das Gesetz Ende Januar mit rot-rot-grüner Mehrheit gegen die Stimmen der Opposition beschlossen. Mit dem Gesetz sollen die Mieten in der Hauptstadt für fünf Jahre nicht steigen dürfen./ah/DP/stw
14.02.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Bundestag verlängert und verschärft Mietpreisbremse
BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundestag hat angesichts der weiter bestehenden Wohnungsnot die Mietpreisbremse um fünf Jahre verlängert und zudem verschärft. Künftig können Mieter zuviel gezahlte Miete erstmals auch rückwirkend für bis zu zweieinhalb Jahre zurückfordern. Wo die Preisbremse gilt, darf ein Vermieter in der Regel nur zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangen. Das soll vor allem in Ballungsgebieten den weiteren Anstieg der Mieten bremsen. Die bisherige Regelung wäre in wenigen Wochen ausgelaufen, die neue soll bis längstens Ende 2025 gelten. Bundesverbraucherministerin Christine Lambrecht (SPD) nannte die Verlängerung eine "ganz wichtige Weichenstellung". Dem Gesetzentwurf der Bundesregierung stimmten CDU/CSU, SPD und Grüne zu, FDP und AfD lehnten ihn ab, die Linke enthielt sich. Grüne und Linke hielten die Regelungen für nicht weitgehend genug und verlangten eine weitere Verschärfung. FDP und AfD sprachen sich dagegen strikt gegen Eingriffe in den Wohnungsmarkt durch die Mietpreisbremse oder den noch weiter gehenden Berliner Mietendeckel aus. Der FDP-Politiker Daniel Föst sprach von "sozialistischer Preiskontrolle", der AfD-Politiker Stephan Brandner von "sozialistischem Unfug". Für die Union sei die Mietpreisbremse "nur Mittel zum Zweck", räumte der CDU-Abgeordnete Thorsten Frei ein. "Wir machen das nicht gerne, diese Regulierung im freien Markt." Nach wie vor gebe es aber zu wenige Wohnungen. Mit der Einführung der Mietpreisbremse vor fünf Jahren habe man sich "Zeit kaufen" wollen für den Bau von mehr Wohnungen, ergänzte sein Parteikollege Jan-Marco Luczak. "Was ist in den letzten fünf Jahren passiert? Leider zu wenig." Daher jetzt die Verlängerung, die aber mit der klaren Erwartung an die Länder verknüpft sei, dass jetzt auf dem Wohnungsmarkt etwas passiere. "Dort wo sie gilt, ist die Mietpreisbremse ein Erfolg", betonte der SPD-Abgeordnete Johannes Fechner. Der Anstieg der Mieten habe dort verlangsamt werden können. Fechner äußerte die Hoffnung, dass sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit seinem Vorstoß durchsetzen kann, den Wuchermietparagrafen zu verschärfen. Ziel sei es, wieder dahin zu kommen, dass die Menschen "eine Woche im Monat dafür arbeiten müssen, dass sie ihre Miete bezahlen können", sagte Michael Groß von der SPD. Für Caren Lay von der Linken stand fest: "Der Gesetzentwurf kommt zu spät und greift zu kurz." Die Mietpreisbremse müsse weiter verschärft werden, indem sie flächendeckend und ohne Ausnahmen gilt. Wer sie umgehe, bleibe nach heutigem Stand straffrei. "Das kann einfach nicht sein." Mieten müssten gedeckelt werden, Mieterhöhungen über dem Inflationsausgleich dürfe es nicht geben. "Die Mieterinnen und Mieter haben sich eine Atempause verdient." Auch ChRistian Kühn von den Grünen forderte, man müsse die Mietpreisbremse nicht nur verlängern, sondern auch ausweiten und "richtig anschärfen". Er warnte, dass die Mieten längst nicht nur in den Großstädten stark steigen, sondern auch in den Speckgürteln um sie herum. "Das sind alles Kommunen, die nicht von der Mietpreisbremse erfasst werden." Nötig sei mehr Regulierung. "Sonst werden uns die Mieten weiter davongaloppieren". Zuletzt gab es Anzeichen, dass der stürmische Anstieg der Mieten in den Großstädten nachlässt. In Berlin gingen die Angebotsmieten 2019 nach Zahlen des Branchenverbands Zentraler Immobilien-Ausschuss (ZIA) leicht um 0,7 Prozent zurück. In Hamburg, Frankfurt und München legten sie unterdurchschnittlich zu. Stärker steigen die Angebotsmieten inzwischen in wirtschaftlich wachsenden ländlichen Regionen wie Ostfriesland und Emsland sowie im Umland von Städten wie Bremen, Hamburg, Berlin und München./sk/DP/eas