Faktor-Zertifikat | 15,00 | Long | DAX

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Produktbeschreibung

Mit dem Faktor-Zertifikat Long auf DAX ® hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an steigenden Kursen des zugrunde liegenden Index zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an fallenden Kursen des zugrunde liegenden Index teil.

Falls der zugrunde liegende Index die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für den Index abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung des Index am ersten planmäßigen Handelstag (des Index) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

Bei Faktor-Zertifikaten sind keine periodischen Zinszahlungen vorgesehen.

Faktor-Zertifikate gewährleisten keinen Kapitalschutz. Im Falle eines fallenden Index-Standes können die Wertpapiere wertlos verfallen wodurch der Anleger einen Totalverlust erleidet.

Zertifikate, Optionsscheine und Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten des Index sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (d.h. den Endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument) zu entnehmen.

Index Disclaimer

Das Produkt wird vom Index Sponsor in keiner Weise gefördert, empfohlen, vertrieben oder beworben.

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Falls der zugrunde liegende Index die Reset Barriere unterschreitet, liegt ein Reset Ereignis vor und es wird ein Hedging-Wert ermittelt. Dieser Wert ergibt sich aufgrund der für den Index abgeschlossenen Hedgingvereinbarungen erzielten Preise, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben. Wenn dieser Hedging-Wert über dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt, werden bestimmte Werte des Faktor-Zertifikats angepasst, wie in den Endgültigen Bedingungen näher beschrieben.

Wenn allerdings der Hedging-Wert unter dem letzten unmittelbar vor dem Eintritt des Reset Ereignisses anwendbaren Basispreis liegt oder diesem entspricht, so steht es der Emittentin frei, vorbehaltlich einer wirksamen Ausübung des Ausübungsrechts des Gläubigers oder einer Mitteilung einer Kündigung durch die Emittentin, die Wertpapiere mit sofortiger Wirkung vollständig, jedoch nicht teilweise, durch Mitteilung an die Gläubiger zu kündigen (eine sogenannte Reset Ereignis Kündigung). Als Folge der Ausübung einer Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin wird das Produkt mit sofortiger Wirkung beendet und der Mindestbetrag ausgezahlt, wodurch es zum Totalverlust kommt.

Sowohl die Reset Barriere als auch der Basispreis sind nicht konstant. Nach anfänglicher Bestimmung dieser Werte werden, wie in den Endgültigen Bedingungen festgelegt, Anpassungen erfolgen. Der aktuelle Wert der Reset Barriere und des Basispreises sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

Das Produkt hat keine feste Laufzeit. Bei Ausübung des ordentlichen Kündigungsrechts erfolgt die Bewertung des Index am ersten planmäßigen Handelstag (des Index) eines jeden Monats, welcher dem Ablauf von 35 Tagen nach dem Ausübungstag folgt. Bei Ausübung der Reset Ereignis Kündigung durch die Emittentin werden die Wertpapiere zum Mindestbetrag zurückgezahlt.

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Nachrichten und Analysen

30.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Anleger vorsichtig nach TV-Duell in den USA
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Dax-Anleger sind auch zur Wochenmitte auf der Hut geblieben. Das von Beobachtern als chaotisch gewertete TV-Duell im US-Präsidentschaftswahlkampf hatte den deutschen Leitindex am Mittwoch zwischenzeitlich um rund ein Prozent ins Minus gedrückt, bevor eine Reihe erfreulicher Konjunkturnachrichten aus den USA für etwas Entspannung sorgten. Am Ende schloss der Dax 0,51 Prozent tiefer bei 12 760,73 Punkten und weitete damit seine leichten Vortagesverluste aus. Auf Monatssicht ergibt sich ein Minus von 1,4 Prozent, wohingegen die Quartalsbilanz ein Plus von 3,7 Prozent aufweist. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel legte am Mittwoch um 0,14 Prozent auf 27 006,81 Punkte zu. "Auch wenn nicht wirklich viele ein geordnet ablaufendes und durch Sachlichkeit geprägtes TV-Duell zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden erwartet hatten, die Präsidentschaftsdebatte hätte kaum chaotischer ausfallen können", stellte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus Axitrader fest. "Damit wächst unter den Investoren zunehmend die Angst, dass auch die Wahl selbst im Chaos enden könnte, falls Trump eine eventuelle Niederlage nicht akzeptieren sollte." Die Konjunkturnachrichten aus den USA aber erfreuten die Anleger: So ist die Beschäftigung in der Privatwirtschaft im September laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP deutlich stärker als im Vormonat gestiegen. Zudem war die Wirtschaft der USA im zweiten Quartal etwas weniger drastisch eingebrochen als bisher bekannt. Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Covestro als klares Dax-Schlusslicht mit einem Kursverlust von mehr als sieben Prozent im Fokus. Der Kunststoffkonzern will dem niederländischen Chemiekonzern Royal DSM dessen Sparte für harzbasierte Farben und Anstriche für gut 1,6 Milliarden Euro abkaufen. "Die Übernahme erscheint auf den ersten Blick teuer", sagte Analyst Markus Mayer von Baader. Die Aktien des Leasingspezialisten Grenke setzten zur Erholung an und gewannen an der MDax-Spitze 4,6 Prozent. Der sogenannte Shortseller Viceroy, der auf fallende Kurse gewettet und mit seinen Vorwürfen Mitte des Monats für eine Kurshalbierung gesorgt hatte, reagierte nun auf das Interview von Unternehmensgründer Wolfgang Grenke im "Handelsblatt". Viceroy sah die Aussagen "voller Widersprüche und selbstbelastend". Die Papiere von S&T büßten als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax 5,7 Prozent ein. Der österreichische IT-Dienstleister hatte nach einer kritischen Analystenaussage seine Jahresziele bestätigt. Die Anteilscheine des Betreibers von Solar- und Windparks Encavis hingegen waren im Handelsverlauf auf ein Rekordhoch geklettert und zogen an der SDax-Spitze um fast acht Prozent an. Börsianer begründeten dies auch mit dem Ausgang des ersten TV-Duells im US-Präsidentschaftswahlkampf, das als Punktsieg für Joe Biden gesehen wird. Der Trump-Herausforderer will im Falle seines Sieges massiv in Klimaschutz und saubere Energie investieren. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte 0,64 Prozent auf 3193,61 Punkte ein. Der französische Cac 40 und der britische FTSE 100 verzeichneten jeweils Verluste in ähnlicher Größenordnung. In New York jedoch zog der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 1,7 Prozent an. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1708 (Dienstag: 1,1702) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8541 (0,8545) Euro. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,55 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 145,96 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,23 Prozent auf 174,45 Zähler./la/he --- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
30.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP: Untreue-Ermittlungen gegen KfW-Tochter wegen Wirecard-Kredits
FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem Start des Bundestags-Untersuchungsausschusses zum Wirecard-Skandal gibt es neuen Ärger für die Bundesregierung. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen die staatliche Förderbank KfW im Zusammenhang mit einem verloren gegangenen Millionenkredit der KfW-Tochter Ipex-Bank an die Wirecard-Gruppe. Die KfW Ipex-Bank bestätigte am Mittwoch in Frankfurt/Main die Ermittlungen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) müssen sich nun auf weitere Fragen im Untersuchungsausschuss des Bundestages einstellen. Altmaier ist Vorsitzender des KfW-Verwaltungsrates, Scholz sein Stellvertreter. Dem Gremium gehören Vertreter des Bundes, der Länder sowie der Wirtschaft und Gewerkschaften an. Der Bundestag will am Donnerstag den geplanten Untersuchungsausschuss einsetzen. "Es ist höchste Zeit, dass dieser beispiellose Skandal und das mutmaßliche Behördenversagen im Parlament mit dem scharfen Mittel eines Untersuchungsausschusses aufgearbeitet wird", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Florian Toncar. Ein Sprecher der KfW Ipex-Bank sagte auf Anfrage: "Wir bestätigen, dass Polizei und Staatsanwaltschaft in den Geschäftsräumen der KfW Ipex-Bank Ermittlungen im Zusammenhang mit unserer Finanzierung für Wirecard durchgeführt haben." Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. Demnach ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche einer Bank wegen des Anfangsverdachts der Untreue. Bei der KfW Ipex-Bank hieß es, das Institut kooperiere "im Rahmen dieser Ermittlungen mit den Ermittlungsbehörden". Die KfW-Tochter Ipex-Bank hatte Wirecard 100 Millionen Euro geliehen. Dem Institut wird den Angaben zufolge vorgeworfen, die Kreditlinie gewährt zu haben, ohne sich mit Absicherungsgeschäften vor möglichen Verlusten zu schützen. Von der Frankfurter Staatsanwaltschaft war am Mittwoch zunächst keine Stellungnahme dazu zu bekommen. Der inzwischen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) geflogene Münchener Zahlungsdienstleister hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet. Die Münchener Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Wirecard seit 2015 mit Hilfe dieser nicht existenten Milliarden Scheingewinne auswies und von Banken und Investoren über drei Milliarden Euro erschwindelte. Sie ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Auf Anordnung der Regierung von Singapur muss Wirecard das Geschäft in dem südostasiatischen Inselstaat jetzt einstellen. Die Finanzaufsicht MAS ordnete am Mittwoch an, dass die örtlichen Wirecard-Gesellschaften bis 14. Oktober keine Zahlungen mehr abwickeln dürfen und sämtliche Kundengelder zurückzahlen müssen. Singapur ist ein Hauptschauplatz des mutmaßlichen Milliardenbetrugs. Der Stadtstaat ist sowohl Sitz der Wirecard-Asienholding als auch einer örtlichen Tochtergesellschaft. Über einen Treuhänder in Singapur hatte Wirecard nach derzeitigem Ermittlungsstand jahrelang erschwindelte Umsätze in Milliardenhöhe gebucht. Die Singapurer Finanzaufsicht ermittelt seit gut eineinhalb Jahren. Unmittelbarer Auslöser des Verbots war zumindest nach Angaben der MAS aber, dass Wirecard sich selbst geschäftsunfähig meldete. Wirecard habe die Behörde informiert, dass das Unternehmen nicht in der Lage sei, "einer signifikanten Zahl von Händlern weiterhin Zahlungsdienstleistungen anzubieten", hieß es in der Mitteilung. Die Finanzaufsicht hatte schon vorher angeordnet, dass Wirecard sämtliche Kundengelder auf örtlichen Banken verbuchen musste und den Kunden empfohlen, sich andere Zahlungsdienstleister zu suchen. Der Untersuchungsausschuss des Bundestages soll klären, inwiefern die Bundesregierung sowie Behörden über Vorkommnisse bei Wirecard informiert waren und ob sie ihren Aufsichtspflichten nachgekommen sind. FDP-Experte Toncar kritisierte, die Koalitionsfraktionen hätten entschieden, den Ausschuss auf das gesetzliche Minimum von neun Mitgliedern zu verkleinern: "Es sieht daher so aus, als wolle die Koalition dem Ausschuss die Arbeit schwer machen." Die Entscheidung lasse alle Ankündigungen, bei der Aufklärung des Falls aktiv mithelfen zu wollen, als Lippenbekenntnisse erscheinen. Stattdessen scheine die Regierung den Ausschuss zu fürchten./ben/cho/tam/DP/fba
30.09.2020 Quelle: dpa
ROUNDUP 2: VW steckt trotz Krise Milliarden in die E-Flotte und vernetzte Autos
(durchgehend aktualisiert) BERLIN (dpa-AFX) - Trotz Corona-Krise und zahlreicher hausgemachter Probleme verlangt VW-Boss Herbert Diess bei der Neuausrichtung des Autobauers hohes Tempo. "Der Umbau des Unternehmens wird von Corona nicht gebremst, sondern beschleunigt", sagte der Konzernvorstand am Mittwoch in Berlin. Das Management bekräftigte bei der Online-Hauptversammlung die milliardenschweren Investitionen in die Elektroflotte. "Viel weitreichender wird es sein, dass das Auto sich in den kommenden zehn Jahren zu einem vollvernetzten Mobilitätsdevice entwickelt", sagte Diess. VW müsse in der Lage sein, nicht nur die Transporthülle anzubieten, sondern auch das Gehirn, das das Fahrzeug mit Künstlicher Intelligenz sicher steuere. Um das zu erreichen, müsse sich der Konzern hin zu einem Digitalunternehmen wandeln. Allein 14 Milliarden Euro fließen den Angaben zufolge bis 2024 in den Aufbau der IT-Kompetenz und das autonome Fahren. In den Ausbau der E-Mobilität sollen bis 2024 33 Milliarden Euro fließen. VW will Marktführer bei batterie-elektrischen Fahrzeugen werden. Diess unterstrich erneut die Rolle Chinas als größter Automarkt der Welt sowie Vorreiter und Treiber der Elektrifizierung. "Das Wachstum im chinesischen Automobilmarkt wird in diesem Jahrzehnt vorwiegend elektrisch sein", sagte der Manager. "Unsere Prognosen gehen davon aus, dass sich das jährliche Volumen von 2020 bis 2030 mehr als verzehnfacht". Erst vor wenigen Tagen hatte VW angekündigt, allein in China zwischen den Jahren 2020 und 2024 weitere rund 15 Milliarden Euro in den Ausbau der E-Mobilität zu investieren. Trotz dieser Aufwendungen in der Corona-Krise bestätigte Volkswagen seinen Ausblick für das aktuelle Jahr. Der Dax-Konzern geht weiter von einem positiven operativen Ergebnis aus. Für das vergangene Geschäftsjahr will VW seinen Aktionären wie geplant eine Dividende zahlen. Wegen der nach wie vor schwer einschätzbaren Entwicklungen blieb das Management aber dabei, den ursprünglichen Dividendenvorschlag um 1,70 Euro auf 4,86 je Vorzugsaktie zu kürzen, um die Kasse zu schonen. Stammaktionäre sollen jeweils 6 Cent weniger bekommen. Den geplanten Stellenabbau beim Lkw-Bauer MAN aus der VW-Nutzfahrzeugholding Traton verteidigte Diess. Der Manager verwies darauf, dass die wirtschaftliche Basis von MAN schon vor der Corona-Krise nicht ausreichend gewesen sei, um über den Lkw-Zyklus hinweg strategisch wichtige Investitionen zu finanzieren: "MAN Truck & Bus braucht die Restrukturierung mit Werkschließungen und Personalabbau in der Größenordnung von rund 9500 Stellen, um die Wettbewerbsfähigkeit herzustellen." Obwohl die Anleger in Berlin nicht dabei sein konnten und das ungewöhnliche Format der Online-Hauptversammlung einen direkten Dialog mit der VW-Führung verhinderte, übten die Aktionärsvertreter mit ihren schriftlichen Einlassungen und Fragen teils deutliche Kritik. So monierte etwa Fondsmanager Ingo Speich von der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka, dass der Dieselskandal noch nicht ausgestanden sei und "althergebrachte Kontrollschwächen" die VW-Investoren weiterhin teuer zu stehen kämen. Auch die Investmentgesellschaft Union Investment kritisierte unter anderem "die verkrusteten Strukturen in Wolfsburg". Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS richtete gleich eine ganze Palette kritischer Fragen an die VW-Führung und monierte die immer noch andauernden gerichtlichen Auseinandersetzungen gegen das Unternehmen aufgrund der "Diesel-Thematik", durch die bereits über 32 Milliarden Euro an Substanz vernicht worden seien. Ungeachtet dessen wurden Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit entlastet. Dass der Dieselskandal längst nicht vorbei ist, wurde zeitgleich in Bayern deutlich. Dort muss sich seit Mittwoch der langjährige Audi-Chef Rupert Stadler zusammen mit dem früheren Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz und zwei Ingenieuren dem ersten deutschen Strafprozess in dieser Sache stellen. Allein für diesen Prozess hat das Landgericht München bis Ende 2022 Termine angesetzt. Ex-Vorstand Martin Winterkorn soll in Braunschweig gleich zweimal vor Gericht, wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs und Marktmanipulation. Gegen eine vom Oberlandesgericht in Celle angeordnete externe Prüfung zu den Manipulationen wehrt sich der Konzern weiter mit einer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht. "Wir sind der Auffassung, dass die Anordnung der Sonderprüfung und der Austausch des Sonderprüfers Volkswagen in seinen durch die Verfassung geschützten Rechten verletzen", sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Aus Sicht von VW werden die Vorgänge bereits sehr breit und auch unabhängig aufgeklärt, sagte Pötsch mit Verweis den vom US-amerikanischen Justizministerium eingesetzten unabhängigen Kontrolleur (Compliance Monitor) Larry Thompson./bch/eas/DP/fba